„Die Masse waren Rassisten und Evangelikale“

Die Tageszeitung JUNGE WELT hat sich mit der „Demo für alle“ in Stuttgart beschäftigt und sieht in dem familienfreundlichen Bündnis eine Gefahr für die Demokratie. Nun darf man von einer linken Zeitschrift keine objektive Berichterstattung erwarten. Aber wenn Luigi Partisan die Behauptung aufstellt, die Polizisten hätten die linken Gegendemonstranten brutal verprügelt und die:

„große Masse der Anwesenden waren aber Rassisten, Neonazis und evangelikale Christen“;

so würde mich doch interessieren, wie das Teilnehmer der Demonstration wahrgenommen haben. Ich wäre alles andere als überrascht, wenn sich die Aussage als Ente entpuppte. Dass die Linken nicht zimperlich sind, wenn es um Stimmungsmache geht, ist auch daran abzulesen, dass die Fraktion der Grünen in Baden-Württemberg mit einer primitiven Bildmanipulation versucht hat, Angst vor den friedlichen Demonstranten zu schüren. Der Stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Winfried Mack, sagte dazu:

Der Grünen-Fraktion im Landtag ist anscheinend jedes Mittel Recht, die Stimmung im Land zu vergiften. Es ist undemokratisch, Menschen, die friedlich für oder gegen was auch immer demonstrieren, zu diffamieren. Die Grünen-Fraktion in Baden Württemberg hat nicht davor zurückgeschreckt, Bilder zu manipulieren, um die Demonstranten in Stuttgart zu verunglimpfen. Hinzu kommt, dass diese Tat von Beamten oder Abgeordneten der steuerfinanzierten Grünen-Fraktion im Landtag begangen wurde. Solange die Grünen nicht in der Lage sind, demokratische Grundregeln zu akzeptieren, können Sie mit ihrem holen Gerede von einer Politik des Gehörtwerdens nicht überzeugen. Das Grünen-Fraktionsmitglied Winfried Kretschmann muss sich für dieses Fehlverhalten seiner Fraktion entschuldigen. Wenn er es nicht tut muss davon ausgegangen werden, dass er solche unlauteren Mittel im Wahlkampf gutheißt.

Also: Waren Rassisten und Neonazis unter den Demonstranten auszumachen?

Kommentare

  1. Damit die Gender-Ideologie zum Mainstream mit totalitärem Anspruch wird, ist sie in „wunderbare Worte wie Gleichheit, Rechte, Familien, reproduktive Gesundheit und Fairness verpackt.
    Fünf Thesen:
    1. „In der Welt braucht es weniger Menschen und mehr sexuelle Vergnügungen. Es braucht die Abschaffung der Unterschiede zwischen Männern und Frauen sowie die Abschaffung der Vollzeit-Mütter.
    2. Da mehr sexuelles Vergnügen zu mehr Kindern führen kann, braucht es freien Zugang zu Verhütung und Abtreibung für alle und Förderer homosexuellen Verhaltens, da es dabei nicht zur Empfängnis kommt.
    3. Inder Welt braucht es einen Sexualkundeunterricht für Kinder und Jugendliche, der zu sexuellen Experimenten ermutigt; es braucht die Abschaffung der Rechte der Eltern über Ihre Kinder.
    4. Die Welt braucht eine 50/50-Männer/Frauen-Quotenregelung für alle Arbeits- und Lebensbereiche. Alle Frauen müssen zu möglichst allen Zeiten einer Erwerbsarbeit nachgehen.
    5. Religionen, die diese Agenda nicht mitmachen, müssen der Lächerlichkeit preisgegeben werden.“ Buch „Die Gender Agenda“

