Gewinner der Weihnachtsaktion 2014

IMG_0007Das Interesse an der Weihnachtsaktion war wieder beachtlich. Ein herzliches Dankeschön an alle Teilnehmer und an die Unterstützer des TheoBlogs! Es sind etliche Bestellungen und ca. 200 Euro Spenden eingegangen. Das ist eine große Ermutigung!

Unsere jüngste Tochter kam gestern wegen eines Vereinstreffens erst spät nach Hause, hat aber dann sofort aus der blauen Ikea-Tasche unter Anwesenheit einiger Zeugen das entscheidende Los gezogen.

Das Buch Das Neue Testament und die Endzeit von Eckhard Schnabel, das freundlicherweise vom Brunnen-Verlag gesponsert wurde, geht an Larry Norman, der derzeit an der Freien Theologischen Hochschule Theologie studiert.

Herzlichen Glückwunsch!

Glauben & Denken heute 2/2014 ist da!

Die neue Ausgaben der Zeitschrift Glauben & Denken heute ist soeben erschienen. Sie enthält folgende Beiträge:

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  • Hanniel Strebel: Editorial
  • Prof. Dr. Alvin Plantinga: Ratschläge für christliche Philosophen
  • Interview mit Thomas Reiter: Logos auf Deutsch
  • Hanniel Strebel: Hermann Bavinck: Eine Einführung in sein Leben, seine Zeit und sein Werk
  • Interview mit Dr. Markus Widenmeyer: Welt ohne Gott?
  • Simon Mayer: Gottes Eifer für Seine Ehre

Rezensionen

  • Ron Kubsch: Der gekreuzigte König (Jeremy R. Treat)
  • Ron Kubsch: Grundriss Heidegger (Helmuth Vetter)
  • Dr. Daniel Facius: Berufung (Timothy Keller)
  • Dr. Markus Widenmeyer: Halbierte Wirklichkeit (Hans-Dieter Mutschler)
  • Hanniel Strebel: Teaching and Learning Through Story (Jan Hábl)
  • Micha Heimsoth: Fundamentaltheologie (Gerd Neuhaus)

Buchhinweise

  • Johannes Otto: Einführung in die griechische Sprache (Wilhelm Höhn)
  • Johannes Otto: Digitale Invasion (Archibald D. Hart, Sylvia Hart Freijd)
  • Ron Kubsch: Max Weber (Dirk Käsler)
  • Ron Kubsch: Feuerbach weiterdenken (Joachim Nagel)

Die Zeitschrift kann gratis hier heruntergeladen werden: gudh014c.pdf.

Grundregel der christlichen Sexualethik

Klaus Bockmühl schreibt (Leben nach dem Willen Gottes, 2006, S. 35):

Die Grundregel der christlichen Sexualethik ist eine denkbar einfache. Sie lautet: „Ihr gehört nicht euch selbst. Machet Gott Ehre mit eurem Leibe!“

Der letzte Puritaner: Martyn Lloyd-Jones

Großartig! Im April 2015 erscheint eine neue Dokumentation über das Leben von Martyn Lloyd-Jones.

Hier ein Trailer:

Es gibt übrigens ein großes digitales Archiv mit Predigten von Martyn Lloyd-Jones. Hier beispielsweise eine Predigt über Epheser 1,3 (Der ewige Bund):

 

Seelsorge Vertiefungskurs II (März 2015)

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Der Seelsorge Vertiefungskurs II, der vom 01.–06. März 2015 im Teencamp-Freizeithaus in Marsberg-Helminghausen (Deutschland, URL: www.tcamp.de  veranstaltet wird, enthält folgende Einheiten:

  • Psychopathologie und Psychiatrie (Referent: Dr. med. Christoph Jung)
  • Pornografie: Grundlagen und Arbeitsmittel für die Gemeindepastoral (Referent: Daniel Röthlisberger)
  • Praxisfelder Ehe- und Familienseelsorge (Referent: Thomas Jeising)

Sollten Sie an diesem Kurs Interesse haben, freuen wir uns über eine möglichst schnelle Anmeldung!

Weitere Informationen finden Sie im Flyer: Vertiefung_II_maerz2015_b.pdf .

„Radical Orthodoxy“-Tagung an der STH

Anfang Dezember 2014 wurde an der STH Basel eine Tagung zur Bewegung „Radical Orthodoxy„ abgehalten (vgl. hier). Die STH schreibt im Rückblick:

Referenten der Tagung

Die Radical Orthodoxy (RO) und ihr Vordenker Prof. Dr. John Milbank, Universität Nottingham, England, haben in der englischsprachigen Welt weiträumige Resonanz mit einer These gefunden, die quer zum Zeitgeist steht: Theologie soll Milbank zufolge wieder erste Wissenschaft werden. Christlicher Glaube muss seine kulturprägende Kraft wiedergewinnen.

