Birgit Kelle: Gender-Mainstream als Problem

Laut dem Gender-Mainstreaming-Konzept definiert sich das Geschlecht vor allem über die soziale Erziehung. Die Journalistin Birgit Kelle spricht sich öffentlich gegen den „Gender-Wahn“ aus und behauptet, dass es keine Wissenschaft sei, sondern eine wirre Ideologie, die uns die Politik von oben aufzwinge.

Das proMedienmagazin hat mit Frau Kelle gesprochen:

Kommentare

  1. Johannes meint:

    Klare Worte! Danke!

  2. Die einseitig theoretisierende Gender Mainstreaming-Ideologie begeht den fundamentalen Irrtum, die als entscheidende menschliche Gegebenheit vorliegenden neurophysiologischen Unterschiede in den Gehirnen von Frau und Mann völlig auszuklammern bzw. fälschlicherweise zu behaupten, diese festgelegten Gegebenheiten um– bzw. dekonstruieren zu können.
    [Einzelheiten bezüglich unüberbrückbarer Unterschiede in den Gehirnen von Frau und Frau sind in dem Buch: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 3. Auflage, Logos-Verlag, Ansbach, 2013 nachzulesen]

  3. Dem Martin Lohmann wurde ja jetzt seine Hochschulstelle aufgrund von Äußerungen zur Homosexualität gekündigt. Es ist einfach total wichtig, dass es Leute wie Birgit Kelle und Co. in Deutschland gibt, die zu Talkshows eingeladen werden, Artikel schreiben, die einfach in den Medien und der Öffentlichkeit präsent sind und Position zu Homoehe, Lebensrecht, Geschlechterfrage usw. beziehen. Es muss auf Zukunft gesichert sein, dass solche Ansichten Normalität sind und geäußert werden können (d.h. ohne dass man seinen Job verliert). Der Kampf um die Meinungsfreiheit ist im vollen Gange!

  4. schandor meint:

    GM ist das ausgeklügelte Konzept der Thinktanks zur Erreichung des Ziels, das auf den „Georgia Guidestones“ definiert ist (http://de.wikipedia.org/wiki/Georgia_Guidestones)

    In Indien sterilisiert man Frauen, in Afrika hat man Aids und Kriege. In China Kinderverbot. Im euro-amerikanischen „Westen“ strapaziert man die Freiheit und verwirrt die Geister. Das Chaos ist programmiert; jede zweite Ehe wird geschieden, und dieser Trend wird fortgesetzt.

  5. Cristian Lang meint:

    Ehen werden geschieden, weil Menschen (ob Mann oder Frau) nicht die Fertigkeit erlernt haben, ihre eigenen Begrenzungen und Fehler zu sehen, sondern ständig die Fehler ihres Partners sehen.
    Biblisch gesagt (was sonst selten mein Style ist): Entferne erst mal deinen Balken, bevor du den Splitter im Auge des Partners siehst.
    Buddha und Jesus wollten und lehrten das Gleiche, denn im http://de.wikipedia.org/wiki/Dzogchen erlangten viele Praktizierende den Regenbogenkörper, den http://en.wikipedia.org/wiki/Rainbow_body, also die Verwandlung des physischen Körpers in Licht im Augenblick des Todes – nichts anderes als die Wiederauferstehung oder die Unsterblichkeit, und das sowohl vor als auch nach Jesu Christi (als auch vor und nach der Zeit des historischen Buddha!) historischer Zeit. Jeder Mensch kann das, nicht nur Jesu!
    gez. der Ketzer und Häretiker (sowohl als Christ als auch Buddhist)

  6. Dzogchen? Jesus hat NIE den Weg der Selbstbefreiung gelehrt.

    Peter

  7. Roderich meint:

    @Cristian,

    anscheinend folgst Du dem Dalai Lama. Er ist so eine Art „Lichtgestalt“, aber sei gewarnt, es gibt auch falsche Lichter in der Welt. 2. Kor. 11,14:

    Und das ist auch kein Wunder; denn er selbst, der Satan, verstellt sich als Engel des Lichts“.

    Auf dem Wikipedia-Artikel heißt es:

    Zur Verwirklichung von Dzogchen ist eine Einführung in das ursprüngliche Gewahrsein des Geistes durch einen verwirklichten Dzogchen-Meister notwendig.

    Auch da muss ich warnen – genau so eine „Einführung“ kann auch zu einer dämonischen Besessenheit führen. Solche „Meister“ tun dann evtl. nichts anderes als einige Dämonen transferieren. Das, was Du dann als emotionale Erfahrung oder so verspürst, ist natürlich eine Begegnung mit dem Übernatürlichen. Aber anhand der Lehren sieht man doch, dass es eben gerade nicht die Seite des „Lichtes“ ist.

