Das Leben in Christus – durch Yoga

In den letzten Jahren wurde in der frommen Szene oft der Eindruck erweckt, durch Musik lasse sich die Christusbeziehung inniger gestalten. Es gibt inzwischen ein neues Angebot, noch intensiver, authentischer, sinnlicher: Heiliges Yoga.

Menschen, denen das Wort Gottes und der Glaube an Christus nicht reichen (vgl. z.B. Joh 15,1–11), können jetzt ihre Spiritualität sinnenhaft aufpolieren.

Kommentare

  1. ConfessorReformatus meint:

    Warum singen wir im Gottesdienst?

  2. Frauen. WIeder ein Frauenthema. Was ist schief gelaufen … ?
    Hauptsache Fühlen ? Hauptsache selber machen ? Ist es genau dieses Bedürfnis, dessentwegen Frauen auch so oft an ihren Männern und Kindern herummäkeln ? „.. ich mach die Welt wie sie mir gefällt .. “ frei nach Pippi Langstumpf ??
    .. GOTT hat nicht umsonst geboten, dass Frauen in aller Stille und Unterordnung lernen sollen …
    ..ausgerechnet Yoga ..

  3. Schandor meint:

    „fromme Szene“ – großartiger Ausdruck. Ins Vokabular aufgenommen.

  4. Doug Pagitt ging ja vor einer ganzen Weile schon in die Richtung, nur halt unter anderem Namen:

    [youtube https://www.youtube.com/watch?v=D4tvVtBk26M?rel=0&w=560&h=315%5D

  5. Sorry, wenn ich das jetzt sage, aber nachdem ich das Video gesehen habe, dachte ich daran, dass man die Truppe nach Syrien schicken sollte. Da können sie dann auch „sinnliche“ Erfahrungen machen, was es heißt für seinen Glauben Kopf und Kragen zu riskieren. Die fromme Szene braucht doch immer neue Erfahrungen – die Erfahrung fehlt definitiv und würde wahrscheinlich einiges zurechtrücken.

  6. Theophil Isegrim meint:

    @ Jutta:

    Deiner Analyse „Hauptsache Fühlen“ stimme ich zu. Aber es gibt auch genügend Männer im geistlichen Bereich, die auch Blödsinn verzapfen, wenn auch aus anderen Gründen. Vielleicht müßte man das mal untersuchen, welches Geschlecht eher dazu geneigt ist biblische Werte zu bewahren. Du selbst bist ja eine Frau und tust es. Ist ein schwieriges Thema. Aber Verführung und Irrung ist geschlechterunabhängig.

    Es paßt halt nur in diese Zeit, wo Gefühle so wichtig geworden sind. Wobei Gefühle schon immer wichtig waren. Aber als Ratgeber für Entscheidungen sind sie mit Vorsicht zu genießen. Man sollte sie nur im „geschützen Raum“ ausleben, sonst verwirren sie.

    Es läuft viel über Gefühl. Ich habe Brokeback Mountain nie gesehen. Aber es ist bestimmt ein sehr gefühlvoller Film. Der hat wohl viele zum Umdenken gebracht. The Danish Girl – davon habe ich auch nur die Vorschau gesehen. Auch da werden bstimmt große Gefühle erregt und viele werden sehr betroffen sein und transgender wird seinen festen Platz in der Gesellschaft erhalten.

    Über Gefühle wird momentan viel bewegt. Ich kenne das noch anders. Da gab es auch mal keine Zeit für Gefühle, wenn man was voran bringen wollte.

    Aber zurück zum eigentlichen Beitrag. Wer dringt denn durch zu diesen Frauen? Es ist sehr verlockend zu fühlen. Sich damit gewisse Bedürfnisse zu stillen. Ganz intensiv. Zwar nicht für lange aber intensiv und spürbar. Hat das Christentum ähnliches zu bieten?

    „… damit meine Freude in euch sei und eure Freude völlig werde“ (Johannes 15,11)

    Völlige Freude in Christus, die stärker ist als Gefühl (falsch ausgelebtes Gefühl meine ich) und all die anderen Versuchungen, die Glück Versprechen. Wie kommt man da hin? Kann es sein, daß wir (Christen in Westeuropa etc.) unter unseren Möglichkeiten leben? Daß wir zu wenig in dieser Freude leben und das selbst Christen sich dann andere Quellen suchen, die aber keine Quellen sondern nur Zisternen sind?

