Das letzte Wort hat die Liebe

_images_products_big_191121.jpgRob Bells Buch Love Wins wird pünktlich zum Jugendplus-Kongress 2011 auf Deutsch beim Brunnen Verlag erscheinen. Schade. Dieses Buch brauchen wir nicht!

Inzwischen hat sich auch die Evangelische Allianz in Großbritannien hinter eine kritische Rezension des Buches gestellt. Derek Tidball schreibt:

Love Wins however only presents half the truth, which is disturbing to those who believe in the other half of the truth. Old Testament verses are strung together which speak of God’s grace triumphing over Israel’s sin and that their punishment will have a ’sale by‘ date. But he never mentions repentance in this connection as the prophets do, nor the fact that it was a remnant restored to the homeland. His teaching on hell ducks some hard issues while firing out a lot of questions of his own. God’s wrath, and his holiness, is touched on only very inadequately and insubstantially. He says the sacrificial understanding of the cross belongs to a primitive cultural world we no longer inhabit, so he sidesteps a key understanding of the cross. He assumes that people will come round to accept God’s love in the end, and doesn’t see why death is the irreversible cut-off point. But why does he think people will ‚repent‘ after death when they haven’t done so before? He uses some parables that appear to fit his argument but ignores others and uses them all in a somewhat interesting way.

Hier: www.eauk.org.

Kommentare

  1. Dann wollen wir mal hoffen (und beten), dass sich die Deutsche Christenheit davon nicht verunsichern lässt. Die Gefahr besteht ja durchaus.
    Hat sich die deutsche Evangelische Allianz schon geäußert?
    Oder gibt es andere große Stimmen aus Deutschland dazu?

  2. „Dieses Buch brauchen wir nicht!“ – Eine klare Aussage. Bitte hilf einem armen Katholiken zu verstehen, worin die Schwierigkeiten oder Häresien aus deiner Sicht bestehen.
    Ich habe bisher erst die ersten 50 Seiten des Buchs gelesen, bin damit aber sehr zufrieden. Ich sehe keine „Dann ist ja egal, wie ich mich verhalte“-Position in Bells Aussagen. Was mir gefällt, ist eine gewisse Vorsicht, wenn es darum geht, genau zu wissen, was Gott denkt, sagt, meint…

  3. Alexander meint:

    … und kein amazon button drunter? (Gibt’s [noch] nicht bei amazon, ich seh’s grade.)
    Es sind zwar schon 128 vernünftige Rezensionen des Buches empfohlen worden, aber die von Michael Horton noch nicht so oft. Neun Blogposts, aber unterhaltsam zu lesen. Das erste hier: http://wscal.edu/blog/entry/bells-hell-a-review-by-michael-horton-part-1. Das Ganze mit dem hübschen Titel „Bell’s Hell“. Horton kennt AC/DC!

  4. schlotti meint:

    Ich bin auch der Meinung, wir brachen dieses Buch nicht. Für mich wird hier aber wieder einmal deutlich, dass (für einige Christen) nicht mehr so sehr im Fordergrund steht was jemand lehrt und glaubt, sondern wie groß seine Gemeinde ist. Nach dem Motto: es funktioniert doch, kann es da falsch sein?

    Interessant auch, dass es im Brunnen Verlag erscheint, der ja auch zwei Bücher von Timothy Keller herausgebracht hat. Es wird schwer sein zwei Pastoren zu finden, die in zentralen Fragen gegensätzlicher sind. Dennoch bin ich dankbar für Übersetzungen des Verlages, z.B. auch der Einleitung ins Neue Testament von D.A. Carson.

