Christlicher Fundamentalismus in Deutschland

Auch das renommierte Goethe-Institut schließt auf und polemisiert undifferenziert gegen den Evangelikalismus. Roland Detsch schreibt für das Institut:

Die Bedeutung christlich-fundamentalistischer Strömungen in der Gesellschaft wird von der deutschen Öffentlichkeit vielfach unterschätzt. Dabei trägt vor allem der missionarische Eifer der Evangelikalen längst auch hierzulande Früchte.
Wer bei religiösem »Fundamentalismus« nur an eifernde Mullahs oder islamistische »Gotteskrieger« denkt, befindet sich auf dem Holzweg. Desgleichen wer angesichts von Piusbruderschaft, Opus Dei oder Opus Angelorum christlichen Konservativismus allein im Umfeld der katholischen Kirche vermutet.

Auch wenn die Geistlichen zivil erscheinen, heiraten dürfen, Frauen in Amt und Würden kommen, Gotteshäuser und Ritus profan wirken: Die wahre Heimat christlicher Fundamentalisten ist der uneinheitliche Protestantismus. Allen voran der Evangelikalen, die sich vielfach in Freikirchen finden, aber auch in evangelischen Landeskirchen, denen sich fast jeder zweite der geschätzten 1,4 Millionen Evangelikalen zugehörig fühlt.

Hier der vollständige Beitrag und eine eMail-Adresse für konstruktive Kritik: www.goethe.de.

Kommentare

  1. Na und? Wundert Euch derartiges irgendwie noch? Mich nicht. Ärgerlich ist nur, dass dieser und seinesgleichen die Engstirnigkeit zur Schau stellt, die sie den Evangelikalen vorwerfen und es aber dabei in großen Teilen der öffentlichen Meinung schaffen, sich als die differenziert Denkenden und Urteilenden zu präsentieren. Ansonsten ist es der Lauf der Dinge, und besser wird’s nicht mehr werden. Alles um des lieben „Friedens“ willen, natürlich…

    Gruß, HJW

  2. Roland Detsch meint:

    Bin jederzeit für konstruktive Kritik offen.

    Voraussetzung ist, dass nicht nur auf die Druckseite meines Beitrags auf goethe.de verlinkt wird, auf der man den Links nicht folgen kann.

    Die sind nämlich sehr informativ – und auch aufschlussreich.
    Besonders die bitterbösen Leserreaktionen auf den besagten Beitrag in der Schülerzeitung Q-rage.

    Zitat: „Habe gerade die Evangelikalen angeschrieben und sie darauf hingewiesen, dass sie die weitere Verbreitung eures sozialistisch-islamistischen Drecks (Q-rage) per einstweiliger Verfügung verbieten lassen kann. Der Tag wird kommen, an dem ihr alle hängen werdet, ihr Hochverräter! Uwe G.“ … etc.

    Gruß, rd

  3. Lieber Herr Detsch,

    danke, dass Sie sich melden! Ich verlinke gern auf die Druckansichten, da diese „schlanker“ und damit besser lesbar sind. Aber natürlich verweise ich in diesem Fall bereitwillig auf die normale Ansicht.

    Woher wissen Sie denn, dass dieser unsäglich deprimierende Leserbrief etwas mit den Evangelikalen zu tun hat? Dieser Wortschatz deutet m.E. auf ganz andere Kreise hin.

    Liebe Grüße, Ron

  4. Alexander meint:

    Der Leserbrief, auf den Herr Detsch hinweist, ist in der Tat aufschlussreich und man sollte ihm dankbar sein, dass er ihn hier zitiert. Dass Uwe G. von sich sagt, er „habe gerade die Evangelikalen angeschrieben und sie darauf hingewiesen, dass sie etc.“, zeigt zur Genüge, dass er sich selbst dieser Gruppierung nicht zugehörig fühlt, sondern von „den Evangelikalen“ (wen auch immer er damit meint) als Dritte redet. Fazit: dieser Leserbrief mit seiner Gossensprache hat in der Tat nichts mit „den Evangelikalen“ zu tun.
    Dass Herr Detsch das Zitat hier einstellt, impliziert allerdings auch, dass er nicht in der Lage war, diesen einfachen Sachverhalt aus dem Zitat herauszulesen. Bedauerlich!

  5. Roland Detsch meint:

    Lieber Herr Ron ???,

    ich möchte an dieser Stelle großzügig über die unterschwellige Polemik von Herrn Alexander ??? hinweggehen.

    Nur so viel: Bei Uwe G. handelt es sich allen Anschein nach zumindest um einen Sympathisanten der Evangelikalen und ihrer Mission.

    Nach wie vor harre ich aber einer „konstruktiven Kritik“ an meinem Beitrag.

    Viele Grüße!

  6. @Roland Detsch

    Konstruktive Kritik ist immer gut, aber Sie verlangen, was Sie in Ihrem Beitrag selbst nicht bieten. Ich lese nur pauschalisierende Polemik und Vorurteil schürende Meinungsmache mit den üblichen, sattsam bekannten Versatzstücken, als ob Sie Kenner der evangelikalen Szene wären.

    In diesem Sinne, HJW

  7. Lieber Herr Roland Detsch,

    alle mir bekannten Indizien sprechen dagegen, dass es sich bei Herrn Uwe G. um einen Sympathisanten der Evangelikalen handelt. (1) Man kann die Evangelikalen nicht anschreiben. (2) Die verwendeten Sprache ist untypisch für evangelikale Kreise. (3) Warum sollte sich Uwe G. mit einer Bewegung solidarisieren, die sich sehr engagiert für die Würde eines jeden Menschen (auch die des Andersdenkenden) einsetzt?

    Wissen Sie über Herrn G. mehr als ich wissen kann?

    Nun gut, zur konstruktiven Kritik: Ich möchte drei Punkte herausstellen:

    (1) Sie ziehen eine Verbindungslinie zwischen islamistischen Gotteskriegern, katholischen Bruderschaften und Evangelikalen. Die wahre Heimat christlicher Fundamentalisten sei der uneinheitliche Protestantismus, allen voran sei es die Bewegung der Evangelikalen.

    Den Titel „Gotteskrieger“ haben sich Taliban und al-Qaida-Terroristen gegeben, um ihre politisch-kriegerische Mission gegen die dekadente westliche Welt durch eine religiöse Idee zu rechtfertigen. Was anderes soll hier ein Leser verstehen als: „Der Evangelikalismus ist das christliche Pendant zum islamistischen Terrorismus.“ Diese These ist aber in jeder Hinsicht, also soziologisch, theologisch, religionswissenschaftlich, politisch usw., falsch. Sie begründen m.E. Ihre steile Behauptung auch nicht. Was wollten Sie denn sagen, wenn ich Sie, wahrscheinlich zusammen mit vielen anderen, falsch verstanden habe?

    (2) Weiter erklären Sie, dass die Evangelische Allianz Urheber zweier Kampagnen sei und beziehen sich dabei auf die gegenüber der Evangelikalen Bewegung kritischen Beiträge in der Zeitschrift Q-rage und im ZDF-Magazin Frontal 21. Können Sie mir erklären, weshalb die Evangelikalen Urheber der Kampagnen waren? „Urheber“ kann doch hier nur bedeuten, die Evangelikalen eröffneten zwei Kampagnen (!). Tatsächlich haben die Evangelikalen nur von ihrem Recht Gebrauch gemacht, sich gegen Unterstellungen zu wehren, die in den kritischen Beiträgen vor einer breiten Öffentlichkeit vorgetragen wurden.

    (3) Im Abschnitt über das Christival erwähnen Sie, dass der Begriff „christlicher Fundamentalimus“ heute oft beliebig verwendet wird. Damit haben Sie völlig Recht. Anstatt nun aber eine (irgendwie) handfeste Definition anzubieten und damit zur Versachlichung des Diskurses beizutragen, benutzen Sie selbst den Begriff „Fundamentalismus“ für die Stimmungsmache gegen die Evangelikalen (neben Kampfbegriffen wie: „apokalyptischer Kampf“, „antimodernistischer Kampf“).

    Kurz: „Von der Geburt bis zum Tod, von den intimsten zu den öffentlichsten Seiten der menschlichen Existenz“ haben bestimmte Journalisten, Soziologen und andere Meinungsmacher Praktiken parat, um ihre ideologischen Vorurteile dem Einzelnen und ganzen gesellschaftlichen Gruppen Dank ihrer gewaltigen medialen Präsenz als einzig einleuchtende, vernünftige und verbindliche Option anzubieten. 😉

    Liebe Grüße, Ron

  8. Ich würde gern die ganze Diskussion samt Kommentaren auf meinen Blog veröffentlichen wenn niemand etwas dagegen hat
    Gruß
    Peter

  9. @Peter: Ich habe nichts dagegen.

  10. „Wenn die Öffentlichkeit ständig einseitig und gezielt verzerrt unterrichtet wird, dann spricht man von Kampagnen. Eine Kampagne ist also die vorsätzliche Weitergabe von manipulierten Informationen. Nicht weit davon entfernt ist das, was man Desinformation nennt. Desinformation ist die bewusste oder unbewusste Weitergabe oder Zurückhaltung von Informationen, die beim Empfänger eine falsche Meinungsbildung bewirken sollen.

    Seit etwa einem Jahr hat man in Deutschland den Eindruck, dass gewisse Medien sich auf die Evangelikalen einschießen. Keine Frage, dass es auch bei diesen Christen Dinge gibt, die mit Recht zu kritisieren sind.
    Aber darum geht es in diesem Fall nicht. Diese Christen werden hauptsächlich deswegen angegriffen, weil sie sich in ihrem Glauben, ihrem Denken und ihrem Leben an der Bibel als dem unfehlbaren Wort Gottes orientieren. Fast automatisch werden sie als Fundamentalisten abgestempelt und dadurch unwillkürlich in die Ecke selbstmörderischer islamistischer Verbrecher gestellt. […]

    Wie sollen die Gescholtenen nun darauf reagieren? Jedenfalls nicht, indem sie Gleiches mit Gleichem vergelten, oder Diffamierung mit Polemik und Oberflächlichkeit mit Pauschalurteilen beantworten. Nein, aber die Christen sollen sich auch nicht resigniert aus der Welt zurückziehen (was praktisch sowieso nicht möglich ist), sondern sie sollen ihren Herrn aktiv nachahmen.
    „Er wurde beleidigt und schimpfte nicht zurück, er litt und drohte nicht mit Vergeltung, sondern überließ seine Sache dem, der gerecht richtet“ (1Petr 2,23). Er selbst betete noch für seine Feinde, als sie ihn lebendig ans Kreuz genagelt hatten. Seinen Jüngern empfahl er generell: „Segnet die, die euch verfluchen! Betet für die, die euch beleidigen!“ (Lk6,28)

    Darum dürfen unsere Äußerungen nicht von Ärger und Protest gekennzeichnet sein. Unser Herr verlangt allerdings auch nicht, dass wir Unrecht schweigend dulden. Er selbst sagte zu dem, der ihm beim Verhör ins Gesicht geschlagen hatte: „Wenn ich etwas Unrechtes gesagt habe, dann beweise es mir! Bin ich aber im Recht, warum schlägst du mich dann?“ (Joh 18,23)

    Wir sollen schon Stellung nehmen, aber mit Liebe und Wahrheit, Konsequenz und Mut. Die folgenden Aufzählungen wollen darum keine Empörung hervorrufen, sondern Gebet und die Gesinnung, die der Herr seinen Jüngern gegenüber in seiner Endzeitrede so ausdrückte: „Wenn das alles anfängt, dann hebt den Kopf und richtet euch auf, denn dann ist eure Erlösung nicht mehr weit“ (Lk 21,28).“

    Zitat aus http://www.fundamentalismusdebatte.de (Karl-Heinz Vanheiden, August 2007, Physiker, Bibelübersetzer, Mitglied im Ständigen Ausschuss des Bibelbundes, seit 1994 Verlagsleiter des Bibelbund-Verlags, Biblisch Glauben, Denken, Leben (BGDL) Nr. 76 S. 4)

  11. Wie viel ist in dem Artikel des Goetheinstitutes wohl echte Recherche, basiert auf solider Arbeit und wie viel einfach“abgeschrieben“, auf Vermutungen basierend? Es gibt durchaus Journalisten, die von Veranstaltungen berichten, die sie nie besucht haben. Die mangelnde Ausgewogenheit läßt hellhörig werden . Ich vermisse zudem einen guten Aufbau. Gerade dies birgt den Keim übler Nachrede in sich. Inwieweit sind eigentlich Evangelikale vom Antidiskrimierungsgesetz geschützt, frage ich weiter.

