Die Kirche hört seine Stimme

Mir gefällt die erste der zehn Berner Thesen von 1528 besonders gut. Sehr aktuell!

Die heilige christliche Kirche, deren einziges Haupt Christus ist, ist aus dem Worte Gottes geboren, bleibt in demselben und hört nicht die Stimme eines Fremden [Joh 10,5].

 

Wer’s glaubt, wird wuselig

Heike Schmoll beschreibt in der FAZ (11.02.2016, Nr. 35, S. 6) die Not an den Gemeinschaftsschulen in Baden-Württemberg. Viele Lehre sind mit den an sie gestellten Anforderungen überfordert und haben das Gefühl, dass offene Kritik nicht erwünscht ist.

Der Lehrer hat kapituliert vor der Disziplinlosigkeit seiner Schüler. Nach einem Nervenzusammenbruch im Unterricht ist er krankgeschrieben. Der ausgebildete und erfahrene Gymnasiallehrer mit drei Unterrichtsfächern war zuletzt an einer Gemeinschaftsschule in Baden-Württemberg eingesetzt. „Im Grunde sind wir Dompteure in einem Zirkus, der sich Gemeinschaftsschule nennt, dessen Tiere aber noch lange nicht bereit sind für die Manege, noch nicht gezähmt“, berichtet der Lehrer, dem man keine Fortbildung oder Einführung in die neue Arbeitsweise angeboten hatte.

Allein ist der Lehrer mit seinem Scheitern nicht, es gibt nicht wenige Kollegen, die sich in der neuen Schulform überfordert fühlen. „Ich bin doch kein Psychologe, kein Therapeut, kein Logopäde, kein Förderschullehrer, kein Horterzieher, ich will einfach nur unterrichten, altersgerecht lehren, Wissen vermitteln“, berichtet er. Kleine Brötchen solle er backen, wurde ihm von der Schulleitung gesagt, nicht überfordern, „daran denken, dass es Hauptschüler sind und ich nicht so viel von ihnen erwarten dürfe, wie ich es bisher als Gymnasiallehrer gewohnt war“. Im Landesdurchschnitt besuchen etwa zehn Prozent Grundschüler mit einer Gymnasialempfehlung eine Gemeinschaftsschule, es gibt aber auch den ein oder anderen Schulamtsbezirk mit nicht einmal sieben Prozent Schülern, denen die Grundschule den Besuch eines Gymnasiums empfohlen hat. Das Kultusministerium verweist nach einer Anfrage dieser Zeitung auf die Verantwortung der Schulleitung, die darüber entscheidet, ob ein Lehrer der Fortbildung bedarf. Jedenfalls stünden qualifizierte Fachberatertandems zur Begleitung der Schul- und Unterrichtsentwicklung zur Verfügung.

Die Reformpädagogen werden wahrscheinlich Frau Schmoll wieder „zerreißen“. Gerade deshalb bin ich ihr sehr verbunden, dass sie trotz der Widerstände immer wieder auf die Malaisen aufmerksam macht, die leider zu viele Journalisten und Politiker nicht sehen wollen.

Sollte der Artikel online verfügbar werden, nenne ich die Quelle.

E21-Konferenz 2016

 

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Sally Lloyd-Jones arbeitet an einer Bibelausgabe für Erwachsene

61wPFsa5WBL._SX416_BO1,204,203,200_Sally Lloyd-Jones  war mit ihrer Kinderbibel so erfolgreich, dass sie sich hingesetzt hat, um eine „Bibelausgabe“ für Erwachsene zu verfassen. Mit CT hat sie über das Projekt, dass im Sommer 2016 veröffentlich werden soll, gesprochen. Sie sagt dort:

Writing for children kept me honest. You know you can’t say to a 5-year-old or a 4-year-old “God punished them because of their sin.” I wrote with my nephew and nieces in mind. I set out to describe sin so that it would capture their imagination and move them. I explained that sin is not just breaking rules, it’s breaking God’s heart, and that sin is like poison: it makes your heart sick and not work properly anymore. Sin is running away from God and hiding in the shadows from him. It could also be thinking you don’t need God and could happy by yourself, but God knows that isn’t possible since happiness doesn’t exist without him.