    Sorry, klingt etwas platt. Das ist nicht böse gemeint, aber ich muss doch auch meine Meinung sagen dürfen.
    Lies noch mal das Neue Testament und bitte Gott, Dir die Augen zu öffnen. Wenn Gott Dir Gnade gibt, wirst Du Ihn erkennen.

  8. Cristian Lang meint:

    Lassen wir es einfach.
    Ein Christ sieht für einen Buddhisten keine Hoffnung mehr, wenn jener stirbt – da er vor dem „Richter“ bestehen muss.
    Umgekehrt aber:
    Buddhisten haben lange Geduld – daher Leute: lest doch weiter die Bibel – wir sehen uns in einem nächsten Leben, jeder hat eine Chance: immer wieder.
    (Besagte Einführung, welche zur „dämonischen Besessenheit“ führen soll, hat etwa 10 Mal stattgefunden während der letzten 10 Jahre, und trotzdem führe ich ein „normales“ Leben mit Ehefrau, Beruf und einer Grippe im Jahr – dazu keine Abhängigkeiten von Tabak, Drogen, Alk u.a.).

    Lest doch mal „Dzogchen, der Weg des Lichts“ – das kann auch manchen die Augen öffnen (aber nur wenn Interesse besteht).
    PS: Ich bin nicht direkt Schüler des Dalai Lama, er ist aber ein großer Lehrer. Er ist mit der Gelug-Schule verbunden, die ich achte (etwa so wie ihr die Katholiken achtet), aber meine Neigungen gehen eher Richtung Nyingma-Schule.

  9. Cristian Lang meint:

    PPS:
    Es soll ja auch Menschen geben, die der Bibel (nicht mehr) irgendwelche Autorität geben – ebenso wenig wie dem Koran oder der Thora.

  10. Roderich meint:

    @Cristian,
    nur mal kurz: was war überhaupt das Ziel Deiner Postings?
    Wolltest Du einige Leute überzeugen? Da mußt Du mehr Geduld haben 🙂

  11. Roderich meint:

    @Cristian,
    ich habe übrigens mal überlegt, was man als Anhänger verschiedener Religionen im Dialog tun kann:
    – Nach Gemeinsamkeiten suchen (wo die aber nicht da sind, muss man sich entscheiden: will ich über die Unterschiede aus Höflichkeit schweigen? Oder weil ich auf Wahrheitssuche verzichte? Oder will ich die Unterschiede aussprechen?) Ich denke, für einen ehrlichen Dialog ist es erst mal notwendig, dass beide Seiten die eigene Sichtweise fair darstellen.

    – Man kann dann nach Gemeinsamkeiten suchen. Z.B. kann man ja auch in Einzelthemen zusammenarbeiten, z.B. Umweltschutz, etc. Aber – da werden wir uns einig sein – das ist ja nicht der Kern der Sache.

    – Man kann sich über die rein philosophischen Aspekte der jeweiligen eigenen oder anderen Religion austauschen. Wenn eine Sicht nicht intern kohärent ist, d.h. wenn sich die Grundannahmen selbst oder gegenseitig widersprechen, wäre das ein Grund, der gegen deren Plausibilität spricht. (Für mich ist z.B. diese Theorie, dass alles „eins“ ist, und alle Phänomene nur Täuschung, kaum haltbar, bzw. dass es keine „Vielheit“ gibt, ist philosophisch schwer zu vertreten). Darüber kann man diskutieren.

    – Man kann für die eigene Religion werben und hoffen, dass der andere denkt: „Hm, klingt ja ganz gut. Ist ja fast dasselbe“, und die eigene Religion mal ausprobiert. Wenn das auf Tatsachen basiert, ist das gut, aber wenn es auf mangelndem Wissen basiert, wäre das ja nicht sachgerecht. Ich denke es ist besser, man zeigt die Unterschiede sachlich auf. Dann kann man – auch rational – klar zwischen Alternative A und B entscheiden (menschlich gesprochen).

    – Gemeinsamkeiten gibt es z.B. eventuell im Bereich „Schöpfung“ und „Naturrecht“, man könnte überlegen, welche ethischen Prinzipien sich auch auf „Vernunftbasis“ ableiten lassen, die auch zur eigenen Religion gehören.