    Liebe Grüße
    Schlotti

  5. @Wolfgang: Ich verweise auf die Beiträge zum Thema im Blog, insbesondere auf:

    http://theoblog.de/die-liebe-siegt-eine-buchbesprechung-uber-»love-wins«-von-rob-bell/11676/
    http://theoblog.de/msnbc-interview-mit-rob-bell/11782/

    Liebe Grüße, Ron

  6. @Schlotti: Ganz meine Meinung, in beiden Punkten. 😉

    Liebe Grüße, Ron

  7. Ich frage mich gerade, ob es ok ist, durch geschickte Fragen ( „man darf doch mal fragen, oder?“) die breite Masse v.a. der jungen Leute zu verwirren. Natürlich wäre es interessant, das Thema mal zu diskutieren, aber wo ist dafür eine geeignete Plattform? Und wie ernst nimmt man die Aussagen von Jesus im Bezug auf Hölle- er muss es ja wissen. Ich glaube auch, dass wir das Buch nicht unbedingt brauchen und bin gespannt, ob es große Auswirkungen in D geben wird.
    LG
    Henry

  8. @Henry: Menschen dürfen fragen und Menschen dürfen zweifeln! Das Buch von Bell ist jedoch manipulativ und unredlich. Es ist kein sachdienlicher Beitrag für eine Diskussion schwieriger Fragen, sondern – zumindest in den USA – eine „Geldmaschine“.

    Liebe Grüße, Ron

  9. Johannes G. meint:

    Da ich das Buch von Bell nicht gelesen habe, äußere ich mich nicht direkt dazu (wobei ich auch kein großes Interesse habe, es zu lesen – Zeit ist bekanntlich ein begrenztes Gut ).

    Zum Thema Hölle habe ich in letzter Zeit einige Texte gelesen (u.a. auch von Keller, dessen Ausführungen ich neben denen von C.S. Lewis als besonders hilfreich ansehe) und habe festgestellt, dass hier auch unter „orthodoxen“ Theologen teilweise erhebliche Unterschiede bestehen und sich die Leute ausgehend von ihrem theologischen Standpunkt mitunter auch selbst widersprechen.

    Ich meine daher, dass hier grundsätzlich erheblicher Klärungs- und auch Diskussionsbedarf besteht. Ich bin jetzt schon auf die Rückmeldungen gespannt, wenn ich das Thema nächsten Monat bei uns in der Landeskirche verhandle 😉

    Auch wenn das Buch von Bell wohl eher wenig hilfreich ist, bietet es durch den kontroversen Inhalt in jedem Fall einen Anknüpfungspunkt, den man nutzen kann, um dieses Thema wieder ins Gespräch zu bringen. Von diesem Aspekt her halte ich das Buch daher durchaus für „brauchbar“.

    Liebe Grüße
    Jo

  10. oh das wurde dann aber im eilverfahren übersetzt. wobei so dick ist das buch ja auch nicht..

  11. Jürgen meint:

    Brauchen wir dieses Buch? Tja.., ich denke, dass es wichtig ist, sich aus erster Hand darüber im Klaren zu sein, was da vermittelt bzw., was schon in vielen Kreisen lantent ist, durch prominente Feder geadelt werden soll. Rob Bell möchte ja auf seine Art die Diskussion anheizen. Der sollte man sich stellen, denn früher oder später steht das Thema auf der Matte der eigenen Kirchentür. Also werde ich mir aller Wahrscheinlichkeit nach dieses Werk lesen müssen.

    Jürgen

  12. Ich finde es gut dass in Blogs auf die Gefahren dieser Literatur hingewiesen wird. Allerdings muss man auch klar sehen, dass das kostenlose Werbung für das Buch ist. Lesenswerte, bibeltreue Bücher werden dagegen nicht „gepusht“, weil sie halt nicht kontrovers sind. Aus diesem Grunde berichte ich nicht über die „Love Wins“-Kontroverse in meinem Blog. Just my Opinion.

  13. Joel213 meint:

    Ich werde das Buch nicht lesen. 1. Erbaut es mich nicht. 2 Unterstütze ich finanziell keine Häretiker. 3. Muss man sich auch nicht mit jedem „Hype“ bis ins Kleinste beschäftigen.