  7. An dieser Stelle müssen wir J.I. Packer bemühen, der in seinem Werk »Gott erkennen« schreibt: »In der Praxis führt das Streben nach übersteigerter Spiritualität nur zu heilloser Verwirrung bis hin zu Wahnvorstellungen.« Das trifft auf die Damen wohl zu 😉

  8. Ron schon mal daran gedacht ein christliches Satiremagazin zu verlegen? Ich weiß ja, dass diese geistliche Dekadenz mehr mit Trauer und Armut als mit Belustigung zu tun hat, aber ich muss gestehen, dass ich schon sehr über deinen Kommentar geschmunzelt habe. 🙂

  9. @Robin: Ich habe es nicht mit „Satire“, aber mit „Humor, getagged.

    Liebe Grüße, Ron

  10. Hauptsache, die Menschen, insbesondere beleibte Amis und Europäer, bewegen sich mal wieder ein wenig in ihrer Freizeit. Da sind doch theologische Fundierungen völlig zweitrangig. Das sage ich übrigens ganz ironiefrei.

  11. Peter Geerds meint:

    Vor vier Jahren musste ich als Übungsleiter (Sport) eine Fortbildung zur Verlängerung meiner Trainer-Lizenz besuchen. Ein Themenblock war Indian Balance – ihr ahnt es: Yoga auf indianisch. Also indianisch waren nur der Namen der Übungen (stammten aber aus dem klassischen Yoga) und die Musik. Als ich nach Hause kam, meinte ich zu meiner Frau: Ich gründe eine neue Bewegung und verdiene damit viel Geld: Christian Balance – christliches Yoga. Hätte ich das doch als Geschäftsidee umgesetzt, dann könnte ich mir vielleicht jetzt ein Flugzeug leisten, um mehr beten zu können 😉

  12. @Peter: Noch ist es ja nicht zu spät. In DE wäre so eine Bewegung ein Novum, würde aber Anklang finden, wenn Guru Peter sie anschiebt. #Humor
    Liebe Grüße, Ron

  13. Peter Geerds meint:

    @Ron: Kann ich machen. Du schreibst aber dann die meditativen Texte dazu. 😉

  14. Confessor Reformatus meint:

    Vorab: Ich sehe „christliche Yoga“ ebenso kritisch, da ich ob der Usrprünge des Yoga die Gefahr des Synkretismus gegeben sehe….ABER, Was ist daran falsch, durch das Singen von Liedern näher zu Christus zu kommen? Wieviele hat wahrscheinlich schon „Befiehl du“ von Paul Gerhardt geprägt. AUSSERDEM Dieses zunehmende Emotionen-Bashing ist für mich nicht nachvollziehbar, da es unbiblisch und unwissenschaftlich ist., es besteht ein äußerst enger Zusammenhang zwischen (primär körperlichem – sekundär seelischen) Fühlen und Denken, das müsste man, wenn man sich hier so intelektuell gibt, endlich mal anerkennen! Ich werde doch beispielsweise beim Auswendiglernen von Bibelversen mir zuerst diejenigen wählen, die mich emotional ansprechen. Emotional ansprechendes bleibt erwiesenermaßen auch besser in den Gedanken hängen. Und auch das Gebet wird mit verschiedenden Gebetshaltungen, die das Körpergefühl tangieren (hocken, knien, stehen) lebendiger. Aber zum Gebet kann ich leider auf Theoblog in der letzten Zeit nur wenig Ressourcen finden. Gebet für unser Land wäre dringend nötig…Oder Ist das etwa zu emotional?

  15. @Confessor Reformatus

    Dieses zunehmende Emotionen-Bashing ist für mich nicht nachvollziehbar,

    Hast Du schon mal einen typisch evangelikalen Lobpreisabend besucht?

    da es unbiblisch und unwissenschaftlich ist.

    Unbiblisch? Ist das Dein Ernst? Auf welche Bibelstellen gründest Du Dich denn?

    es besteht ein äußerst enger Zusammenhang zwischen (primär körperlichem – sekundär seelischen) Fühlen und Denken, das müsste man, wenn man sich hier so intellektuell gibt, endlich mal anerkennen!