My goal was help a child see that this was all coming from God’s protection. He loves us, and that’s why he doesn’t want us to hurt ourselves. God doesn’t just make rules saying, “Don’t do things, do that” on a whim. He made us, and he knows what will bring us joy, and he longs for our joy because he loves us so much.

Hier das vollständige Gespräch: www.christianitytoday.com.

Seminare der E21-Konferenz in Hamburg

E21 2016 Banner 120x90Auf der diesjährigen E21-Konferenz in Hamburg wird es wieder eine Reihe von interessanten Seminaren geben. Hier die Kurzbeschreibungen:

Seminar-Block I

The Clarity of the Word
Kevin DeYoung, Englisch

Can we really know what the Bible means if no one agrees on what it says? How do we handle different interpretations? Does the presence of pervasive interpretive pluralism make the clarity of Scripture nothing more than an illusion?

Zur Person: Er hat am Hope College und Gordon-Conwell Theological Seminary studiert und ist seit August 2004 Hauptpastor an der University Reformed Church in Michigan, USA. Außerdem ist er Autor mehrerer Bücher und Mitglied der Gospel Coalition (TGC). Kevin und seine Frau Trisha haben sechs Kinder.

Sollte Gott gesagt haben? Was steckt hinter der Bibelkritik?
Ron Kubsch

Maßgebliche Impulse für den kritischen Umgang mit der Bibel stammen aus der sogenannten „Aufklärung“. Was genau veranlasste die „Aufklärer“ zum kritischen Umgang mit der Bibel? Unterscheidet sich die Bibelkritik unserer Tage von der Kritik damals?

Zur Person: Ron Kubsch ist Dozent für Apologetik und Neuere Theologiegeschichte am Martin Bucer Seminar und seit 2012 Studienleiter am Studienzentrum München. Er gehört zum Leitungskreis von Evangelium21 und ist dort seit Sommer 2015 als Generalsekretär aktiv.

Die verändernde Kraft des Wortes Gottes in der Seelsorge
Thomas Jeising

Was wirkt eigentlich in der Seelsorge? Ist es das Einfühlungsvermögen des Seelsorgers und seine Persönlichkeit? Oder zählen die richtigen Methoden? Wem die Bibel für den Seelsorgeprozess wichtig ist, der fragt nach der Wirkung des Wortes Gottes, das die Bibel selbst mit einem Hammer, mit Regenwasser oder einem Schwert vergleicht. So vielfältig das Wort Gottes ist, so vielfältig ist auch seine Wirkweise, wenn es in der Seelsorge angemessen Raum erhält.

Zur Person: Thomas Jeising studierte Theologie an der FTH in Gießen und der Theologischen Universität in Apeldoorn (MA und Drs.). Praktische Seelsorgeerfahrung sammelte er in 20 Jahren Gemeindedienst. Er unterrichtete als Gastlehrer am Bibelseminar der Evangelischen Gesellschaft und ist Schriftleiter und Referent des Bibelbundes. Seit 2013 ist er Dozent für Seelsorge am Martin Bucer Seminar.

Lobpreis leiten: Dienen zum Segen der Gemeinde
Frank u. Norma Huck

Beim Lobpreis geht es um die Verherrlichung und Ehre Gottes. Und dennoch hat das Thema schon zu manchen Differenzen in Gemeinden geführt, weil die Vorstellungen einfach zu unterschiedlich sind. Worin besteht eigentlich die Aufgabe eines Lobpreisleiters, und was kann dazu beitragen, dass dieser Dienst zum Segen der gesamten Gemeinde wird?

Zu den Personen: Frank und Norma sind verheiratet und Mitarbeiter bei der Gemeinde und dem Missionswerk Arche. Frank ist Pastor und Geschäftsführer und Norma leitet seit vielen Jahren die Musikabteilung und den Chor. In diesem Rahmen haben sie auch die Lobpreisarbeit der Arche durch eine Vielzahl deutschsprachiger Chor- und Lobpreislieder mit christuszentrischen Texten und reformiertem Heilsverständnis weiterentwickelt und geprägt.

