Albert Schweizer und seine Leben-Jesu-Forschung

220px-Bundesarchiv_Bild_183-D0116-0041-019,_Albert_Schweitzer.jpgIm Jahre 1965 starben drei einflussreiche Theologen: Paul Tillich, Martin Buber und der 1875 im Elsass (Kayserberg) geborene Albert Schweizer. Schweizer, der zunächst als Hilfsprediger und Privatdozent für Neues Testament (Straßburg) tätig war, machte sich als Theologe, Arzt, Philosoph und Musiker einen Namen, so dass er zu den bekanntesten deutschsprachigen Gelehrten des 20. Jahrhunderts gehört.

Als Theologe wurde er durch seinen großen Forschungsbericht zur Leben-Jesu-Forschung (1906 u. erweitert 1912) und seine Untersuchungen zum Apostel Paulus bekannt (1930). Konsequent vertrat Schweizer die Auffassung, dass der historische Jesus sich in der Erwartung täuschte, dass Kommen des Reiches Gottes stünde unmittelbar bevor. Während die eschatologische Hoffnung auf ein hereinbrechende Himmelreich damit ein für allemal erledigt sei, bliebe für die Christen die Aufgabe, an der sittlichen Vollendung des Reiches Gottes in dieser Welt mitzuwirken (vgl. dazu auch Adolf von Harnack).

Das Deutschlandradio hat mit Professor Werner Zager (Frankfurt) über Albert Schweizers Theologie gesprochen:

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