Die performative Theorie der Versammlung

410eSRcIToL SX299 BO1 204 203 200Judith Butler hat ein Buch über die performative Theorie der Versammlung geschrieben. Gregor Quack hat mit ihr darüber gesprochen. In einer Rezension schreibt Hannah Bethke (FAZ vom 25.11.2016, Nr. 249, S. 10):

Was genau ist die zentrale Botschaft? Welchen politischen und theoretischen Mehrwert haben wir von der normativen „Konstruktion des Menschlichen“, von Wortschöpfungen wie „vordiskursiv“, „resignifizieren“ oder „chiasmisch“, noch dazu „innerhalb des von gegenhegemonialen Erkenntnisformen erschlossenen epistemischen Feldes“? „Ich bin selbst eine Allianz“, lernen wir von Butler. Wie bitte? „Denn wenn ich hier und dort bin“, fährt die Autorin fort, „bin ich auch nie vollständig dort, und selbst wenn ich hier bin, bin ich doch immer mehr als vollständig hier.“ Heute hier, morgen dort, bin kaum da, muss ich fort, möchte man mit Hannes Wader fröhlich kapitulierend weitersingen.

Wenn wir uns die Annahme zu eigen machten, nach der Sprache die Welt nicht nur beschreibt, sondern sie hervorbringt: Wie sähe die Welt aus, wenn wir ihre Benennung ausschließlich den Poststrukturalisten überließen? Wären wir – die Normalsterblichen, die nicht zu den Groupies der performativen Theorie der Postmoderne gehören – in einer solchen Welt überhaupt lebensfähig? Nach der Lektüre ihres neuesten Werks sind daran erhebliche Zweifel angebracht.

Kommentare

  1. Retter Roms meint:

    „Denn wenn ich hier und dort bin“, fährt die Autorin fort, „bin ich auch nie vollständig dort, und selbst wenn ich hier bin, bin ich doch immer mehr als vollständig hier.“

    Die Burenhäut‘, die Burenhäut‘
    sie leben in einer sturen Zeit:
    A Knabernossi möcht‘ ich sein …

    Die Quaddelnix brögt franzen Scheins
    in ihrem dödlem Guck.
    Sie merkelt nicht den höckel Beins
    und blickt ins Null zuruck.

    Wenn dermaleinst der Sabel frönt,
    wird Ruh‘ im Kneibel werden!
    Ich freue mich aufs Kabelsöhnt,
    und freble weibel knerden.

    So scheint der Schreib und Stil gerecht,
    von einer, die dem Sinn gebrecht‘
    weil Blöd und Blix mehr roh als wahr
    im Schein der Nons geselbt.

    Und ehemals:
    Verdaustig wars, und glasse Wieben
    rotterten gorkicht im Gemank.
    Gar elump war der Pluckerwanck,
    und die blassen Schweisel frieben!

    Unterschied: Die Gedichte ergeben Sinn. Was Butler (wie sinnig, der Name) schreibt, nicht.

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