    Ich kann mir auch ohne dieses Buch gelesen zu haben eine Meinung dazu bilden. Habe schliesslich auch nicht „Mein Kampf“ gelesen und weiß trotzdem das es der größte Schund ist… ^^

  14. @Joel213 DITO!

  15. Johannes G. meint:

    Ich bin hier zwar sicher nicht die „Blog-Polizei“, aber ich meine dieser latente Vergleich ist etwas unpassend. Ebenso möchte ich nahelegen mit dem Begriff Häretiker sehr vorsichtig umzugehen…

  16. Schandor meint:

    @Joel213

    „Habe schliesslich auch nicht “Mein Kampf” gelesen und weiß trotzdem das es der größte Schund ist… ^^“

    Mich würd´ interessieren, ob tatsächlich der Jesuitenpater Stempfle hinter diesem Machwerk steckt… ^^ 😉

    @Johannes G
    Ja, obgleich die Latenz hier ziemlich stark zutage tritt 🙂
    Das deutsche Wesen hat sich mit Sanftheit umgeben. Harte Worte liegen ihm nicht. So verträgt er auch in seltenen Fällen Direktheit und drückt sich lieber anhand einer Litotes aus. Wer offenkundig Falsches (aber wirklich offen-kundig!) lehrt, wie sollte der sonst heißen? Höllenleugner? Enthöller? 🙂

  17. Johannes G. meint:

    @Schandor,

    mir geht es hier nicht um eine „sanfte“ Kommunikation, sondern eine, wie ich meine, wichtige Unterscheidung (Du wärst der Erste, der mich als sanften Gesprächspartner bezeichnet 😉 ).

    Ich habe gerade leider nicht viel Zeit, aber es ist eine Sache eine Lehre als Häresie zu bezeichnen, jedoch noch einmal etwas anderes, eine Person als Häretiker zu betiteln. Zu der Bedeutsamkeit dieser Unterscheidung empfehle ich die Lektüre des Aufsatzes von Eleonore Stump mit dem Titel „Orthodoxy and Heresy“.

    http://sites.google.com/site/stumpep/OrthodoxyHeresy.pdf

    Stump ist eine christliche Philosophin mit der Spezialisierung auf Kirchengeschichte und das Mittelalter. Sie hat u.a. umfangreiche Arbeiten zu Augustinus, Thomas von Aquin und Boethius veröffentlicht.

    Liebe Grüße
    Jo

  18. Schandor meint:

    @Johannes G.

    Danke für den Tip! Ja, ich sehe es ein: analog dazu steht wohl die Unterscheidung zwischen Person und Werk!

    Liebe Grüße
    Ivo

  19. Joel213 meint:

    @ Johannes G.

    Ich wollte natürlich keinen direkten Vergleich zwischen diesen beiden Büchern herstellen, sondern nur überspitzt verdeutlichen, dass man nicht jedes Buch gelesen haben muss, um sich ein ungefähres Bild davon machen zu können.

    Allversöhnung ist von meinem biblischen Standpunkt aus gesehen eine Häresie und ich finde das sollte man auch so sagen dürfen. Einen Schmusekurs mit der Allversöhnung schadet demnach der Evangeliumsbotschaft nur.

  20. Joel213 meint:

    @ Johannes G.

    Mit einer Unterscheidund zwischen „ein Häretiker sein“ und „eine Häresie vertreten“ magst du aber schon recht haben. Vielleicht habe ich da auch etwas vorschnell ein Urteil gefällt. ^^