    Du verwechselt deskriptive Aussagen mit normativen Aussagen!

    Gebet für unser Land wäre dringend nötig…Oder Ist das etwa zu emotional?

    Was hat Gebet per se (!) mit Gefühlen zu tun? Wäre ein Gebet ohne Gefühle (oder mit wenigen Gefühlen) weniger wert als ein Gebet mit Gefühlen (oder mit viel Gefühl)?

    Kannst Du bitte Bibelstellen nennen?

  16. Johannes Strehle meint:

    @ Der Calvin
    Meinen Sie das ernst?
    Wie viele Bibelstellen brauchen Sie denn?
    Ich schlage vor, dass Sie zunächst die Psalmen lesen.
    Nichtsdestoweniger oder gerade deshalb
    finde ich „einen typisch evangelikalen Lobpreisabend“
    (auch zu jeder anderen Tageszeit) schwer erträglich.

  17. Ich hatte während einer schweren Krise einen Freund, der immer wieder zu mir sagte: „Fühle die Dankbarkeit!“
    Und jedesmal versuchte ich, die Dankbarkeit zu fühlen. Er war kein Christ, im Gegensatz zu mir. Und u.a. weil ich Christ war und mich an Dogmen hielt, die mir in meiner Situation (Gewalt in der Ehe) schadeten, war ich so depressiv geworden.
    Und beim weiß nicht wievielten Mal kam ein Gefühl aus meinem Magen, das sich wie orange Farbe in meinem ganzen Körper ausbreitete: Das Gefühl von überströmender Glückseligkeit.
    Ich kann es jetzt jederzeit reproduzieren.
    Und bin nach einigen Lebenskorrekturen jetzt der glücklichste Mensch in weitem Umfeld.

  18. @Johannes Strehle

    Meinen Sie das ernst?

    Selbstverständlich meine ich das alles ernst.

    Wie viele Bibelstellen brauchen Sie denn? Ich schlage vor, dass Sie zunächst die Psalmen lesen.

    Ich habe nie bestritten, dass es Gefühle gibt. Die Frage ist nur, wie sie zu bewerten sind. Paulus schreibt z.B. an Timotheus: „Du aber bleibe nüchtern in ALLEN (!) Dingen“ (2. Timotheus 4,5). Petrus schreibt: „Seid nüchtern und wacht! Denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann“ (1. Petrus 5,8).

    Nüchtern zu sein heißt, sachlich, rational und besonnen zu sein. Das ist genau das Gegenteil davon, Emotionen/Gefühle zu haben. Umso sachlicher jemand ist, desto weniger emotional ist er. Genau dazu fordert uns die Bibel auf. (Das ändert nichts an der Tatsache, dass wir leider oft zu emotional sind.)

  19. Roderich meint:

    Gott hat uns mit Emotionen geschaffen, sie sind keine Konsequenz des Sündenfalls. (Emotionen sollen nicht über das Wort Gottes gesetzt werden, was den „Kompass“ angeht; aber das heißt nicht, dass sie immer schlecht sind, im Gegenteil).
    Wir sollen Gott lieben mit aller Kraft, Verstand, Seele, Gemüt… da sind Emotionen sicher auch dabei.

  20. @Roderich

    Gott hat uns mit Emotionen geschaffen, sie sind keine Konsequenz des Sündenfalls.

    Das sehe ich nicht so! Kannst Du Bibelstellen für Deine Sichtweise anführen?

    Wir sollen Gott lieben mit aller Kraft, Verstand, Seele, Gemüt… da sind Emotionen sicher auch dabei.

    Gemüt steht da nicht. Da steht „mit deinem ganzen Herzen“. „Herz“ heißt in der Bibel bei den meisten Stellen Denken/Verstand. Dass da angeblich auch Emotionen dabei seien, ist eine bloße Behauptung. Hast Du Belege/Bibelstellen dafür?