    Die Wahrheit sieht nämlich ganz anders aus: die meisten Evangelikalen sind „couch potatoes“, eher normenangepasst und nicht besonders gewillt in moralisch/ethische Diskussionen ihre Stimmen zu erheben. Sie lieben das schöne, bequeme Leben ebenso so sehr wie Frau Müller von nebenan und haben wenig Lust irgendwo bibeltreue Thesen zu vertreten.

    Auf die Pauke hauen manche charismatische Kreise, dies wird auch offen in den evangelikalen Publikationen kritisiert. Was die vermeintliche Verbindung zur religiösen Rechten in den USA angeht, fehlt mir hier der Verweis, dass viele Evangelikale durchaus Obamaanhänger und eher links eingestellt sind. Ich selbst mag emotionale, amerikanisch rechte Töne auch nicht,weil es nicht unserer/meiner Kultur und Überzeugung entspricht. Aber steht es uns an, uns besserwissererisch in andere Länder Religiösität einzumischen? Amerika hat seit Jahren am wenigsten Probleme mit dieser Lebensform und Meinungsäußerung. Und am deutschen Wesen ist nicht alles genesen.

  12. Alexander meint:

    Lieber Herr Detsch,
    bitte seien Sie doch so gut und bekämpfen Sie keine Strohmänner, indem Sie (Teil-)Anonymität, die im Internet durchaus üblich ist, durch ominöse Fragezeichen in Misskredit ziehen. Es geht hier um Sachfragen. (Zu Ron Kubsch s. die Seite „Über Theoblog“.)
    Zur Sache also: Ich habe oben darauf hingewiesen, dass das Zitat von Uwe G. allein schon in sprachlicher Hinsicht unmöglich so interpretiert werden kann, dass sich der Schreiber als Evangelikaler versteht. Alles was Sie dem entgegen halten ist, es handele „sich allem Anschein nach zumindest um einen Sympathisanten der Evangelikalen“. Sagen Sie mir doch bitte, woraus Sie das schließen. Weil er ankündigt, „die Evangelikalen“ anzuschreiben? Uwe G. ist doch eher ein Zündler, der wahllos alles aufpeitscht, was seiner(!) Ansicht nach seinen(!) „Kampf gegen links“ unterstützen könnte. Sollte er echte Sympathien für die Evangelikalen empfinden, so müssen die nicht zwangsläufig erwidert werden. Im Gegenteil! Solche Äußerungen wie die von Uwe G. wird jeder halbwegs vernünftige Mensch, sei er Christ oder Materialist, als abstoßend, dumm und möglicherweise sogar justitiabel bezeichnen. Mir scheint, Sie wollen aber unbedingt die Verbindungslinie zwischen solchen rechtsradikalen Schwachköpfen und „den Evangelikalen“ aufrecht erhalten. Diese Verbindungslinie ist aber genauso haltlos, als wenn ich Sie einen Stalinisten nennen würde.
    Zur Hauptsache – und die ist natürlich viel wichtiger, nämlich Ihr Artikel – hat Ron schon das Wesentliche gesagt, und ich bin auf Ihre Entgegnungen gespannt. Ich will nur eine Sache hinzufügen. Durch strategische Leserführung erwecken Sie den Eindruck, bei der Distanzierung Krügers, des Leiters der BPB, von seinem unglücklichen Schreiben ginge es gar nicht um inhaltliche Fragen, sondern Krüger sei schlicht durch eine „Kampagne“ der DEA (dazu Ron Kubsch oben) „in die Bredouille“ gebracht worden. Es ging aber sehr wohl um Inhaltliches, ob nämlich die Gleichsetzung von Evangelikalen und Islamisten gerechtfertigt sei, also genau einer der Punkte, um die es Ron Kubsch in der Kritik Ihres Artikels ja auch geht. Krüger hat erkannt, dass diese Gleichsetzung nicht gerechtfertigt war. Es wäre für uns alle förderlich, schlössen Sie, Herr Detsch, sich dieser Erkenntnis an.
    Beste Grüße!

  13. Roland Detsch meint:

    Darf ich jetzt auch noch mal? Oder hat es Methode, dass meine Replik hier nicht erscheint?

  14. @Roland Detsch: Welche Replik? Hier ist keine angekommen.
    Liebe Grüße, Ron

  15. Roland Detsch meint:

    Ich habe schon mehrmals versucht, sie aufzuspielen. Aber sie ist jedes Mal gleich wieder verschwunden. Und jetzt bekomme ich ständig die Systemmeldung, dass es sich offenbar um eine Wiederholung handle!?

    [Ich stelle die Antwort von R.D., die ich per eMail empfangen habe, nachfolgend händisch ein, 19.12.09, 22:53 Uhr]:

    Unter einer Kampagne versteht man auch die zielgerichtete Mobilisierung Gleichgesinnter zur Ausübung von Druck.

    Im Falle von Q-rage und der Kritik am Präsidenten der Bundeszentrale für Politische Bildung Thomas Krüger siehe u.a.:

    http://www.pro-medienmagazin.de/kommentar.html?&news%5Baction%5D=detail&news%5Bid%5D=483

    http://www.pro-medienmagazin.de/journalismus.html?&news%5Baction%5D=detail&news%5Bid%5D=166

    http://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft.html?&news%5Baction%5D=detail&news%5Bid%5D=478

    http://www.pro-medienmagazin.de/nachrichten.html?&news%5Baction%5D=detail&news%5Bid%5D=474

    http://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft.html?&news%5Baction%5D=detail&news%5Bid%5D=469

    http://www.pro-medienmagazin.de/nachrichten.html?&news%5Baction%5D=detail&news%5Bid%5D=465

    http://www.pro-medienmagazin.de/journalismus.html?&news%5Baction%5D=detail&news%5Bid%5D=196

    Im Falle der Frontal21- und Panorama-Beiträge siehe u.a.:

    http://www.pro-medienmagazin.de/fernsehen.html?&news%5Baction%5D=detail&news%5Bid%5D=2313

    http://www.pro-medienmagazin.de/fernsehen.html?&news%5Baction%5D=detail&news%5Bid%5D=2384

    http://www.pro-medienmagazin.de/nachrichten.html?&news%5Baction%5D=detail&news%5Bid%5D=2442

    http://www.pro-medienmagazin.de/fernsehen.html?&news%5Baction%5D=detail&news%5Bid%5D=2542

    http://www.pro-medienmagazin.de/nachrichten.html?&news%5Baction%5D=detail&news%5Bid%5D=2494

    http://www.pro-medienmagazin.de/fernsehen.html?&news%5Baction%5D=detail&news%5Bid%5D=2470

    Mit den beanstandeten Kampfbegriffen zitiere ich den Religionssoziologen Martin Riesebrodt.

    Im Übrigen ziehe ich weder eine Verbindungslinie von den islamistischen Gotteskriegern zu den Evangelikalen noch vom Evangelikalismus zum islamistischen Terrorismus, wie mir hier unterstellt wird. Mir geht es lediglich um eine Klärung des Fundamentalismus-Begriffes und seiner Genese.

    ————————————————

    @Peter ???:

    Kommt darauf an, um welchen Blog es sich handelt. Wüßte schon ganz gerne, wo ich publiziere, bevor ich mein Einverständnis gebe.

  16. @Roland Detsch:

    „Mit den beanstandeten Kampfbegriffen zitiere ich den Religionssoziologen Martin Riesebrodt.“

    Warum zitieren Sie ihn denn?

    „Im Übrigen ziehe ich weder eine Verbindungslinie von den islamistischen Gotteskriegern zu den Evangelikalen noch vom Evangelikalismus zum islamistischen Terrorismus, wie mir hier unterstellt wird. Mir geht es lediglich um eine Klärung des Fundamentalismus-Begriffes und seiner Genese.“

    Wenn Sie sagen möchten: „Ich will keine Verbindungslinie ziehen“, kann ich das nachvollziehen. Was Ihr Text für eine Botschaft transportiert, habe ich oben versucht zu beschreiben. Das ist keine Unterstellung, sondern eine Interpretation, die Ihr Artikel erzwingt. Ich zitiere:

    „Wer bei religiösem „Fundamentalismus“ nur an eifernde Mullahs oder islamistische ‚Gotteskrieger‘ denkt, befindet sich auf dem Holzweg … Die wahre Heimat christlicher Fundamentalisten ist der uneinheitliche Protestantismus. Allen voran der Evangelikalen, die sich vielfach in Freikirchen finden, aber auch in evangelischen Landeskirchen, denen sich fast jeder zweite der geschätzten 1,4 Millionen Evangelikalen zugehörig fühlt.“

    Zur Klärung des Fundamentalimus-Begriffs: Das ist ein guter Ansatz. Beschreiben Sie doch mal, was Sie unter „Fundamentalismus“ verstehen.

    Liebe Grüße, Ron

  17. Roland Detsch meint:

    Ich diskutiere erst weiter, wenn meine Links oben richtig funktionieren. Das ist ja völliger Unsinn, wo die hinführen.

  18. Eine spannende Diskussion. Weiter so!

  19. @Roland Detsch: Meinen Sie im Ernst, ich habe die Links manipuliert? Es sind die Adressen, die Sie mir geschickt haben. Was machen wir jetzt?
    Liebe Grüße und gute Nacht, Ron

  20. Roland Detsch meint:

    Keine Ahnung, aber irgendwo ist da der Wurm drin. Ich schicke Ihnen das Ganze noch einmal als Word-Dokument per Mail. Dann können Sie es selbst überprüfen.

    Gute Nacht.

    [Hier korrigierten Post händisch eingesetzt, 20.12.09]:

    Unter einer Kampagne versteht man auch die zielgerichtete Mobilisierung Gleichgesinnter zur Ausübung von Druck.

    Im Falle von Q-rage und der Kritik am Präsidenten der Bundeszentrale für Politische Bildung Thomas Krüger siehe u.a.:
    http://www.pro-medienmagazin.de/kommentar.html?&news%5Baction%5D=detail&news%5Bid%5D=483
    http://www.pro-medienmagazin.de/journalismus.html?&news%5Baction%5D=detail&news%5Bid%5D=166
    http://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft.html?&news%5Baction%5D=detail&news%5Bid%5D=478
    http://www.pro-medienmagazin.de/nachrichten.html?&news%5Baction%5D=detail&news%5Bid%5D=474
    http://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft.html?&news%5Baction%5D=detail&news%5Bid%5D=469
    http://www.pro-medienmagazin.de/nachrichten.html?&news%5Baction%5D=detail&news%5Bid%5D=465
    http://www.pro-medienmagazin.de/journalismus.html?&news%5Baction%5D=detail&news%5Bid%5D=196

    Im Falle der Frontal21- und Panorama-Beiträge siehe u.a.:
    http://www.pro-medienmagazin.de/fernsehen.html?&news%5Baction%5D=detail&news%5Bid%5D=2313
    http://www.pro-medienmagazin.de/fernsehen.html?&news%5Baction%5D=detail&news%5Bid%5D=2384
    http://www.pro-medienmagazin.de/nachrichten.html?&news%5Baction%5D=detail&news%5Bid%5D=2442
    http://www.pro-medienmagazin.de/fernsehen.html?&news%5Baction%5D=detail&news%5Bid%5D=2542
    http://www.pro-medienmagazin.de/nachrichten.html?&news%5Baction%5D=detail&news%5Bid%5D=2494
    http://www.pro-medienmagazin.de/fernsehen.html?&news%5Baction%5D=detail&news%5Bid%5D=2470

    Mit den beanstandeten Kampfbegriffen zitiere ich den Religionssoziologen Martin Riesebrodt.

