Blasphemische Religions-Comics

51Hc-vdNrrL._SL160_.jpgWenn ein Werk Die Chroniken von Wormwood heißt und von der Freundschaft zwischen Gottes und Satans Sohn handelt, ist nicht viel Ehrfurcht zu erwarten. Auch zwei weitere Comics zollen Gott wenig Respekt. Jörg Böckem empfiehlt SPIEGEL-Lesern drei blasphemische Comics zur Sommerlektüre:

Ziemlich übel wird Gott & Co. in »Die Chroniken von Wormwood« mitgespielt. Das neueste Werk des irischen Erfolgsautors Garth Ennis erzählt die Geschichte von Danny Wormwood, seines Zeichens Sohn Satans und einer Sterblichen, der Antichrist. Statt den Willen seines Vaters zu erfüllen und den Weltuntergang herbei zu führen, produziert er TV-Serien und trinkt mit seinem Kumpel Jesus Christus in einer Bar. Jesus, dessen zweiter Versuch,, die Menschheit zu retten, katastrophal schief ging, ist ein wenig durcheinander im Kopf, seit ihn Polizisten des LAPD nach einer öffentlichen Predigt den Schädel eingeschlagen haben.

Warum es wohl keine vergleichbaren islamkritischen Comics gibt?

Kommentare

  1. „Warum es wohl keine vergleichbaren islamkritischen Comics gibt?“

    Es gibt leider viele andere blasphemische Comics wie „Wormwood“, aber meiner Meinung nach der Antwort deiner Frage einfach ist: weil Muslime dürfen eine gewaltsamere Reaktion haben, wenn jemand mit Mohammed persifliert.

  2. Was soll man dazu sagen. Innerlich koche ich. Aber warum soll ich mich darüber aufregen?
    Das sind ganz arme Menschen, die nicht wissen, über wen sie sich da lustig machen.
    Der Tag kommt, da werden sie vor Gott stehen. Hoffentlich haben sie bis dahin Buße getan ……. Denn so viel Furcht könnten sie vor allen Muslimen der Welt nicht haben, wie sie dann haben werden!

  3. Roderich meint:

    Satz 1 des sogenannten Gotteslästerungsparagraphen im Strafgesetzbuch lautet: „Wer öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften den Inhalt des religiösen oder weltanschaulichen Bekenntnisses anderer in der Weise beschimpft, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“

    Dieser Paragraph kaeme hier in Anwendung, aber: wo kein Klaeger, da kein Richter.

    Zweitens: was nutzt das beste Gesetz, und eine entsprechende Klage, wenn die Richter alle vom Zeitgeist beeinflusst sind?

    Richter muessen ja bei so einem Fall immer eine „Gueterabwaegung“ machen, also Verbot der Gotteslaesterung vs. das Rechtsgut von „Freiheit der Meinungsauesserung“. Wegen saekularer (humanistischer) Erziehung an Schule und Universitaet und wegen der vorherrschenden Meinung, die in den Medien verbreitet ist, sind die Richter meistens dahingehend gepraegt, dass sie das Recht auf Freiheit der Meinungsaeusserung als groesser erachten.

    Im Mittelalter stand auf Gotteslaesterung noch die Todesstrafe. Das ist vielleicht etwas harsch… aber dass es heute in der Praxis meistens ganz straflos ausgeht, ist auch verkehrt.

    Wir begehen kulturellen Selbstmord, wenn wir unser wichtigstes Gut – den Glauben an den Biblischen Gott – schmaehen lassen. (Als Christen sind wir auch verantwortlich, da nicht zu schweigen, und Gott wird uns dahingehend auch zur Rechenschaft ziehen, wenn wir schweigen).

    Der Staat hat in der Hinsicht auch nicht neutral zu sein. (Im Sinne von „Absolute Gleichbehandlung von Atheismus und Christentum“). Neutralitaet gibt es erstens nicht. Und zweitens sollte der Staat die fundamentale Bedeutung des Christentums fuer die Kultur und die Freiheit der Gesellschaft anerkennen. Das ist keine Sache von Meinung, sondern historische Tatsache. (Nur, dass die Geschichtsschreibung eben manche Tatsachen unterschlaegt. Karl Marx hatte ja gesagt, das erste Kampfesfeld ist das Neuschreiben der Geschichte. Marx’s Juenger waren da ja sehr aktiv und haben die Geschichte im materialistischen Sinne neu interpretiert. Kein Wunder, dass heute viele Menschen nicht mehr verstehen, welche Segnungen das Christentum, u.a. die Reformation, fuer die Welt gebracht hat, und wie gross die Gefahr, wenn das Christentum aufgegeben wird in EU).

    Ich meine, so ein Comic wie das oben genannte ist unmoeglich, und der Straftatbestand aus Paragr. 166 ist erfuellt.

    In einem Kommentar bei der Zeitung „Die Welt“ zum Paragr. 166 hiess es aber:
    „Die Schwelle für eine Strafbarkeit hat der Gesetzgeber damit sehr hoch angesetzt. Und je drastischer die Reaktionen auf eine Beschimpfung oder Verhöhnung ausfallen, desto höher ist der Rechtsschutz. Der öffentliche Friede gilt beispielsweise als gestört, wenn zu befürchten ist, daß es zu Übergriffen gegen die Anhänger des verhöhnten Glaubens kommt. Oder wenn Anhänger dieses Glaubens sich zur Selbstjustiz veranlaßt sehen könnten.“

    Das heisst: wenn Christen nicht auf die Strasse gehen und protestieren, werden sie kaum Recht bekommen, bzw. wird man kaum davon sprechen koennen, dass der oeffentliche Friede gestoert ist.