  21. @alle: Bitte bleibt doch beim Topic des Beitrags. Die Diskussion über die Gefühle hatten wir ja schon, hier:

    http://theoblog.de/die-postmoderne-hermeneutik-eines-rob-bell/26271/

    Wir können ja gern mal über das Thema Gott und Gefühle diskutieren (im Zusammenhang mit der Unveränderlichkeit Gottes). Aber das sollten wir dann schon seriös aufziehen, da wir uns sonst verrennen.

    Zum Schluss noch Luther:

    „Denn wenn der Heilige Geist sagt, Gott lache und spotte den Gottlosen, so tut er es um unsertwillen, damit auch wir mit Gott lachen und nicht zittern und zagen … Wer das immer und überall kann, der ist ein wahrer Doktor der Theologie, aber weder Petrus, noch Paulus, noch die anderen Apostel haben es gekonnt, darum müssen auch wir bekennen, dass wir in dieser Kunst noch Schüler und noch keine Doktoren sind.“

    Liebe Grüße, Ron

  22. Johannes Strehle meint:

    Ein guter Spruch von Luther!
    Ja, wir sind noch Schüler in dieser Kunst.
    Obwohl sich die Gott-losen solche Mühe geben,
    uns zum Lachen zu bringen.
    Die Politik in der Parteiendemokratie ist eine Fundgrube der Realsatire.
    Aber die Universitätstheologie hat auch viel zu bieten.
    Aber bitte nüchtern lachen,
    sonst werden wir von Dem Calvin zur Ordnung gerufen.

  23. @Johannes Strehle

    Aber bitte nüchtern lachen, sonst werden wir von Dem Calvin zur Ordnung gerufen.

    So ist es! Wir sollen nüchtern sein in ALLEN Dingen. Ausnahmen gibt es keine. Wenn Du mir keine Gegenargumente nennen kannst, gehe ich hier mal von Deiner Zustimmung aus.

  24. „Wir sollen nüchtern sein in ALLEN Dingen. Ausnahmen gibt es keine.“

    Nicht nur beim Schlafen wird das schwierig. Wenn „nüchtern“ = „nicht vom Gefühl beeinflusst“ (http://dwds.de/?qu=nüchtern), ist „nüchtern lachen“ wie „nüchtern weinen“ wie „nüchtern lieben“ wie Nüchternheit bei jedweder Gefühlsregung – nach der von Dir so hochgeschätzten Logik – ein Widerspruch in sich und somit nicht-existent.

    Es gibt in der Tat also (viele) AUsnahmen – nur nicht bezüglich des Gegenstands von 2Ti 4:2ff. Sprachliche Ausdrücke sind eben in erster Linie durch ihren unmittelbaren Kontext bestimmt, sodass eine (vorschnelle) Verallgemeinerung (oder Erweiterung der Extension oder Referenz) den Textsinn verzerren kann – eine häufige Quelle von frommer ‚heimlicher‘ Bibelkritik.

  25. @Jörg

    Nicht nur beim Schlafen wird das schwierig.

    Mag sein, aber das widerlegt meine These überhaupt nicht. Nur weil etwas schwierig ist, ist es noch lange nicht falsch (oder schlecht).

    Wenn „nüchtern“ = „nicht vom Gefühl beeinflusst“ (http://dwds.de/?qu=nüchtern), ist „nüchtern lachen“ wie „nüchtern weinen“ wie „nüchtern lieben“ wie Nüchternheit bei jedweder Gefühlsregung – nach der von Dir so hochgeschätzten Logik – ein Widerspruch in sich und somit nicht-existent.

    Das stimmt nicht! Hast Du mal echte Ostfriesen lachen gehört? Kennst Du die Redewendung, „da freut sich einer mehr im Inneren“? Nur weil Du Dir etwas nicht vorstellen kannst, heißt das noch lange nicht, dass es das nicht geben kann. Mal ganz zu schweigen von Schauspielern. Gute Schauspieler können z.B. weinen, obwohl sie in Wirklichkeit gar nicht traurig sind. Das geht!

    Es gibt in der Tat also (viele) Ausnahmen

    Ich habe nie bestritten, dass es Gefühle/Emotionen gibt und dass Menschen oft emotional sind. Die Frage ist: Was wir sein SOLLEN und was nicht.
    Meine These lautet „nur“: Wir SOLLEN am besten nie emotional sein. Ob das auch realistisch ist, hat mit meiner These nichts zu tun.