Die Tagung an der STH Basel am 6. 12. 2014 setzte sich die Aufgabe, die RO im christlichen Denken in Europa bekannt zu machen. Vor ca. 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmern hatten wir Gelegenheit, auf hohem Niveau mit John Milbank in ein intensives, freundschaftliches, aber nicht unkritisches Gespräch zu kommen. Milbank stellte in einem brillanten Vortrag Anliegen und bisherige Ausprägung der RO dar. Sein Schüler Dr. Adrian Pabst, Universität Kent, England, arbeitete anschliessend den Begriff der Partizipation als einer Partizipation an Christus systematisch und ideengeschichtlich besonders heraus. Prof. Dr. Daniel von Wachter, Internationale Akademie für Philosophie im Fürstentum Liechtenstein, stellte die Frage, ob die RO hinreichend orthodox ist. Folgt sie wirklich klar genug christlicher Lehre und deren Aufforderung zu Handlung und Umkehr? Prof. Dr. Harald Seubert, STH Basel, brachte darauf hin die Frage nach dem Zusammenhang von Heilsgeschichte und Metaphysik, Bibelwissenschaft und christlichem Denken, das am Wort Gottes seinen Massstab finden muss, in die Diskussion ein.

Am Nachmittag folgten auf die Hauptvorträge kurze Statements von PD. Dr. Hans Otto Seitschek, Ludwig-Maximilians-Universität München, der den katholischen Denker Romano Guardini ins Gespräch brachte, sowie des einstigen STH-Professors Gianfranco Schultz, der, ausgehend vom niederländischen Philosophen Herman Dooyeweerd, das Profil reformierten christlichen Denkens einbezog.

Eine lebendige, auf das Publikum geöffnete Diskussion schloss sich an, zu der auch weitere Kollegen hoch interessante Beiträge einbrachten. Schwerpunkte waren die Reichweite der Theologie, die Dimension von Lobpreis, christlicher Kunst, aber auch der Ethik der Heiligung. Sodann konzentrierte sich der Disput unter Moderation von PD Dr. Johannes Corrodi, Universität Zürich, auf das Verhältnis von Politik, Demokratie und Eschatologie und die Position des christlichen Glaubens in einer weitgehend säkularisierten Welt: Ein dichter und erfüllter Tag, an dem die STH Basel im Zentrum christlichen Denkens der Gegenwart stand.

Die Tagung, die Prof. Dr. Sven Grosse und Prof. Dr. Harald Seubert, beide STH Basel, gemeinsam vorbereitet hatten und die von der Thyssen-Stiftung grosszügig gefördert worden war, wird in einen Band münden, in dem die Positionen im einzelnen nachgelesen werden können und der gewiss weitere Debatten auslösen wird.

Sämtliche Vorträge der Konferenz stehen inzwischen online und können somit nachgehört werden.

L’Abri 1971

Impressionen aus L’Abri in der Schweiz aus dem Jahr 1971 (Quelle flickr):

L'Abri 1971 - Hotel du Raisin

L'Abri 1971 - Huemoz

L'Abri 1971 - Francis Schaeffer

L'Abri 1971 - Music Evening

L'Abri 1971

L'Abri 1971 - Knitters (3)

L'Abri 1971 - Francis Schaeffer

L'Abri 1974 (England) - Simone Jacobs

L'Abri 1974 (England) - Janet & Rachel Jacobs.

Sex für alle Klassenstufen

Der Hannoveraner Landtag hat beschlossen, dass künftig in allen Jahrgängen und allen Fächern „geschlechtliche Identitäten“ behandelt werden müssen. Doch was als Fortschritt erscheint, ist ein Rückfall in die Zensur und die staatliche Bevormundung – auf dem Rücken der Kinder.

Alexander Kessler schreibt für CICERO:

Es liegt so vieles im Argen an unseren deutschen staatlichen Schulen. Die Klassen, hört man, sind zu groß, die Leistungsunterschiede der Schüler sind es nicht minder. Adenauer und Honecker auseinander zu halten, gelingt nicht jedem Gymnasiasten, warum und ob da eine Mauer in Berlin stand, entzieht sich mancher Kenntnis, und generell müsse man froh sein, wenn die Hochschulreife ausreicht, eine Bewerbung als Mechatroniker oder Hair-Stylist eigenhändig aufzusetzen. Ganz zu schweigen von den Herausforderungen an Gesamt- und Hauptschulen, wo Erziehung oftmals Betreuung und Umgangsformentraining bedeutet.

Die niedersächsische Landesregierung hat vor diesem Hintergrund messerscharf geschlossen: Wir müssen über Sex reden. Und zwar viel mehr und viel öfter als bisher. Das Geschlechterwissen soll die neue Schlüsselqualifikation an unseren Schulen werden. Wer kann dagegen etwas sagen? Tatsächlich boomt die Körperindustrie in nie gekanntem Ausmaß, da mögen sich schon die Kleinsten beizeiten in den richtigen Termini rüsten. Wer zu welchen Zwecken unter welchen Bedingungen mit wem in die Kiste steigt: Darauf lässt sich ein Karriereplan gründen. Es lockt sowohl das darstellende wie auch das betreuende Gewerbe, die Sozial- ebenso wie die Sexindustrie. Und ist es nicht herrlich emanzipatorisch, wenn auch an niedersächsischen Grundschulen nun endlich „Homo-, Bi-, Trans- und Intersexualität (…) verbindlich thematisiert werden“ müssen?

