Das neue Unbehagen in jüdischen Gemeinden

Fast ein dreiviertel Jahrhundert nach Auschwitz könnte man meinen, der Antisemitismus sei ausgetrieben. Eine internationale Tagung in Berlin scheint das Gegenteil zu beweisen. Demnach gibt es immer wieder neue Erscheinungsformen des Antisemitismus.

Antisemitismusforscher Olaf Glöckner vom Moses-Mendelssohn-Zentrum in Potsdam sagt in einem DLF-Beitrag:

Aus den deutschen Ergebnissen können wir herauslesen, dass es massive Konsequenzen in der jüdischen Bevölkerung in Deutschland gibt. Wenn also knapp 20% in dieser Umfrage angegeben haben, sie vermeiden es ständig oder zeitweise, einen jüdischen Veranstaltungsort aufzusuchen. Und auch 19% der in Deutschland befragten Juden haben angegeben, dass sie in letzter Zeit vermieden haben, an ihrer Äußerlichkeit als Jüdin oder Jude erkannt zu werden.

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Kommentare

  1. Was ist der Unterschied zwischen Antisemitismus, Antichristianismus und Antiislamismus?

    Olaf Glöckner würde vielleicht sagen, dass er das nicht beantworten kann, weil er Antisemitismusforscher ist oder die Frage für überhaupt unzulässig erklären oder auf Annetta Kahane verweisen: „Antisemitismus bedroht die Moderne – und die Juden. Deshalb sind wir alle betroffen“.

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