Seminar-Block II

The Power of His Word
William Taylor, Englisch

All of us want to witness and experience God at work in power. But where does the power lie, how do we experience it, and what does a ministry ‘empowered by God’ look like? This seminar will explore the shape of a ‘power-packed’ work of God.

Zur Person: Er ist Hauptpastor der anglikanischen St. Helen’s Bishopsgate, strategisch gelegen mitten im Londoner Finanzviertel. Mit vollem Herzen ist er Teil eines Netzwerkes in Großbritannien, das bibelzentriertes Training für junge Christen anbietet. William ist mit Janet verheiratet und sie haben drei Kinder.

Bibel und Wahrheit
Michael Kotsch

Die Bibel nimmt für sich in Anspruch, Mitteilung Gottes und ewige Wahrheit zu sein. Aber was für eine Wahrheit ist das, die da in der Bibel zu finden ist? Ist die Bibel nur wahr im Blick auf Fragen des Heils? Oder ist der Wahrheitsanspruch der Heiligen Schrift umfassend?

Zur Person: Michael Kotsch ist seit 1995 Lehrer für Kirchengeschichte, Konfessions- und Sektenkunde, Religionswissenschaft und Apologetik an der Bibelschule Brake und seit 2005 Vorsitzender des Bibelbundes.

Sarah, eine Frau wie du und ich
Stephanie Gödderz

Abrahams Frau Sarah wird im Neuen Testament als Vorbild dargestellt. Betrachtet man ihr Leben in den alttestamentlichen Texten, so werden nicht nur Höhen, sondern auch Tiefen deutlich, die wir auch aus unserem Leben kennen. Gottes Treue und das Festhalten an seinem Wort und seinen Verheißungen hat Sarah aber bis zuletzt durchgetragen und schließlich ans Ziel gebracht.

Zur Person: Stephanie Gödderz hat sich nach ihrer Ausbildung zur Lehrerin der Aufgabe als Ehefrau und Mutter gewidmet. Seit einigen Jahren leitet sie die Frauenarbeit in der Arche-Gemeinde in Hamburg. Sie und ihr Mann Björn haben vier Söhne.

Mehr als tausend Goldstücke – Jugendliche für Gottes Wort begeistern
Rudolf Tissen

Auch in den Gemeinden lassen sich junge Menschen nicht mehr so ohne weiteres für die Bibellese begeistern. Was können Pastoren, Älteste, Jugendleiter und Mitarbeiter tun, um Christen das Bibellesen schmackhaft zu machen?

Zur Person: Rudi Tissen ist verheiratet mit Christina und seit diesem Jahr Pastor in der EFG Unna. Er gehört zum Leitungskreis von Josia-Truth for Youth und es ist ihm ein großes Anliegen, jungen Christen das Wort Gottes näher zu bringen.

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Alvin Plantingas Hauptwerk in deutscher Sprache

517Ctls mUL SX335 BO1 204 203 200Alvin Plantinga schreibt in seinem Geleitwort zur deutschen Ausgabe von Warrent Christian Belief:

Es versteht sich: Deutsch ist die Sprache der großen Philosophie. Daher habe ich mich zunächst über die Möglichkeit einer deutschen Übersetzung meines Buchs Warranted Christian Belief gefreut, und jetzt bin ich froh darüber, dass das Vorhaben Wirklichkeit geworden ist. (Wer weiß, vielleicht wird das Buch ja in der deutschen Fassung gewinnen.) Hoffentlich wird es den deutschen Lesern von Nutzen sein. Außerdem wäre es schön, wenn die Übersetzung dazu beitragen könnte, dass es bei der Annäherung zwischen der angloamerikanischen und der kontinentaleuropäischen Religionsphilosophie zu Fortschritten kommt. Offensichtlich können wir eine Menge voneinander lernen; und da ist es wichtig, dass wir unsere intellektuellen Ressourcen bündeln und zusammenarbeiten.