  2. Lieber Ron,
    diesen Leserbrief habe ich gestern an die Stuttgarter Zeitung geschickt. Er rückt die Perspektive sicher ein wenig zurecht:
    Zu den Teilnehmern: Neonazis oder Rechtsextreme, die als solche anhand Kleidungscodes, Frisuren etc. zu erkennen sind, waren nicht dabei. Das Thema „Rassismus“ spielt als Generalvorwurf an alle Andersdenkenden seitens der Gegner der „Demo für alle“ von Anfang an eine große Rolle, entbehrt aber jeglicher Grundlage. Weder sind entsprechende Themen bisher verhandelt worden (in den Reden), noch gibt es dazu irgendwelche Anhaltspunkte unter den Teilnehmern im Publikum. Aus meinem Bekanntenkreis nahmen an den bisherigen insgesamt 8 Demos ca. 50 versch. Personen teil, die meist aus bibeltreuen, konservativen Gemeinden kommen, an sich eher unpolitisch sind und folgenden Berufsgruppen angehören: Lehrer, Ingenieure, Krankenschwester, Arbeiter, Angestellte, Beamte, Sekretärin, Erzieherin usw.
    Auffallend ist des weiteren die hohe Beteiligung katholischer Laienorganisationen (auch von Priestern), dazu viele Familien.
    Hier der Leserbrief:
    „Wenn zwei das Gleiche tun, ist es noch lange nicht dasselbe“
    Ausgewogen und neutral – so erscheint der Artikel der StZ über die „Demo für alle“ vom vergangenen Sonntag in Stuttgart auf den ersten Blick.
    Und doch wird in der Berichterstattung auch hier mit zweierlei Maß gemessen. Die gewaltsamen Ausschreitungen eines linksautonomen Mobs werden zwar erwähnt, nicht aber recherchiert oder hinterfragt. Wer sind diese Gruppierungen, in welchem Zusammenhang stehen sie zu den Gegendemonstrationen, die von einem „Bündnis“ aus „antifaschistischen Gruppen sowie Jugendorganisationen von Parteien und Gewerkschaften“ organisiert wurden? Werden solche Gruppierungen durch Steuergelder, etwa aus Töpfen der Kulturförderung oder aus Schwesigs „Kampf-gegen-Rechts“-Millionen unterstützt? Prügeln sich hier absurderweise staatlich geförderte Antifa-Initiativen mit den Vertretern der Staatmacht, den Polizisten? DAS sind Fragen, die Journalisten stellen und denen sie nachgehen müssten.
    Stellen wir uns nur einen Augenblick vor, die gleiche Eskalation wäre durch Rechtsradikale bei einer Demo zu „linken“ gesellschaftspolitischen Themen betrieben worden. Der Aufschrei wäre groß und auch überregional zu hören, man würde Konsequenzen fordern und ein „Bündnis gegen Rechts“ einberufen. Selbstverständlich würde sich Ministerpräsident Kretschmann betroffen dazu äußern. Doch stattdessen: Eine Randnotiz im Artikel, morgen schon wieder vergessen. Wenn zwei das Gleiche tun, scheint es noch lange nicht dasselbe zu sein.
    Was ist, wenn Busse mit Demonstrationsteilnehmern der „Demo für alle“ von Linksautonomen mit Steinen beworfen werden, wie am Sonntag in Stuttgart? Wo bleibt hier die Betroffenheit der Politiker über eine zunehmende linksradikale Enthemmung auf der Straße? Wo der Schock? Wo die Skandalisierung des Vorgangs durch die Presse? Steine auf Busse werfen – wieder ist es wohl nicht das Gleiche, wenn zwei dasselbe tun.
    Wenn – wie jetzt im Vorfeld geschehen – von Steuergeldern bezahlte Landtagsabgeordnete der Grünen in perfider Weise durch gefälschte Bilder die Teilnehmer der „Demo für alle“ als Neonazis diffamieren, ist dies den Medien keinen Bericht, dem grünen Ministerpräsidenten kein Wort wert. Dabei ist der Vorgang unglaublich. Auch DAS ist die geistige Brandstiftung, vor der an anderer Stelle immer gewarnt wird. Auch diese Art von Hetze schürt den Hass, der sich dann auf der Straße entlädt. Immerhin sind die Teilnehmer der „Demo für alle“ Bürger aus der Mitte der Gesellschaft, darunter viele Familien mit Kindern. Der Einsatz der 600 (!) Polizisten am Sonntag war ausschließlich aufgrund der gewaltbereiten linksautonomen und Antifa-Szene nötig.
    In was für einem Land leben wir eigentlich, wenn diejenigen, die sich für Kinder und Familie einsetzen und damit wesentlich beitragen zu Zukunft, Wohlstand und Fortbestand unseres Landes (auf der Veranstaltungen redeten u.a. eine Mutter von zehn Kindern und ein Vater von acht Kindern), von hochgerüsteten Hundertschaften bewacht werden müssen bei der Ausübung ihres verfassungsmäßigen Rechts auf Rede- und Versammlungsfreiheit? Und von wem werden wir eigentlich regiert, wenn diese Bürger dann auch noch von gewählten und mit Steuergeldern bezahlten Politikern der Regierungspartei beschimpft werden? Warum weist in den Medien niemand auf diese Ungeheuerlichkeiten hin?
    Wo bleibt angesichts der unerhörten und wiederholten linksextremen Attacken (dazu gehören auch die Brandanschläge auf die Demo-für-alle-Zentrale und ihre Organisatoren im Herbst 2015) eine Gegensteuerung durch die Politik, ein „Runder Tisch gegen Links“, eine gesellschaftliche Übereinkunft, die rechte UND linke Gewalt gleichermaßen glaubwürdig und eindeutig verurteilt? Diesen antitotalitären Konsens bräuchten wir dringender denn je.
    Und was tut unser Ministerpräsident, für den Regieren „eine Stilfrage“ ist, am Sonntagnachmittag?
    Während in der Stuttgarter Innenstadt die durch die grün-rote ideologiegeleitete Bildungspolitik erzeugte Polarisierung der Gesellschaft sichtbar wird, hält Ministerpräsident Kretschmann seine Grundsatzrede in gediegenem Ambiente im „Haus der Architekten“. Er warnt darin vor „Verbalradikalisierung“ durch „rechte Parteien“. Warum sagt er nichts zur zeitgleich stattfindenden tatsächlichen, körperlich gewalttätigen Radikalisierung auf Stuttgarts Straßen durch die Antifa? Und zur Rolle der Grünen Jugend dabei? Kretschmann verspricht, eine Art Bürgerdialog zu initiieren und eine Agenda für den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu entwickeln, während gleichzeitig das Gegenteil dessen in der Innenstadt zu besichtigen ist – hervorgerufen durch die Bildungspolitik seiner Landesregierung. Vor diesem Hintergrund erscheint sein Angebot als bloße Augenwischerei, ja als zynischer Versuch, das eigenhändig in den Brunnen geschubste Kind herauszuziehen.
    Es wäre Aufgabe kritischer Medien, zumal im Vorfeld einer Landtagswahl, darüber zu berichten, solche Zusammenhänge aufzuzeigen und Fragen zu stellen. Da dies nicht geschieht, dürfen sich weder Medien noch Politik wundern, wenn die Abwendung vieler Bürger von der Politik und eine Fundamentalverweigerung weiter zunehmen. Medien und Politik versagen hier. Getrübte Wahrnehmung, Einseitigkeit (Bundesjustizminister Maas und sein „Runder Tisch gegen Rechts“), Skandalisierung einerseits, Sprachlosigkeit andererseits erzeugen Ungleichgewichte.
    In der Tat: wenn zwei das Gleiche tun, ist es in Deutschland in den Augen der veröffentlichten Meinung und der Politik nicht mehr dasselbe. Auf die Demokratie in Deutschland kommen schwere Zeiten zu.“