So steht es im gestern von den Regierungsparteien SPD und Grüne und der Oppositionspartei FDP im Hannoveraner Landtag durchgewunkenen Entschließungsantrag 17/2348. In „allen Fächern“ und „allen Klassenstufen“ muss nun die „Vielfalt sexueller und geschlechtlicher Identitäten und gleichgeschlechtlicher Lebensweisen“ angemessen behandelt und abgebildet werden.

Hier mehr: www.cicero.de.

Vaughan Roberts: Im Reich Gottes dienen

Das Wochenende mit Vaughan Roberts in München war eine große Ermutigung. Stefan Beyer hat freundlicherweise die Vorträge von Freitagabend und Samstag zusammengefasst. Vielen Dank!

Im Reich Gottes dienen

Vaughan Roberts, Pastor der St Ebbe’s Church Oxford (UK) und Leiter der Predigerschule ‚Proclamation Trust‘, besuchte am 12. und 13. Dezember die Landeshauptstadt München, um in der FeG München-Mitte über das Thema „Gottes Plan – Kein Zufall: Die Bibel im Zusammenhang erklärt“ und am Martin Bucer Seminar München über das Thema „Warum der vollzeitliche Dienst auch heute wichtig ist“, zu sprechen.

IMG 7419 2Der Vortrag „Gottes Plan – Kein Zufall: Die Bibel im Zusammenhang erklärt“, der auf einem gleichnamigen Buch beruht, bot einen eindrücklichen Überblick über den Heilsplan Gottes und wie die Bibel das Thema des Reiches Gottes von der Schöpfung bis zur Erfüllung in der neuen Schöpfung entfaltet. Das Grundmuster dieses Reiches ist Gottes Volk an Gottes Ort unter Gottes Herrschaft mit Gottes Segen. Die Bibel sei ein Buch mit einem Thema, das sich in eine Periode der Verheißung (Altes Testament) und Erfüllung (Neues Testament) gliedere. Zunächst habe das Reich Gottes mit Adam und Eva in einem ungetrübten Zustand der Gemeinschaft mit Gott begonnen. Gott und Mensch, Mann und Frau sowie Mensch und Schöpfung haben in einer perfekten Beziehung zusammengelebt. Der Sündenfall habe diesen paradiesischen Zustand jedoch zerstört, indem er Gott und die Menschen voneinander entfremdete. Dadurch wurde auch die Beziehung zwischen Mann und Frau sowie Mensch und Schöpfung beeinträchtigt. Das Ausmaß der Sünde, die durch Adam in die Welt gekommen war, zeige sich in den folgenden Geschichten des 1. Buch Mose: Kain tötet Abel (Kapitel 4), der Tod breitet sich auf alle aus (Kapitel 5), die Sintflut vernichtet alle Menschen außer Noah, kann aber die Sünde im Menschen nicht ausrotten (Kapitel 6), und die Rebellion gegen Gott gipfelt im Turmbau zu Babel (Kapitel 11), wo der Mensch endgültig Gottes Herrschaft von sich abstoßen will. Das Reich Gottes, das in der Schöpfung noch so gut begonnen hatte, sei hier nun vollends untergegangen. Gott, in seiner unverdienten Gnade und nach seinem ewigen Plan (Epheser 1,3-10), beginnt jedoch mit einer neuen Verheißung des Reiches Gottes an Abraham (1. Mose 12,1-3). Er verheißt ihm ein Volk, an einem Ort, unter Gottes Herrschaft und mit Gottes Segen. Paulus deutet diese Verheißung auf Christus (Galater 3,16). Dieses verheißene Reich Gottes wird in den folgenden Büchern des Alten Testaments nun partiell verwirklicht. Es entsteht ein Volk Gottes, die Nachkommen Abrahams, die Gott aus Ägypten befreit und in das verheißene Land führt. An seinem Ort sollen sie unter seiner Herrschaft leben und er verheißt ihnen seinen Segen, wenn sie ihm gehorsam bleiben. Das Buch der Richter beschreibt aber einen fortwährenden Zyklus des Ungehorsams von Seiten der Israeliten. Weil sie nicht unter der Herrschaft Gottes leben wollen, läßt er sie unter die Herrschaft anderer Völker kommen. Er sendet ihnen immer wieder Richter, die sie aus ihrer Notlage befreien, aber es entsteht nie eine dauerhafte Erfüllung des Reiches Gottes. Dafür wächst bei den Israeliten die Hoffnung, daß ein König nach dem Maßstab der anderen Völker endlich das Volk unter Gottes Segen stellen könnte. Gott schenkt ihnen den König David, einen Mann nach seinem Herzen, doch zugleich verheißt er einen ewigen König, der auf eine einzigartige Weise der Sohn Gottes sein werde (2. Samuel 7,11b-16). Nachdem sich das Volk Gottes auch unter der Herrschaft ihrer Könige von Gott abwendet, entwickeln die Propheten, die der Herr zum Volk Israel sendet, eine Hoffnung auf einen neuen Exodus, einen neuen David, einen neuen Bund, einen neuen Tempel und eine neue Schöpfung. Sie reden prophetisch von einem neuen Reich Gottes, wo endlich das Volk Gottes wieder am Ort Gottes und unter seiner Herrschaft und Segen leben würde. Diese Hoffnung erfüllt sich mit dem Kommen des Retterkönigs Jesus Christus. Das Neue Testament mache deutlich, daß Jesus die Erfüllung der alttestamentlichen Hoffnung ist (Matthäus 13,16-17; 2. Korinther 1,20; Johannes 5:39). Die Evangelien beginnen mit einer direkten Verbindung zum Alten Testament (Matthäus 1,1; Markus 1,1-4; Lukas 1,67-79). Jesus erfüllt die alttestamentlichen Verheißungen über das Reich Gottes. Er war das Volk Gottes (der wahre Sohn Gottes, der wahre Weinstock, der wahre Adam). Er war Gottes Ort (Johannes 1,14) und er war Gottes Herrschaft und Segen (Johannes 8,29). Er starb, damit die Verheißungen auch in anderen Menschen erfüllt werden können (Lukas 24,25-27). Nach seiner Auferstehung wird das gekommene Reich Gottes verkündigt, welches bei seiner Wiederkunft vollendet wird. Das Buch der Offenbarung (Kapitel 21,22) verheißt eine neue Schöpfung, in der zuletzt alle Verheißungen der Bibel über das Reich Gottes erfüllt werden. Endlich wird das Volk Gottes für immer an Gottes Ort unter Gottes Herrschaft leben. Diese Hoffnung kann uns erfüllen und Kraft geben, auch in unserem Leben das Reich Gottes zu verkündigen.

