Bündnis für Familie

Was für ein Satz: »Die meisten Eltern müssen sich am Nachmittag selbst um ihre schulpflichtigen Kinder kümmern, weil Alternativen fehlen. Das hat dramatische Folgen.« Das Programm, das Mütter wieder »in Arbeit« bringen soll (Mütter, die sich um ihre Kinder kümmern, arbeiten also nicht) soll unter dem Namen »Bündnis für Familien« vermarktet werden. Geht’s noch?

Rund 6,9 Millionen Frauen in der Bundesrepublik sind berufstätig und gleichzeitig Mutter. Beides unter einen Hut zu bekommen, ist für viele ein Kraftakt. Das gilt insbesondere, sobald die Kinder in die Schule kommen und die Eltern sich um eine Anschlussbetreuung kümmern müssen. Der Mangel an Hortplätzen und an Schulen, die ein Nachmittagsprogramm anbieten, hält insbesondere Mütter davon ab, in den Beruf zurückzukehren. Das haben Berechnungen im Auftrag des Bundesfamilienministeriums ergeben, die der »Welt am Sonntag« vorab vorliegen. Bei einem entsprechenden Ausbau der Nachmittags- und Ferienbetreuung würden demnach bis zu 500.000 Frauen zusätzlich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen.

Hier mehr: www.welt.de.

Kommentare

  1. Schandor meint:

    „Mütter, die sich um ihre Kinder kümmern, arbeiten also nicht“ — Nach marxistischem Verständnis wohl nicht, da sie sich nicht um die Bereitstellung von Produktionsmitteln kümmern, sondern zunächst „Verbraucher“ heranzüchten, die erst durch die Arbeit zu „Menschen“ gemacht werden sollen.
    Die zutiefst im deutschen und österreichischem Denken verankerte marxistische Arbeitsauffassung lässt sich auch an den sogenannten „Arbeitslosen“ ablesen: Sie fühlen sich wertlos, weil sie keine Anstellung haben.
    Großartig! Keine Arbeit am Arbeitsmarkt; den Erwerbslosen gibt man keine adäquate Chance, aber den Kindern sollen ihre Mütter genommen werden!
    Mir zieht es eine Hans-Ottische Pessimistik auf 😉
    Ob Karl Marxist war?

Trackbacks/ Pingbacks

Deine Meinung ist uns wichtig

*