Dokumentation über Philipp Melanchthon

512y1utPSnL._SL160_.jpgDer MDR hat am 18. April eine Dokumentation über Philipp Melanchthon ausgestrahlt. Über den Film von Dagmar Wittmers heißt es:

Im Vergleich zu seinem Freund Martin Luther nimmt sich Philipp Melanchthon eher blass und zaghaft aus. Ein Intellektueller, den die historischen Ereignisse wider seine Natur aus der Studierstube an die Öffentlichkeit zwangen. Philipp Melanchthon hat die Geschichte der Reformation entscheidend mitgeprägt und wie kein Zweiter das deutsche Bildungswesen für Jahrhunderte geprägt. In seinem Drang zu vermitteln, versuchte er Reformation und Humanismus, Protestantismus und Katholizismus zu versöhnen und gilt bis heute als einer der Väter der Ökumene. Am 16. Februar 1997 jährte sich sein Geburtstag zum 500. Mal. Anhand von Aufnahmen an Originalschauplätzen, Dokumenten und Spielszenen sollte dabei nicht nur seine Rolle für die Reformation neu bewertet, sondern auch ein Bild des Menschen Philipp Melanchthon skizziert werden.

Philipp Melanchthon wurde 1497 als Philipp Schwarzerdt im kurpfälzischen Bretten geboren. Schon als Zwölfjähriger studiert Philipp an der Universität Heidelberg, später in Tübingen. Er lernt die drei biblischen Sprachen Latein, Griechisch und Hebräisch, außerdem Philosophie und sogar Astronomie. Sein berühmter Großonkel Johannes Reuchlin übersetzt den Namen Schwarzerdt nach einer Humanistentradition ins Griechische und gibt ihm den Namen Melanchthon. 1518 wird Melanchthon als Griechisch-Professor nach Wittenberg berufen. Luther ist sofort begeistert von dem 14 Jahre jüngeren Kollegen. Ein enger theologischer Austausch zwischen Luther und Melanchthon beginnt. 1521 schreibt Melanchthon die erste Zusammenfassung der reformatorischen Lehre, die »Loci Communes«. An der Übersetzung der Bibel durch Luther hat er entscheidenden Anteil.

Ich konnte den Film leider nicht sehen und in der MDR-Mediathek wird er nicht angeboten. Allerdings gibt es hier die DVD: www.amazon.de.

Kommentare

  1. Habe den Film in der Mediathek des MDR entdeckt unter dem Datum 18.4. um 9.45 Uhr – dauert ca. 15 Minuten und ist ganz informativ.
    Link: /www.mdr.de/mediathek/fernsehen/5869234.html

  2. @Ewald: Der hier vorgestellte Film geht 60 Minuten.
    Liebe Grüße, Ron

  3. Anlässlich der Wiedereröffnung des Melanchthon-Hauses in Wittenberg habe ich auf meinem Blog eine Würdigung des „kleinen“ Reformators veröffentlicht: http://wp.me/p2YCuY-fo

    PS: Bei youtube gibt es ein Gespräch mit Prof. Wenz (LMU München) über Melanchthon: http://www.youtube.com/watch?v=ewdgKYl1awk

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