IMG 7418Am Seminartag über die Wichtigkeit des vollzeitigen Dienstes sprach Vaughan Roberts über die Priorität des Wortes Gottes, den Bedarf an vollzeitig dienenden Christen und die Frage, wie man herausfinden kann, ob man selbst zum Vollzeitdienst berufen ist. Obwohl Jesus viele Wunder tat, war er doch zuerst dazu gekommen, das Wort Gottes zu verkündigen (Markus 1,38). Im Gleichnis der vier Böden betont Jesus, daß die Verkündigung des Wortes die Hauptaufgabe seiner Diener sei (Markus 4,1-20). Das Reich Gottes breitet sich aus, wenn das Wort Gottes verkündigt wird. Jesus wollte die Welt erreichen, indem er das Wort Gottes verkündigte. Dennoch bringt nicht jeder Same des Wortes Frucht, denn der Teufel, die Welt, Sorgen, Verfolgung und die sündige Natur des Menschen können das Wachstum behindern. Das Wort Gottes selber habe die Absicht, die gemischte Reaktion der vier Böden hervorzurufen. Es wird Sinn und Bedeutung an manche vermitteln, für andere aber ein Geheimnis bleiben (Markus 4,10-12). Am Ende wird es aber reichen Ertrag in denen bringen, die es hören und mit einem bereitwilligen Herzen aufnehmen. Die Bibel ist dieses Wort Gottes, welches verkündigt werden soll, und sie wird von Jesus bestätigt (Matthäus 5,17-19; 19,4-6) und beansprucht dies auch für sich selber (2. Timotheus 3,16; 2. Petrus 3,15-16). Die Bibel ist auch das aktuelle, zeitgenössische Wort Gottes, denn in ihr hören wir die Stimme Christi (Hebräer 2,12-13) und des Heiligen Geistes (Hebräer 3,7-8). Zunächst seien natürlich alle Christen dazu berufen, das Wort sowohl in der Welt (Matthäus 28,19; 1. Petrus 3,15) als auch in der Gemeinde  zu verkündigen (Kolosser 3,16; Hebräer 10,24-25). Das Neue Testament mache aber schon früh deutlich, daß Gott in der Gemeinde einige Menschen zu vollzeitigen Evangelisten und Hirten-Lehrer beruft (Epheser 4,11-16). Für diese Menschen sei es auch richtig, für den Dienst am Wort und am Gebet freigestellt zu werden (Apostelgeschichte 6,1-7). Sie sollten die vielen guten Dienste in der Gemeinde an andere berufene Menschen übertragen, um sich dem besten Dienst der Wortverkündigung zu widmen. Die Diener am Wort werden sowohl von Gott (Apostelgeschichte 20,28; Epheser 4,11) als auch von der Gemeinde eingesetzt (Apostelgeschichte 14,23; Titus 1,5). Dabei sollten Eigenschaften der Demut und Gottesfurcht (Titus 1,6; 2,6-7), fundierten Kenntnis des Evangeliums (Titus 1,9), Gaben des Lehrens (1. Timotheus 3,2) und Führens (1. Timotheus 3,4-5) sowie Mut und Standhaftigkeit beachtet werden (2.Timotheus 2,3; 1. Timotheus 3,6).