  21. Schandor meint:

    „Schmusekurs mit der Allversöhnung“

    rofl!!!! 🙂 🙂 🙂

  22. Alexander meint:

    Man muss sich nicht scheuen, Bell einen Häretiker zu nennen. Paul spricht ebenso ad hominem, e.g. Tit 3,10f. Freilich ist so etwas keine rein akademische Übung und nicht ausschließlich eine Frage des Recht-Habens. Häresie oder nicht, Hölle oder nicht ist eine existentielle sowie eine pastorale Frage. Auf der Seite der britischen Allianz, die Ron verlinkt hat, steht unten ein Kommentar zur Debatte eines gewissen Jim Murdoch:
    „I always recall as a young preacher being asked to assist at the burial of a friend’s father. My friend on returning from a prayer meeting had been jokingly berated by her beloved father for ’naively thinking that praying would solve anything‘. He then said, ‚I’ll make you a cup of tea, luv, that will do more good than prayer!‘ Those were his last words in this life as he died before reaching the kitchen. My friend said to me, ‚Jim, if ever you preach on ‚Hell‘ always recall my fabulous daddy, and preach with tears! Hell is serious business, it brought Christ from glory to Calvary.'“
    Wer von der Hölle redet, sollte dies nur mit Tränen in den Augen tun.

  23. Johannes G. meint:

    Heute habe ich wieder etwas mehr Zeit und möchte daher noch ein paar Anmerkungen machen und zur Diskussion stellen. Zunächst stellt sich die Sache nach meinem Kenntnisstand so dar, dass man Bell in der Tat (noch) nicht als „Höllenleugner“ bezeichnen kann. Das Nachrichtenmagazin PRO schreibt z.B.:

    Die Vorwürfe, dass Bell ein Universalist sei, also jemand, der an die Errettung aller Menschen glaubt, dementiert der Geistliche allerdings nach wie vor. Auch die „New York
    Times“ schreibt, dass innerhalb des Buches zu keinem Zeitpunkt das Wort „Universalismus“ verwendet werde. Der Autor spreche davon, dass der Himmel bereits hier auf der Erde existiere und die Hölle eher ein Zustand sei, als ein festes Schicksal. Ein Zustand, den Menschen erleben, wenn sie das gute und schöne Leben, das Gott für uns bereitet hat, ablehnen.

    Was man ihm sicherlich vorwerfen kann ist, dass er sehr „schwammige“ Aussagen macht und klärenden Fragen ausweicht. Oder um es mit Lucy von den Peanuts zu sagen: Bell ist „Wischiwaschi“. Ob er jedoch bewusst täuscht oder lediglich geistig / geistlich „verwirrt“ ist, kann ich zumindest nicht sagen. Was mir daher in dieser ganzen Diskussion fehlt, ist der Aufruf zum Gebet für Rob Bell. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass es (immer noch) einen Kampf in diesem Mann gibt und ich zumindest möchte ihn (den Kampf) noch nicht als verloren ansehen.

    Man muss sich nicht scheuen, Bell einen Häretiker zu nennen. Paul spricht ebenso ad hominem, e.g. Tit 3,10f.

    Das Problem bei diesem Argument sehe ich darin, dass ich u.a. kein apostolisches Mandat habe. Auch Jesus hat sehr viele Aussagen getätigt, die ich niemals zu jemandem sagen würde. Der Sohn Gottes und seine Apostel haben sicher eine etwas weitreichendere Autorität als ich. Natürlich kann man diskutieren wo hier die Grenze zu ziehen ist. Da ich jedoch noch nicht einmal ein ordinierter Pastor einer christlichen Denomination bin, denke ich nicht, dass es mir zusteht, jemanden als Häretiker zu brandmarken. Zudem stimme ich aus diversen in dem von mir verlinkten Artikel genannten Gründen zu, diesen Begriff nur noch im historischen Kontext zu verwenden.

