China: Behörden gehen hart gegen Christen vor

ch-map.jpgDie Behörden in der kommunistisch regierten Volksrepublik China gehen derzeit hart gegen Christen vor. Die Nachrichtenagentur idea meldet:

Auch Christen in Hausgemeinden, die sich der staatlichen Kontrolle entziehen, sind den Machthabern ein Dorn im Auge. Am 10. April wurden in Peking rund 170 Mitglieder der staatlich nicht registrierten Shouwang-Gemeinde vorübergehend festgenommen. Sie wollten einen nicht genehmigten Freiluftgottesdienst im Westen der Hauptstadt feiern. Die rund 1.000 Mitglieder zählende Gemeinde hatte sich nach Angaben des Hilfswerks China Aid Association (China-Hilfsvereinigung) mit Sitz in Midland (US-Bundesstaat Texas) zuvor in gemieteten Räumen in einem Restaurant zu Gottesdiensten versammelt. Dies wurde ihr jedoch untersagt. Auch durfte die Gemeinde kein Gebäude erwerben. Darauf entschloss sich ihre Leitung, den Gottesdienst im Freien abzuhalten.

Hier mehr: www.idea.de.

Kommentare

  1. ich bin gerade heute (11.4.2011) in Beijing angekommen und werde dieser Sache nachgehen.

    Es ist generell nicht so, dass Christen oder deren Hausgemeinden verfolgt werden. Ich bin regelmaessig in Hausgemeinden in China zu Gast, nie habe ich es die letzten Jahre gesehen, dass ein Aufpasser vor der Haustuere Schmiere steht, oder aehnlich.

    Heute habe ich einer Berufskollegin ein Neues Testament in chinesischer Sprache geschenkt und eine Jesus-DVD mit chinesischem Audio und ebensolchen Untertiteln. Das war ganz unproblematisch. Ich habe 30 NTs dabei und die sind in zehn Tagen alle verteilt. Es war kein Problem, diese nach China zu bringen.

    Insofern herrscht hier grosse Freiheit in religioeser Hinsicht.

    Es ist allerdings schon so, dass man gegen die Verwaltung nicht offen rebellieren sollte. Eine unberechenbar grosse Versammlung mit unbekanntem Inhalt wird die Verwaltung nicht erlauben.

    Mehr Infos, sobald ich etwas herausgefunden habe.

  2. @Martin: Danke! Die FAZ hat heute den Vorfall auch gemeldet. Die Meldung stammt von dem eigenen Chinareporter. Aber umso besser, wenn Du selbst da mal nachgehst. Juristen haben eh eine geschulte Wahrnehmung, zumal dann, wenn sie international agieren. 😉

    Liebe Grüße, Ron

  3. ich habe folgendes herausgefunden: es handelt sich bei der betroffenen Gemeinde um eine der groessten freien Christengemeinden in China. Und es geht um eine Immobilienangelegenheit.

    Wie es aussieht komme ich derzeit nicht an bessere Informationen aus erster Hand.

    Die Tageslosung fuer heute lautet: „Du sollst kein falsches Geruecht verbreiten“, 2. Mose 23,1 und aehnlich Eph 4,29.

    Daran halte ich mich fuer’s erste und von daher ist erst einmal Funkstille. Wenn ich mehr herausfinden sollte, dann lege ich natuerlich nach.

  4. @Martin: Vielen Dank!
    Liebe Grüße, Ron

Ihre Meinung ist uns wichtig

*