Die Kirche hört seine Stimme

Mir gefällt die erste der zehn Berner Thesen von 1528 besonders gut. Sehr aktuell!

Die heilige christliche Kirche, deren einziges Haupt Christus ist, ist aus dem Worte Gottes geboren, bleibt in demselben und hört nicht die Stimme eines Fremden [Joh 10,5].

 

Kommentare

  1. Liberaler Theo meint:

    Aus dem Glaubens-ABC der EKD:

    Christus
    Jesus Christus ist nach christlichem Verständnis der Sohn Gottes.

    Christus (griech.: christos = der Gesalbte) ist die lateinische Übersetzung des hebräischen „ma-schiach“ (Messias). Christen sahen in Jesus den Heilsbringer, der das Volk Israel erlösen sollte. Auf das Kommen des Messias verweisen viele jüdische Schriften.

    Anm.: Christen „sahen“ in Jesus den Heilsbringer, nicht „sehen“. Die Berner Thesen sind überholt. Die Berner waren noch in ihrem anti-semitischen Weltbild gefangen. Heute sind wir da weiter.

  2. Beachten wir lieber diese Aussagen im NT, wenn etwa Johannes daran erinnert, daß das Heil aus den Juden kommt, oder Paulus mahnt zu bedenken, daß nicht wir die Wurzel, sondern die Wurzel uns trägt. Davon will ich nicht weg. Das ist das Wort Gottes.

  3. Peter Geerds meint:

    @Liberaler Theo
    Wo aus den Berner Thesen entnimmst du das antisemitische Weltbild?

  4. @Peter Geerds @ali

    Das Problem ist nicht Christus. Das Problem ist nicht, was Paulus mit Wurzel meinen könnte. Das Problem ist nicht die eine oder andere Berner These. Das Problem ist der Begriff Anti-Semitismus. Ist eigentlich klar, was damit gemeint ist? Warum kann man mit diesem Begriff jegliche konstruktive Auseinandersetzung immer noch abwürgen?

  5. Peter Geerds meint:

    @Gast
    „Warum kann man mit diesem Begriff jegliche konstruktive Auseinandersetzung immer noch abwürgen?“
    Schon wieder eine Frage von mir: Wo siehst du hier ein Abwürgen?

  6. @Gast
    Was willst Du mit deinen Fragen eigentlich bezwecken?
    Gruß Lutz

  7. @Peter Geerds @Lutz

    Wer kein „Abwürgen“ sieht, übersieht die Realität. Ein Berliner Systematiker durfte das jüngst erfahren. Ich will jetzt nicht weiter ausholen, sondern hier nur meine Beobachtung mitteilen, dass die von mir aufgeworfenen Fragen noch keine Beantwortung erfahren haben, sondern nur Gegenfragen – und zwar Gegenfragen, die sich nicht mit dem Begriff auseinandersetzen, sondern mit mir.

    Beste Grüße!

  8. Ihr redet in Zungen…

  9. Peter Geerds meint:

    … und zwar in unverständlichen. Gibt es vielleicht auch Klartext dazu?

  10. Aber die Frage ist, mittels welcher Assozationskette vom Post hier zu jener Debatte übergegangen wurde.

  11. @Jörg

    Jene Debatte ist ein Teil der ganzen Debatte um das Verhältnis des Christentums zu den anderen Religionen. Jene Debatte ist gerade in Deutschland bestimmend für die Ausrichtung von Theologie und Kirche nach der Schoah. Seitdem gibt es nicht nur einen Heilsweg. Dass diese Debatte nicht das einzige Problemfeld in unserer Kirche anreißt, das weiß ich auch. Aber sie darf auch nicht vorschnell umgangen werden und muss jenseits begrifflicher Keulen geführt werden können. Betrachten Sie deshalb die Beiträge als Anregung zum Nachdenken – nicht darüber, warum sie jemand stellt, sondern in der Sache.

  12. Roderich meint:

    Jene Debatte ist gerade in Deutschland bestimmend für die Ausrichtung von Theologie und Kirche nach der Schoah. Seitdem gibt es nicht nur einen Heilsweg.

    Ich weiß nicht, was es da groß zu „debattieren“ gibt. Die Bibel ist ja sehr klar, dass Jesus für Juden wie für Heiden gekommen ist. Es gibt nur einen Heilsweg in der Bibel. Wer den Sohn nicht hat, hat auch den Vater nicht.

    Keine glaubwürdige NT-Exegese könnte das leugnen.
    Die einzige sinnvolle konstruktive Debatte kann nur sein: wie kann die Ev. Kirche es wieder lernen, dem Zeitgeist zu widerstehen?

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