    Im Übrigen ziehe ich weder eine Verbindungslinie von den islamistischen Gotteskriegern zu den Evangelikalen noch vom Evangelikalismus zum islamistischen Terrorismus, wie mir hier unterstellt wird. Mir geht es lediglich um eine Klärung des Fundamentalismus-Begriffes und seiner Genese.
    ————————————————
    @Peter ???:
    Kommt darauf an, um welchen Blog es sich handelt. Wüßte schon ganz gerne, wo ich publiziere, bevor ich mein Einverständnis gebe.

  21. Sehr geehrter Herr Detsch,
    die Links funktionieren nicht, weil in der URL an verschiedenen Stellen eine eckige Klammer fehlt, die wohl beim Kopieren und Einfügen verloren gegangen ist!

    Der erste Link lautet also richtig:
    http://www.pro-medienmagazin.de/kommentar.html?&news%5Baction%5D=detail&news%5Bid%5D=483

    Analog dazu die übrigen Links.

    MfG, J. Otto

  22. Oh, offenbar gehen die Klammern beim Einfügen in das Kommentarfeld verloren!
    Man erreicht die angegeben Artikel aber über http://www.pro-medienmagazin.de/startseite.html und dann im Suchfeld Q-Rage eingeben.

    Ich bin gespannt auf Ihre Antwort!

  23. Roland Detsch meint:

    Okay, alles klar. Hätte meine Links zwar lieber an der richtigen Stelle gehabt, weil sie jetzt ein wenig aus dem Zusammenhang gerissen dastehen, aber wenigstens funktionieren sie jetzt. Vielleicht lässt sich das ja noch ändern!?

    Bin jetzt dann bis Dientag außer Haus, aber ich melde mich wieder.

    @Ron: Ich werde mich hüten, hier mit einem geschulten evangelikalen Apologetiker in einen Disput über den Fundamentalismusbegriff einzutreten. Das ist auch nicht meine Aufgabe als unabhängiger Chronist. Was man unter christlichem Fundamentalismus versteht, klingt in meinem Artikel an. Ansonsten verweise ich auf die weiterführenden Links oder auf Seiten wie die bereits erwähnte aus http://www.fundamentalismusdebatte.de. Dem habe ich öffentlich nichts hinzuzufügen.

    Bin jetzt dann bis Dientag außer Haus, melde mich aber wieder.

  24. Roland Detsch meint:

    PS: Ich weiß immer noch nicht welchen Blog Peter ??? betreibt.

  25. Lieber Herr Detsch,

    danke für das Übersendungen der Hyperlinks. (Danke auch an J. Otto für den Hinweis auf die Fehlerquelle!) Ich habe die Internetadressen nun manuell repariert und es sieht so aus, als ob sie funktionieren. Nur einige wenige Artikel habe ich gelesen.

    Ich erwarte nicht, dass diese Verweise auf die evangelikalen Medienberichterstattungen weiterhelfen. Hier hat ein christliches Medienmagazin über die Beiträge in Q-rage und bei Frontal 21 berichtet und versucht, Hintergründe einsichtig zu machen sowie medial mit viel Aufwand verbreitete Falschinformationen richtig zu stellen. Außerdem wird in den Beiträgen darüber aufgeklärt, dass die Journalisten, die über die Evangelikalen berichtet haben, handwerklich unseriös vorgegangen sind.

    Auch wenn ich so manche Kritik an den Evangelikalen teile, stünde ich, würde ich nicht zu ihnen gehören, voll auf ihrer Seite. Es handelte sich doch um tendenziöse Stimmungsmache. Journalisten missbrauchen das Hausrecht, interviewen entgegen einer getroffenen Vereinbarung jugendliche Teilnehmer eines Seminars auf dem Gelände einer Bibelschule, die sie dann in der ausgestrahlten Sendung als Bibelschüler deklarieren usw.

    Hier beanspruchen Journalisten die Deutungshoheit über die Welt der Evangelikalen, ohne handwerklich sauber zu arbeiten und ohne die Evangelikalen zu ihrem Recht kommen zu lassen (also einfach mal zuzuhören und wahrzunehmen). Wer gefährdet hier eigentlich den gesellschaftlichen Frieden? Sind es die harmlosen Evangelikalen, die in aller Regel guter Staatsbürger sind, ihre Steuern zahlen usw. und dabei öffentlich über ihren christlichen Glauben sprechen (Dürfen sie das nicht?). Oder sind es Journalisten, die unausgewogen berichten?

    Wenn sich Evangelikale in ihren Publikationen nun friedlich wehren und die Kritik ihrerseits überprüfen und Korrekturen einfordern, ist das keine Kampagne, sondern ihr gutes Recht!

    Liebe Grüße, Ron

  26. Roland Detsch meint:

    Kampagnen sind ja per se nichts Verwerfliches. Sonst müsste man ja jede Wahlkampagne in Frage stellen.

  27. @Roland Detsch: „Kampagnen sind nicht grundsätzlich verwerflich, solange nicht getäuscht wird.“ Ich stimme Ihnen zu.
    Gute Reise, Ron

  28. @Roland Detsch

    In einem Post schreiben Sie: „Bin jederzeit für konstruktive Kritik offen.“

    In einem weiteren Post schreiben Sie: „Ich werde mich hüten, hier mit einem geschulten evangelikalen Apologetiker in einen Disput über den Fundamentalismusbegriff einzutreten. Das ist auch nicht meine Aufgabe als unabhängiger Chronist.“

    Was denn nun..? Sie fordern die sachliche Diskussion und kneifen dann zum Schluss? Dann geht’s doch tatsächlich nur um billige Stimmungsmache.

    Gruß, HJW

  29. Sehr geehrter Herr Detsch,
    irgendwie spielt wohl die Technik bei dieser Diskussion einen Streich.
    Normalerweise muß man nur den Namen anklicken und die Internetseite falls vorhanden wird sichtbar.
    Meine Seite heißt http://www.bibelkreis-muenchen.de.
    Mit freundlichen Grüßen
    Peter Burghardt

  30. Clemens Bauer meint:

    Sehr geehrter Herr Detsch!

    Wenn ich Ihren obigen Artikel lese und die bisherigen Kommentare (und ich habe mir die Mühe gemacht), dann erkenne ich, dass Sie offenbar an einer Wahrheitsfindung nicht interessiert sind. Zunächst wollen Sie Argumente hören und diese werden Ihnen geliefert. Sie selbst schmeissen aber nur mit irgendwelchen Internetseiten um sich, anstatt einmal Ihre Argumentationspunkte wenigstens etwas auszuführen. Fragt man Sie konkret, wie Sie Fundamentalismus definieren würden, verweigern Sie sich. Ein ernsthafter Journalist sollte seinen Artikel auch begründen können; gerade diesen Anschein machen Sie aber nicht. Gezielt werden hier falsche Informationen weitergegeben, womit viele Leser, die von der Materie weniger Ahnung haben, einen völlig falschen, ja gefährlichen Eindruck vermittelt bekommen. Mit Ihrem unseriösen Artikel reihen Sie sich ein in die Statements derer, die die beiden umgekommenen Bibelschülerinnen im Jemen als religiöse Fanatiker ansehen. Der lebendige Gott sieht das und wird dazu nicht schweigen. Mein persönlicher Eindruck ist, dass Sie selbst sehr wohl wissen, was für Unwahrheiten Sie verbreiten.

    Zum Vergleich Evangelikaler mit muslimischen Fanatikern, der in Ihrem Artikel nachweislich (s. auch Kommentare) gezogen wird, möchte ich mich als Christ im folgenden äußern. Der Vergleich ist völlig haltlos. Hier meine Argumente:

    1. Christus hat Seinen Jüngern im NT nirgendwo gesagt, sie sollen einen christlichen Staat mit militärischer Gewalt errichten. Beispiele: In Johannes 14 : 27 sagt Jesus: „Meinen Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; oder in Röm 14 : 17 sagt Paulus: „das Reich Gottes ist (…) Gerechtigkeit und Friede; ganz anders bei den Moslems. Ich habe mir mal die Mühe gemacht, den Koran auf deutsch zu lesen. Nach dem Koran gibt es nur einen Weg der wirklichen Heilsgewissheit: im Dschihad (Glaubenskrieg) zu sterben. Der muslimische „Märtyrer“, der sich in einem gewalttätigen Anschlag in die Luft sprengt und dabei möglichst viele „Ungläubige“ mit in den Tod reisst, darf sich nach dem Koran seines Platzes im Paradies sicher sein, wo er von 66 Jungfrauen bedient wird. Außerdem wird er von seiner eigenen muslimischen Familie als Held verehrt. Dies passiert ganz praktisch (mittlerweile bereits) mehrmals in der Woche auf diesem Globus. Aus dieser Sicht versteht man auch plötzlich viel besser die zahlreichen Selbstmordanschläge im Irak, Afghanistan, Pakistan und anderswo.

    2. Der Ziel des Islams ist die materielle Herrschaft über die Welt, die Aufrichtung des islamischen Rechts der scharia über jedes Land. Dies ist dem Moslem ebenfalls im Koran vorgegeben. Dies geschieht natürlich nicht ohne Kriege; demgegenüber errichtet Christus ein völlig freiwilliges, geistiges Reich in den Herzen derer, die an Ihn glauben. Während der Islam den Menschen versklavt, führt Christus die Menschen in die Freiheit durch den Glauben an Ihn.

    3. Fundamentalist ist jemand, der eine Grundlage hat, die ihm Orientierung bietet, auf der er sein Leben aufbauen kann. Dies ist doch positiv, wenn man sich die heutige Orientierungslosigkeit gerade unter der Jugend anschaut. Für mich als Christ ist Christus mein Fundament, auf Dem ich mein Leben aufbaue. Ich verstehe nicht warum der Begriff Fundamentalist in der Presse so negativ interpretiert wird. Wenn man sich demgegenüber den Koran anschaut und das dort vermittelte Menschenbild realisiert (dem Moslem wird sogar die Gewalt gegenüber Nichtgläubigen geboten) sowie die obige, aus dem Koran abgeleitete Selbstmordanschlagsmentalität radikaler Moslems sieht, erkennt man, dass hier nicht der Begriff Fundamentalismus, sondern der Begriff Fanatismus passt.

    Jetzt in diesen Tagen feiern wir Weihnachten. Warum feiern Sie eigentlich Weihnachten? Wissen Sie das? Zu Weihnachten feiern wir die Geburt Jesu Christi, des Heilands der Welt. Er ist am Kreuz für unsere Sünden gestorben, um die mit sich zu versöhnen, die Seinen Kreuzestod für sich geschehen in Anspruch nehmen und Ihm vertrauen. Was ist bloß aus dem christlichen Abendland geworden, dass derjenige, der sich anschickt, Christus nachzufolgen sich plötzlich in einem Boot mit muslimischen Fanatikern wiederfindet, die Menschenleben nicht heilen, sondern sie zerstören? Wenn Luther, der berühmteste Deutsche, das wüsste, würde er sich sicherlich mehr als einmal im Grabe umdrehen.

    Ich wünsche Ihnen von Herzen, dass Sie diesem lebendigen Gott begegnen.

    Grüsse: Clemens Bauer

  31. „Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe.“
    Jesus Christus (Matthäus 10, 16)

    Ist das noch so bei uns?