    Wenn Du nun vertrittst, dass 2Tim. 4,5 nicht ohne Ausnahmen gelte, dann zeige es mir bitte anhand von Bibelstellen. Bitte! Ansonsten könnte man alles behaupten. Ich könnte z.B. behaupten (um mal ein ganz schlechtes Beispiel zu bringen), dass das Verbot, andere Götter anzubeten, nicht ohne Ausnahme gelte. Aber das ist dann alles nicht mehr falsifizierbar. Also, bitte, bitte her mit den Bibelstellen.

  26. Roderich meint:

    Hallo der (Pseudo-)Calvin,

    Meine These lautet „nur“: Wir SOLLEN am besten nie emotional sein.

    Das kann kein lebendiger Christ sagen, der die Bibel ehrlich liest (und bei dem alle Sinne „in Ordnung“ sind) !!

    Ich habe eben in ca. 20 min Suchen gut 30 Stellen in der Bibel gefunden, in denen Emotionen positiv konnotiert sind.
    Also, entweder, Du hast die Bibel gar nicht gelesen (oder viel zu lange her), oder Du leidest unter einer enormen Wahrnehmungsstörung. Beides wäre sehr schlecht.

    (Denn nur so wäre es zu erklären, dass Du die Bibel so drastisch im Rahmen einer vorgefassten Meinung fehlinterpretierst und Elefanten im Raum wie das (positiv konnotierte) Gefühl übersiehst).

  27. Roderich meint:

    „Calvin“, Du würdest vielen hier einen Gefallen tun, wenn Du aufhörst, Dich selbst als „Der Calvin“ zu bezeichnen. Das verunehrt nämlich (im Moment wenigstens – wenn Du so auftrittst wie jetzt) den Namen von Johannes Calvin. Ohne, dass das von Dir beabsichtigt sein muss – aber im Moment ist das so.

  28. Roderich meint:

    So, abschließend hier schnell noch 34 Bibelstellen. Das ersetzt keine systematische Erörterung der Frage. Aber es kann dem „gutwilligen“ Leser zeigen, wie oft die „Gefühle“ als etwas sehr positives bezeichnet werden oder dies impliziert wird. (Auch wenn man manche der Stellen noch eingehender interpretieren müsste).

    1.) Ps. 31,25: „Seid getrost und unverzagt!
    (Beides ist zwar eine Haltung, die zum guten Teil durch den Willen beeinflusst wird, geht aber auch mit Gefühlen einher).

    2.) Ps. 32,3.4: Gefühle können ein Gradmesser dafür sein, dass wir Buße tun müssen. (Schlechtes Gewissen, das auch auf die Gefühlswelt Einfluss nimmt: die „Gebeine verschmachten“).

    3.) Ps. 32,11: „Freuet euch des Herrn. Jauchzet , alle!“

    3a.) Andere Übersetzung: Ps. 32,11: „Freuet euch des HERRN und seid fröhlich, ihr Gerechten, und jubelt alle, die ihr aufrichtigen Herzens seid!

    (Wie hätte man es anders sagen sollen, wenn man ausdrücken will, dass hier überschwängliche Freude (als Emotion) involviert ist).
    4.) Ps. 37,4: „Habe deine Lust am Herrn, der wird dir Geben, was dein Herz wünscht. “
    (Das ist zwar primär die gesamthafte Ausrichtung auf Gott als Ziel allen Strebens, aber der Ausdruck zeigt doch, dass auch Gefühle dazugehören.)

    5.) Ps. 119,14: „Ich freue mich über den Weg, den deine Mahnungen zeigen, wie über großen Reichtum.“

    6.) Ps. 119,20: „Meine Seele verzehrt sich vor Verlangen nach deinen Ordnungen allezeit.

    7.) Ps. 119,50: „Das ist mein Trost in meinem Elend, dass dein Wort mich erquickt.
    (Oder soll Trost und Erquickung nichts mit Emotionen zu tun haben?)

    8.) Spr. 1,7: „Die Furcht des Herrn ist der Weisheit Anfang“.
    (Das geht auch mit einem Gefühl der Ehrfurcht einher, auch wenn ich nicht behaupte, dass das nur Gefühl ist.

