Ehemaliger Hassprediger ruft zu Gewaltverzicht auf

Überraschende Wandlung eines Hasspredigers: Mohammed al-Fasasi, einst Imam an der Hamburger Kuds-Moschee, hat sich nach Informationen des SPIEGEL vom Terrorismus losgesagt. Der Bekannte dreier Todespiloten des 11. September 2001 lobt in einem spektakulären Brief die Religionsfreiheit in Deutschland. SPIEGEL online schreibt:

Mohammed al-Fasasi hat offenbar der Gewalt abgeschworen. Der marokkanische Prediger, der in seiner Heimat wegen der Anschläge in Casablanca 2003 zu 30 Jahren Haft verurteilt wurde, wendet sich in einem Schreiben, das dem SPIEGEL vorliegt, an alle Muslime in Deutschland und bekennt darin, er habe sich »vergaloppiert« und sei »über das Ziel hinausgeschossen« …

Nun schreibt Fasasi: »Deutschland ist kein Kampfgebiet«. Jeder Einwanderer habe einen Vertrag mit dem deutschen Staat, den es einzuhalten gelte. In Deutschland herrsche »tatsächliche Religionsfreiheit, wie es sie in vielen islamischen Ländern nicht gibt«. Dass allein »in Hamburg 46 Gebetsräume« existierten, sei ein Beweis für die Toleranz des deutschen Staates gegenüber den Muslimen, »weil es in keinem islamischen Land eine vergleichbar große Zahl von Kirchen in einer Stadt gibt«.

Nach Informationen des SPIEGEL kursiert inzwischen Fasasis Brief auf Arabisch und Deutsch in deutschen Moscheegemeinden.

Hier die vollständigen Meldungen: www.spiegel.de und www.spiegel.de.

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