Christ & Kunst

kunst.jpgDas Verhältnis von Christen zur Kunst ist manchmal ein angespanntes. Mehrfach bin ich künstlerisch überaus begabten Christen begegnet, denen ihr eigenes Vermögen Unbehagen bereitete. Im günstigsten Fall lag ihr Charsima einfach brach. Doch kenne ich auch Künstler, denen vermittelt wurde, bildende Künste seien Zeitverschwendung oder würden gar von Gott verachtet. Ich kenne – und das macht mich besonders betroffen – junge Menschen, die meinen, zwischen einem Leben als Christ und dem als Künstler wählen zu müssen und die sich deshalb für einen »glaubenslose» Existenz in der Welt der Künste entschieden.

Wenn ich solchen Menschen begegne und die Gelegenheit habe, ausführlicher mit ihnen zu sprechen, empfehle ich neben einem gründlichem Bibelstudium gern Bücher von Hans Rookmaaker (1922–1977). Rookmaaker war ein außergewöhnlicher Christ, der als Kunst-, Kultur- und Musikkritiker in den akademischen Kreisen Hollands einen brillanten Ruf genoss. Ein wirklich lesenwertes Buch ist:

Im Jahre 2003 ist zudem eine kostbare Werkausgabe erschienen:

Eine kurze Einführung in das Leben von Hans Rookmaaker kann bei Crossway Books herunter geladen werden: www.gnpcb.org. Einen Vortrag mit dem Titel »The Artist Needs No Justification« gibt es als mp3-Datei hier: www.bethinking.org.

Kommentare

  1. Katharina meint:

    Ganz faszinierende Gedanken zum Menschen als Künstler hat auch Dorothy L. Sayers, z.B. in „The Mind of the Maker“ oder den Aufsätzen „Toward a Christian Esthetic“, „Creative Mind“ und „The Image of God“. Sehr, sehr lesenswert!

  2. Liebe Katharina,

    vielen Dank, dass Du mich an Dorothy L. Sayers erinnert hast. Dank Dir bin ich in der Bibliothek auf Das größte Drama aller Zeiten von Sayers gestossen, das drei Essays erhält, Das größte Drama aller Zeiten, Der Triumph von Ostern und Glaube oder Chaos?
    Die ersten zwei Übersetzungen stammen witzigerweise aus der Feder Karl Barths. Seine Basler Schalknatur fand bestimmt Vergnügen darin, die einzige Übersetzungsarbeit seines Lebens (nebst einer Calvinpredigt) einer theologisierenden Krimiautorin zu widmen.
    Ausserdem muss man ihn Englisch sprechen gehört haben, um zu verstehen, wie witzig es ist, dass gerade er sich, ferienhalber, als Übersetzer aus dem Englischen betätigte.

    Herzliche Grüsse, Lukas

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