    Eine allgemeine Sache möchte ich zum Schluss noch ansprechen, wobei ich hier wirklich nicht explizit den Autor des entsprechenden Beitrags kritisieren möchte. In diesem Kontext hier ist weiter oben das Wort „bibeltreu“ gefallen. Dabei wurde das Adjektiv in Bezug auf Literatur gebraucht. Nun ist es ja aber so, dass Bücher nicht bibeltreu sind, sondern höchstens die Autoren. Was aber bedeutet eigentlich bibeltreu genau? Ehrlich gesagt kenne ich sehr wenige Christen, die von sich behaupten sie wären nicht bibeltreu oder die für nicht bibeltreu angesehen werden möchten. Sicher gibt es einige Leute, welche die Vorstellung vertreten, dass das biblische Zeugnis keine absolute Autorität besitzt und von der subjektiven- oder Mehrheitsmeinung oder „persönlichen Offenbarung“ übertroffen werden kann. Wer diesen Standpunkt vertritt, kann sicher nicht in Anspruch nehmen, bibeltreu zu sein. Ich stelle jedoch fest, dass sehr wenige Leute solche Aussagen tatsächlich machen. Vertritt z.B. Rob Bell explizit diesen Standpunkt? Ich weiß es jedenfalls nicht.

    Ein zweiter Aspekt ist, dass diese Vokabel eine starke „Immunisierung“ mit sich bringt, meiner Meinung nach manipulativ ist und den „exegetischen Gegner“ schon von vornherein ins Abseits stellt. Ich habe nicht selten Diskussionen um Auslegungen erlebt, die mit folgenden Worten eingeleitet worden sind: Die biblisch oder bibeltreu reformierte / orthodoxe / katholische Sichtweise ist folgende… D.h. das Ergebnis ist schon klar, bevor man begonnen hat sich wirklich ernsthaft mit den Argumenten des anderen zu beschäftigen. Und wenn die Sichtweise meines Gegenübers „bibeltreu“ ist und ich diesen Aspekt aber anders sehe, dann kann ich ja nur „nicht bibeltreu“ sein.

    Ich meine „Bibeltreue“ ist eine innere Haltung einer Person, die ich von außen betrachtet nicht beurteilen und daher auch niemandem absprechen kann, es sei denn die entsprechende Person äußert sich diesbezüglich selbst. Ist dies nicht der Fall, nehme ich persönlich davon Abstand, jemanden als „nicht bibeltreu“ zu bezeichnen oder einer „bibeltreuen“ Person gegenüberzustellen. Ich möchte daher dafür plädieren, im exegetischen Diskurs komplett auf diese Vokabel zu verzichten.

    Liebe Grüße
    Jo

  24. @Jo: Bell ist nicht wischiwaschi bei seinem Blick auf den biblischen Befund. Er liebt die Dekonstruktion und ist dort sehr hart in seinem Urteil. „Wischiwaschi“ ist er in anderer Hinwicht. Er ist es nämlich, der sich mit allerlei semantischen Tricks gegen Kritik immunisiert. Zum Beispiel dadurch, dass er „Hölle“ mal auf die Gegenwart und mal auf die Zukunft bezieht.

    Auf das Fass „Bibeltreue“ mag ich hier nicht eingehen. Ich erkenne keinen Zusammenhang mit Love Wins.

    Liebe Grüße, Ron

  25. Johannes G. meint:

    @Ron,

    Da ich keine Informationen aus erster Hand habe bzw. noch nichts von ihm gelesen habe, hast du hier sicherlich die größere Kompetenz und daher nehme ich dir das auch so ab. So wie es sich in den Medien darstellt, ist sein Standpunkt zumindest widersprüchlich und seine Aussagen mehrdeutig.

    Ja, der zweite Punkt ist im Nachhinein betrachtet in der Tat etwas Off Topic. Wenn du magst kannst du den Absatz daher auch gerne löschen. Ansonsten darf man es als einen geschlossenen Kommentar werten 😉

    Liebe Grüße
    Jo

  26. Schandor meint:

    @Johannes G

    Ich schließe den Kommentar hiermit mit folgender Bemerkung:

    Seit jüngster Zeit bezeichnen sich nicht nur die Weißen als weiß, sondern auch die Chinesen. Die Japaner haben es gesehen, und bezeichnen sich seither ebenfalls als „weiß“. Das ist den Indianern übel aufgestiegen, weshalb sich in pluralistischen Zeiten wie diesen auch sie seit Kurzem als „weiß“ bezeichnen. Damit aber nicht genug: Da die Amerikaner über einen (angeblich) politisch „weißen“ Präsidenten verfügen und immer mehr Schwarze/Neger/Andersfarbige/Afrikaner/Afroamerikaner [gewünschte Bezeichnung bitte selbst auswählen] seit einiger Zeit in vielen politisch-gesellschaftlichen Belangen den Weißen gleichgestellt sind, ziehen auch sie es vor, sich ab sofort als „weiß“ zu bezeichnen.