  3. Ich war auch auf der Demo. Da ich etwas zu spät kam musste ich durch eine Gruppe von Antifa-Vertretern. Ich wurde beschimpft und als Nazi betitelt.
    Ich erspare mir jetzt einen ausführlichen Bericht. Nur so viel: Die Aggression und Gewalt ging allein von den Gegendemonstranten aus – obwohl auf unserer Seite viele Kinder waren. Und soweit ich das sehen konnte hat die Polizei absolut korrekt gehandelt und war keinesfalls aggressiv oder brutal. Ganz im Gegenteil!

  4. Roderich meint:

    Ziel von solchen oft mantraartig wiederholten Aussagen wie „die große Masse der Anwesenden waren aber Rassisten, Neonazis und evangelikale Christen“ ist es auch, diese Begriffe immer wieder in einem Atemzug zu nennen und dabei mittelfristig eine Assoziation im Denken der Leser zu erzeugen. Wer in Zukunft das Wort „Evangelikale“ liest, soll gleich auch „Rassisten“, „Neonazis“ mitdenken.
    So soll der gesellschaftspolitische Einfluss von christlichen Gruppen auf Dauer verringert oder ausgeschaltet werden.
    Dieses Vorgehen entspricht etwa der Theorie des ital. Kommunisten Antonio Gramsci: Erst die kulturelle Hegemonie erlangen, dann erlangt man auch die politische Hegemonie. Die kulturelle Hegemonie kann man erlangen, indem man bestimmte Bewegungen so verunglimpft und negative Konnotationen erzeugt, dass Leute diese Bewegung in Zukunft ablehnen, auch ohne sich mit ihren Argumenten auseinanderzusetzen. Wer „böse“ ist, wird beim gesellschaftlichen Diskurs, in dem sich die demokratische Meinungsbildung vollzieht (die dann für die Wahlen entscheidend ist), keinen Einfluss nehmen.

    Ganz so wie früher „rechte und rechtsextreme“ oder „konservative, rechte und rechtsextreme“ Positionen oft planmäßig in einem Atemzug genannt wurden.

    Wir haben auf der Linken ideologisch getriebene Medien, die diese „Spielchen“ bewusst mitmachen. Auf der konservativen Seite (sei es Welt, FAZ, etc.) hat man für solche ideologischen Fragen nicht das gleiche Gespür. Es wäre eigentlich nur gerecht, wenn die FAZ oder die WELT im Gegenzug immer schreiben würden: „Grüne und Linksextreme wollen Y, SPD und linksradikale Gruppen befürworten X“, „Gender-Befürworter und Kommunisten“ etc.

