Bewährung unseres Gehorsams

Der Reformator Johannes Calvin schrieb im Vorwort zu seiner Psalmenauslegung im Jahre 1557:

Dies ist die rechte Bewährung unseres Gehorsams, wenn wir unseren eigenen Neigungen den Abschied geben, uns Gott unterwerfen und unser Leben so von seinem Willen lenken lassen, dass auch die schwersten Lasten uns angenehm werden, weil sie von ihm selber kommen.

Kommentare

  1. Gott ist Licht, und in ihm ist keine Finsternis. (1Joh 1,6)

  2. Roderich meint:

    @Gast,
    stimmt. Aber wo ist der Bezug / die Intention dieses sehr allgemeinen Satzes zu dem obigen Thema? Ich frage nur der Neugierde halber.

  3. rolf eicken meint:

    ….und vor allem, woher weiss ich so genau, dass die schwersten Lasten von IHM kommmen und nicht von meinem neidischen, zur Hysterie und zur Korinthenk….rei neigenden Nachbarn?

  4. @Roderich
    Ob Gott für alles Schwere verantwortlich ist, wurde kürzlich hier auch an anderer Stelle diskutiert. Calvin wird hier mit einem Kausalsatz am Ende zitiert. Ich spiele bei solchen Sätze auch gerne den Konditionalsatz gedanklich durch und schaue, ob das bibelsystematisch und lebenswirklich besser passt. Meine Intention war, im Hinblick auf die Verantwortlichkeit den Raum weiter zu machen.
    Lieben Gruß!

  5. Roderich meint:

    @Gast,
    danke für die Erklärung. Gott ist Licht, und möchte uns durch Lasten formen, verändern, und die Finsternis austreiben. Anders geht es leider manchmal nicht. Also ist „Gott ist Licht“ und „wir tragen Lasten“ prima facie kein Widerspruch.

    @Rolf Eicken,
    man erkennt das durch den Heiligen Geist. 1. Kor. 2,12. (durch ihn „wissen wir“, was uns von Gott geschenkt ist). Als Christen dürfen wir uns durch Gottes Wort und seinen Geist führen lassen.

    Generell gesprochen passiert uns nichts, was Gott nicht zugelassen hat. Vieles ist aber nicht sein perfekter Wille, wir können und sollen vieles ändern. (Z.B. mal ein Gespräch mit dem Nachbarn führen). „Habt mit allen Menschen Frieden, so viel an euch liegt“. Auf Dauer muss man sich auch abgrenzen, bis hin zur Notwehr (2. Mose 22,1.2; erschießen dürfen sie ihn aber nur, wenn er nachts einbricht).
    Oder man zieht weg. In der Zwischenzeit in jedem Falle: eifrig für den Nachbarn beten.

    Sehr oft sind Leute zu uns gemein, weil wir vorher nicht nett waren. („Wie man in den Wald ruft, so schallt es zurück“). Viel von unserem Leiden ist direktes Resultat unserer Sünde.
    Manchmal ist aber auch nur der andere gemein. Es gibt böse Menschen.

    Trotzdem kann Gott es in beiden Fällen zum besten nutzen. Er kann unsere Geduld stärken, kann uns dazu bringen, für den anderen zu beten (das verbessert unsere Beziehung zu Gott und zum Nächsten allgemein, da es unser Herz verändert, wenn wir anderen Gutes wünschen), und es kann uns näher zu Gott treiben.
    Es kann uns aber auch verbittern, daher ist da auch unsere Mitwirkung gefragt: Habt acht auf euer Herz. (Sprüche 4,23).

  6. Florian meint:

    Das Ausmaß dieser Aussage ist doch: brechen mit dem utilitaristischen Humanismus: einem die Neigungen erfüllen = einem Gutes tun.

  7. Gewiß ist es fast noch wichtiger, wie der Mensch das Schicksal nimmt, als wie es ist.

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