    Am Samstag den 05.12.2009 ist idea (Evangelische Nachrichtenagentur Idea e.V. – ehemals Informationsdienst der Evangelischen Allianz. Idea ist die auflagenstärkste evangelikale Nachrichtenagentur.) von der Jungen Freiheit (http://de.wikipedia.org/wiki/Junge_Freiheit) mit dem Gerhard-Löwenthal-Preis ausgezeichnet worden (http://www.junge-freiheit.de/index.php?id=154&tx_ttnews%5Btt_news%5D=85123&cHash=4622339fa8). Zählt sich die Junge Freiheit eigentlich eher zu den „Schafen“, oder zu den „Wölfen“?

    Ich glaube, dass auch der eine oder andere „Außenstehende“ merkt, dass die Evangelikalen dabei sind sich zu verändern. Ich hoffe wir haben die Mut und die Kraft das alles mal in Ruhe zu reflektieren. Ich hoffe auch, dass Ron Kubsch den Mut hat diesen Beitrag hier im Blog (theoblog.de) zu bringen. Den Beitrag habe ich auch unter http://fundamentalismusdebatte.blogspot.com/2009/05/und-du.html eingestellt.

    Auszug der Autorenliste „JUNGE FREIHEIT“ (http://www.jungefreiheit.de/Autoren.52.0.html):

    Hartmut Steeb (idea Vorstand, Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, http://www.ead.de)
    Helmut Matthies (idea Chefredakteur, http://www.idea.de)
    Wolfgang Polzer (idea Redaktionsleiter)
    Eckhard Nickig (idea Chef vom Dienst)
    Marcus Mockler (idea)

  32. @Michael: Man kann ja über alles diskutieren. Ich halte allerdings viel davon, wenn wir am Thema bleiben und solche Diskussionen nicht dafür nutzen, etliche andere Fässer aufzumachen. Bleiben wir also beim Thema!
    Liebe Grüße, Ron

  33. Roderich meint:

    Anonyme Leserbriefe wie den von Uwe G. kann man ja nicht hernehmen und daraus eine Bewegung in Misskredit bringen. Sonst koennte man ja einfach ein paar Leserbriefe faelschen, sich darin als Evangelikaler ausgeben, dabei wuest schimpfen auf die Gegner, und das ganze anonym veroeffentlichen. Und schon hat man die Evangelikalen desaouviert.
    Anonyme Beitraege kann man sehr wohl bezueglich der Argumente ernstnehmen. Aber nicht, um durch angebliche Assoziationen dieser anonymen Leute mit einer Gruppe diese Gruppe in Misskredit zu bringen.

    Die ganze Methodik von „Schuld durch Assoziation“ hat etwas totalitaeres und ist eine typische Antifa-Methode. (Die Antifa ist ja auch im Verfassungsschutzbericht als linksextreme Organisation aufgefuehrt).
    „Person X kennt Person Y, und Person Y hat mal publiziert in einem Organ, in dem auch mal ein Rechtsextremer interviewt wurde. Also ist Person X auch tendenziell rechtsextrem.“
    So eine Methodik dient der Aechtung von Einzelpersonen (oder Bewegungen), etwa von konservativen Personen oder Bewegungen, um sie damit ihres gesellschaftlichen Einflusses zu berauben. Denn wer einmal gesellschaftlich geaechtet ist, kann sicher keinen Einfluss mehr auf die Debatte bzw. den gesellschaftlichen Diskurs nehmen.
    Wenn man Leute so „aechten“ kann, ist das natuerlich viel bequemer, als sich mit ihren ARGUMENTEN auseinanderzusetzen.

    Das ganze kann man dann genauso gut umdrehen und sagen: die SPD koaliert mit der Linkspartei. In der Linkspartei sind auch 5000 Orthodoxe Stalinisten. Also ist die ganze SPD (offen oder latent) stalinistisch, oder mindestens mal linksextrem.
    Oder: der Spiegel hat mal ein Interview mit Sahra Wagenknecht (Mitglied der Partei DIE LINKE, Vertreterin des orthodoxen Stalinismus) gebracht, ohne sie rundheraus zu verurteilen. Damit legitimiert der Spiegel den Stalinismus. Damit ist jeder Spiegel-Leser latent Linksextrem.
    Oder: In jedem Gewerkschaftsmarsch (z.B. zum ersten Mai) laufen zig vermummte Linksextreme mit. Also scheinen die Linksextremen ja mit den Gewerkschaften zu sympathisieren. Das ist ja schon der BEWEIS, dass alle Gewerkschaften offen oder latent linksextrem sind. Denn wer Sympathien von Linksextremen bekommt, ist sicher selber von der gleichen Gattung.
    Auch viele Mitarbeiter von Firmen, die gar nicht in den Gewerkschaften sind, gehoeren zum „Dunstkreis“ des Linksextremismus, weil sie ab und zu mit Gewerkschaftsmitgliedern zu Mittag essen.
    (Das ist natuerlich aberwitzig argumentiert, aber mit solchen Assoziationen arbeitet bzw. argumentiert die Antifa). Und so aehnlich ist das, wenn man aus Sympathien, die dubiose Gruppen (angeblich oder wirklich) fuer manche Aspekte des Evangelikalismus hegen, eine Verbindung der Evangelikalen mit Rechtsextremen herleitet.
    Das ist nur eine einfache Methode, um Evangelikale gesellschaftlich zu aechten.

    Denn bei der Durchsetzung eines materialistischen Weltbildes, also der kompletten Freigabe der Abtreibung, einer Abwertung des (spirituell begruendeten) Familienbildes, etc., stehen natuerlich alle konservativen Gruppen im Wege, also auch die Evangelikalen. Die muss man daher erst mal gesellschaftlich diskreditieren.

    Lieber Herr Detsch, ich waere Ihnen sehr dankbar, wenn Sie sich diese Strategien nicht zu eigen machen wuerden. Bitte pruefen Sie sorgfaeltig, bevor Sie unhaltbare Thesen wie die der „Gefahr durch Evangelikale“ uebernehmen. Lesen Sie auch mal andere Literatur, etwa „Wie das Christentum die Welt veraenderte“ von Alvin Schmidt.

    (Das einzige, fuer das Evangelikale eine Gefahr darstellen, ist fuer die Durchsetzung einer absoluten Vorherrschaft der Linken Weltanschauung. Sollten Sie diese natuerlich anstreben, dann sind sie mit solchen Artikeln auf gutem Wege).

  34. „Ron on December 21st, 2009
    @Michael: Man kann ja über alles diskutieren. Ich halte allerdings viel davon, wenn wir am Thema bleiben und solche Diskussionen nicht dafür nutzen, etliche andere Fässer aufzumachen. Blieben wir also beim Thema!
    Liebe Grüße, Ron“

    Ich muss sagen, die Antwort macht mich neugierig.

    Mein Beitrag handelt nicht von Zebras, die mit dem ganzen hier nichts zu tun haben, sondern von Evangelikalen – die zum einen als Sprachrohr der Evangelikalen gelten (idea) und zum anderen vom Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz. In der ganzen Sache mit Q-rage und Thomas Krüger (siehe oben) gehört Hartmut Steeb (idea Vorstand, Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, http://www.ead.de) unmittelbar zu den agierenden Personen.

    Die Message ist angekommen. Bitte keine weiteren Beiträge zu diesem Thema. Wie schon gesagt, das macht mich neugierig. Die im Beitrag (siehe oben) erwähnte Zeitung „Junge Freiheit“ gilt als „als Sprachrohr der „Neuen Rechten“ mit einer „Scharnier-“ oder „Brückenkopf“-Funktion zwischen demokratischem Konservatismus und Rechtsextremismus“ (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Junge_Freiheit, Stand 22.12.2009).

    Wenn in der Öffentlichkeit stehende Evangelikale für diese Zeitung schreiben (http://www.jungefreiheit.de/Autoren.52.0.html) und von der „Jungen Freiheit“ geehrt werden und Preise entgegennehmen (siehe Beitrag oben, der Link dazu funktioniert nicht wegen dem Klammerproblem – wen`s interessiert: einfach in Google „Junge Freiheit“ und „idea“ eingeben) führt das schon mal dazu, dass der eine oder andere nachfragt was da los ist. Das kann passieren. Besonders dann, wenn offensichtlich der Tonfall der Evangelikalen in der Öffentlichkeit spürbar ein anderer geworden ist.

  35. Roderich meint:

    Liebe Hildegard,
    eine kleine Bitte: bitte tun sie den Gegnern nicht den Gefallen, sich von Charismatikern oder von der sogenannten Christlichen Rechten in den USA zu distanzieren. Das waere genau die Absicht der Gegner, einen Keil zwischen Christen zu treiben.
    Ansonsten finde ich Ihren Beitrag gut, aber das wollte ich nur mal erwaehnen.

    Wenn Charismatiker „auf die Pauke hauen“, kann das ja inhaltlich gerechtfertigt sein. Auch charismatische Glaubensinhalte sind sehr wohl biblisch begruendbar, und die konservativen Christen sollten nicht dem Irrtum verfallen zu meinen: wenn wir uns von Charismatikern distanzieren, kommen wir ungeschoren davon.
    (Denn in der antichristlichen Hetze, die gerade im Anbrechen ist, kommen erst die „extremeren“, bzw. „staerker artikulierten“ Gruppen an den Pranger, und spaeter dann die ruhigeren…)

    Sagen sie auch lieber, welche Einzelaspekte Sie an der Christlichen Rechten nicht gut finden.
    Wenn sich die „Christliche Rechte“ in den USA friedlich wenn auch lautstark gegen die Abtreibung einsetzt, dann ist das sehr gut. Es ist ein Skandal, wenn die Kirche in Europa so schweigsam und angepasst ist.
    (Wo Abtreibungsgegner zu Moerdern werden, ist das in aller Deutlichkeit zu verurteilen. Aber alle Evangelikalen Organisationen in den USA haben sich von Moerdern auf Abtreibungsaerzte distanziert, und dies aufs schaerste verurteilt.)

    Wenn sich die christliche Rechte fuer Familienwerte einsetzt, ist das auch gut.

    Wenn sich Christen in den USA in die Politik einmischen: um so besser!

    Also, es gibt sehr viel Gutes unter Christen in den USA, wir sollten uns da nicht einfach leichfertig „distanzieren“.

    Wenn ein Einmischen in die Politik fuer Christen nicht mehr erlaubt oder gewuenscht waere, dann ueberlaesst man das gesamte Feld der Politik (inklusive der Gesetzgebung) den Gegnern des christlichen Glaubens.

    (Wenn sich niemand, der einem Glauben anhaengt, in die Politik einmischen duerfte, dann muesste JEDE Partei komplett dichtmachen. Dann muesste leider die ganze Gruene Partei, die SPD und die Linkspartei (und die anderen auch) sich selbst aufloesen und alle Abgeordneten geschlossen zuruecktreten. Denn JEDER Mensch hat eine Weltanschauung, und jede Partei hat ein Grundsatzprogramm, das auf einer bestimmten Philosophie beruht, und die Philosophie kann zwar verstandesmaessig begruendet werden, aber die Grundannahmen der Philosophie kann man nicht beweisen, schon gar nicht wissenschaftlich. Ein Materialist kann seinen Materialismus nicht wissenschaftlich beweisen, sondern nur voraussetzen.)

    Politik in einer Demokratie profitiert davon, wenn ALLE Ideen und Anschauungen am Diskussionstisch zugelassen werden. Dann koennen sich die besten Ideen – auf Basis von Argumenten – durchsetzen. Dazu sollen auch christliche Ideen gehoeren, neben materialistischen und anderen Weltbildern. Es soll ein fairer Wettbewerb von Ideen stattfinden.
    Genau dies versuchen aber bestimmte linke Kreise zu verhindern, indem sie Evangelikale und Konservative Gruppen gesellschaftlich zu aechten versuchen, und sie damit vom gesellschaftlichen Diskurs auszuschliessen versuchen.

