Die Online-Foren

Der Bonner Informatiker David Kriesel hat im Dezember einen sehr interessanten 33C3-Vortrag über SPIEGEL ONLINE gehalten. Den gesamten Vortrag gibt es hier. Freundlicherweise hat der Autor die Folien online gestellt.

Einen Vortragsauszug zur Kommentarfunktion bei SPIEGEL-Artikeln will ich hier mal einstellen (und anmerken, dass es bei anderen Redaktion vermutlich ähnlich laufen wird).

VD: SR

Kommentare

  1. gandalf meint:

    Auch da wo Kommentarmöglichkeit gegeben ist, heißt das noch lange nicht, dass dort auch alle Meinungsäußerungen zugelassen werden.
    Aus eigener Erfehrung scheinen manche Moderatoren die Taktik anzuwenden, bei „abweichenden Meinungen“ gerade die Kommentare zuzulassen, welche eher primitiv und einfältig sind. Dadurch so hoffen sie ganz subtil und unverdächtig ein Bild zu prägen, dass Leute welche diese „abweichende Meinung“ vertreten, dumm, ungebildet und evtl. extremistisch sind. Und zusätzlich, dass alle mit dieser Meinung so sind, da ja „intelligente abweichende Meinung“ ausgefiltert/zensiert wird.

  2. Richtige und wichtige Anmerkung, gandalf.

    Primitive Gefühlsäußerungen gehen durch, aber Erinnerungen an Fakten oder einfache grundsätzliche Anfragen passieren den Gate-Keeper nicht, wie z.B. die Frage, warum der Westen sich so auf Aleppo versteifte, wenn Assad (und Putin) weder für Paris, Nizza, Berlin … verantwortlich sind. Das ist erst jetzt möglich, wo ein Trump sagt, dass er die Nato für obsolet hält, weil sie sich nicht um den Terrorismus kümmert und Trump nun neue Bündnisse ankündigt. Oder z.B. die EKD-Ratsvorsitzenden und Grünen-Spitzenkandidatin Göring-Eckardt: In der Causa Petra Hinz kochte das kollektive moralische Gewissen hoch, weil sie sich als Juristin ausgab – bei Göring-Eckardt wird mit anderem Maßstab gemessen, denn es ist nicht möglich, z.B. auf die Entscheidung des Presserates 2014 hinzuweisen (vgl. http://recherche.presserat.info/ und dort Az. 0786/14/1)

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