Calvin: Kennzeichen echter Frömmigkeit

Der Reformator Johannes Calvin beschreibt in seiner Auslegung von Psalm 1 ein bedeutsames Kennzeichen echter Frömmigkeit:

Im zweiten Vers [von Psalm 1] preist [der Psalmist] nicht einfach, wie sonst, die Gottesfürchtigen glücklich, sondern macht die intensive Beschäftigung mit dem Gesetz zum Kennzeichen der Frömmigkeit. Daraus sollen wir lernen, dass Gott nur dann so verehrt wird, wie es ihm zusteht, wenn man seinem Wort gehorcht. Deshalb darf sich auch nicht jedermann die Religion nach seinem eigenen Belieben zurechtlegen, sondern der Maßstab der Frömmigkeit muss aus Gottes Wort erhoben werden.

Kommentare

  1. Schandor meint:

    Ja, man muss fleißig lesen, denn das Bleiben im Wort = Wachstum im Glauben.
    Bleiben im Wort = fleißig lesen.

    Die Preisgabe intensiver Lektüre zugunsten vorgeblich ekklesialer Gemeinschaftspflege führt dazu, dass man mancherorts vergessen hat, was geschrieben steht:

    Du sollst bei keinem Mann liegen, wie man bei einer Frau liegt, denn das ist ein Greuel.

  2. Wohl mehr in Richtung von 1. Petrus 1,9 :
    „und so erlangt ihr das Ziel eures Glaubens: die Rettung der Seelen.“

    Übrigens ist die reformierte Christologie eine andere als die lutherische Christologie
    „Kennzeichen echter Frömmigkeit – der Maßstab der Frömmigkeit muss aus Gottes Wort erhoben werden.“

    Es geht um den Glauben und nicht um ekklesialer Gemeinschaftspflege .
    Gerettet werden Seelen – also Mehrzahl .

  3. Schandor meint:

    @Oliver

    Aber ja doch! Aber eines ist ganz klar: Man ehrt jemanden genau in dem Maß, in dem man seinen Anweisungen Folge leistet. Punktum.
    Es geht also um das Halten des Gesetzes. Dies wiederum nicht, um das Heil zu erlangen (das allein Jesus Christus zugeschrieben werden muss), sondern um Gott zu ehren.

  4. @Schandor

    Ich bin nicht Deiner Meinung.
    Diesbezüglich schreibe ich herzhaft ein „falsch“ zu Deinem Kommentar.

    Es geht um das Tun des Gesetzes: „Seid aber Täter des Wortes und nicht allein Hörer, die sich selbst betrügen!“ (Jak 1,22). Und was ist das das vollkommene Gesetz der Freiheit, in welchem man nach Jak 1,25 geblieben ist ? – Indikativ und nicht Imperativ . Demnach geht es nicht um das Halten des Gesetzes.

    Fraglich ist, welche Perspektive man am Anfang hat, denn aus jener kommt man schwer heraus. Judenchristen lesen die Bibel anders als Heidenchristen, und dies ist allgemein bekannt und sollte kein Streitthema sein 😉

    „Diese [Zeichen] aber sind geschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Christus ist, der Sohn Gottes, und damit ihr durch den Glauben Leben habt in seinem Namen.“ (Joh 20,31).

    Na, wenn diese Zeichen gegeben sind, was hat es denn dann aber mit der „biblischen Homosexualität“ auf sich ?

    Damit ihr glaubt ?

  5. Schandor meint:

    @Oliver

    Ich verstehe Dich nicht. Ich habe keine Meinung geäußert, sondern die Wahrheit gesagt. Das ist etwas anderes. Du widersprichst mir auch gar nicht, sondern drückst die Dinge einfach anders aus.

    Und über die Homothematik will ich nicht reden – das Thema widert mich an. Abgesehen davon, dass ich Dich nur äußerst schwer verstehe.

  6. @Schandor

    Die Homothematik hast Du mit Deinem ersten Beitrag angesprochen als Du die Preisgabe intensiver Lektüre zugunsten vorgeblich ekklesialer Gemeinschaftspflege hinsichtlich des Vergessens an manchen Orten erwähnt hast.

    Suche doch einmal bei http://www.bibleserver.com die 14 Bibelverse in der Rev Elb zum Thema „Schrift erfüllt“ – ich lese hier auch in Mt 26.54:

    „Wie sollten denn die Schriften erfüllt werden, dass es so geschehen muss? “

    Es ist so eine Sache mit der Bibeltreue – erst verteidigt man diese und danach verteufelt man sie auch noch – ja, Du hast Recht, denn in diesem Punkt hast Du die Wahrheit gesagt.

    Leider steht in der Bibel auch 1. Mose 19 – ist dies nicht auch Wahrheit ?

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