    Weil Muslime aber bei der kleinsten Andeutung einer Laesterung von Mohammed gleich Gewaltausbrueche produzieren, ist dort immer gleich die Tatsache eine Stoerung von oeffentlichem Frieden gegeben, also entscheiden Richter dort anders. (Bei Muslimen ist man ja schon vorauseilend gehorsam: weil man fuerchtet, sie koennten ueberreagieren, erhalten sie Recht vor Gericht, oder Leute trauen sich noch nicht mal, den Islam zu kritisieren).

    Das ist meines Erachtens nicht fair. Also, die, die selber unangemessen reagieren (Moslems, die Gewalt ueben), werden dafuer auch noch belohnt durch die Richter?

    Ich dachte, das Recht sollte die Schwachen und die Minderheiten schuetzen???

    In jedem Fall: Christen: geht mehr auf die Strasse !!!

    (Christen fuer die Wahrheit ist meines Erachtens eine der wenigen Gruppen, die ab und zu mal irgendwo gegen etwas demonstrieren).

    Das Problem ist natuerlich auch bei den Medien: die Moslems erhalten – egal wie viele sie weltweit umbringen und egal wie viele Kriminelle hier Moslems sind und egal wie schlecht sie sich verhalten – wegen multikultureller Verblendung fast immer eine positive Presse.

    Christen werden zunehmend verunglimpft in den Medien, und die Demo von Christen erhaelt daher auch nicht die gebuehrende Aufmerksamkeit.

    Und TROTZDEM sollten wir uns nicht davon aufhalten lassen. Auch eine Minderheit, die wir als ernstmeinende Christen in jeder Hinsicht und in jedem Bereich sind, kann noch viel bewirken.

    Man koennte ja zynisch sagen: da Jesus auch im Islam als Prophet verehrt wird, ja sogar als Messias, als wiederkommender Richter, und als heilig, muss man fast hoffen, dass die Mosleme auf die Strasse gehen, um gegen Gotteslaesterung gegen Jesus zu demonstrieren, wenn die Christen es nicht machen…

  4. Roderich meint:

    Hier noch ein paar praktische Punkte:

    – Verbot der Blasphemie ist keine Einschraenkung von Freiheit der Rede, sondern nur eine Einschraenkung vom Missbrauch der Freiheit der Rede. (So wie es im Strassenverkehr Regeln gibt, die nicht den Verkehr behindern, sondern den Fluss des Verkehrs verbessern). Strassenverkehrsgesetze aufzustellen heisst ja nicht, dass die Autos beschlagnahmt werden. Gesetze (und deren Anwendung) gegen Blasphemie aufzustellen heisst ja nicht, dass die Rede schlechthin verboten wird. Sachliche Kritik am Christentum / an Christen ist immer willkommen (anders als im Islam), aber in blosser Blasphemie steckt ja kein Inhalt bzw. kein Informationswert, sondern nur Beleidigung. Also verbietet man durch Blasphemiegesetze keine Sachdebatte, keinen Informationsaustausch, sondern man verbietet nur den Missbrauch der freien Rede.

    – Wenn es unangemessen ist (und strafbar), anwesende Menschen zu beleidigen, warum sollte es dann ploetzlich ein Recht darauf geben sollen, Gott zu beleidigen?

    – Wenn es Gott angeblich ja gar nicht gibt, warum sollte es dann noetig sein, Gott zu laestern?

    – Angeblich fuehrt „Hassrede“ gegen Christen oder gegen die christliche Religion nicht zu Gewalt gegen Christen, das ist aber nur (noch) bei uns in Europa der Fall. In Afrika, Asien etc., besonders in Islamischen Laendern, gibt es vielfach erst anti-christliche Propaganda (Falschinformationen ueber Christus oder ueber das Christentum oder Christen, z.B. wie gefaehrlich sie seien etc.), die dann spaeter zu Gewalt gegen Christen fuehrt. Weltweit werden 100,000e Christen jaehrlich fuer Ihren Glauben verfolgt oder getoetet oder schwerwiegendst benachteiligt. D.h. Blasphemie gegen den christlichen Gott kann durchaus in Gewalt gegen Christen enden.

    Wenn ein Land es ohne Widerspruch hinnimmt, dass Gott gelaestert wird, darf sich dieses Land auch nicht wundern, wenn Gott (mitsamt seinem Segen) sich zurueckzieht. Was die „Segnungen“ des Teufels sind, ist klar: Mord, Luege, oekonomische Armut, Zerstoerung, Tod, Krankheit, daemonische Bindungen. Wer in einem Land leben will, wo so etwas vorherrscht, der moege weitermachen mit seiner Gotteslaesterung, oder weiterhin dazu schweigen, wenn Gott gelaestert wird.

  5. Johannes Strehle meint:

    Ich knüpfe an Roderich an.
    Das Problem ist die Masse der in der Öffentlichkeit schweigenden Christen,
    insbesondere in Deutschland.
    Eine besondere Verantwortung tragen die Gemeindeleitungen.

    Die Christen profitieren noch wie das ganze postchristliche Abendland
    von den Errungenschaften früherer Generationen von Christen
    und schweigen zur permanenten Erosion dieser Errungenschaften.

    Wenn die Christen sich so schlagfertig und schlagkräftig artikulieren würden
    wie die Homosexuellen und die Feministinnen – offensiv, nicht aggressiv -,
    sähe in diesem Lande manches anders aus.
    Medien, Politik und Bürokratie testen permanent,
    was im Sinne ihrer Philosophie und der einflussreichen Lobbys
    ohne nennenswerten Widerspruch und Widerstand hingenommen wird.

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