    Im Kern handelt es sich bei diesen Bestrebungen, die Evangelikalen zu diskreditieren, also um eine Linksextremistische und Antidemokratische Strategie.

    Jeder demokratische gesinnte Bundesbuerger – ob Christ, ob Atheist, ob Links oder Rechts – sollte sich solchen Bestrebungen entgegensetzen.

    Faire Kritik an Evangelikalen ist erlaubt – und noetig. Unhaltbare und falsche Unterstellungen gehoeren aber nicht zum Repertoire der „fairen Kritik“.

  36. @Michael: Die Junge Freiheit würde ich als eine libertäre Zeitschrift bezeichnen. Ich gebe zu, dass ich sie selten lese. Aber unterschwellig anzudeuten, es sei sogar eine „rechtsextreme“ Zeitung, halte ich für völlig unangemessen. Warum weisen Sie nicht darauf hin, dass auch Franz Alt zu den Autoren der Jungen Freiheit gehört? Der ist doch ganz unverdächtig, oder?

    Ich habe allerdings noch immer nicht verstanden, was das mit dem Thema hier zu tun hat. Mich interessiert weniger, was wo erschienen ist, sondern, was jemand sagt oder nicht sagt.

    Liebe Grüße, Ron

  37. Christian meint:

    @Michael: „Ich muss sagen, die Antwort macht mich neugierig. “ Warum eigentlich? Die Aussage und Motivation der Antwort von Ron war doch eindeutig. Im Moment findet hier eine Diskussion über einen Beitrag statt, den Roland Detsch für das Goethe-Institut verfasst hat. Und ich finde es klasse, dass sich Herr Detsch (hoffentlich weiterhin), daran beteiligt. Jetzt beginnt die Sache aus dem Ruder zu laufen, denn auf einmal wird über eine Zeitung diskutiert und wer wann was wie dort publiziert hat oder interviewt wurde, anstatt bei der Sache, nämlich dem ursprünglichen Beitrag zu bleiben. Das „aus dem Ruder laufen“ wollte Ron eigentlich verhindern, hat Ihren Beitrag aber trotzdem eingestellt. Könnte man sich nicht darauf verständigen diese Diskussion auf Ihrem Blog weiterzuführen? Ich fände das für das eigentliche Thema hier sehr hilfreich.

  38. Sorry. Ich bin hier im falschen Film. Daher haben meine Beiträge wohl nicht viel mit dem Thema zu tun. Mein Fehler, das gebe ich offen zu.

    @Roderich:
    Roderich on December 22nd, 2009: „bitte tun sie den Gegnern nicht den Gefallen, sich von Charismatikern oder von der sogenannten Christlichen Rechten in den USA zu distanzieren. Das waere genau die Absicht der Gegner, einen Keil zwischen Christen zu treiben.“

    In meiner grenzenlosen Naivität dachte ich bisher immer, dass zwischen Christen und den „Rechten“ ein Keil besteht. Wenn das nicht so ist.. wie schon gesagt – ich bin hier wohl im falschen Film.

  39. Hallo Michael,
    sicherlich gibt es auf diesen Blog Themen bei denen Du Deine Beiträge besser anbringen kannst.

    Die Disskusion mit Herrn Detsch ist sehr wichtig,weil es um ein Thema geht, dass viele Evangelikalen unter den Nägeln brennt.

    Gruß
    Peter

  40. Irgendwie dachte ich, dass meine Beiträge etwas mit den „Religiösen Rechten“ (Artikel von Herrn Detsch) zu tun hätten.

    Und zwar nicht irgendwie, sondern mit in der Öffentlichkeit stehenden Evangelikalen. Diese These ist mir anhand der Vorgänge um die „Junge Freiheit“ (siehe Beiträge oben) in den Sinn gekommen.

    Aber seit sich herausgestellt hat, dass die „Jungen Freiheit“ („Die Verfassungsschutzbehörden einiger Bundesländer führten die Zeitung bis 2005 in der Rubrik Rechtsextremismus.“ Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Junge_Freiheit) als „libertäre Zeitschrift“ zu sehen ist, entbehrt die These jeder Grundlage. Ich habe mich hier wohl verrannt und alle Kommentare hier im Blog zeigen das ja auch.

  41. @Michael: Immer diese Kategorien „links“ und „rechts“, mit denen keiner mehr etwas anfangen kann. (Natürlich verschweigen Sie, dass das Bundesverfassungsgericht untersagt hat, die Zeitung unter die Rubrik „Rechtsextremismus“ einzuordnen, da keine ausreichenden Anhaltspunkte gefunden wurden.)
    Ja, Sie haben sich verrannt. Und ich fände es gut, wenn Sie nun auch dazu stehen und damit die Sache vom Tisch ist.
    Liebe Grüße, Ron

  42. Roland Detsch meint:

    Nachdem es Eifer und Einfluss der Evangelikalen tatsächlich vermocht haben, meinen Beitrag zu verbannen, hat sich für mich eine weitere Diskussion an dieser Stelle erledigt. Ich bedauere dies zutiefst. Respekt, wenn das nicht eine erfolgreiche Kampagne war…

    Vielleicht sollte ich ja beizeiten einmal ein paar Seminare der Christlichen Medienakademie besuchen. Beispielsweise „Wie Sie gute Leserbriefe schreiben, die ernst genommen werden“. Von den Evangelikalen können unbedarfte Medienschaffende noch einiges lernen.

    Ein gesegnetes Weihnachtsfest allerseits. Wenn Ihr mit Clemens zusammen fleißig für mich betet, begegne ich ja vielleicht doch noch dem lebendigen Gott.

  43. Lieber Herr Detsch,

    Sie kommen nicht daran vorbei, dass Sie mit Ihrem Artikel die Evangelikalen in die Nähe von Terroristen gerückt haben (auch wenn sie das eigentlich gar nicht wollten). Insofern hat es seinen guten Grund, dass der Artikel zurückgezogen wurde. Grund ist nicht eine böse Kamapagne, sondern eine Fehlinterpretation evangelikaler Lebenswelt.

    Zugleich und unbedingt möchte ich mich bei Ihnen für Ihr Interesse und Ihre Offenheit bedanken. Sie haben den Mut, dass direkte Gespräch zu suchen. Das ist der richtige Weg! Die Evangelikalen brauchen Kritik, so wie andere gesellschaftlichen Gruppen auch. Ist sie ehrlich, und wird sie gut informiert angebracht, sind, dass jedenfalls glaube ich, sogar die Evangelikalen lernfähig.

    Nochmals danke und Ihnen frohe Feiertage, Ron

  44. @Roland Detsch

    Es ist bedauerlich, dass Sie so enden wie Sie anfangen: mit Pauschalisierungen. „Den Evangelikalen“ ist es also gelungen Ihren Beitrag zu Fall zu bringen. Woher wollen Sie wissen, ob ich einer bin? Sie stilisieren sich hier zum Opfer und Sie sind mit Sicherheit nicht unbedarft, das belegen Ihre Äußerungen. Ich denke auch, dass Sie auch dem Goethe-Institut mit solchen Behauptungen Unrecht tun. Es gilt immer noch Ursache und Wirkung.

    Wie dem auch sei, ich wünsche ganz besonders Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest. Den lebendigen Gott.., ja dem werden Sie unweigerlich begegnen, jeder von uns. Die Frage ist nur, unter welchen Voraussetzungen.

    Gruß, HJW

  45. Wenn ihr mich jetzt sehen könntet. Ich bin so klein, dass ich hier unter der geschlossenen Tür aufrecht rausgehen kann. Das werde ich auch tun und mich läutern, vielleicht irgendwo im Internet, dem Hort allen Wissens und allen Wahns.

    Ron on December 22nd, 2009: „Immer diese Kategorien “links” und “rechts”, mit denen keiner mehr etwas anfangen kann.“

    Haben sie diese Erkenntnis aus der „libertären Zeitschrift“ Junge Freiheit?

    Junge Freiheit 27/1994, S. 4: „Erfreulich ist auch, dass parteipolitische Differenzen hier keinerlei Bedeutung haben und die von totalitären Parteistrategen gewünschte scharfe Abgrenzung zwischen CDU-Mitgliedern und Angehörigen rechtsgerichteter Gruppierungen nur mit einem Lächeln quittiert wird.“

    Berliner Zeitung, 30. Oktober, Keine Interviews mehr für rechte Zeitungen: „Rechtsgerichtete Medien sind für den Zentralrat der Juden in Deutschland künftig keine Gesprächspartner mehr. Nach mehrstündiger Diskussion hat dies das Direktorium, das zweithöchste Gremium des Zentralrates, am Sonntag festgelegt und damit deutliche Kritik an der Vizepräsidentin Charlotte Knobloch geübt. Diese hatte der rechten Zeitung „Junge Freiheit“ Anfang Oktober ein ganzseitiges Interview gegeben.“

    Schon komisch was der Zentralrat der Juden in Deutschland hier sagt, oder? Wir Evangelikalen haben damit wohl keine Probleme. Im Gegenteil, wir lassen uns von der JF Ehren und nehmen öffentlich Preise entgegen und lassen uns als Autoren der JF öffentlich verzeichnen.

    Sind wir jetzt da wo wir hin wollten? Das war mal anders, unter uns Gläubigen, und das weiß jeder hier.

  46. Tobias Dürr meint:

    @ Roland Detsch:

    Ich pflichte Ron Kubsch bei. Die Ursache liegt in einer Fehlinterpretation evangelikaler Lebenswelt. Auch ich war einer der „Evangelikalen“ mit „Eifer und Einfluss“, und zwar einfach nur indem ich einen Kommentar zu ihrem Artikel an das Goethe-Institut gesendet habe. So viel Einfluss ist also gar nicht dazu nötig.

    Ein derartiger Beitrag entspricht außerdem nicht dem Selbstanspruch des Goethe-Instituts, „ein umfassendes Deutschlandbild durch Information über das kulturelle, gesellschaftliche und politische Leben“ zu vermitteln. Es geht mir nicht darum, Ihnen den Mund zu verbieten. Ein erster Schritt zu einer angemesseneren Darstellung wäre aber z.B., Ihrem Artikel einen andere Sichtweise der Dinge an die Seite zu stellen.

    Herzliche Grüße und frohe Weihnachten,
    Tobias

  47. @Michael: Mein voraussichtlich letztes Wort in dieser Sache hier. Ich weiß, dass weder bei den „Linken“ noch bei den „Rechten“ die Welt in Ordnung ist, so wie nirgendwo die Welt in Ordnung ist, wo Christus nicht wohnt.

    Sie müssen m.E. lernen, dass das Böse nicht etwas Statisches ist, dass sich leicht in binäre Denkkategorien einordnen lässt. Das Böse wandelt sich, tritt nicht immer gleich auf. Für Sie sie scheint völlig klar, dass bei den „Linken“ die Welt stimmt. Stimmte sie bei der RAF? Stimmte sie im Stalinismus? Stimmte sie in der marxistischen Orthodoxie. Ich komme selbst aus dem Marxismus und kann Ihre Vorurteile nicht bestätigen. Auch dort, bei den Linken, stimmt die Welt nicht.

    Kennen Sie Fleischhauers Buch „Unter Linken: Von einem, der aus Versehen konservativ wurde„? Ich möchte es Ihnen empfehlen!

