Die Ehe und die Religionsfreiheit

Leiter verschiedenster amerikanischer Kirchen haben sich am 12. Januar 2012 in einem Offenen Brief mit dem Titel „Mariage and Religious Freedom: Fundamental Goods That Stand or Fall Together“ entschieden für den besonderen Schutz der Ehe (im herkömmlichen Sinne) ausgesprochen. In dem Schreiben heißt es:

Die Förderung und der Schutz der Ehe – also der Bund eines Mannes und einer Frau als Ehemann und Ehefrau – ist eine Sache des Gemeinwohls und dient dem Wohlergehen des Ehepaares, der Kinder, der Zivilgesellschaft sowie aller Menschen. Bedeutung und Wert der Ehe sind vorrangig und jeder einzelnen Gesellschaft, Regierung oder religiösen Gemeinschaft übergeordnet. Sie ist von allumfassenden Nutzen und die grundlegende Einrichtung für alle Gesellschaften. Sie wird mit der Natur der menschlichen Person als Mann und Frau und mit der lebenswichtigen Aufgabe des zur Welt Bringens und Versorgens von Kindern verbunden.

Als religiöse Leiter verschiedenster Glaubensgemeinschaften sind wir darin übereingekommen, zu bekräftigen, dass die Ehe in ihrer wahren Definition um ihretwegen und um des Wohles der Gesellschaft wegen geschützt werden muss.

Hier der Brief: Marriage-and-Religious-Freedom-Letter-Jan-12-2012-4.pdf.

VD: EP

Kommentare

  1. Schandor meint:

    Man erlaube mir an dieser Stelle eine Frage, die mich seit längerem beschäftigt:

    Wie oder wo ist verankert, dass eine Ehe nur dann gültig ist, wenn sie auch in der Heiratsurkunde eingetragen steht? Oder ist dem gar nicht so?

    Ich erinnere mich, in Dr. Schirrmachers Ethik gelesen zu haben, die deutsche Kirche werde sich über kurz oder lang fragen müssen, ob sie die Eheschließung von Christen noch unter der Obhut des Staates vollziehen kann, wo dieser doch die Einzigartigkeit der (althergebrachten) Eheschließung für Schwule und Lesben öffnet.

    Ist nicht für die Gültigkeit einer Ehe das „Ja-Wort“ entscheidend, gesprochen vor Zeugen und coram deo?

    In der Freikirche habe ich vor vielen, vielen Jahren gelernt: Nicht die kirchlich geschlossene Ehe ist gültig vor Gott, sondern nur die vor dem Staat geschlossene. Und damals war ich überzeugt, das sei richtig. Aber heute bin ich mir da nicht mehr so sicher.

    Wie verankert man das? Oder besser gefragt: Wie erklärt man das jemandem, der sich diese Frage ernsthaft stellt? Denn ich habe Jugendliche sagen hören: Wenn wir uns versprechen, ein Leben lang zueinander zu halten, wer will uns dann die Sexualität verwehren? Ich spüre zwar, dass das so nicht stimmen kann, kann es mir aber nicht erklären.

    Könnte mir da bitte jemand einen Literaturtip oder einen Link zu einem Artikel im Internet geben?

    Bitte um Entschuldigung, wenn das Off-Topic ist; ich weiß nur nicht, wo ich sonst fragen soll …

    Besten Gruß,
    S.

  2. Zur Situation in Deutschland siehe (als Einstieg): http://www.ekd.de/download/ekd_texte_101.pdf

    Liebe Grüße, Ron

  3. Schandor meint:

    Danke!

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