    9.) Johannes 11,35: „Jesus gingen die Augen über. Da sprachen die Juden: seht, wie hat er ihn so lieb gehabt“.
    (Jesus hatte solche Trauer über den Tod des Lazarus, und Zorn über die Unnatürlichkeit des Todes, dass er weinte).

    10.) Joh. 16,22: „Eure Freude soll niemand von euch nehmen“.

    11.) Apg. 20,37: „Da begannen alle laut zu weinen und sie fielen Paulus um den Hals und küssten ihn, am allermeisten betrübt über das Wort“.
    (Waren das Kühlschränke, wie Du es predigst, Calvin? Nein…)

    12.) 1 Kor. 13,6: „Liebe freut sich an der Wahrheit“.

    13.) 2. Kor. 1,3: „Trost“, „reichlicher Trost“ in der Trübsal.

    14.) 2. Kor. 1,6: „Haben wir Trübsal, so geschieht es zu eurem Trost und Heil“

    15.) 2. Kor. 2,3.4: “ Darum habe ich auch solches brieflich erledigt, damit ich nicht, wenn ich komme, von denen Betrübnis habe, über die ich mich freuen sollte; da ich doch zu euch allen das Vertrauen habe, daß meine Freude euer aller Freude ist. 4 Denn ich habe euch aus viel Trübsal und Herzeleid heraus geschrieben, unter vielen Tränen, nicht damit ihr betrübt werdet, sondern damit ihr die Liebe erkennet, die ich in besonderer Weise zu euch habe.“

    16.) 2. Kor. 4,17: „Denn unsere Trübsal, die zeitlich und leicht ist, schafft eine ewige und über alle Maßen gewichtige Herrlichkeit“.

    17.) 2. Kor. 7,4: „Ich bin mit Trost erfüllt, ich fließe über von Freude bei all unsrer Trübsal.“

    18.) 2. Kor. 7,7: „Er berichtete uns von eurem Verlangen, eurem Weinen, eurem Eifer für mich, so dass ich mich noch mehr freute“.

    19.) 2. Kor. 7,10: „Denn die Traurigkeit nach Gottes Willen wirkt zur Seligkeit eine Reue, die niemanden reut.“

    20.) 2. Kor. 7,11: „Siehe, eben dies, dass ihr betrübt worden seid nach Gottes Willen, welches Mühen hat das in euch gewirkt, dazu Verteidigung, Unwillen, Furcht, Verlangen, Eifer, Bestrafung!“

    21.) 2. Kor. 7,15: „Und er [Titus] ist überaus herzlich gegen euch gesinnt…“

    22.) 2. Kor. 11,29: „Wer ist schwach, und ich werde nicht schwach? Wer wird zu Fall gebracht, und ich brenne nicht?“

    23.) Epheser 6, 18: „Betet allezeit mit Bitten und Flehen im Geist und wacht dazu mit aller Beharrlichkeit im Gebet für alle Heiligen.“

    24.) Phil. 1,8: „Denn Gott ist mein Zeuge, wie mich nach euch allen verlangt in der herzlichen Liebe Jesu Christi.“ (Luther: verlangt von Herzensgrund).

    25.) Phil. 1,20: „…wie ich sehnlich warte und hoffe, dass ich in keinem Stück zuschanden werde,…“

    26.) Phil. 1,23.24: „Denn ich werde von beidem bedrängt: Ich habe Lust, abzuscheiden und bei Christus zu sein, was auch viel besser wäre; 24 aber es ist nötiger, im Fleische zu bleiben um euretwillen.

    27.) Phil. 2,12: „vollendet eure Rettung mit Furcht und Zittern.

    28.) Phil. 2, 26:“ er hatte Verlangen nach euch allen und war bekümmert, weil ihr gehört hattet, daß er krank gewesen sei.“

    29.) Phil. 4,4: „Freuet euch im Herrn allezeit; und abermal sage ich: Freuet euch!