    Die Kurzbeschreibung: „Linke müssen sich in Deutschland für ihre Ansichten nicht rechtfertigen. Sie haben ihre Meinung flächendeckend durchgesetzt, nicht im Volk, aber in den tonangebenden Kreisen, also da, wo sie vorzugsweise zu Hause sind. Wer links ist, lebt im schönen Gefühl, immer Recht zu haben. In der Politik haben sich die Linken oft geirrt, aber irgendwie macht das nichts, immer werden ihnen die besten Motive zugebilligt. Warum eigentlich? Jan Fleischhauer hat einen Großteil seines Lebens unter Linken verbracht – vom Elternhaus über Schule und Universität bis zum Milieu der Journalisten, im der seit zwei Jahrzehnten arbeitet. Jetzt unterzieht er sie einer genauen Betrachtung, mit dem Abstand desjenigen, der irgendwann entdeckte, dass er nicht mehr dazugehört. Das Buch ist Analyse, Polemik und persönlicher Erfahrungsbericht. Ein Streifzug durch das Imperium der Linken.“

    Bin ich jetzt, weil ich dieses Buch empfehle, ein Nazi?

    Ihnen ein frohes Weihnachtsfest, Ron

  48. Ron on December 22nd, 2009: „Bin ich jetzt, weil ich dieses Buch empfehle, ein Nazi?“

    @Ron: Danke für ihre Antwort. Ich weiß, dass das nicht selbstverständlich ist.

    Erlauben sie mir noch eine Verständnisfrage zu ihrer These (siehe oben). Ich kenne weder sie, noch das Buch, noch den Autor. Wurde der Autor vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisch eingestuft? Hat sich der Zentralrat der Juden zu dem Buch geäußert? Wie begründen sie ihre These?

  49. Roderich meint:

    Lieber Michael,
    schade, dass Sie offenbar an inhaltlicher Kritik an Linken Positionen nicht interessiert sind, oder zumindest als spontanen „Abwehrreflex“ erst mal die Faschismuskeule schwingen (Bei Ihnen steht offenbar jeder, der Linke kritisiert, erst mal unter „Nazi-Generalverdacht“).

    Hier ging es ja eigentlich um Fundamentalismus.

    Bei Gelegenheit wuerde mich aber eine INHALTLICHE Diskussion zu diesem Thema mit Ihnen interessieren, denn: man muss als Christ staendig seine eigenen Positionen (ob sie eher links oder eher rechts sind) anhand der Bibel ueberpruefen.

    (Dazu gehoert auch, dass man nicht nur auf Autoritaeten verweist, die die eigene Position stuetzen, sondern dass man sich mit den Inhalten auseinandersetzt und inhaltlich argumentiert.)

    Dabei ist es ein guter Anfang, wenn man mal fuer sich selbst alle politischen Einzel-Positionen auflistet, die man vertritt.
    Des weiteren sollte man auflisten, welche Positionen man als „rechts“ und welche man als „links“ bezeichnet, und was man an den jeweils anderen Positionen nicht gut findet.
    (Dabei waere zu unterscheiden zwischen demokratischer gesinnter Linker und Extremistischer Linker, und zwischen demokratischer Rechter und Extremistischer Rechter). Sie werden unter Christen zum Beispiel demokratische Linke und demokratische Rechte finden. Extremismus jeder Art ist abzulehnen.
    (Der Begriff „Extremismus“ muesste eigentlich noch definiert werden, er ist eigentlich unklar. Ich verwende ihn hier, weil er gebraeuchlich ist. Unter „Extremismus“ verstehe ich hier: Leute, die das Gewaltmonopol des Staates ablehnen, und die z.B. die freiheitliche Grundordnung abschaffen wollen. Wenn man allerdings „extrem in der Naechstenliebe“ sein will, ist das nichts Schlechtes, im Gegenteil.)

    Diese Unterscheidung zwischen Rechtsextrem und Rechts fehlt mir bei Ihnen.

    Der Nationalsozialismus war ja unter anderem eine Mischung aus Sozialistmus, Nationalismus und Rassismus. Alle drei Elemente sind aus christlicher Sicht (so wie ich es sehe) abzulehnen.
    – Sozialismus heisst (staatlich erzwungene) Aufgabe des Privateigentums. Aber ohne Privateigentum gibt es keine Haushalterschaft mehr. Sozialismus ist ohne Gewalt und Zwang nicht zu erreichen, und ist ohne Preisgabe der Freiheit nicht zu haben. (Ich bin mir bewusst, dass es Christen gibt, die diese Sicht nicht teilen).
    – Nationalismus heisst ein Absolut-Stellen der eigenen Nation. Das kann man als Christ nicht, denn Gott hat alle Nationen geschaffen. Man kann seine Nation lieben, das sollte man auch, aber man sollte deswegen nicht andere Nationen geringachten. (Wie Weizsaecker sagte: Ein gesunder Patriotismus ist gut, aber Nationalismus ist es nicht).
    – Rassismus heisst, eine Rasse ueber eine andere zu stellen. Das ist biblisch nicht zu rechtfertigen. Denn Gott hat alle Menschen gleich geschaffen in Seinem Ebenbild.

    Aus diesen Gruenden sehen viele Leute den National-Sozialismus auch eher als eine LINKE Bewegung an. Denn Hitler und Konsorten waren fuer staatliche Allmacht, waren gegen alle christlichen Werte, und waren in vieler Hinsicht sehr „progressiv“.
    Wie sie sehen, bringen diese „Labels“ („Links / Rechts“) nicht so viel, wenn man sie nicht definiert.

    Jedenfalls werden Sie unter ernstmeinenden Christen – hoffentlich – keinen mit extremistischen Ideologien finden.
    Das, was gerne als die „Christian Right“ in den USA bezeichnet wird, ist (fast) durchgaengig die „demokratische Rechte“, und sind alles Christen, die den Extremismus ablehnen.

    Daher ermutige ich Sie zu einer INHALTLICHEN Diskussion, bei der Sie Ihre Begriffe erst mal definieren, anstatt andere mit nebuloesen Schlagwoertern zu betiteln.

    Des weiteren muss man sich immer die Frage stellen: habe ich Gott lieber als meine eigene ideologische Position? Bin ich bereit, falsche Denkmuster aufzugeben? Und das gilt fuer jeden Christen. (Und hier auch gleich der Test: man frage sich: wann hat man das letzte Mal eine eigene Sicht aufgrund dessen, was die Bibel sagt, korrigiert?). Hierzu sollten wir uns immer gegenseitig ermutigen: unser Weltbild – auch das politische – anhand der Bibel zu ueberpruefen und wenn noetig zu korrigieren.
    In diesem Sinne: Ihre – inhaltliche – Kritik ist jederzeit willkommen. Lassen Sie sie aber auch an sich selbst ran. (Ein guter Anfang waere vielleicht die Lektuere des Buches „Unter Linken“ :-). Auch wenn das Buch nicht unbedingt christlich argumentiert).

    Mit freundlichen Gruessen, und allen hier ein frohes Weihnachtsfest.

  50. Lieber Michael,

    das klingt ja ganz nach George Orwells „Animal Farm“, was Sie da schreiben „Four legs good, two legs bad“: „ZdJ gut, JF schlecht“ – und das „per definitionem michaelis“. Ich meine aber: Weder im ZdJ, noch bei der JF gibt es unfehlbare Menschen – und auch nicht in unserer Diskussion hier. Das wissen wir Christen doch am besten. Daher ist der eigentliche Sinn einer Demokratie, dass sich (idealerweise) das beste Argument durchsetzen soll, ohne Ansehen von Personen, bzw. der Schublade, in die man gerne bestimmte Personen stecken möchte (bspw. heute „rechtsgerichtet“ oder „Fundamentalist“, im NS damals „Jude“ als willkürlich negativ belegte Ausdrücke). Daher ist freie Rede und ein fairer Umgang mit ALLEN von zentraler Bedeutung. Ziel ist, dass es keine Diffamierung Andersdenkender bzw. ihr Ausschluss aus der Diskursgemeinschaft gibt. Ziel ist vielmehr eine „gemeinsame Wahrheitssuche“, welche einen solchen freien, rationalen Diskurs logisch voraussetzt. Das sagt der in vielen Punkten „links“-orientierte Jürgen Habermas, der aber auch 1968 den Begriff des „linken Faschismus“ geprägt hat!

    Denn wenn per definitionem irgendeine menschliche Instanz, und sei es der ZdJ, zum (moralischen) Maßstab gesetzt wird, und eine andere, wie die JF, als Diskussionspartner aus der Diskursgemeinschaft ausgeschlossen werden soll, dann hat das mit Demokratie, Freiheit, Nächstenliebe und auch Rationalität gar nichts mehr zu tun. Sowas findet nur in totalitären Denksystemen statt, wo eine gemeinsame Wahrheitssuche nicht stattfinden soll, wo vorgefasste, verordnete Meinungen nicht angetastet werden dürfen.

    Ich meine daher, dass eine „Fundamentalismus-„Debatte, eine „Faschismus“-Debatte oder eine „rechts-links“-Debatte begrifflich meist neben der Sache sind. Die Frage ist vielmehr, ob wir einen fairen, rationalen und offenen Diskurs nach den Regeln der Diskursethik zu führen bereit sind oder nicht. Die Frage ist, geistlich gesprochen, nichts anders als: Lieben wir die Wahrheit? (2. Thess. 2, 10-12) Sind wir „demütig“, d.h. bereit, das bessere Argument anzuerkennen, egal, wer es vorbringt?

    Herzliche Grüße,
    Markus

  51. vielleicht noch einige Anmerkungen.

    Die evangelikale Bewegung ist in den wesentlichen Kernpunkten des Glaubens eins, ansonsten durchaus verschieden. Wenn ich hier von rechts oder links spreche, könnte ich auch progressiv/sozial oder konservativ/wahrend sagen. Insider kennen Namen wie Rene Padilla und Ron Sider, die im ersten Punkt Schrittmacher international waren.

    Man findet in der evangelikalen Bewegung ein weites Spektrum an Überzeugungen, begegnet unterschiedlichen Lehrverständnissen. Politisch findet man Grüne wie CDUanhänger. Wenn geistliche Fehlentwicklungen innerhalb der evangelikalen Bewegung beobachtet und angemahnt werden, die eindeutig keine biblische Basis haben, hat das nicht mit „Keil dazwischen treiben“ zu tun. Medien haben ein Wächteramt und ich bin den evangelikalen Medien dankbar, wenn sie selbstkritisch ihre Stimme erheben, bevor es säkulare Organe tun, die bisher sehr viel verwechselt haben.

    Einige charismatische Gruppen sind nun mal eifriger und lauter als andere, aber es sind gewiss nicht alle. Dennoch ist alles, was mit der menschlichen Seele zu tun hat, sensibel und erfordert Prüfung. In der geistlichen Arbeit haben wir es mit Menschen zu tun, die uns ihr Leben zum Teil anvertrauen, und es gilt dieses Vertrauen unter keinen Umständen zu missbrauchen. Ich möchte ein ganz starkes Plädoyer für Ausgewogenheit halten, aber auch für die mehr Engagement in konservativen Kreisen, was die geistliche und soziale Not in unserer Welt angeht.

    wir haben einen kleinen Teil Eiferer in unsren Reihen, aber ich kann
    für alle Angehörigen der evangelischen Allianz sagen, dass sie sehr staatstragend sind und es schlichtweg üble Nachrede ist, sie in die Nähe von Staatskritik zu bringen.
    Ja, es rächt sich vielleicht, dass bibeltreue Kreise bisher so still waren und im Verborgenen viel Gutes zum Wohle des Gemeinwesens getan haben. Mir fehlen in der Tat die wissenschaftlichen Untersuchungen,(lasse mich gerne belehren, wenn es sie gibt) die man auch der säkularen Presse zugänglich machen könnte über Themen:

    1) Politische Überzeugungen innerhalb der Freikirchen

    2)sozialwerke innerhalb des Pietismus und der Freikirchen im Vergleich zu den Klöstern
    3) Glaube in der zweiten und dritten Generation
    4) neue Gemeindegründungen in Deutschland
    5) Engagement für das Gemeinwesen in evangelikalen Gemeinden
    6) Die Spannung zwischen Dringlichkeit des Evangeliums und Vernachlässigng des Auftrags

    In diesem Zusammenhang noch einmal Dank an 3sat, die einen ausgezeichneten Beitrag über Freikirchen in der Schweiz gesandt haben. Es wurde ein Beitrag von einer Taufgesinnten Gemeinde einer charismatischen Gemeinde in Winterthur gegenüber gestellt. Trotz kritischer Fragen ein super Beitrag.