    Oder wie würdest Du einen sinnvollen „Dialog“ beschreiben? Was erwünschst Du Dir?
    Das Problem ist ein wenig: Wenn man als Vorbedingung für einen gelungenen Dialog ansieht, dass der andere seine Sichtweise aufgibt und (z.B.) auf einen klassischen Wahrheitsbegriff zugunsten einer Postmodernen Sicht verzichtet, findet eigentlich gar kein „Dialog“ mehr statt, sondern nur ein Überzeugen, dass es sich um ein und dasselbe handelt.

    (Übrigens: das mit der „dämonischen Besessenheit“ war sicher undiplomatisch von mir, sorry. Es sollte keine Beleidigung sein. Es ist meines Erachtens auch nicht so, dass eine dämonische Besessenheit (es kann ja auch nur eine Beeinflussung) dazu führt, dass man sich sabbernd mit rollenden Augen auf dem Boden wälzt. Das ist das, was man in den Filmen sieht. Das gibt es sicher auch (siehe „Der besessene Gerasener“). Die meisten Formen, die ich beobachtet habe, sind, dass sich am Verhalten rein äußerlich erst mal nur sehr unmerklich etwas ändert. Jede Form der „Gebundenheit“ ist (meines Erachtens) auch eine dämonisch beeinflußte Sache. (Spielsucht, Internetsucht, Sucht nach Anerkennung, Theoblogsucht, :-), etc.). (Der Umkehrschluß, dass jeder, der keine „Sucht“ dieser Kategorie hat, frei von Dämonen ist, ist aber falsch).
    Man kann sich auch eine dämonische Belastung durch Handauflegung oder einen „Fluch“ einfangen. Das kann sich z.B. darin bemerkbar machen, dass man leichte oder schwere Depressionen bekommt (der Umkehrschluß ist wiederum falsch – nicht jede Depression ist auf Dämonen zurückzuführen). Wenn man mal Tischerücken gemacht hat, kann man sich auf dem Gebiet etwas „einfangen“. Etc. Das merkt man vielleicht gar nicht.
    (Generell gesprochen ist „Sünde“ die Einfallstür für dämonischen Einfluß).

    Aber jede dämonische Belastung kann auch dem Teufel einen Fuß in der Tür erlauben. Und der Teufel versucht – so verstehe ich die Bibel – die Menschen von Jesus Christus, dem Erlöser und Herrn, wegzuziehen.
    Jesus Christus selber aber ist die einzige wirkliche Befreiung von Dämonen. Das kenne ich auch aus dem eigenen Leben und habe das bei meiner Bekehrung erlebt.

  12. Roderich meint:

    P.S.: Wir sollten auch bei diesem Posting auch lieber über das oben angegebene Thema sprechen.

  13. evastochter meint:

    Gender Mainstreaming

    22. Dezember 2008
    Der englische Begriff „Gender“ bezeichnet das soziologische Geschlecht im Unterschied zum biologischen („Sex“). Prinzipielle Zielrichtung von Gender Mainstreaming ist der bewusste Umgang mit den Geschlechterrollen, um Ungerechtigkeiten zwischen Männern und Frauen zu erkennen bzw. zu vermeiden. Die unterschiedlichen Bedürfnisse von Mädchen und Jungen, Frauen und Männern sollen wahrgenommen, Diskriminierung soll abgebaut und geschlechtsrollenspezifische Potenziale sollen gefördert werden.
    Die Wurzeln von Gender Mainstreaming liegen in der weltweiten Frauenbewegung. „Auf der 3. Weltfrauenkonferenz in Nairobi, 1985, taucht der Begriff ‚Gender Mainstream’ zum ersten Mal in einem öffentlichen Dokument auf.“ (C. Leibrock in aej-Studie Nr. 6, S. 64)
    Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend definiert den Begriff in einer Broschüre folgendermaßen (2002):
    „Gender Mainstreaming bedeutet, bei allen gesellschaftlichen Vorhaben die unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen von Frauen und Männern von vornherein und regelmäßig zu berücksichtigen, da es keine geschlechtsneutrale Wirklichkeit gibt. Gender kommt aus dem Englischen und bezeichnet die gesellschaftlich, sozial und kulturell geprägten Geschlechtsrollen von Frauen und Männern. Diese sind – anders als das biologische Geschlecht – erlernt und damit auch veränderbar.
    Mainstreaming (englisch für ‚Hauptstrom’) bedeutet, dass eine bestimmte inhaltliche Vorgabe, die bisher nicht das Handeln bestimmt hat, nun zum zentralen Bestandteil bei allen Entscheidungen und Prozessen gemacht wird.“
    Damit ist die sozial-konstruktivistische Sicht des Begriffs Gender dargestellt: Das biologische Geschlecht ist vorgegeben, die gesellschaftliche Geschlechterrolle wird jedoch geprägt (konstruiert) und hängt von jeweils unterschiedlichen soziokulturellen Voraussetzungen ab.
    Das Anliegen der Geschlechtergerechtigkeit ist durch die neutestamentliche Botschaft vorgegeben (z. B. Gal.3, 28). Biblisch-theologisch ist außerdem zu betonen: Kulturell, sozial und gesellschaftlich geprägte Geschlechterrollen bedürfen gerade angesichts der Begegnungen Jesu mit Frauen seiner Zeit einer kritischen Reflexion. Jesus konnte beispielsweise die Geschlechterrollen, die die damalige Gesellschaft den Frauen fest zuordnete, völlig ignorieren bzw. souverän aufbrechen (vgl. das Gespräch Jesu mit der Frau am Jakobsbrunnen Joh 4,1-42 oder seine Begegnung mit Maria und Martha Luk.10, 38-42 u.a.). Moderne dekonstruktivistische Perspektiven des Gender-Begriffs (der kritische Blick auf das, was durch bestehende Konstruktionen ausgeschlossen wird) sind also insofern berechtigt, als sie dazu verhelfen, die Vielfalt der Differenz der Geschlechter neu wahrzunehmen und zur Geltung zu bringen.
    Die Gefahr ideologischer Verengungen sehen wir, wenn geschichtlich gewachsene Geschlechterrollen unter das generelle Urteil von Ungerechtigkeit und Unfreiheit fallen. Ideologische Verengungen sehen wir auch, wenn biologische Voraussetzungen und Fakten ignoriert werden oder wenn unter der Hand nur noch ganz bestimmte Ausprägungen von Geschlechterrollen als angemessen und gerecht propagiert werden.
    22.12.08 – Referentenkonferenz und Arbeitskreis Jugendpolitik des CVJM-Gesamtverbandes in Deutschland e.V. – Dr. Wolfgang Neuser, Generalsekretär
    Diese Definition habe ich aus der CVJMwebsite .MfG evastochter