  5. Robertus Theophilus meint:

    Hallo zusammen!

    Ich war zum wiederholten Male auf der Demo samt meiner Familie.
    Wie schon mehrfach erwähnt, geht die Gewalt ausschließlich von den („Anti-„)Faschisten aus. Wir wollten diesmal wieder über den kleinen Hintereingang rein (um der Pöbelei am Haupteingang zu entgehen) und da gabs eine Keilerei. Wir sind gleich geflüchtet, die Antifas strömen aber gleich dazu. Sie suchen die Eskalation und Provokation. Ich musste mir auch schon anhören: „Komm raus, ich hau Dir die Fresse ein!“.

    Die Demonstranten sind ein buntes Bild, was man früher einmal die Mitte nannte. Ich hab noch nicht einen aggressiv agierenden Menschen dort mitdemonstrieren sehen.

    Unsere Gesellschaft marschiert in einen neuen Sozialismus. Auf der Zugfahrt las ich Huntemann und derzeit Lubac über Feuerbach, Nietzsche etc. … und bin sehr erstaunt, wie aktuell diese alten Bücher sind.
    Es geht der Gegenseite nicht um Wahrheitsfindung (ihre Gegenargumente gehen komplett am Gesagten und Geforderten vorbei, z.B. die ewige „homophob“-Beschuldigung oder „Liebe für alle“), sondern darum, ihre Ideologie mit allen Mitteln durchzuboxen.

  6. Wenn man das aber in das große ganz stellt man fest wie gutes Christsein im Mainstream mittlerweile aussieht: Pro Gender, Pro Flüchtlinge, Pro Bildungsplan, Gegen ein Leben nach Gottes Wort.
    Da ist dieser Zusammenhang, den die „Junge Welt“ in ihrem Artikel bringt, eigentlich nichts Neues, es bringt eben nur deutlich auf den Punkt, was sich schon seit einer Weile entwickelt. Was aber erschreckt ist, dass selbst Leute die sich die große Toleranz und Vielfalt auf die Fahne geschrieben haben (dazu gehört auch mancher postmodern oder emergent bewegter) in das gleiche Horn blasen. Da fällt mir dann Rosa Luxemburg ein…….

  7. Robertus Theophilus meint:

    … ganz vergessen: ein – leicht angetrunkener – junger Gegendemonstrant rief uns auch mal zu „… ich werde dafür bezahlt!“. Da frag ich mich, von wem!

  8. @Robertus Theophilus

    „… ich werde dafür bezahlt!“

    Wie das grundsätzlich funktionieren kann, hat die in diesem Zusammenhang nun wirklich unverfängliche taz einmal mit einem Artikel zum „Demogeld für Antifas“ beschrieben:

    http://www.taz.de/!5020381/

  9. Alexander meint:

    Hier die Pressemitteilung der Stuttgarter Polizei: http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/110977/3263318

  10. Jutta meint:
  11. @alle: Ich danke für die Berichte, Hinweise und Verweise! Es sieht demnach ganz so aus, als ob die Gewalt der Tatsache zu verdanken ist, dass da einige linke Gruppe den Lebensrechtlern das verfassungsmäßig garantierte Demonstrationsrecht nicht gönnen und die Veranstaltungen massiv behindert haben. Ausserdem scheint es, als ob der Rassismusvorwurf und die Nazikeule einer blühenden Phantasie entspringen oder aber rhetorische Mittel sind, um die Leute von der „Demo für alle“ in ein schlechtes Licht zu rücken.

    Schade finde ich ja, dass etablierte Medien kaum über die Veranstaltung (und die Störungen durch linke Gruppen) berichtet haben. Immerhin sind über 5000 Leute zusammengekommen.

    Liebe Grüße, Ron

  12. Wenn man auf der Facebookseite des NPD Landesverband Baden-Württemberg schaut, könnte man schon meinen, dass Neonazis unter den Demonstranten waren. Bin jetzt eher zurückhaltend den Link, der das belegt hier zu posten. Kann ihn aber gerne nachreichen wenn nötig.
    Zudem noch weitere Gruppierungen: Pegida und die sog. „Identitäre Bewegung“.
    Scheint also nicht ganz falsch zu sein, dass auch Rassisten und Neonazis auf der Demo waren.