Was möchte Plantinga mit dem Buch Gewährleisteter christlicher Glaube eigentlich? Hier ein längeres Zitat aus dem Vorwort:

Dieses Buch lässt sich in zumindest zwei grundverschiedenen Weisen auffassen. Einerseits handelt es sich um ein apologetisches und religionsphilosophisches Unterfangen, nämlich um einen Versuch nachzuweisen, dass eine Reihe von Einwänden gegen den christlichen Glauben fehlschlägt. Dieser Argumentation zufolge sind De-jure-Einwände entweder offensichtlich unplausibel oder sie setzen voraus, dass der christliche Glaube nicht wahr ist. (Zur ersten Kategorie gehören etwa die Einwände, die auf der Behauptung basieren, der christliche Glaube sei nicht gerechtfertigt oder lasse sich nicht rechtfertigen. Zur zweiten Kategorie gehören die Einwände, die auf der These beruhen, dem christlichen Glauben fehle die äußere Rationalität bzw. die Gewähr.) Folglich gibt es keine vertretbaren De-jure-Einwände, die nicht an De-facto-Einwände gebunden wären. Eigentlich hängt also alles von der Wahrheit des christlichen Glaubens ab. Doch damit ist die häufig geäußerte Meinung widerlegt, der christliche Glaube sei intellektuell inakzeptabel – egal, ob er wahr ist oder nicht.

Andererseits jedoch geht es im vorliegenden Buch um christliche Philosophie: um den Versuch, philosophische Fragen – Fragen, wie sie von Philosophen gestellt und beantwortet werden – aus einer christlichen Perspektive zu betrachten und zu beantworten. Für das im 8. und 9. Kapitel vorgestellte erweiterte A/C-Modell nehme ich zweierlei in Anspruch: Erstens zeigt es, dass und inwiefern der christliche Glaube durchaus gewährleistet sein kann, und widerlegt damit eine Reihe von De-jure-Einwänden gegen das Christentum. Außerdem möchte ich je-doch behaupten, dass dieses Modell ein brauchbares Denkgerüst liefert, mit dessen Hilfe Christen an die Erkenntnistheorie des christlichen Glaubens her-angehen können, insbesondere an die Frage, ob und inwiefern das Christentum gewährleistet ist. Demnach gibt es hier zwei Projekte – zwei Argumentationsstränge -, die gleichzeitig entfaltet werden. Das erste dieser beiden Projekte richtet sich an alle – an die Gläubigen ebenso wie an die Ungläubigen. Es soll zu einer fortwährenden öffentlichen Diskussion über die Erkenntnistheorie ihres Glaubens beitragen, ohne sich dabei auf spezifisch christliche Prämissen oder Voraussetzungen zu berufen. Dabei werde ich geltend machen, dass es, von diesem öffentlichen Standpunkt aus gesehen, nicht den geringsten Grund für die Annahme gibt, dem Christentum mangele es an Rechtfertigung, Rationalität oder Gewährleistung – jedenfalls keinen Grund, der nicht die Falschheit des christlichen Glaubens voraussetzt. Das zweite Projekt dagegen – also das Vorhaben, aus christlicher Sicht eine erkenntnistheoretische Darstellung des christlichen Glaubens zu geben – wird für Christen von besonderer Bedeutung sein. Bei diesem Projekt geht man von der Wahrheit des christlichen Glaubens aus und untersucht von diesem Standpunkt aus die Erkenntnistheorie des Christentums, indem man fragt, ob und inwiefern dieser Glaube gewährleistet ist. Vielleicht kann man es sich so vorstellen: Dieses Projekt verhält sich spiegelbildlich zum Vorhaben des philosophischen Naturalisten, der von der Wahrheit des Naturalismus ausgeht und sodann versucht, eine Erkenntnistheorie aufzustellen, die gut zu diesem naturalistischen Standpunkt passt.