Der Vortrag über den roten Faden des Reiches Gottes in der Bibel und die Vorlesung über die Wichtigkeit des vollzeitlichen Dienstes haben Mut gemacht, sich neu mit dem Schatz, den die Gemeinde in der Bibel hat, zu beschäftigen und ihn treu zu verkündigen. Wenn es richtig ist, was Ron Kubsch gesagt hat, daß nämlich die Wortverkündigung heutzutage in einer Krise steckt, weil nicht mehr klar ist, was das Evangeliums ist, es an guten Ausbildungsmöglichkeiten fehlt sowie an hingegebenen Botschaftern und Fördern, dann hat dieses Wochenende dazu beigetragen, dieser Krise zu begegnen und einen Ausweg zu zeigen. Die Gemeinde Gottes ist aufgerufen, Menschen dabei zu unterstützen, in einem vollzeitlichen, christlichen Dienst den unausforschlichen Reichtum des Christus in der Welt zu verkündigen.

Stefan Beyer

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Hier die Mittschnitte der Vorträge vom Samstag (übersetzt hat freundlicherweise Alex Reindl; an dieser Stelle vielen Dank an alle Österreicher!):

Teil 1: Gleichnis vom Sämann:

 

Teil 2: Fundamente des Dienstes am Wort Gottes:

 

Teil 3: Woher weiß ich, dass ich zum Dienst im Reich Gottes berufen bin?:

 

Teil 4: Fragen & Antworten:

 

Der Traum vom perfekten Kind

Wie viel will, wie viel darf ich über das Leben, das da im Bauch einer Mutter heranwächst, wissen? Seit die Gentechnik immer häufiger in der vorgeburtlichen Diagnostik zum Einsatz kommt, stehen werdende Eltern vor riesigen Konflikten. Sie müssen nämlich Entscheidungen treffen, die sich früher gar nicht stellten. Da waren Frauen guter Hoffnung – guter Hoffnung eben, dass das Kind gesund sein möge.

Sandra Kegel hat für die FAZ die Patrick Hünerfelds’ DVD-Dokumentation „Der Traum vom perfekten Kind“ rezensiert (noch online unter www.ardmediathek.de).

Der neue Bluttest, den Eltern heute für rund tausend Euro angeboten wird, erteilt Auskunft vor allem über Trisomie 21, also darüber, ob das Kind an Down Syndrom leiden wird. Schon früher wurde dies mittels einer Fruchtwasseruntersuchung geprüft. Doch weil der Eingriff eine gewisse Gefahr für das ungeborene Leben darstellte, schreckten viele davor zurück. Der neue Test, der nur das Blut der Mutter untersucht, ist hingegen harmlos. Nur die Informationen, die er preisgibt, die haben es in sich. Denn das Wissen über die Gesundheit des ungeborenen Kindes kann schnell zu einer Frage von Leben oder Tod werden. Und der Traum vom perfekten Kind zum Albtraum.

Dennoch sprechen Humangenetiker wie Sabine Rudnik-Schöneborn in Patrick Hünerfelds aufschlussreicher Dokumentation „Der Traum vom perfekten Kind“ von einem neuen Zeitalter in der vorgeburtlichen Diagnostik: „Wir blicken hier auf eine Möglichkeit, die uns ungeahnte Informationen über das ungeborene Kind geben, ohne dass wir dafür an das Kind selbst herantreten müssen. Und das ist schon eine radikale Erneuerung in der vorgeburtlichen Medizin.“

Dabei machen sich viele Eltern nicht klar, dass die Diagnostik ihre Sorgen nicht löst, sondern auslöst. Denn genetische Abweichungen wie das Down Syndrom kann man nicht heilen. Deshalb geht es hier, wenn man tatsächlich einen Befund hat, vor allem um die Frage eines Schwangerschaftsabbruchs. Die Zahlen hierüber sind eindeutig: Einmal entdeckt, werden neunzig Prozent aller Föten mit Trisomie 21 abgetrieben. Vor dieser „Art Screening“ für das Down-Syndrom warnt deshalb der Humangenetiker Peter Wieacker von der Universitätsklinik Münster.

Mehr: www.faz.net.

Die Marke Heidegger

Eggert stellt in einem ZEIT-Artikel die These auf, dass die Familie des Philosophen jahrzehntelang versuchte, dass Image des Denkers zu kontrollieren und kritische Stimmen klein zu halten.

Als Anfang des Jahres Martin Heideggers Schwarze Hefte veröffentlicht wurden, war das Entsetzen in der Öffentlichkeit groß. In seinen geheimen Notizbüchern legte der Philosoph eine Judenfeindschaft an den Tag, die selbst seine Kritiker kaum für möglich gehalten hätten. Heidegger sprach vom Krieg des „Weltjudentums”, und noch nach 1945 beklagte er eine jüdische „Rachsucht”, deren Ziel es sei, die „Deutschen geistig und geschichtlich auszulöschen”. Nicht einmal erwähnt, geschweige denn bedauert werden die Opfer des Holocausts.