  13. @Nik
    ob die Identitären wirklich Rassisten sind bezweifle ich mal. Ich habe einiges von denen gelesen und kann da definitiv nichts faschistisches oder rassistisches finden. Sie wenden sich sogar gegen Rassismus.
    Nur weil man seine Heimat mag und daraus seine Identität zieht, ist man noch lange kein Rassist! Ganz im Gegenteil achten die Identitären andere Kulturen als absolut ebenbürdig und wertvoll. Sie sagen ganz klar, dass man viel von einander lernen kann. Sie kritisieren aber ganz klar den Multikultigedanken und warnen vor den Gefahren, wenn mann unkontrolliert Einwandern lässt. Ob man das teilen oder gut finden muss, kann ja jeder selbst entscheiden. Aber von Rassismus würde ich da nicht reden. Damit macht man es sich mal wieder sehr leicht. Zudem legen sie viel Wert auf die traditionelle Familie etc.

    Aber es gab auf der Demo tatsächlich eine kleine Gruppe von Rechten. Von denen hat sich der Veranstalter aber noch auf der Demo klar distanziert!
    Das Problem dabei ist, dass das Versammlungsrecht keine Möglichkeit bietet, bei einer solchen Demo, solche Gruppen vom Platz zu verweisen.

  14. @Nik

    Was hast Du für ein Problem mit der Minderheit der Neonazis in unserer Demokratie? Hast Du Sorge, dass diese wirklich erstarken könnten und es im Konzentrationslager Auschwitz wieder 510.000 Opfer der nationalsozialistischen Barbaren, davon 356.000 im Gas ermordet, gibt? (gegen evtl. Missverständnisse: https://de.wikipedia.org/wiki/Fritjof_Meyer)

    Oder worum geht es? Pauschale, unbestimmte Begrifflichkeiten wie Neonazi, Rassisten oder Pegida verstehe ich nicht, erst recht nicht im Zusammenhang mit Demo für alle.

  15. @ Nik
    habe mir gerade die Facebook Seite von der NPD BW angesehen.
    Das sind 5-6 Leute, auf einer Demo vom 4500 Menschen.

    Wenn in deiner Nachbarschaft ein Nazi wohnt, ist deshalb dein ganzes Dorf rassistisch? Ich glaube wohl kaum….. Den Rest habe ich ja oben geschrieben….

  16. S.Teinewurf meint:

    @gast und @Robertus Theophilus

    „Wie das grundsätzlich funktionieren kann, hat die in diesem Zusammenhang nun wirklich unverfängliche taz einmal mit einem Artikel zum „Demogeld für Antifas“ beschrieben:
    http://www.taz.de/!5020381/

    Das dieser Artikel eine Satire ist, hätte man spätestens dann merken sollen, als der Rücktritt des Vorsitzenden „P. Flasterstein“ erwähnt wurde.

  17. @ Armin: Ron hat in seinem Blogbeitrag gefragt „Waren Rassisten und Neonazis unter den Demonstranten auszumachen?“ Ich habe gesagt, dass es dafür Anhalte gibt und Belege.
    Oder um in dem Bild deines Vergleichs zu bleiben, ich habe nie behauptet, dass das „ganze Dorf rassistisch ist“, aber ja „in dem Dorf wohnt ein Nazi. (Man könnte deinen Vergleich sogar auf die Spitze treiben: da hat jemand ein Dorf gegründet, in dem sich anscheinend auch Nazis wohlfühlen).
    Aber von mir aus kannst du gerne die Tatsache, dass eben doch Rassisten und Neonazis unter den Demonstranten waren gerne relativieren.

  18. Wenn bei einer Anti-AKW-Demo oder Anti-G8-Demo Nazis mitmarschieren, interessiert das dann jemanden?

  19. @Nik
    relativieren? Naja, wenn du meinst….
    Wie dem auch sei, man kann durch das Versammlungsrecht dies leider nicht verhindern. Aber es wurde sich ja von denen distanziert. Von daher ….
    Scheinbar fühlen sich in dem „Dorf“ „Nazis“ wohl. Ich würde aber lieber Rechte sagen. Denn nicht jeder Rechte ist ein Nazi. Das was heute „rechts“ ist wurde vor ein paar Jahren noch von der CDU vertreten….
    Wie schon gesagt wurde, war auf der Demo die Mitte des Volkes vertreten.
    Ganz ehrlich mir geht dieses Hippie-Deutschland auf die nerven. Alles was einem nicht passt ist rechts und damit böse….. auch wenn man sich für die Familie einsetzt.
    Scheinbar gibt es Schnittpunkte zwischen traditionellen Ansichten was Geschlecht, Ehe und Familie angeht und „rechtem“ Gedankengut. Und wo ist das Problem???