Das Buch wurde von Joachim Schulte übersetzt, einem sehr erfahrenen Übersetzer, der beispielsweise Werke von Richard Rorty oder Donald Davidson in die deutsche Sprache übertragen hat. Allerdings muss ich dennoch warnen: Gewährleisteter christlicher Glaube ist keine leichte Lektüre!

VD: RK

Gewährleisteter christlicher Glaube von Alvin Plantinga

Preis: EUR 39,95

53 gebraucht & neu erhältlich ab EUR 35,96

100 Jahre Dadaismus

Die künstlerische Bewegung des Dadaismus wird 100 Jahre alt. Was der Kunst nach dem Tod Gottes und der Auflösung des Sinns blieb, waren Zufall, Konstruktion und Verstörung.

Denken wir an die Pioniere des UN-SINNS, indem wir Teilen der Ursonate Kurt Schwitters lauschen:

Tarkovskys Filme online

Andrei tarkovsky stamp russia 2007Andrei Tarkovsky (1932-1986) war ohne Zweifel einer der großen russischen Filmemacher im 20. Jahrhundert. Einige seiner Filme stehen online und können legal genossen werden. Allerdings sollte man dafür die russische Sprache gut beherrschen (was ich nicht kann).

Hier mehr: www.openculture.com.

Netzwerk Bibel und Bekenntnis

Das Netzwerk Bibel und Bekenntnis, das am 23. Januar 2016 in Kassel gegründet wurde (ich habe hier  kurz darüber berichtet), bietet inzwischen eine eigene Internetseite mit Beitrittsmöglichkeit an. Wer dem Netzwerk nicht beitreten möchte, aber dennoch informiert bleiben will, kann einen Newsletter abonnieren (Mitglieder erhalten ihn automatisch).

Hier: www.bibelundbekenntnis.de.

E21-Konferenz 2016: Buchgeschenk bei schneller Anmeldung

Cover_Gott_beim_Wort_nehmen_CoverEs ist nicht mehr lange bis zur diesjährigen Evangelium21-Konferenz in Hamburg. Für alle, die sich noch nicht angemeldet haben, gibt es einen besonderen Anreiz, es schnell zu tun: Wer sich bis zum 24. Februar anmeldet, bekommt beim Empfang in der Arche das gerade frisch übersetzte Buch „Gott beim Wort nehmen“ unseres Hauptredners Kevin DeYoung geschenkt.

Hier geht es zur Anmeldung: www.evangelium21.net.

Schüler seines Wortes

Johannes Calvin:

Gott zeigt sich in der Tat nur den Schülern seines Wortes geneigt.

Irgendjemand muss ja Werte schaffen

Gestern bei Jean-Paul Sartre gelesen:

Es ist mir sehr unangenehm, daß es so ist; aber da ich Gottvater beseitigt habe, braucht es ja wohl jemanden, die Werte zu erfinden. Man muß die Dinge nehmen, wie sie sind.

Und im übrigen, wenn wir sagen, daß wir die Werte erfinden, so bedeutet das nichts anderes als: das Leben hat a priori keinen Sinn. Bevor Sie leben, ist das Leben nichts, es ist an Ihnen, ihm einen Sinn zu geben, und der Wert ist nichts anderes als dieser Sinn, den Sie wählen.

Wie die Political Correctness zu Sprechverboten führt

Haben wir Tabus in Deutschland? Gibt es Sprechverbote, Sprachregelungen, bei deren Verletzung es ungemütlich wird?  Susanne Gaschke nennt in „Wie Political Correctness zu Sprechverboten führt“ vier Problemzonen auf:

(1) „Seit fast 20 Jahren – SPD-Kampe 1998! – ist die deutsche Politik extrem PR-getrieben. Authentizität wird simuliert, Parteitage und Politikerauftritte immer stärker inszeniert. Unvollkommenheit und Fehler sollen möglichst nicht sichtbar werden. Die Menschen merken aber, dass es sich um uneigentliche Kommunikation handelt, …“