Doch warum erfuhr die Öffentlichkeit erst so spät von Heideggers Judenfeindschaft? Und wenn der Antisemitismus seine Philosophie viel tiefer prägte als bisher gedacht: Sollten sich davon nicht Spuren in der Gesamtausgabe finden lassen, die seit 1975 im Verlag Vittorio Klostermann erscheint?

Es gibt Spuren, aber sie wurden von den Erben mit Eifer verwischt. Die Erben üben eine strikte Kontrolle über die Gesamtausgabe aus, sie beanspruchen Deutungshoheit über das Heidegger-Bild in der Öffentlichkeit und versuchen, kritische Stimmen klein zu halten.

Wie diese Kontrolle funktioniert, hat zum Beispiel Peter Trawny erlebt, heute Professor in Wuppertal und Herausgeber der Schwarzen Hefte. 1995 betrauten ihn Professor Friedrich-Wilhelm von Herrmann, letzter Privatassistent Martin Heideggers und „leitender Herausgeber” der Gesamtausgabe, sowie Hermann Heidegger, Sohn Martins und Nachlassverwalter, mit der Herausgabe von Band 69 – der um 1938 geschriebenen Geschichte des Seyns.

Trawny machte eine erschreckende Entdeckung. Er stieß in der Handschrift auf eine Passage, in der Heidegger fragt, „worin die eigentümliche Vorbestimmung der Judenschaft für das planetarische Verbrechertum begründet ist”. Soll der skandalträchtige Satz in die Gesamtausgabe aufgenommen werden? Er habe sehr dafür plädiert, sagt Trawny heute, sich aber damals, als 31-Jähriger ohne sichere akademische Stellung, gegen von Herrmann und Hermann Heidegger nicht durchsetzen können – der Satz wird unterschlagen. Laut Trawny mit der Begründung, dass die Gesamtausgabe eine Ausgabe „letzter Hand” sei, die den „Denkweg” des Meisters als abgeschlossenen Text wie aus einem Guss präsentiere – und keine historisch-kritische Ausgabe, die Änderungen des Autors kenntlich und so die Textgeschichte überprüfbar mache.

Nun fehlt Heideggers Überlegung über die „Vorbestimmung der Judenschaft zum planetarischen Verbrechertum” auch schon in einer Abschrift des Manuskripts, die sein Bruder Fritz später angefertigt hat. Martin Heidegger prüfte die Abschriften des Bruders immer nach, er dürfte die Auslassung mithin gebilligt haben. Hat also der Meister selbst bereits sein Bild retuschiert und gefälscht?

Hier mehr: www.zeit.de.

Gott richtet Grenzen ein

Zur Würde des Menschen gehört auch, dass er ihm gesetzte Grenze akzeptiert. Nachfolgend ein Zitat aus dem sehr empfehlenswerten Buch Als Mensch in Gottes Welt von Lydia Jaeger (Bonn, 2012, S. 68–69):

LydiaJaegerVon Anfang an stellt die Heilige Schrift den Menschen als ein begrenztes Wesen dar, das an einen bestimmten Platz gestellt wurde, den Gott für ihn eingerichtet hat: „Der HERR Gott nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten des Paradieses, um ihn zu bebauen und zu bewahren“ (Genesis 2,15). Zwar ist es nicht so einfach, die geographischen Angaben in diesem grundlegenden Text zu entschlüsseln, dennoch wird deutlich, dass das Paradies ein spezieller Ort ist, den Gott als Aufenthaltsort für den Menschen vorbereitet hat. Somit ist der Mensch von Anfang an lokalisierbar. Dies ist jedoch bei weitem kein störender Nachteil für den Menschen, sondern zeugt von der Zuneigung des Schöpfers zu seinem Geschöpf: Es geht um einen Ort voller Annehmlichkeiten, den der Herr eingerichtet hat. Das Bewohnen dieses Ortes ist somit für den Menschen ein Segen, gleichzeitig aber auch der Platz, an dem er seiner Berufung nachkommen soll. Der Mensch ist berufen, das weiterzuführen, was der Schöpfer an Sorge und Aufwand in die Entstehung des Paradieses investiert hat. Bis zur letzten Vision im Neuen Testament ist das Schicksal des Volkes der Erretteten eng mit einem Ort verknüpft, denn es soll nicht nur die neue Erde bewohnen, sondern speziell das neue Jerusalem (Offenbarung 21,1–22,5). Somit hebt selbst die Ewigkeitsperspektive die räumliche Einordnung des Menschen nicht auf, denn diese gehört zum Schöpfungsakt dazu und ist daher gut – sehr gut sogar. Der Verlust dieses Ortes ist eine der tragischen Folgen des Sündenfalls. Kains Klage vor Gott ist typisch für das Leid des Sünders, der weit weg vom Paradies umherirrt: „Mein Fehler ist zu schwer zu tragen. Siehe du vertreibst mich heute von der Fläche dieses Landes, vor deinem Angesicht muss ich mich  verstecken. Ich werde auf der Erde umherirren wie ein Flüchtiger und wer mich findet, wird mich töten“ (Genesis 4,13–14).

