Athanasius über das Sühneopfer von Jesus Christus

AthanasiusAthanasius von Alexandria (ca. 298–373 n.Chr.) war Bischof von Alexandria in Ägypten und wurde bereits zu Lebzeiten als Säule der Kirche und Vater der Orthodoxie bezeichnet. In seinem berühmten Brief über die Psalmen an Marcellinus schreibt er über den Tod von Jesus Christus:

Denn er [Jesus Christus] starb nicht, weil er selbst schuldig war, sondern er litt stellvertretend für uns und übertrug den Zorn, den Gott aufgrund unserer Übertretungen wider uns hatte, auf seine eigene Person. Deshalb heißt es bei Jesaja: ›Er lud unsere Schwachheit auf sich‹.

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Kommentare

  1. Die Opferung eines Unschuldigen hätte der Vater gar nicht als „Entschuldigung“ angenommen.

    Da der Mensch (Adam) seinem Schöpfer nur eine Antwort schuldig geblieben ist, zählte vor Gott nur ein Geständniss als Entschuldigung.

    Die Frage: „Tue ich dir Recht oder Unrecht?“ (Bin ich der Gerechte?)

    Die Antwort: „Du tust mir unrecht, weshalb deine Strafe auch ganz unbedingt geflohen werden müssen – selbst wenn das das Leben vieler Unschuldiger kostet“

    Christus (in der Rolle des Widergängers Adam) hat dann endlich zugegeben, dass sein Vater der Gerechte ist, und selbst die angedrohte „Todesstrafe“ (falls vom Baum der Erkenntnis gegessen werde) gerecht ist.

    Ehe das nicht eingesehen worden ist, wird die irdische „Unrechtsprechung“ immer so weitergehen, wie bisher: Der eine wird den anderen beschuldigen und in genau nur diesem Sinne „schuldig“ – nur aus Angst vor dem Tod – doch eben der ist der HErr und die Tat und das Leben.

    Das Geständnis Jesus (in Stellvertretung Adams) ist der entscheidende Punkt, denn bis dahin (letztes Abendmahl) hatten es alle Menschen nur Adam nachgesprochen!

    Die allerletzte Frage kam dann wieder von Seiten jener Menschen, welche Unrecht sprachen:

    „Wie entkommen wir unserer Schuld“, und Jesus gab darauf die Antwort, indem er predigte und es Ihnen vormachte. Gebt IHM euch freiwillig hin, denn ER ist das ewige Leben.

    Stellt euch ohne Furcht vor Verlust der geforderten Verantwortung, denn ihr werdet nichts verlieren, wenn der Vater gerecht ist. Wer aber flieht, nennt den Vater einen ungerechten.

    Liebe Grüße, Alexander

  2. Obschon auch der Reformator Luther explizit auf die Stelle hingewiesen hat, welche das Kommen Christi schon in der Genesis ankündigt, und zwar als jenen „Ur-urenkel“, welcher Eva Genugtuung bringen würde, scheinen mir die Evangelen alles Gewicht nur auf die Evangelien zu verlegen.

    Christus kam aber nicht, um das alte Gesetz (Testament) aufzuheben, sondern um es zu erneueren / zu bestätigen. Wer sich diesen Umstand nur etwas mehr zu Herzen nehmen würde, müßte nicht soviel darüber Rätseln, wieso er ans Kreuz gegangen ist.

    Es ist eigentlich ganz sonnenklar, „wieso?“ – mit der Lektüre 15.000 Seiten zu- und nebensächlicher „Theologie“ oder Belletristik laßt ihr euch lediglich von zu viel Geschwätz irre machen, also ablenken.

    Haltet euch fern vom „Slang“ und mehr an das Hauptwerk oder den HErrn. Wieviele „Propheten“ (oder „Autoritäten“) wollt ihr noch hören, neben dem Einzigen?

    LG, Alexander

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