A. Kuyper: Gottesdienst

Abraham Kuyper über den sonntäglichen Gottesdienst:

„Die Gemeinde begegnet ihrem Gott“, ist der tiefste Sinn, den wir unserem Gottesdienst geben können.

Kommentare

  1. Echt jetzt? Ich halte das für eine irreführende Behauptung. Denn zunächst einmal sollte die Gemeinde (also möglichst jeder einzelne Christ) täglich und so oft wie möglich mit Gott im Kontakt stehen. Dieser Ausspruch könnte jedoch suggerieren, dass man erst im Gottesdienst eine Möglichkeit hätte, Gott zu begegnen. Also kann nicht die Gottesbegegnung der tiefste Sinn eines Gottesdienstes sein. Wenn, dann können wir max. voraussetzen, dass die Gemeinde ihren Gott gemeinsam rituell feiert … hoffentlich …wenn sie nicht statt Gott den Ritus feiert.
    Ja, eigentlich sollte der Gottesdienst seinen Überfluss aus den individuellen Gottesbegegnung all der versammelten Gläubigen finden. Darum kommen wir mit der Zeit kaum hin, wenn wir in den Gottesdiensten dazu aufrufen, davon Zeugnis zu geben, was jeder Einzelne in der letzten Woche zusammen mit Gott erlebt hat …oder öhm …ich glaube …richtiger ist, wenn wir uns freuen, wenn wenigstens Einer was zu erzählen hat …darum fragen wir schon garnicht mehr nach, oder?
    Dass der Vorhang im Tempel, welcher das Allerheiligste vom Heiligtum trennte beim Tod Jesu zerriss, sollte uns doch sagen, dass Gott nun nicht mehr im Tempel, sondern in Jedem wohnen will, der zur Gemeinde gehört. Und dann suggerieren wir, Gott wäre vornehmlich im sonntäglichen Gottesdienst zu finden?

  2. hmm – davon merke ich in manchen Gemeinden wenig, insbesondere am Anfang des Gottesdienstes…!

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