  52. Danke für die Antworten.

    Genaugenommen weiß ich jetzt immer noch nicht so genau – warum ich hier im Blog gerade politisch „links“ einzuordnen bin?
    Liegt das daran, dass ich den Zentralrat der Juden zitiert habe? Oder wegen dem Wikipedia-Zitat?
    Habe ich an irgendeiner Stelle die Unwahrheit gesagt? Wenn zu meiner Selbstreflexion ein Zitat zur Hand wäre, das ich hier geschrieben habe und das ganze erhellt – wäre das hilfreich.

    Garde in diesen Tagen habe ich wegen meiner Webseite http://www.fundamentalismusdebatte.de einige Emails bekommen, in denen zum Ausdruck kommt, dass ich wohl politisch „rechts“ einzuordnen wäre.
    Ich glaube, das hängt auch damit zusammen, ob man auf meiner Webseite nur die oberen, oder nur die unteren Beiträge liest.

    Genauso wie es vielleicht darauf ankommt, ob man seitens der Deutschen Evangelischen Allianz (www.ead.de) Jürgen Werth (Vorsitzender der Deutschen Evangelischen Allianz), oder Hartmut Steeb (Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz) hört oder liest.

    Übrigens hat sich unter http://www.jesus.de/forum/ansicht/thread/thema/junge-freiheit-ehrt-idea.html Hartmut Steeb (Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, http://www.ead.de) am 26.12.2009 persönlich zu der Debatte geäußert. Hier der Beitrag im Wortlaut:

    „Natürlich kann man sich immer die Frage stellen, wo man schreibt, wo man dem Abdruck eines Artikels zustimmt, von wem man Ehrungen entgegen nimmt.
    Ich habe vor vielen Jahren einen einzigen Artikel in „Die junge Freiheit“ geschrieben. Vielleicht lohnt es sich, diesen mal anzuschauen. Ich stehe nach wie vor dazu.
    Dass die Junge Freiheit darüber hinaus häufig über unsere Positionen in Sachen Pro Familie, Pro Lebensschutz, Pro Religionsfreiheit, Pro Demokratie, Pro Rechtsstaatlichkeit, Pro Ehe berichtet, kann mich doch nur freuen. Die Frage ist eher, warum verschweigen so viele andere diese Positionen.

    Dass die Evangelikalen deshalb dabei wären sich zu verändern, finde ich eine gewagte Behauptung. Wir als Deutsche Evangelische Allianz stehen jedenfalls weiter auf unserer Grundlage.“

    (26.12.2009 – 12:03 Uhr, Junge Freiheit ehrt idea, http://www.jesus.de)

  53. Hier mein letzter Beitrag zum Thema (auch unter http://www.jesus.de/forum/ansicht/thread/thema/junge-freiheit-ehrt-idea.html ):

    Die Evangelikalen – wer ist das eigentlich?

    Hierzu und wie sehr sich die Evangelische Allianz (http://www.ead.de ) nicht verändert hat, sind mir nachfolgende Zitate in den Sinn gekommen. Es geht um schwarze Schafe (siehe ganz unten) und Christen, die noch nicht auf Linie sind.

    Was hat das alles mit der Diskussion um die „Junge Freiheit“ zu tun? Mein persönlicher Eindruck ist, dass sich u. a. Schwerpunktthemen der Evangelikalen (Pro Familie, Pro Lebensschutz, Pro Religionsfreiheit, Pro Demokratie, Pro Rechtsstaatlichkeit, Pro Ehe etc.) zunehmend auf eine politische Ebene verlagern. Das heißt nicht, dass es diese Themen nicht wert wären diskutiert zu werden. Aber ist es die Sache wert, sich dabei mit einem Partner wie der Jungen Freiheit einzulassen, nur weil uns sonst niemand anders eine (weltliche) Plattform bietet?

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    „Die Evangelikalen – wer ist das eigentlich? … Es bleibt uns gar nichts anderes übrig als diesen Begriff zu akzeptieren und versuchen ihn neu zu füllen. […]

    Ich glaube, dass ich sagen kann – für unsere Bewegung [Evangelische Allianz], dass die Zahl derjenigen, die die Bibel Wort für Wort wörtlich nehmen – die sagen jedes Wort, jeder Buchstabe ist verbal von Gott inspiriert – und die Bibel ist sozusagen vom Himmel gefallen, dass der Kreis derjenigen nicht allzu groß ist. […]

    Ich würde für mich nicht sagen ich bin Fundamentalist, und ich glaube ich kann das auch nicht für die Evangelische Allianz [http://de.wikipedia.org/wiki/Evangelische_Allianz ] sagen.“

    Jürgen Werth (7. Oktober 2007, Vorsitzender der Deutschen Evangelischen Allianz (DEA), Direktor des Evangeliums-Rundfunks (ERF), Hardliner Gottes – die Diskussion. Diskussion mit Meinhard Schmidt – Degenhard über christliche Fundamentalisten in Deutschland. Hessischer Rundfunk, Sonntag, 7. Oktober 2007, 10:00 Uhr, HR Horizonte)

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    Jürgen Werth: „Die ganze Frage der Schöpfung wird sehr unterschiedlich gesehen.“ […]

    Meinhard Schmidt – Degenhard: „Würden Sie – Stichwort Kreationismus – für sich sagen, ich glaube, dass Gott das wirklich vor sechs bis siebentausend Jahren in sechs Tagen gemacht hat?“

    Jürgen Werth: „Ich für mich glaube das nicht.“

    Meinhard Schmidt – Degenhard: „Sie glauben das nicht?“

    Jürgen Werth: „Ich kann jetzt nicht für die ganze Bewegung [Evangelische Allianz] sprechen. Ich glaube zwar, dass Gott das tun kann – also wenn ich an Gott glaube, glaube ich auch, dass das ihm möglich ist. Aber ich glaube auch, dass ihm das möglich ist, das in einem Prozess zu machen, der über viele Millionen Jahre geht.“

    Jürgen Werth (7. Oktober 2007, Vorsitzende der Deutschen Evangelischen Allianz (DEA), Direktor des Evangeliums-Rundfunks (ERF), Hardliner Gottes – die Diskussion. Diskussion mit Meinhard Schmidt – Degenhard über christliche Fundamentalisten in Deutschland. Hessischer Rundfunk, Sonntag, 7. Oktober 2007, 10:00 Uhr, HR Horizonte)

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    Volker Panzer: „Glauben Sie, dass Darwin Recht hat?“

    Jürgen Werth: „Das ist eine Frage, auf die ich keine wirkliche Antwort habe. Ich glaube aber auch nicht, dass es eine wirklich entscheidende Frage ist.“

    Jürgen Werth (16. November 2009, Vorsitzende der Deutschen Evangelischen Allianz (DEA), Direktor des Evangeliums-Rundfunks (ERF), Gehet hin in alle Welt!, ZDF Nachtstudio, http://www.zdf.de )

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    „Diplomatie ist die Fähigkeit, so zu tun, als täte man nicht so.“

    Boleslaw Barlog (1906 – 1999, deutscher Regisseur)

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    „Seit langem schon wird von Seiten bibelkritischer und „ökumenischer Theologie“ versucht, die Gegensätze zwischen Islam und christlichem Glauben zu verharmlosen und eine gemeinsame geistliche Wurzel der vermeintlich „Abrahamitischen Religionen“ zu behaupten. […]

    Im Oktober [2007] hatte zunächst eine Gruppierung von 38 muslimischen Gelehrten einen „Offenen Brief“ an den Papst und weitere Kirchenführer u.a. von Orthodoxie, Luthertum, Reformierten und Baptismus geschickt. Er steht unter dem Motto: „Ein gemeinsames Wort zwischen uns und euch“. Durch den Vergleich von Koran- und Bibeltexten will man belegen, dass es eine substantielle Gemeinsamkeit zwischen dem angeblich auf beiden Seiten gelehrten Doppelgebot der Gottes- und Nächstenliebe gebe. Es soll suggeriert werden, dass es sich bei Allah und Jahwe letztlich um den einen Gott handele, dem beide Religionen von ganzem Herzen zu dienen versuchten. […]

    So wundert es nicht, dass der „Offene Brief“ schon bald eine zustimmende „christliche Antwort“ [http://www.yale.edu/faith/acw/acw.htm ] erhielt (A Christian Response). Darin bitten die Unterzeichner um Vergebung für das von Christen an Moslems geübte Unrecht – und zwar erbittet man diese Vergebung sowohl von „dem Allerbarmenden Einen“ (All-Merciful One) als auch der weltweiten muslimischen Gemeinschaft. Zugleich wird die „tiefe Einsicht“ gelobt, mit der die muslimische Erklärung gemeinsame Grundlagen zwischen der muslimischen und der christlichen Gemeinschaft identifiziere. Diese gemeinsame Basis betreffe nicht nur Nebensächliches, sondern sogar „Fundamente des Glaubens“ (fundamentals of faith). […]

    Seine dramatische Dimension erhält der Vorgang dadurch, dass inzwischen führende Evangelikale aus dem englischsprachigen Raum die „Christliche Antwort“ [http://www.yale.edu/faith/acw/acw.htm ] unterstützen und sich mit ihrer Unterschrift dazu bekannt haben. …
    u.a. … John Stott, Bill Hybels [Willow Creek], Rick Warren [Leben mit Vision], George Verwer.

    Auch maßgebliche Vertreter der Evangelischen Allianz [http://de.wikipedia.org/wiki/Evangelische_Allianz ] haben die Erklärung inzwischen unterzeichnet: Geoff Tunnicliffe (Internationaler Direktor der Weltallianz), Bertil Ekström (Exekutiv-Direktor der Missionskommission), William Taylor (Internationaler Botschafter der WEA [http://de.wikipedia.org/wiki/Evangelische_Allianz ]).

    Angesichts dieses interreligiösen Engagements der Allianz wirft ein anderes Projekt, an dem sie beteiligt ist, neue Fragen auf.
    Im August fand in Toulouse eine gemeinsame Tagung des Päpstlichen Rates für den Interreligiösen Dialog (Vatikan), des ÖRK-Programms für Interreligiöse Zusammenarbeit (Ökumenischer Rat der Kirchen, Genf) und der Weltweiten Evangelischen Allianz (WEA) statt. Letztere war u.a. durch den deutschen Theologen Thomas Schirrmacher [http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Schirrmacher ] vertreten.

    Gemeinsam will man einen Ethik-Kodex für Bekehrungen [siehe unten] erarbeiten, mit dem dann „schwarze Schafe“, die sich laut Schirrmacher in allen theologischen Lagern befinden, zur Rechenschaft gezogen werden sollen.“

    Dr. Wolfgang Nestvogel (07.12.2007, Leiter der Akademie für Reformatorische Theologie (ART) Hannover)

    .

    „Vor Jahren wäre das, was vom 8. bis 12. August 2007 in Toulouse stattfand, in der Tat noch undenkbar gewesen: Erstmals beteiligten sich Vertreter der missionarisch gesonnenen Evangelikalen an einem gemeinsamen Studienprozess von Vatikan und Ökumenischem Rat der Kirchen (ÖRK) – und dabei zeigten sich Repräsentanten der evangelikalen Bewegung optimistisch über die Möglichkeit, zu allgemein anerkannten christlichen Verhaltensmaßstäben beim Thema Bekehrung zu kommen. […]

    Eine Beteiligung der Weltallianz [http://de.wikipedia.org/wiki/Evangelische_Allianz ] sei entscheidend, wenn es darum gehe, »schwarze Schafe« für eine Evangelisation mit Respekt für andere Glaubensüberzeugungen zu gewinnen.