  14. Roderich meint:

    @evastochter,
    nicht überall wo „christlich“ draufsteht, ist auch christlich drin – auch wenn ein Artikel vom CVJM kommt. Man prüfe alles anhand der Bibel, das Gute behalte man.

    Das Anliegen der Geschlechtergerechtigkeit ist durch die neutestamentliche Botschaft vorgegeben (z. B. Gal.3, 28). Biblisch-theologisch ist außerdem zu betonen: Kulturell, sozial und gesellschaftlich geprägte Geschlechterrollen bedürfen gerade angesichts der Begegnungen Jesu mit Frauen seiner Zeit einer kritischen Reflexion. Jesus konnte beispielsweise die Geschlechterrollen, die die damalige Gesellschaft den Frauen fest zuordnete, völlig ignorieren bzw. souverän aufbrechen (vgl. das Gespräch Jesu mit der Frau am Jakobsbrunnen Joh 4,1-42 oder seine Begegnung mit Maria und Martha Luk.10, 38-42 u.a.).

    Jesus hat erstens nicht alle Geschlechterrollen „aufgebrochen“, sondern nur die falschen. Damals durften wohl Juden nicht mit Samaritanern reden. (Allerdings mussten auch damals sowohl Männer wie Frauen Gott dienen und Gott fürchten – darum ist es doch ganz normal und um Sinne des Alten Testamentes, wenn Jesus der Frau die „Gute Nachricht“ predigt – es gab da also nur die Fehlinterpretation der Bibel aufzubrechen, aber Jesus tat nichts gegen das Alte Testament!). Jesus ist Frauen mit viel mehr Wertschätzung begegnet als ihnen ansonsten damals zuteil wurde – insofern war er revolutionär. Trotz aller Wertschätzung der Frau hat sich aber Jesus nie gegen das Alte Testament und gegen die Rollenverteilungen zwischen Frauen und Männern gewandt. Im Gegenteil.
    Auch Paulus – ganz und gar auf einer Linie mit Jesus – hat die Unterschiede zwischen Mann und Frau klar festgehalten.
    Der Artikel ist also insofern falsch, als er suggeriert, es sei christlich, irgendwie generell gegen alle Geschlechterrollen zu gehen, bzw. als sollten wir (angeblich so wie Jesus damals) „alle Verhältnisse“ aufbrechen.
    Dieses „aufbrechen“ ist übrigens typische marxistische Rhetorik.
    .
    Ansonsten betont der Artikel ja auch die Unterschiede zwischen Mann und Frau.
    .
    Ich finde den Artikel insgesamt wenig hilfreich, da er zu vage ist. Er macht zu wenig klare Aussagen, wie gefährlich Gender Mainstreaming ist. Das ist schade.

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