„Ehe light“ wie in Frankreich?

Die „Ehe light“ ist in Frankreich ein Erfolg, die Schweiz will sie übernehmen. Auch Deutschland solle für unverheiratete Paare einen neuen Zivilstand schaffen, fordern nun Politiker der Grünen. Doch Juristen sind skeptisch.

Alan Cassidy schreib für die FAZ:

Verliebt, verlobt, verheiratet: Das war einmal. Immer mehr deutsche Paare leben heute ohne Trauschein zusammen. Die Zahl der geschlossenen Ehen ist seit 1970 um ein Drittel zurückgegangen, jedes dritte Kind wird unehelich geboren. Im Familienrecht hat dieser gesellschaftliche Wandel jedoch keinen Niederschlag gefunden. Bis heute kennt Deutschland nur die traditionelle Ehe, die erweiterte Lebensgemeinschaft für Homosexuelle – aber kein Rechtsinstitut für die Millionen von heterosexuellen Paaren, die unverheiratet bleiben wollen.

Mehr: www.faz.net.

Kommentare

  1. ..inkonsequent. man will alles „light“ .. aber alle vorteile und genauso abgesichert, wie wenn man „heavy“ lebt …
    ..ach, wie banal das weltliche leben ist …

  2. Das grundsätzliche Problem ist heute, dass sich der Staat in immer mehr Dinge einmischt! Was für eine unglaubliche Frechheit, dass der Staat es sich erdreistet, sogar Ehen schließen zu dürfen! Wer gibt dem Staat so ein Recht? Das darf sich der Staat nicht einfach selbst geben! Aber die meisten Deutschen (ob Christen oder Nichtchristen) sehen diese Probleme gar nicht! Sie können sich eine Welt ohne tausendfache Verstaatlichung einfach nicht vorstellen. Sogar die Kindererziehung beansprucht der Staat zu regeln. Selbst das Recht, die Kinder sexuell „aufzuklären“ beansprucht der Staat für sich selbst. (Klar, weil die Medien das ja nicht tun!) Da muss sich niemand wundern, wenn uns das mal alles um die Ohren fliegt. Die Verstaatlichung in Deutschland hat Ausmaße eingenommen, die absolut beängstigend sind! Was noch unheimlicher ist, ist, dass fast alle Parteien nicht nur daran festhalten, sondern größtenteils sogar noch (!) mehr Verstaatlichung wollen. Ich bin gespannt, wie lange wir im Internet noch unsere Meinung einigermaßen frei äußern können. Was einfach verstörend ist, ist die Naivität vieler Christen! Viele scheinen echt keinen blassen Schimmer zu haben, wie schlimm die Situation in Deutschland ist! Der Wohlfahrtsstaat ist heute längst zu einem Götzen geworden! Wenn es irgendwo ein Problem gibt: „Der Vater hilft dir!“ Und damit ist nicht Gott gemeint, sondern der Staat. Wir brauchen in Deutschland: Mehr Freiheit und weniger Staat! Aber unsere Politiker wollen alles, aber nicht ihre Macht einschränken. Deswegen müssen wir endlich anfangen, für unsere Freiheit zu kämpfen! Mit amerikanischen und schweizerischen Christen ist das kein Problem, aber deutsche Christen waren, sind und bleiben nun einmal staatsgläubig und obrigkeitshörig.

  3. Schandor meint:

    Lieber Calvin,

    wenn 5 Kammern der Titanic geflutet sind (das wissen wir spätestens seit 1997), hilft kein Jammern mehr. Dann gilt: Schwimmweste anlegen, backboard auf die Reling klettern, den Geigern zuhören, tief Luft holen, warten, bis das Teil untergegangen ist und dann mit kräftigen Schwimmbewegungen an die Oberfläche gelangen. Wenn Du Glück hast, schwimmt eine Holzbohle rum. Oder eine Tür oder sowas. Hoffentlich kommt ein Rettungsboot vorbei. Feste rufen: „Komm zurüüüück!“ 😉

  4. Lieber Schandor,

    ja, wie sieht’s aus: Bist Du bereit, mit mir zu kämpfen, den Kapitalismus zu verteidigen??? Viele deutsche Christen haben ja völlig abstruse Vorstellungen vom Kapitalismus! Es hält sich immer noch der sehr seltsame Mythos, dass das jetzige Wirtschaftssystem kapitalistisch (!!!) sei. Kein Unsinn könnte größer sein als dieser! Unser heutiges Wirtschaftssystem ist sozialistisch! Das Staat ist der mit Abstand größte Konzern. Kaum ein Wirtschaftsbereich, in dem der Staat nicht Zwangsgesetze erlassen hat und selbst mitmischt. Auch völlig absurd ist, dass viele ausgerechnet den Kapitalismus für den Lobbyismus verantwortlich machen. Dabei ist das ja gerade das Problem unseres real-existierenden 80%-Sozialismus. Kapitalismus ist nichts anderes als ein Wirtschaftssystem der Freiheit. Staat und Wirtschaft sind da getrennt. Da Staat hält sich vollkommen aus der Wirtschaft raus. Er greift nie ein. Das ist der Nachtwächterstaat: Der Staat kümmert sich „nur“ um die innere und äußere Sicherheit – nicht mehr und nicht weniger! Dafür müssen wir kämpfen! Gute Gegenargumente gibt es keine! Die meisten wirtschaftlichen und sozialen Probleme, die wir heute haben, sind auf den Staat zurückzuführen.

    Also, lieber Schandor, machst du mit? Kneifen gilt nicht! Der erste Schritt ist, dass wir versuchen, unseren Glaubensgeschwistern zu zeigen, das dieses heutige Wirtschaftssystem größtenteils sozialistisch ist. Dann müssen wir deutlich machen, dass der Sozialismus unlogisch ist, da er sich selbst widerspricht. Der Minarchismus ist dagegen unwiderlegbar! Auf, es gibt viel zu tun, solange wir es noch können und dürfen!

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