Ecclesia Reformanda

Ecclesia Reformanda war ein Journal für Pastoren, Theologiestudenten und Lehrende. Anliegen ist die weitergehende Reformation der Kirche nach dem Maßstab des Wortes Gottes. Die erschienen Ausgaben des 2011 eingestellten Journals enthalten viele gute Aufsätze aus dem Raum der reformierten Theologie.

Rob Bradshaw hat die Ecclesia Reformanda-Ausgaben freundlicherweise mit Genehmigung des herausgebenden Verlags online gestellt: www.biblicalstudies.org.uk.

2010 erschien dort John Frames Besprechung von Michael Hortons Buch Christless Christianity. Diese Rezension zählt nicht zur den Glanzleistungen von Frame. Obwohl Professor Frame gute Beobachtungen macht, scheinen die Spannungen zwischen Frame und „Westminster“ beim Verfassen noch mitgeschwungen zu haben. Deshalb empfehle ich, die Erwiderung von Horton zu lesen: www.whitehorseinn.org.

Besonders empfehlen möchte ich den Aufsatz „Thinking like a Christian“ von Matthew Roberts. Roberts macht seine Leser mit den theologischen Voraussetzungen der Dogmatik von Hermann Bavinck vertraut.

Bavinck’s theological vision is therefore of immense significance in the history of theology. It represents the first clear move in the post- Kantian history of theology to assert that theology stands on its own foundations, that it is built with materials from its own storehouses. He argues that the metaphysical and epistemological assumptions of the enlightenment, so universally accepted within the European and North American worlds, including amongst churchmen and theologians unaware of their implications, implicitly deny the reality of the one Triune God and maker of all creation. In so doing they falsify themselves because such denial is always self-defeating in the universe made by that God.

Hier: ecclesia-reformanda/1.1_070.pdf.

Kommentare

  1. Schlotti meint:

    Hallo Ron,

    ich möchte dir in Bezug auf die Rezension von „Christless Christianity“ durch John Frame recht geben. Sie zählt wirklich nicht zu seinen Glanzleistungen, im Gegensatz zu vielen anderen Besprechungen von ihm.

    Ich möchte aber die Gelegenheit einmal nutzen, generell etwas anzumerken, was mir im Umgang mit anderen Meinungen und bekannten Persönlichkeiten auffällt. Irgendwie gibt es eine Reihe von Christen, denen es genügt jemandem in einem Punkt eine falsche Meinung „nachzuweisen“, um damit alles, was von dieser Person kommt infrage zu stellen. Nach dem Motto: Disqualifiziere einen Punkt und du hast die ganze Person, mit all ihren Ansichten disqualifiziert.

    Ein kleines persönliches Beispiel: Vor einiger Zeit habe ich in einem Seniorenkreis den kleinen Westminster Katechismus etwas vorgestellt. Ich habe auf all die tiefen Gedanken und Einsichten hingewiesen. Schließlich sagte ein älterer Bruder: „Aber diejenigen, die das geschrieben haben, lehrten doch die Säuglingstaufe.“ Für ihn war damit die Sache klar. An einem Punkt „geirrt“, also kann das Andere nicht richtig sein. In einer Gemeindesituation mag das sogar amüsant klingen. Ich habe aber das Gefühl, dass es Verlage und bekannte Christen gibt, die genau so denken und handeln. Seltsamerweise gesteht man den großen „Alten“, wie Luther, Calvin usw. Fehler und gar Sünden zu. Nicht aber aktuellen Pastoren oder Theologen. Sie scheinen die Vollkommenheit schon hier und jetzt erreicht haben müssen, um sie zu schätzen und von ihnen zu lernen. Ich spreche natürlich (!) wohlgemerkt von Leuten, die eigentlich aus dem gleichen Lager kommen. Also nicht von offensichtlich falschen Lehrern, die zurecht kritisiert werden müssen.

    Um nochmal auf Frame zurückzukommen. Ja, seine Rezension Hortons war schlecht und sogar persönlich verletzend. Das hält mich aber nicht im Mindesten davon ab, recht euphorisch die für November 2013 angekündigte Veröffentlichung seiner Systematic Theology zu erwarten.

    Ich hoffe das war nicht allzu weit ab vom Thema.

  2. @Schlotti: Da stimme ich natürlich zu. Es ist ein zutiefst reformatorischer Gedanke, dass auch sehr gute Theologen mal daneben liegen können.

    Liebe Grüße, Ron

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