  20. @S.Teinewurf

    „Das dieser Artikel eine Satire ist, …“

    Es ist ein taz-Artikel. Was erwarten Sie? Und seit wann hat Satire keinen Wahrheitsgehalt? Unabhängig davon kann keiner bestreiten, dass die ganze Antifa-Szene ein riesiges Geschäft ist und zudem viel Staatsknete verschlingt. Ohne künstlich geschaffene Feindbilder kommen die nicht aus. Deshalb muss man auch gegen eine friedliche Demo für alle unter Verwendung aller erdenklicher Keulen vorgehen.

  21. Das Schlimme ist doch, dass wir alle so geprägt sind, dass wir auf diese „Keulen“ überhaupt anspringen – selbst wenn wir es eigentlich besser wissen. Aus lauter Angst!
    Aber wovor überhaupt?

  22. Roderich meint:

    Es gab ja nachweislich viele Fälle, wo die linken Gegendemonstranten von der Regierung bezahlt werden. (Z.T. aus dem Töpfen von „Kampf gegen Rechts“). Da werden dann z.T. linksextreme Gegendemonstranten, die z.T. Gewalt anwenden, angekarrt, um eine demokratische Versammlung zu stören oder den Eindruck eines starken Gegengewichts in der Bevölkerung zu erwecken.
    Adé, Demokratie.

  23. @Armin

    Ich würde aber lieber Rechte sagen. Denn nicht jeder Rechte ist ein Nazi.

    Ein wirklicher, echter „Rechter“ kann per definitionem kein Nazis sein, denn Nazis sind links! Nazi ist die Kurzform für National-SOZIALISTEN. Sozialisten sind links – völlig unabhängig davon, ob sie nun national oder international sind.

    Adolf Hitler und Joseph Goebbels waren Sozialisten. Sie waren Linke! Sie haben den Kapitalismus (= freie Marktwirtschaft) gehasst. Wie oft muss ich das noch erklären!

  24. @ Der Calvin. Na dann sind wohl auf der letzten „Demo für alle“ auch ein paar Linke auf Seiten der Demonstranten mitgelaufen, in Form der Jugendorganisation der NPD. Grandios…

  25. @nik
    Hast Du Argumente? Dann mal her damit. Bin gespannt, ob da was von Dir kommt!

    Die Jugendorganisation der NPD behauptet übrigens, dass Kapitalismus angeblich töte [was natürlich totaler Quatsch ist!] und sie ruft zur „Antikapitalismuskampagne“ auf. Was ist das anderes als Sozialismus?

    Dann noch ein Zitat von Joseph Goebbels vom 6. Dezember 1931:

    „Der Idee der NSDAP entsprechend sind wir die deutsche Linke. Nichts ist uns verhaßter als der rechtsstehende Bürgerblock.“

  26. @ Der Calvin: Ich habe dir doch überhaupt widersprochen.

  27. @nik: Oh, sorry. Ich bin es einfach gewohnt, dass mir fast jeder widerspricht 😉

    Die NPD ist jedenfalls (genauso wie damals die NSDAP) eine linksextreme Partei. Wer wirklich gegen Nazis ist, der muss den Kapitalismus verteidigen. Aber unser jetziges Wirtschaftssystem ist eindeutig sozialistisch. Der Staat versucht sich in immer mehr Bereiche einzumischen. Wir haben staatliche Straßen, staatliche Schulen, staatliche Kindergärten, staatliche Universitäten, staatlichen Rundfunk, Staatskirchen, staatliche Banken, ein staatliches Zwangsgeldmonopol, staatliche Überwachung, staatliche Zwangsgebühren, staatliche Krankenhäuser mit staatlichen finanziertem Massenmord (=Abtreibungen), staatliche Gender-Mainstreaming-Forschung – was ist im sozialistischen Deutschland eigentlich noch nicht staatlich??????????????????????????????

    Umso mehr in Deutschland verstaatlicht wird, desto schlimmer wird das für uns Christen! Der Staat wird für uns immer mehr zur Bedrohung! Jeder Christ MUSS den Kapitalismus befürworten!

    Und das heißt konkret: Wir brauchen einen reinen Nachtwächterstaat! Weg mit dem verbrecherischen Sozialstaat! Weg mit dem sozialistischen Kartellamt, das eh nur die staatlichen Monopole verteidigt! Weg mit dem irrsinnigen Zwangsgeldsystem! Jeder soll in der Währung zahlen können, in der er möchte! Weg mit dem Standesamt! Wir brauchen keinen Staat, um zu heiraten! Weg mit den Tierschutz: Tierversuche sind kein Verbrechen! Und vor allem: Weg mit dem Nazi-Schulzwang! Jeder soll seine Kinder selbst unterrichten dürfen!

