Brief des Athanasius über die Psalmen (Teil 7: Die Flucht zu Gott in starker Bedrängnis)

19. … Und hast du von den Verfolgern Bedrängnis zu dulden, und willst du den Nutzen der Geduld kennen lernen, so singe den Psalm 39.

Siehst du viele Arme und Bettler, und willst du diesen Barmherzigkeit erweisen, so kannst du die, welche bereits Barmherzigkeit erwiesen haben, loben, die Übrigen aber dazu ermuntern, in dem du Psalm 40 vorträgst.

Hast du dann dein ganzes Verlangen auf Gott gerichtet, und hörst du die Feinde schmähen, so lass dich nicht verwirren, sondern indem du die unsterbliche Frucht einer solchen Sehnsucht dir zu Gemüte führst, tröste deine Seele mit der Hoffnung auf Gott, und indem du durch diese ihre Schmerzen in dieser Welt erleichterst und besänftigst, trage den Psalm 41 vor.

Willst du dich unaufhörlich an die Wohltaten Gottes erinnern, die er den Vätern erwiesen hat, sowohl beim Auszug aus Ägypten als auch beim Aufenthalt in der Wüste, wo Gott gut und die Menschen undankbar waren, so hast du Psalm 43, 77, 88, 104, 105, 106 und 113.

Hast du dich aber zu Gott geflüchtet, und bist du den Drangsalen entronnen, die über dich gekommen sind, und willst du Gott Dank sagen und die dir erwiesene Menschenfreundlichkeit schildern, so hast du Psalm 45.

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