(2) Es fehlt „die Selbstkritik der Medien – oder Kritik der Medien untereinander. Sind sie unfehlbar? Haben sie nicht jahrelang friedlich mit dem oben zitierten Pressekodex gelebt? Wer kann eigentlich sie kritisieren, wer dringt zu ihnen durch? Seit die alten Rechts-links-Gegensätze auch in Redaktionen verschwommen sind, wirkt der Medienbetrieb auf Leser und Zuschauer offenbar immer hermetischer.“

(3) „Die Zeiten werden nicht übersichtlicher, auch nicht für die wahlentscheidende Mittelschicht.“

(4) Es „herrscht bei uns seit den 2000er-Jahren eine Art von Machbarkeitsoptimismus, den man fast eher in Amerika vermutet hätte. Es ist, das muss in Richtung der Rechten betont werden, nicht verboten, ihm zu widersprechen. Es macht nur auch nicht besonders viel Spaß.“

Hier der Artikel: www.welt.de.

Gott schenk uns Sinn

Francis Schaeffer (Gott ist keine Illusion, 1974, S. 78):

Wenn Gott existiert und wir in seinem Bilde geschaffen sind, dann kann unser Leben einen wirklichen Sinngehalt haben, und wir können durch das, was er uns mitgeteilt hat, wahre Erkenntnis erlangen. Wer das leugnet, dem bleibt nur noch der Mensch und sein begrenzter Selbstausdruck, der Ausdruck des einzelnen Menschen.

Gott ist keine Illusion : Ausrichtung d. histor. christl. Botschaft an d. 20. Jahrhundert. von Francis A. Schaeffer

Preis: EUR 12,00

4 gebraucht & neu erhältlich ab EUR 12,00

Bewährung unseres Gehorsams

Der Reformator Johannes Calvin schrieb im Vorwort zu seiner Psalmenauslegung im Jahre 1557:

Dies ist die rechte Bewährung unseres Gehorsams, wenn wir unseren eigenen Neigungen den Abschied geben, uns Gott unterwerfen und unser Leben so von seinem Willen lenken lassen, dass auch die schwersten Lasten uns angenehm werden, weil sie von ihm selber kommen.

Frohsein in Traurigkeit

Wilhelm Lütgert schreibt zu 2. Korinther 6,4–10: „… sondern in allem erweisen wir uns als Diener Gottes: in großer Geduld, in Trübsalen, in Nöten, in Ängsten,  in Schlägen, in Gefängnissen, in Verfolgungen, in Mühen, im Wachen, im Fasten,  in Lauterkeit, in Erkenntnis, in Langmut, in Freundlichkeit, im Heiligen Geist, in ungefärbter Liebe, in dem Wort der Wahrheit, in der Kraft Gottes, mit den Waffen der Gerechtigkeit zur Rechten und zur Linken … “

Nicht täglich kommen Krisen und nicht zu Anfang stellen sie sich ein, aber wenn sie kommen, dann ist die Gefahr groß, daß der Mut erlischt und daß der Diener Gottes weicht und zuschanden wird. Es sind auch nicht nur die Nöte, die diese Gefahr mit sich bringen, sondern auch die Ansprüche, die die Arbeit an ihn stellt; in der Not braucht man große Geduld, aber ebensogut in der Arbeit, sonst bleibt das angefangene Werk unvollendet liegen.

Dabei gibt es keineswegs lauter Gelingen und lauter Sieg. Der Diener Gottes soll nicht meinen, daß, weil er in Gottes Sold und Dienst steht, er an jedem Abend triumphieren könnte: vexilla regis prodeunt. Es geht hindurch durch manches Unterliegen und durch viel Mißlingen, durch Schande und Traurigkeit, durch Mangel und Not. Der Apostel weissagt dem Diener Gottes jedoch nicht nur, daß er endlich einmal siegen wird, sondern daß er in aller Traurigkeit doch allzeit fröhlich sein kann. In einer einzigen Beziehung ist uns vollkommene Freudigkeit verheißen und geboten, nämlich in der Ausrichtung unserer Arbeit, wenn sie ein Dienst Gottes ist.