    Der Staat ist dafür da, um Verbrechen zu bestrafen. Und was macht er? Er fördert sie sogar: Abtreibungen werden durch Zwangsgebühren finanziert! Und alle die, die das kritisieren, die werden auch noch kriminalisiert!

  28. Ist auf jeden Fall interessant. Da weist man nach, dass „der Rassismusvorwurf und die Nazikeule“ nicht „einer blühenden Phantasie entspringen“, und trotzdem wird das Ganze hier in den Kommentaren relativiert. Natürlich sind die (evangelikalen) Christen, die da mitlaufen keine Nazis und Rassisten.
    Aber es scheint Fakt zu sein, dass sich auf der „Demo für Alle“ wiederholt die NPD und Pegida tummelt. Stört das hier überhaupt jemand?

  29. @nik: Es ist klar geworden, dass es am Rand einige wenige NPD’ler gab. Das ist sicher hilfreich. Es ist aber auch klar geworden, dass sich der Veranstalter schon während der Veranstaltung von diesem Teilnehmern distanziert hat. Das ist keine Relativierung, sondern eine Klarstellung. Klargestellt wurde auch, dass die Gewalt von den Linken ausging.

    Liebe Grüße, Ron

  30. Siehst du Ron. Genau der Kommentar von dir, ist relativierend: So ein paar NPDler, davon hat sich der Veranstalter ja distanziert (Das Statement auf der Homepage der „Demo für Alle“, welches sich anscheinend von NPD usw. distanzieren soll, ist übrigens ein Witz). Auf weitere fragwürdige Gruppierungen wie Pegida gehst du nicht ein.

  31. @Nik

    Da wir hier schon einmal ein wenig Realsatire hatten: Man kann ja nicht einmal ausschließen, dass die NPDler nicht auch V-Leute waren.

  32. @nik: Das ist doch Quark, und es ist schade um die Zeit, die dieses Gerühre kostet.

    Liebe Grüße, Ron

  33. @Nik

    ok, dann mache ich DIR jetzt einen Vorwurf, dass in dem Land, in dem DU lebst Rassisten leben. Scheinbar hast DU versagt und DU bist schuldig.

    Morgen kommt die Antifa….

    Was für ein Blödsinn.

  34. @Nik

    Du kommst immer mit dem Relativierungsvorwurf. Das ist billig, weil es in der Sache nichts aussagt. Es geht hier nicht um Relativierung, sonder um Verifizierung.

  35. Mir will das nicht in den Kopf:
    Sind NPD-ler, „Pegida-Läufer“ … nicht Menschen? Haben nicht Menschen mit anderen Menschen trotz aller gegenteiligen Überzeugungen Schnittmengen?

    Wenn jetzt eine Demo ansteht, die logisch einen Inhalt demonstrieren will und dann noch ein „alle“ drin vorkommt – wie ungewöhnlich ist denn dann eine Ansammlung von ziemlich extremen Unterschieden auf anderen Gebieten? Kann sein – kann nicht sein …

    Wie muss man dieses Selbstverständnis interpretieren?
    „Dieser Kampf kann nicht allein geführt werden. Familien und Bürger aller religiösen Bekenntnisse, gemäßigten politischen Parteien und Weltanschauungen, die die Abschaffung der natürlichen Geschlechter durch das Gender Mainstreaming und die Zerstörung der Familie aufhalten wollen, laden wir ein, sich uns anzuschließen.“
    (Quelle: https://demofueralle.wordpress.com/eine-seite/wer-wir-sind/ )

    Was ist jetzt „gemäßigt“ und wer bestimmt das?
    Abgesehen davon: das NPD-Verbotsverfahren läuft noch, „Pegida“ ist auch nicht pauschal „strafrelevant“.
    Wenn ich jetzt dazu gehören würde und mich selbst als „gemäßigt“ sehe, was hindert mich?
    Die Anderen, weil die „meine Parteizugehörigkeit“ kennen und für sich einstufen.
    Weil die Fotos „meiner Teilnahme bei Pegida“ haben und für sich einstufen….

    Wie grenzt man also Menschen aus, die durchaus gleiche Inhalte teilen?
    Nach Parteizugehörigkeit, nach Haarfarbe, Klamotten …? Das Äußere, das 1:1 das Innere offenbart? Das Innere, das 1:1 nach außen dringen muss?
    Wie also umsetzen: Ja, „für alle“ – aber es gibt „Nichtstraftäter“, die wir ausschließen müssen?

    Da steht das Ansehen der Person höher als die Überzeugung selbst. Oder anders: das Ansehen der Person macht den Inhalt legitim oder eben nicht. Das ist aber unter Menschen kein christliches Prinzip. So schwer, wie es dann auch einigen erscheinen mag: das gilt auch für „Grüne“ oder „Linke“.