    Wer sind wohl die »schwarzen Schafe«?

    Die, die noch nicht auf Linie sind und nicht in den angestrebten Verhaltenskodex passen? Der Verhaltenskodex könnte sehr wohl das Ende von Evangelisation und Mission bedeuten, wenn sich das, was der Generalsekretär des Kirchenrates von Malaysia Hermen Shastri (Kuala Lumpur) bei derselben Konferenz in guter »ökumenischer Tradition« forderte, durchsetzt:

    Religiöse Verkündiger müssten anerkennen, dass keine Religion ein »Monopol auf die Wahrheit« habe und es viele Wege zum Heil gebe.

    Wer so redet, ist sich des Heils wohl selbst nicht mehr gewiss. Kann so etwas die Weltallianz mittragen? … Bis etwa 2010 soll aber auch der Verhaltenskodex umgesetzt und kontrolliert werden, wobei offen bleibt, wie dies geschehen soll. […]

    Wenn der Ruf zu Glaube und Buße aufhört, wie dies ja gefordert wurde, und die Weltallianz dies mit trägt, dann gibt sie damit nicht allein ihr ursprüngliches Ziel auf, sondern trägt auch, was weit schlimmer ist, zum Unheil von Menschen bei, wenn sie nicht mehr laut und deutlich bekennt:

    Jesus Christus ist der einzige Weg zum Heil; Christus allein.“

    Bekenntnisbewegung „Kein anderes Evangelium“ (Dezember 2007, Informationsbrief Nr. 245, Seite 28 f., http://de.wikipedia.org/wiki/Kein_anderes_Evangelium )

  54. Roderich meint:

    Lieber Michael,
    mir faellt auf, dass Sie sich jeder inhaltlichen Diskussion entziehen, und nur verweisen auf Autoritaeten, oder Zitate bringen. Das ist schade. Es liegt nicht daran, dass Sie nicht inhaltlich diskutieren KOENNTEN. Gehen sie doch erst mal inhaltlich auf alles oben Gesagte ein. Sonst hat die Diskussion mit Ihnen leider keinen Sinn.

  55. Ich denke, wir sollten uns einfach persönlich an Jesus Christus, unseren Herrn und Gott, hängen und Gottes Wort für uns selbst ernst nehmen. Organisationen und Institutionen nehmen uns das nicht ab. Noch spätestens 50-mal Weihnachten, dann werde ich Ihn wohl sehen. Was spielt das alles hier dann noch eine Rolle?

  56. Die Geschichte einer Verleumdung (kath.net/idea)

    (Quelle: 07. Januar 2010, http://kath.net/detail.php?id=25151)

    Kommentar von Helmut Matthis (Leiter der Evangelischen Nachrichtenagentur idea)

    „Es berührt merkwürdig, wenn ausgerechnet von einer Kirche, die der Wahrheit verpflichtet sein sollte, eine Pressemitteilung erscheint, die schon in der Überschrift falsch ist, denn der „Gerhard-Löwenthal-Ehrenpreis für Publizistik 2009“ – um ihn geht es tatsächlich – wird gar nicht in erster Linie von der Wochenzeitung „Junge Freiheit“ verliehen! (Und wenn es so wäre: Warum soll eine Zeitung nicht mit Zustimmung der Familie des Namensgebers einen Preis verleihen dürfen?)

    Zum Hintergrund: Einer der führenden westdeutschen Fernsehjournalisten der Nachkriegszeit war Gerhard Löwenthal (1922 bis 2002). Als Jude im KZ Sachsenhausen inhaftiert, wurde er in der Nachkriegszeit vor allem bekannt als Leiter des ZDF-Magazins. Woche für Woche setzte er sich in insgesamt 587 Sendungen für politische Häftlinge – besonders auch Christen – in kommunistischen Staaten ein. Unter der Rubrik „Hilferufe von drüben“ gab er Angehörigen von inhaftierten Gewissensgefangenen in der DDR eine Stimme und sorgte nicht selten für die Freilassung bzw. Hafterleichterung. Er wurde u. a. mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt. Meine persönliche Verbindung zu Löwenthal bestand bereits seit 1974, als ich als Theologiestudent mitverantwortlich für die Studentenmission in Deutschland (SMD) in Hamburg war. Als wir davon hörten, dass die Kapelle der damals im Zuge der 68er-Bewegung marxistisch orientierten Evangelischen Studentengemeinde (ESG) als Abstellkammer missbraucht wurde, baten wir darum, sie wieder ihrem eigentlichen Zwe­cke zuführen zu dürfen. Es wurde uns erlaubt. Da in der Kapelle kein Kreuz hing, brachten wir ein Holzkreuz an, das aber bald wieder von der Leitung der ESG abgehängt wurde. Als hier Proteste nicht halfen, wandte ich mich an Gerhard Löwenthal. Er berichtete dann tatsächlich im ZDF-Magazin über den Skandal. Das Kreuz durfte dann dauerhaft bleiben. Der Jude Löwenthal hatte also mit dafür gesorgt, dass in einem Kirchenhaus ein Kreuz hängen durfte. Fortan blieb ich dem Journalisten verbunden. Als nun seine Witwe – die Ärztin Dr. Ingeborg Löwenthal – wollte, dass mir der nach ihrem Mann benannte Preis für das Jahr 2009 verliehen wird, habe ich zugesagt, ist mir doch der Namensgeber in seinem Einsatz für unrechtmäßig Verfolgte ein Vorbild. Ich fragte mich nur, ob ich wirklich des Preises würdig sei im Blick auf die hohe Bedeutung meiner Vorgänger.

    2008 hat ihn einer der bedeutendsten Fernsehjournalisten und Bestsellerautoren, Prof. Dr. Peter Scholl-Latour (u. a. war er Herausgeber des linksorientierten Magazins „Stern“ und Fernsehdirektor des wahrlich nicht konservativen WDR), bekommen. Zuvor waren es bereits u. a. der liberale Verleger, „Zeit“-Autor und Nationalpreisträger Wolf Jobst Siedler (Berlin) und die Begründerin der Meinungsforschung und langjährige Chefin des Instituts für Demoskopie in Allensbach, Prof. Dr. Elisabeth Noelle-Neumann.

    Verliehen wird der Preis seit 2007 von der gemeinnützigen „Förderstiftung Konservative Bildung und Forschung“ in Berlin. Als Kooperationspartner fungiert die Wochenzeitung „Junge Freiheit“. (Die Verbindung der Förderstiftung zu ihr besteht darin, dass zum Stiftungsrat neben Kirchenrat Dr. Rolf Sauerzapf und Klaus Peter Krause (Geschäftsführer i. R. der FAZIT-Stiftung, die Eigentümer der FAZ ist) u. a. auch Chefredakteur Dieter Stein gehört.) Nur wer die „Junge Freiheit“ noch nie gelesen hat, kann sie für extrem halten. Sie ist eine konservative Wochenzeitung – sonst hätten Persönlichkeiten wie Siedler, Noelle-Neumann und Scholl-Latour den Preis auch nie entgegengenommen. In meinem Fall gab es nun große Aufregung. Obwohl der Laudator ein evangelischer Kirchenrat – Dr. Rolf Sauerzapf (Kassel) – war, äußerte von der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland der Bildungsreferent, Oberkirchenrat Christhard Wagner (Eisenach), mit der Annahme des Gerhard-Löwenthal-Ehrenpreises sei „die Gefahr verbunden, dass die Tabugrenze im Graubereich zum Rechtsextremismus weiter nach unten verschoben wird“. Dann aber wären auch die liberalen bis linksliberalen Spitzenköpfe unseres Landes wie Prof. Scholl-Latour, Siedler und Prof. Noelle-Neumann und der konservative Gelehrte Caspar von Schrenck-Notzing (Preisträger 2005) alle im „Graubereich zum Rechtsextremismus“ angesiedelt.

    Die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland hat idea (wie natürlich auch dem Ansehen von Gerhard Löwenthal, Kirchenrat Sauerzapf, Prof. Peter Scholl-Latour, Wolf Jobst Siedler, Prof. Noelle-Neumann und Dieter Stein) schwer geschadet, vor allem weil sie keinen einzigen dieser Fakten erwähnt und idea in einen Zusammenhang gebracht hat, der völlig inakzeptabel ist. Das aber wissen viele Leser der Tages- und Kirchenpresse nicht, die über die Pressemitteilung berichteten. Die Kirchenpresse, die sich daran beteiligte, hätte es besser wissen können, aber sie informierte manipulativ und einseitig. Zu nennen sind hier vor allem die Evangelische Zeitung für Niedersachsen, die mitteldeutsche Zeitung „Glaube und Heimat“, die sächsische Kirchenzeitung „Der Sonntag“, das Berliner Wochenblatt „die kirche“ und die Katholische Nachrichten-Agentur (KNA).

    Laut KNA äußerte der Leiter des Referates der EKD für Publizistik, Oberkirchenrat Udo Hahn (Hannover), er hätte mir – wenn er gefragt worden wäre – abgeraten, den Preis anzunehmen. Damit steht er nicht allein. Von den wenigen, die ich fragte, haben dies fast alle ebenso getan – nicht weil sie etwas gegen den Preis hätten, sondern weil sie wissen, dass man in unserm Land alles annehmen kann, wenn man links ist – aber wehe, man ist es nicht!

    Warum habe ich den Gerhard-Löwenthal-Ehrenpreis für Publizistik trotzdem angenommen (er ist übrigens mit keinem Euro Preisgeld verbunden)? Weil ich mich sonst gegenüber einem Juden geschämt hätte, der wie kaum ein anderer Journalist im Westen für Verfolgte und Entrechtete im kommunistischen Bereich eingetreten ist und sich wie sonst kein Fernsehverantwortlicher für die Wiedervereinigung Deutschlands engagiert hat. Nun wird ausgerechnet sein Name aus einer mitteldeutschen Kirche beschmutzt. Ich hätte auch nie für möglich gehalten, dass ein von den Nationalsozialisten verfolgter prominenter deutscher Jude von einer deutschen Landeskirche – sie wurde Anfang 2009 aus der thüringischen Landeskirche (mit Sitz in Eisenach) und der Kirchenprovinz Sachsen (Magdeburg) gebildet – je mit Rechtsextremismus in Verbindung gebracht werden könnte. Nach der Logik des Bildungsdezernenten Wagner müsste man nun die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland kritisieren, befinde sie sich doch mit ihrer Kritik „im Graubereich zum Antisemitismus“.

    Das Problem ist also nicht der Löwenthal-Preis oder die „Junge Freiheit“, sondern eine evangelische Kirche, die in ihrem massiven „Kampf gegen Rechtsextremismus“ alles, was nicht links ist, unter den Generalverdacht stellt, rechtsextrem zu sein. Gegen Linksextremismus wendet sich bisher keine Landeskirche, obwohl gerade Ende des Jahres festgestellt wurde, dass sich beispielsweise in der deutschen Hauptstadt die Zahl linksextremistischer Gewalttaten 2009 verdreifacht hat, während die Zahl rechtsextremer Gewalttaten bis November 2009 deutschlandweit um 8,5% gesunken ist. Die konservativen Kirchenmitglieder sind – fern allem Rechtsextremismus, der ebenso wie Linksextremismus mit dem Christsein unvereinbar sein sollte – die treuesten Kirchenanhänger, wie viele Analysen ergeben haben. Dennoch sind sie in den letzten Jahren kirchenleitend und durch synodale Äußerungen häufig verprellt worden. Merkwürdig nur, dass man bei den ungeliebten Kindern nie gleichzeitig auf Spenden und Kirchensteuern verzichten wollte.“

    (Quelle: 07. Januar 2010, http://kath.net/detail.php?id=25151)

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