Die Illusion mit der Inklusion

Es ist ein hehres Ideal: Kinder mit und solche ohne Behinderung sollen gemeinsam unterrichtet werden. Doch viele Lehrer und Fachleute sagen: Das hilft keinem der Schüler wirklich.

Katrin Hummel zieht eine differenzierte und nüchterne Bilanz. Darin heißt es:

Josef Kraus, Präsident des deutschen Lehrerverbandes, zweifelt ebenfalls daran, dass Regelschulen in jedem Fall der geeignete Ort für Förderkinder sein sollen: „Warum es die hochdifferenzierten, höchst individuell fördernden und von hochprofessionellem Lehrpersonal geführten Förderschulen wegen der UN-Konvention zukünftig nicht mehr oder kaum noch geben soll, erschließt sich keiner nüchternen Betrachtung.“

Es gibt Eltern von Förderkindern, die das genauso sehen, zum Beispiel die „Landeselternschaft der Förderschulen mit Schwerpunkt geistige Entwicklung NRW“. Längst nicht alle wollen von ihrer neuen Wahlfreiheit Gebrauch machen und ihre Kinder auf Regelschulen schicken. Man würde sie aber dazu zwingen, wenn man die Förderschulen abschaffen würde – was man tun müsste, damit die Inklusion bezahlbar wird.

Mehr: www.faz.net.

Kommentare

  1. Peter meint:

    Josef Kraus, Präsident des deutschen Lehrerverbandes, zweifelt ebenfalls daran, dass Regelschulen in jedem Fall der geeignete Ort für Förderkinder sein sollen.

    Eigentlich ist das soooo banal: Natürlich sind unsere Regelschulen nicht geeignet für behinderte Kinder jeder Art. Aber das ist kein Grund gegen Inklusion, das ist ein Grund gegen diese Art von Regelschule. Wenn Inklusion gelingen soll, muss sich die Regelschule ändern. Ihr lieben Kultusministerinnen und Kultusminister: Investiert dazu mehr Geld in Ausstattung, Gebäude und Personal – nur so kann Inklusion gelingen. Oder gebt endlich ehrlich zu, dass ihr keine Inklusion wollt!!

  2. http://www.zeit.de/gesellschaft/schule/2014-06/inklusion-gymnasium
    Es gibt auch Lehrer und Fachleute, die sagen Inklusion bringt Schülern was.

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