Die Verankerung in Raum und Zeit bedeutet eine Begrenzung für den Menschen. Er befindet sich immer in einem definierten Raumzeitgefüge und kann nicht gleichzeitig überall sein. Hofft man, dieser menschlichen Grundbedingung durch den technischen Fortschritt zu entkommen, unterliegt man einer Selbsttäuschung, denn trotz aller Entwicklungen im Bereich der Medizin und der modernen Kommunikation, hat jeder von uns nur ein Leben zu leben. Wenn wir uns davon loslösen wollen, erliegen wir den verführerischen Worten der Schlange, die bereits den ersten Menschen dazu bringen wollte, Gott gleich sein zu wollen.

Plantinga: Ratschläge für christliche Philosophen

Warum erteilt der US-amerikanische Philosoph Alvin Plantinga christlichen Philosophen und anderen Wissenschaftlern und Künstlern Ratschläge? Ganz einfach:

Erstens ist es nicht nur in der Philosophie so, dass wir Christen stark von der Praxis und den Methoden unserer nicht-christlichen Kollegen beeinflusst sind. (Allerdings ist es wegen der Rechthaberei der Philosophen und der weitverbreiteten Streitigkeiten in der Philosophie vermutlich einfacher, dort ein Einzelgänger zu sein, als in den meisten anderen Disziplinen.) Dasselbe gilt für fast jede wichtige gegenwärtige intellektuelle Disziplin: Geschichte, Literatur- und Kunstkritik, Musikwissenschaft und die Sozial- und Naturwissenschaften. In allen diesen Bereichen gibt es Vorgehensweisen, allgegenwärtige Annahmen über das Wesen der Disziplin (zum Beispiel Annahmen über das Wesen der Wissenschaft und ihren Platz in unserer intellektuellen Welt), Annahmen darüber, wie wir in einer Disziplin Fortschritt erzielen können und wie ein wertvoller und lohnenswerter Beitrag von ihr aussehen könnte, und so weiter. Wir absorbieren diese Annahmen, wenn nicht mit der Muttermilch, so spätestens dann, wenn wir unsere eigentliche Disziplin erlernen. In all diesen Bereichen lernen wir, unser Fachgebiet unter der Leitung und dem Einfluss unserer Kollegen zu betreiben.

Aber in vielen Fällen passen diese Annahmen und Vermutungen nicht so leicht mit der christlichen oder theistischen Weltsicht zusammen. Dies wird in vielen Bereichen ersichtlich: In der Literaturkritik und der Filmtheorie, wo sich der kreative Anti-Realismus (siehe unten) austobt, in der Soziologie und der Psychologie und den anderen Humanwissenschaften; in der Geschichtswissenschaft und sogar in einem großen Teil der gegenwärtigen (liberalen) Theologie. Obwohl weniger offensichtlich, trifft das ebenso auf die sogenannten Naturwissenschaften zu. Der australische Philosoph J. J. C. Smart bemerkte einst, dass ein (aus seiner naturalistischen Sichtweise) nützliches Argument, um diejenigen, die an die menschliche Freiheit glauben, vom Irrtum ihrer Sicht zu überzeugen, darin besteht, sie darauf hinzuweisen, dass die gegenwärtige mechanistische Biologie anscheinend keinen Raum für den freien Willen des Menschen lasse: Wie könne sich denn zum Beispiel so etwas wie freier Wille im evolutionären Lauf der Dinge entwickelt haben? Sogar in der Physik und Mathematik, jenen starken Bastionen der reinen Vernunft, kommen ähnliche Fragen auf. Diese Fragen haben mit dem Inhalt jener Wissenschaften zu tun, und der Art, wie sie sich entwickelt haben. Sie haben auch damit zu tun, wie (wenn sie wie heute üblich gelehrt und praktiziert werden) diese Disziplinen künstlich von den Fragen getrennt werden, die das Wesen der Objekte betreffen, welche sie untersuchen – eine Trennung, die nicht dadurch festgelegt wird, was am ehesten der Natur des Fachgebietes entspricht, sondern durch eine weitgehend positivistische Vorstellung des Wesens von Wissen und des Wesens der intellektuellen Aktivität des Menschen.

Und drittens brauchen hier, wie in der Philosophie, Christen eine Autonomie und Ganzheitlichkeit. Wenn die gegenwärtige mechanistische Biologie tatsächlich keinen Raum für die menschliche Freiheit lässt, dann braucht es eine Alternative zur mechanistischen Biologie, und die christliche Gemeinschaft muss sie entwickeln. Wenn die gegenwärtige Psychologie grundlegend naturalistisch ist, dann ist es Aufgabe der christlichen Psychologen, eine Alternative zu entwickeln, die gut mit dem christlichen Supranaturalismus [Anm.: Also der Sicht, dass es mehr als nur Materie gibt und dass der Mensch eine übernatürliche Seele hat.] zusammenpasst, die also ihren Anfang bei grundlegenden wissenschaftlichen Wahrheiten wie: Gott hat die Menschheit nach seinem Bild geschaffen, nimmt.

