Anglikanische Kirche veweigert gleichgeschlechtlicher Ehe das Ja-Wort

Hier ein Bericht des DLFs über die Haltung der Church of England zur geplanten Revision des Eherechts. Sehr interessant sind die Worte des Premierministers David Cameron. Er nutzt die heute weit verbreitete Praxis des begriffliche „Reframing“, füllt den Begriff „Ehe“ also mit einem gänzlich neuen Inhalt und stellt den Gebrauch der herkömmlichen Definition als reaktionär dar. Ungefähr so: Konservative wie ich glauben an Beziehungen und Gelübde, weil sie uns binden. Deshalb bin ich für die gleichgeschlechtliche Ehe.

Kommentare

  1. Vielleicht wünscht sich Cameron eine Mitgliedschaft in der homophilen Elite des Bohemian Grove? Dessen Gott Moloch (die Eule) soll in geschlechtlichen Dingen ja toleranter sein als der Zorn- u. Rachegott Jachweh …

  2. Schandor meint:

    @Mario

    Ist ja grotesk, was die da treiben! 🙁

    @alle

    Cameron, ein Konservativer! 🙂 Der ist so konservativ, wie der Papst progressiv ist.

    „Angenommen, ich bezeichnete mich als »fortschrittlichen Baptisten«. Wenn man mich nach der Bedeutung dieser Bezeichnung fragte, würde ich antworten, ich hätte die Ansicht, der Gläubige müsse untertauchen, aufgegeben. Ich sei der Ansicht, die Kindertaufe sei biblisch; die richtige Art und Weise des Taufens geschehe durch Besprengen oder Übergießen. Dabei bezeichnete ich mich aber weiterhin als »fortschrittlichen Baptisten«. Was würde mir ein guter Baptist wohl antworten? Er würde mich daran erinnern, dass das Untertauchen des Gläubigen das wesentliche Merkmal des Baptisten darstellt. Man kann diese Lehren nicht aufgeben und trotzdem behaupten, Baptist zu sein, sei es nun ein »fortschrittlicher« oder sonst einer.“
    (Aus: „Dispensationalism – Rightly Dividing the People of God?“ v. Keith A. Mathison; meine Hervorhebung)

    Ich dachte immer, es sei das wesentliche Merkmal einer Ehe, dass sie seit Adam und Eva zwischen Mann und Frau (monogam) geschlossen werde.

    Schönen Gruß nach Derrida und nach Dekostruktionien.

    Reframing = das neurolinguistische Reprogrammieren feststehender Begrifflichkeiten.

    Wisst ihr, wie man das seit 1948 auf deutsch nennt: „Neusprech“.

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