Postmoderne – eine Definition

Zygmunt Bauman (Ansichten der Postmoderne, 1995, S. 9):

Postmoderne ist ein Freibrief, zu tun, wozu man Lust hat, und eine Empfehlung, nichts von dem, was man selbst tut oder was andere tun, allzu ernst zu nehmen.

P.S. Ich sollte hinzufügen, dass Bauman einer der großen postmodernen Denker ist.

Kommentare

  1. Na, dann wird er diese Aussage schlussendlich wohl auch nicht allzu ernst nehmen…

  2. @Jürgen: Davon sollten wir ausgehen.
    Liebe Grüße, Ron

  3. @Ron
    Dann hätte der Gute am besten geschwiegen und so wäre Zeit für Sinnvolles gewonnen worden. Leider sind die Anhänger der Postmoderne nicht so konsequent.

  4. @Jürgen: Dass wir uns nichts zu sagen haben, da wir uns nicht verstehen KÖNNNEN, sagen und schreiben sie unerbitterlich. Sie scheinen „insgeheim“ doch Zweifel an ihren Verstehensvoraussetzungen zu haben.
    Liebe Grüße, Ron

  5. @Ron

    Also, seid Plato nichts wirklich Neues, oder?

  6. @Jürgen: Fußnoten, lauter Fußnoten. 😉

  7. Roderich meint:

    Ich las gerade, dass Breslauer Studenten gegen einen Vortrag von Zygmunt Bauman an deren Hochschule protestiert hatten (in 2013). Und zwar nicht aus Antisemitismus. Zitat aus „Information Philosophie“ (2/2014), S. 82:

    Zygmunt Baumann war nicht nur ein treuer Stalinist – viel schlimmer – war er auch Mitglied der KBW (Korps der inneren Sicherheit), einem SS-ähnlichen Einsatzkommandos, das unmittelbar nach Kriegsende polnische Untergrundkämpfer und Oppositionelle, die die sowjetische Besatzung ihrer Heimat nicht akzeptieren wollten, verfolgte und bekämpfte. Diese Formation verhaftete zigtausende polnische Patrioten, Tausende von ihnen wurden zuerst einer unmenschlichen Folter unterzogen und dann ermordet. Z. Bauman war Teil dieser mörderischen Einsatzgruppe. Die Details seines Engagements und die Beweggründe dafür hat er nie plausibel erklären können oder wollen. Und er hält bis heute die sowjetische (bzw. kommunistische) Herrschaft über Polen für die beste Nachkriegslösung. Eben gegen dies haben die Breslauer Studenten protestiert“.

    Das klingt jedenfalls nicht „postmodern“, und ob man ihn dann einen „großen Denker“ nennen sollte, ist fraglich. Charakterlich jedenfalls nicht, handwerklich vielleicht schon.

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