    Fazit: „Weiß“ darf in unserer fortschrittlichen und politisch korrekten Zeit keine Farbe mehr bezeichnen und sollte daher aus dem exegetischen Diskurs politisch motivierter Befindlichkeiten verschwinden, da er von ehemals „Nichtweißen“ als diskriminierend empfunden wird (oder werden könnte).

    DAS ist Manipulation!

  27. Johannes G. meint:

    @Schandor,

    du kannst den Kommentar nicht schließen. Ich habe ihn bereits geschlossen 😉 Ansonsten meine ich, dass dein Beispiel das von mir geschilderten Problem gerade nicht trifft. Aber lassen wir es gut sein 🙂

    Liebe Grüße
    Jo

    PS: Ich bin übrigens Farbenblind…

  28. Schandor meint:

    @Johannes
    touché 🙂

  29. Ich finde die Kommentare hier in diesem Artikel erschreckend. Die verurteilenden, die ahnungslosen, vor allem aber die rassistischen. Ron, ich denke, du solltest das Wort „Neger“ aus dem Beitrag von Schandor rausstreichen. Und am besten den Hitler-Vergleich von Joel213 gleich mit…

    Wenn ich das hier so lese, dann befürchte ich, dass hier in Deutschland eine ähnliche Schlammschlacht gegen Bell beginnt wie sie in Amerika im Gange ist. Ich hoffe, ich irre mich. Egal, wie man zu den Inhalten steht, die er lehrt. Eine solche Jagd wie in den USA hat niemand verdient. Love wins? Helft, dass sie es tut.

  30. Schandor meint:

    @Rolf

    Lieber Rolf, nicht Wörter sind rassistisch, sondern der Kontext, dem sie entstammen (wie Du ja zuerst auch richtig bemerkst). Gefährlich dagegen könnte es sein, wenn sich Christen an der kuranten Sprachdekonstruktion mit all ihrem Neusprech und Neudenk beteiligen. Für sie klingt alles nach Deldenk (Gedankendelikt), was sich ihrem linksideologisch erfolgreich neugeformten Sprachgefühl nicht fügen will.

    Aber damit Liebe (und leider auch Neusprech) siegen, bin ich mit deinen Vor-Schlägen einverstanden.

    lg
    Schandor

  31. @Rolf: Schlammschlacht? Es passiert genau dass, was der Journalist Bashir angekündigt hat. Er als Journalist wird verurteilt und verdammt, weil er Bell, dem netten und hippen Kommunikator, im TV-Interview kritische Fragen gestellt hat (Nennen wir es „Guttenberg-Effekt“?). Bell ist ein Opfer der kritischen Presse. Dass Bell gezielt unsauber arbeitet (also manipuliert), die „Orthodoxen“ als lieblos etc. darstellt, sollte am Besten nicht gesagt werden.

    Erschreckend ist, dass Bell so einen Quatsch verkauft und so viele Leute dazu schweigen.

    Liebe Grüße, Ron

  32. Alexander meint:

    Mike Wittmer fasst Rob Bells Buch als Aufforderung zum Dialog über zentrale Punkte des christlichen Glaubens auf und hat nun seinerseits als Antwort ein Buch geschrieben:
    http://www.christalonebook.com/
    Wer schlägt dem Brunnen Verlag vor, auch dieses Buch auf Deutsch herauszugeben?

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