2 Apps für’s Gebet

Obwohl ich meine, dass der Digitalisierung des Lebens Grenzen gesetzt werden müssen, will ich kurz auf zwei Apps hinweisen, die das Gebetsleben unterstützen können. Christen, die mit einem kleinen Notizheft oder einem Zettelkasten gut zurechtkommen, sollten die Empfehlungen fröhlich ignorieren. Christen, die Schwierigkeiten damit haben, das Gebetsleben zu strukturieren und sowieso ein Smartphone nutzen, können sich die kleinen „Helfer“ mal anschauen.

Die App Prayermate funktioniert wie eine Brieftasche, in der man alle Informationen aufnehmen kann, also beispielsweise Gebetsbriefe, persönliche Anliegen oder Fürbitten; auch ein „Gebetsdienst“ wie der von Operation World lässt sich abonnieren. Anschließend kann man die Anliegen bestimmten Kategorien zuweisen. Kategorien wie „Familie“ oder „Kirche“ sind vordefiniert, beliebig viele andere lassen sich einfügen. Besonders hilfreich ist, dass festgelegt werden kann, wie oft ein Anliegen gezeigt werden soll. So kann beispielsweise immer am Montag Payermate dazu auffordern, für eine bestimmte Missionsgesellschaft zu beten, während am Sonntag vor allem Anliegen, die die Gemeinde betreffen, genannt werden.

Prayermate gibt es für iOS und Android. Über die Dropbox können die Daten zwischen verschiedenen Geräten synchronisiert werden. Das Programm wird gratis zur Verfügung gestellt. Die Entwickler können durch Spenden unterstützt werden.

Hier ein kleines Vorstellungsvideo:

Ich selbst nutze Prayer Notebook. Die App arbeitet nach einem ähnlichen Konzept. Ich kann alle Anliegen sammeln, mit Notizen versehen und verschiedenen Kategorien und Zeiten zuordnen. Bestimmte Dienste lassen sich ebenfalls abonnieren. Hat Gott Gebete erhört, kann ich den Status ändern und die Anliegen archivieren.

Prayer Notebook gibt es nur für iOS. Das Progamm kann für ca. Euro 2 im App Store erworben werden. Für das Antesten gibt es eine Lightversion gratis. Die Daten können über die Apples iCloud synchronisiert werden.

Hier ebenso ein kleines Video:

Nützlich Helfer. Wer allerdings hofft, dass durch sie das regelmäßige Gebet zu einer leichten Übung wird, dürfte enttäuscht werden. Das ernstliche Gebet bleibt umkämpft. Deshalb wohl auch die vielen biblischen Mahnungen wie Kol 4,2: „Haltet fest am Gebet, wachen Sinnes und voller Dankbarkeit!“ oder 1Petr 4,7: „Das Ende aller Dinge ist nahe. Seid besonnen und nüchtern, widmet euch dem Gebet!“

Kommentare

  1. Meine Empfehlung: Bete! von Christoph Köhler
    https://itunes.apple.com/de/app/id400830265?mt=8

  2. Schandor meint:

    @Rainer

    In der Beschreibung der App, die Du verlinkt hast, steht der Spruch: „Bekennt einander eure Sünden und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet.“

    So sehr ich die Lehren Roms für schmarzmagisch halte, sehe ich einzig in der Ohrenbeichte gegenüber einem katholischen Priester das probate Mittel für eine solche Beichte, denn der nimmt keinen Anteil, sondern erteilt mechanisch Absolution. Mich aber einem Angehörigen der Freikirche anvertrauen, dem Sünden bekennen? Das hieße ja, jemandem aus diesem Kreis ––– vertrauen? Unmöglich. Menschen, die – bewusst oder unbewusst – aus der Quelle John Wesleys und seines Heiligungsperfektionismus getrunken haben, auch nur das Kleinste anvertrauen? Allein der Gedanke ist schauderhaft.

    @Ron
    Das „Ende der Dinge ist nahe“ …
    1) wohl eher räumlich als zeitlich, es sei denn, eine dritte Kategorie sei im Spiel,
    2) oder sollte Petrus übereifrig in seiner Einschätzung gewesen sein? Oder sollte er – ganz banal, aber doch so logisch – einfach
    3) an das persönliche Ende aller Dinge (das ja für jeden Sterbenden am Totenbett de facto eintritt) gedacht haben?
    Nun, ich halte dafür, dass NUR 3 richtig sein kann. Dann aber ist der Spruch um so schrecklicher, müsste sich doch das ganze Leben drastisch ändern, oder großer und größter Schade tritt ein – oder ist längst eingetreten. Schauderhaft, der Gedanke.

  3. Bei dem Artikel muss ich schon ein bisschen schmunzeln. Da stellen wir durch aufwändige Untersuchungen fest, dass Jugendliche durch die häufige Nutzung von Smartphone & Co langsam aber sicher sozial „verblöden“ – und wir benutzen Apps fürs Gebet. Wie gesagt, mit „Schmunzeln“ 😉

  4. Alexander meint:

    Was ist eigentlich eine ‚App‘?

  5. Schandor meint:

    @Alexander

    Ich weiß freilich, dass Du die Antwort kennst, aber für alle, die es wirklich nicht wissen:

    App = Appkürzung (neudeutsch) für „Applikation“=Anwendung=Programm. So einfach 🙂

  6. @schandor: Danke für die Erklärung von „App“!

    zu 1Petr 4,7: Zwei Interpretationen schließt der Text mE klar aus: a) Ende aller Dinge = das Nichts; b) Ende aller Dinge = individueller Tod. Obwohl denkbar wäre, dass c) die Zerstörung Jerusalems gemeint ist, halte ich es für überzeugender, dass es d) um das „Ende der Weltzeit“ geht (vgl. Mt 28,20). Dann wird Christus die Lebenden und die Toten richten (vgl. 1Petr 4,5–5). Wir sollen die Zeit bis dahin, also die Endzeit, wachsam sein und die richtigen Schwerpunkte setzen. Christen leben eben seit vielen, vielen Jahren in der baldigen Erwartung ihres Herrn.

    Liebe Grüße, Ron

  7. @Schandor: es gibt auch anständige Leute in einer Freikirche – nicht alle Freikirchen vertreten dasselbe oder sind gleich – sowie es auch wirklich Gerechte in allen Kirchen, Konfessionen und Denominationen gibt… man sollte nicht alles ueber einen Kamm scheren …
    Und es gibt mittlerweile gute, biblische Seelsorge im http://www... die man auch anrufen kann, wenn man nicht schreiben will …
    Danke fuer die Erklärung, ich wusste das tatsächlich auch nicht …

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