    30.) Phil. 4,10: „Ich bin aber hoch erfreut worden im Herrn…“

    31.) Kol. 1, 11.12: „mit Freuden, 12 dankbar dem Vater, der uns tüchtig gemacht hat zum Anteil am Erbe der Heiligen im Licht.“

    32.) Kol. 3,12: „Ziehet nun an als Gottes Auserwählte, Heilige und Geliebte, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld,…“

    33.) 1. Thess. 2, 2: „wiewohl wir zuvor gelitten hatten und mißhandelt worden waren zu Philippi, wie ihr wisset, gewannen wir dennoch Freudigkeit in unsrem Gott, bei euch das Evangelium Gottes zu verkünden unter viel Kampf.“ (Luther: „gewannen wir Mut“).

    34.) 1. Thess. 3,7.8.9: „Denn was können wir Gott für einen Dank abstatten für euch ob all der Freude, die wir euretwegen genießen vor unserm Gott? 10 Tag und Nacht flehen wir aufs allerdringendste, euer Angesicht sehen und die Mängel eures Glaubens ergänzen zu dürfen. 11… 12 Euch aber möge der Herr voll und überströmend machen in der Liebe zueinander und zu allen.“

  29. rolf eicken meint:

    @Roderich,

    ich finde, dass die 34 Beispiele die ganze Gefühlswelt gläubiger Menschen zeigen.
    Ein Mensch, der derart in der Zwangsjacke seiner eigenen Ideologie steckt, dass er ernsthaft rät, Gefühle nur „nüchtern“ zu haben, ist ein wahrhaft armer und bedauernswerter Mensch. Ich meine das nicht kritisch, sondern wirklich bedauernd; denn das tut mir ja richtig weh bei aller platonischen Besonnenheit.

  30. Warum eigentlich sollte Nüchternheit etwas Negatives sein ?
    Wir Christen sind nicht mutig genug, meines Erachtens nach. Wir trauen uns nicht, die Verheissungen unseres großen Gottes so zu nehmen wie ER sie gemeint hat.
    Ich greife jetzt mal nur eines heraus: wir müssen uns nie nie niemals Sorgen machen wegen irgendetwas, wir dürfen alles auf IHN werfen ! Wenn das kein Grund zur Freude ist !!!! .. und wer sagt, wie ich meine Freude zu zeigen habe ?? .. muss ich rumtoben und ausflippen deswgen ?
    Man macht doch nur Yoga und all den anderen esoterischen „Quatsch“ .. tut mir leid, aber ich komme aus der Richtung, ich darf das sagen, weil man selbst die Kontrolle haben möchte … weil man etwas erzeugen möchte und es behalten möchte.. man möchte sein Leben leben .. und es nicht verlieren .. sondern optimieren.
    Und grade Frauen, das sehen wir doch an Eva, sind da sehr verführbar .. ausserdem würden sie doch gerne herrschen .. Eva hatte alles !!!! Den wunderbarsten Mann, von Gott direkt erschaffen !!! IHN selbst, sie ging mit IHM spazieren, sie hat direkt mit IHM gesprochen.. hallo !!!.. und es hat ihr nicht gereicht.
    Muss man dazu noch mehr sagen ???

  31. Ich möchte noch zwei Bücher empfehlen.
    Nancy Leigh DeMoss
    Lügen, die wir Frauen glauben
    … und die Wahrheit, die uns frei macht
    Ulla Bühne
    Frauen vor Gott.
    Das, was jetzt als Buch vorliegt, dufte ich schon hören von Ulla Bühne direkt, auf einer Gemeindefreizeit. Was sie erforscht hat, welche Nuancen sie entdeckt, ist so bereichernd und hilfreich !
    Übrigens: ich habe nirgendwo so viele freudige, fröhliche, lachende Menschen getroffen, die alles andere als gefühlsarm sind, obwohl bibeltreu, in der russlandsdeutschen Gemeinde, in die ich ab und zu gehe … ebenso auf Konferenzen im Haus Felsengrund, in das ja vorwiegend ältere und alte gläubige Menschen gehen .. aber es ist dort halt ein feinerer Humor und eine Lebensfreude, die aus anderem gespeist ist, als die weltliche und die der Selbstverwirklichung mittels „Jesus und … „

  32. https://www.youtube.com/results?search_query=matrisciana+yoga

    ..sehr sehenswerte Vorträge über Yoga von C. Matrisciana.
    Darum soll bzw kann man als Christ kein Yoga machen !

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