Die vollständige Abhandlung gibt es in der nächsten Ausgabe von Glauben & Denken heute. Ich danke hier schon mal sehr herzlich Jonas, Ivo und Roderich für die Übersetzungsarbeit!

Wagenknecht’s ideologisches Sendungsbewußtsein

Starke Worte, die der Musiker und Schriftsteller Reiner Kunze vom Stapel gelassen hat. Bravo!

Frau Wagenknecht nennt die Friedliche Revolution von 1989 eine “direkte Konterrevolution”. Wir haben es bei Frau Wagenknecht also mit einer Gegnerin des Prager Frühlings, mit einer Gegnerin der Entspannungspolitik der Brandt-Scheel-Regierung, mit einer Gegnerin der Friedlichen Revolution von 1989 und mit einer Vertreterin eines nach ihren eigenen Worten „konsequenten, kompromißlosen Kampfes“ zu tun, dessen „letztliches Ziel … die Überwindung dieser Gesellschaftsordnung“ ist (gemeint ist die Gesellschaftsordnung der Bundesrepublik Deutschland). Kann man noch extremer links sein?

In diesen programmatischen Äußerungen von Frau Wagenknecht paaren sich politische Finsternis und ideologisches Sendungsbewußtsein, wie man es nach Auschwitz und dem stalinistischen GULAG nicht für möglich halten sollte. Wenn Frau Wagenknecht im Zusammenhang mit ihrer Wahl an die Fraktionsspitze der Partei „Die Linke“ mitteilt, sie lasse ihre Mitgliedschaft in der „Kommunistischen Plattform“ ruhen, ist das nach meinem Verständnis ein Schläfertum mit Ansage.

Hier mehr: www.deutscherarbeitgeberverband.de.

Restored To Our Destiny

Brian Mattson ist  nicht nur ein guter Gitarrist (das Soloalbum „Beckon Me“ gibt es auf iTunes), sondern vor allem ein exzellenter Theologe. Das Bavinck-Institut hat mit ihm über seine Dissertation:

gesprochen. Mattson hat völlig recht, wenn er meint, die Metaphysik lasse sich nicht dauerhaft ausblenden. Die neusten Entwicklungen in der Philosophie und Theologie signalisieren denn auch eine mächtige Rückkehr metaphysischen Denkens.

Mattson sagt:

But metaphysics more broadly has clearly fallen on hard times, and we often think its demise is of more recent vintage than it really is. One of the benefits of reading Bavinck is that it becomes clear that the rejection of metaphysics is not, as conventional wisdom sometimes has it, a byproduct of postmodernism’s critique of foundationalism. Bavinck’s entire theology is presented in contrast to the anti-metaphysical climate of the late nineteenth century. What is so significant, to me, at any rate (and getting at your question), is how modernism’s rejection of metaphysics invariably resulted in a collapse of the Creator/creature distinction, seen, for example, in Bavinck’s relentless critiques of the pantheism of Hegel and Schelling. This is one thing that certainly hasn’t changed in the much-vaunted “postmodern turn.” Rejecting “metaphysics” seems as much today the “gateway drug” for pantheism just as much as it was in Bavinck’s context.

I am not sure I am adequately answering your question, so I’ll stick with this: I do believe, as did Bavinck, that metaphysics cannot be wished away. With respect to his modernist interlocutors he recognized that they were not rejecting metaphysics; they were providing an alternative metaphysics. I believe the same is true with postmodernism. And if we want to replace the metaphysical worldview the Bible presents to us we will not be improving matters. Depart from the Trinitarian Creator/creature distinction at your own risk. Not only will you not have an adequate doctrine of covenant, in the end you won’t have a doctrine of God or creation left either.

Hier das Interview: bavinckinstitute.org.

Vaughan Roberts in München

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Ich möchte an dieser Stelle nochmals darauf hinweisen, dass es an diesem Samstag die Gelegenheit gibt, Vaughan Roberts in München zu hören. Ein beeindruckender Lehrer spricht über ein wirklich wichtiges Thema: den vollzeitlichen Dienst. Gasthörer sind herzlich willkommen. Es wird an diesem Tag keine Gebühr erhoben, jedoch eine Kollekte gesammelt, um die Ausgaben für die Veranstaltung zu decken.

Vaughan Roberts studierte Rechtswissenschaften am Selwyn College in Cambridge, wo er Präsident der CICCU (Cambridge Christian Union) war. Nach einer kurzen Studienzeit in Südafrika zog er nach Oxford, um Theologie zu studieren. Seitdem lebt er in Oxford und arbeitete erst als Vikar in der St. Ebbe Kirche und wurde dann 1998 zum Rektor ernannt.

Vaughan hat etlicher Bücher veröffentlich, darunter God’s Big Picture, das auch in Deutsch als Gottes Plan – kein Zufall! beim 3L-Verlag erschienen ist. Im Jahr 2013 war er einer der Hauptredner auf der Evangelium21-Konferenz in Hamburg.

Weiter Informationen finden sie im Flyer: roberts_2_web.pdf.

Anmelden können Sie sich hier: www.bucer.de.