    Wer momentan noch von „Demokratiefähigkeit“ redet, redet von Illusionen. Es herrscht Totalitarismus und Manipulation überall. Offenbarer kann es gar nicht mehr werden.

    Dieses Geeiere, wer wie aussieht oder wo teilnimmt …, diese Selbstjustiz im öffentlichen Leben (ich bestimme, wer darf …) sowohl in der Teilnahme an Demos, wie auch in der Streckenführung von Demonstrationen … – kann ich nicht als christliches Bekenntnis in der Praxis sehen.
    So kann ich dann natürlich auch keinem Christen einen Vorwurf machen: du hättest eine Teilnahme von … irgendwie selbst verhindern müssen … – du hättest die Fortführung der Demo …. auf dem vorgezeichneten Weg verhindern müssen ….

  36. @ Ron. Du kannst ja einfach den Thread schließen. Das hilft gegen unangenehme Kommentare.

  37. @Nik: Jetzt wird’s langsam albern. Schade!

    Liebe Grüße, Ron

  38. Peter Geerds meint:

    @Calvin

    Oh, sorry. Ich bin es einfach gewohnt, dass mir fast jeder widerspricht

    Da muss ich dir widersprechen …

  39. @Peter Geerds
    Wunderbar! Also stimmst Du mir zu, dass Nazis links sind und dass wir für einen reinen Nachtwächterstaat kämpfen müssen? Und dass die Staatsgläubigkeit ein großes Problem in Deutschland ist?

  40. @Der Calvin

    Ich habe aus christlicher Perspektive so manche Probleme mit weltlichen Staatstheorien. Ich verstehe auch nicht manche Kirchenvertreter, die eine weitere Trennung von Staat und Kirche fordern und bisweilen im selben Atemzug das Schwinden ihres Einflusses bejammern und selber nur Politik betreiben. Wir werden irgendwann den Gottesstaat haben – nämlich (nur) dann, wenn der HErr wiederkommt.

  41. @Gast

    Wir werden irgendwann den Gottesstaat haben – nämlich (nur) dann, wenn der HErr wiederkommt.

    Das sehe ich auch so! Das Problem ist ja gerade, dass jeder Mensch böse ist. Deswegen sollte der Mensch jeweils so wenig wie möglich Macht über andere bekommen. Und genau deswegen kämpfe ich für einen reinen Nachtwächterstaat.

    Wir müssen endlich begreifen, dass der Kapitalismus (= Freiheit) gut ist und wir als Christen am allermeisten davon profitieren würden. Der Sozialismus ist dagegen – im wahrsten Sinne des Wortes – tödlich!

    Als Christen müssen wir jeden Anti-Kapitalismus entschieden ablehnen, denn der Anti-Kapitalismus ist immer anti-christlich!

    Und noch mal zur Erinnerung: Adolf Hitler war Anti-Kapitalist!

  42. @Der Calvin

    Es geht aus christlicher Perspektive nicht zuerst um die Frage Sozialismus oder Kapitalismus. Hans-Werner Sinn hatte vor einiger Zeit die Unterscheidung getroffen, dass der eine mit Repression arbeitet, der andere mit dem Anreiz des Geldes – und er sich deshalb für das letztere entschieden hätte. Beides ist in meinen Augen für den Menschen nicht förderlich. Eine Moral ohne Gott gibt es nicht, weil in gottlosen Systemen immer zuerst das Fressen und dann die Moral kommt.

  43. @Gast

    Hans-Werner Sinn hatte vor einiger Zeit die Unterscheidung getroffen, dass der eine mit Repression arbeitet, der andere mit dem Anreiz des Geldes

    Kapitalismus ist ein Wirtschaftssystem, das frei ist, d.h., der Staat hält sich raus. Das ist Kapitalismus. Mehr nicht! Mit dem Anreiz des Geldes hat das nicht unbedingt zu tun, übrigens auch nicht mit Gewinnstreben.

    Eine Moral ohne Gott gibt es nicht

    Das ist ein ganz anderes Thema! Du verwechselt Kategorien miteinander. Das hat doch mit der Frage des Kapitalismus nichts zu tun.

  44. @Der Calvin

    Da hoffe ich aber, dass Du bei all‘ den kategorialen Abgrenzungen nicht den Überblick – und vor allem nicht den roten Faden – verlierst. 😉 Schlussendlich geht es um die Verbindung von beiden, was sich z.B. in Theorien von sozialer Marktwirtschaft ausdrückt.

  45. Peter Geerds meint:

    @Calvin
    Ironie ist nicht so deine Stärke – oder? Hätte ich es als solche kennzeichnen sollen?

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