Bücherdigitalisierung

Viele kleine Buchhändler würden zu gern auf Amazon verzichten. Aber die Digitalisierung von Büchern schreitet voran. Wer die deutsche Zentrale der Internetbuchhandlung in München besucht, klickt sich in die Zukunft des Lesens, meint Felicitas von Lovenberg:

Am Aufbau von Bibliotheken verdient Amazon längst ebenso wie an deren Auflösung. Zunächst kauft jemand ein neues Buch. Nach der Lektüre veräußert er es über Amazon Marketplace. Dort erwirbt es ein anderer, der es dann eines Tages über das Trade-in-Programm eintauscht – für einen Amazon-Gutschein, mit dem sich der Kreislauf, bei dem die Firma mehrfach an ein und demselben Buch verdient, wieder schließt. Für den traditionellen Buchhandel ist das Unternehmen ein vielgesichtiger Teufel. »Wir sind das Störfeuer«, sagt Kleber gutgelaunt. Seines Erachtens ist es nur eine Frage der Zeit, der Kosten und der Lizenzen, bis alle Titel der Welt digitalisiert sind. Die Lösungen müssten den Autoren, nicht den Verlagen gerecht werden – sonst werde sich der Autor der Zukunft seinen eigenen Weg zum Leser suchen. Am liebsten Arm in Arm mit Amazon.

Kürzlich habe ich übrigens gelesen, dass Umberto Eco das Internet als Riesenlexikon benutzt, elektronische Bücher jedoch an seine Tochter weitergibt. Eco: »Damit verliere ich nur meine Zeit« (FAZ vom 01.11.11, S. 33).

Hier der Beitrag von Felicitas von Lovenberg: www.faz.net.

Kommentare

  1. Johannes meint:

    »Damit verliere ich nur meine Zeit«. Recht hat er! Mir geht es ähnlich: Je mehr ich mich mit dem Internet beschäftige, desto weniger nutze ich es. 😉

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