Eine integrative Sicht des Weihnachtsfestes

In Nordamerika versuchen erste Universitäten, politisch korrekte Weihnachtsfeiern zu etablieren. Die Schulen sollen sicherstellen, dass aus den Winterfeiern keine getarnte Weihnachtsfeier wird. Stefan Frank hat die englischsprachigen Quellen ausgewertet und schreibt:

Das Feiern von Weihnachten wird in Teilen der ehemals westlichen Welt mehr und mehr zu einer subversiven Angelegenheit, ein Untergrundfest für Dissidenten.

Wie die amerikanische Website „Campus Reform“ (1) berichtet, hat die Leitung der Universität Cornell – das ist die größte der Eliteuniversitäten der Ivy League – für die Feiern, die im Dezember aus bestimmten Gründen traditionell stattfinden, sogenannte „Brandsicherheitsrichtlinien“ verabschiedet, die viel ideologischen Zunder enthalten.

Am Anfang des Dokuments (2) finden sich tatsächlich Anweisungen zur Verhütung von Bränden. Viel mehr Raum aber nimmt der folgende, nicht recht zur Überschrift passende Teil ein, der sich mit der politischen Haltung beschäftigt, die die Mitarbeiter der Universität angesichts der „religiösen Vielfalt unserer Studenten und Kollegen“ an den Tag zu legen haben, um „ihre integrative Herangehensweise“ („inclusive approach“) unter Beweis zu stellen. So sollen sie sich etwa beim Feiern und Schmücken auf „die Jahreszeit Winter“ konzentrieren und nicht auf „einen bestimmten Feiertag“. Zudem sind sie gehalten, „Symbole zu verwenden, die Feiertage zahlreicher Religionen zeigen, im Verbund mit säkularen Dekorationen der Saison“.

Es folgt eine Liste von erlaubten und verbotenen Gegenständen, und solchen, die erlaubt sind, sofern ein spontan einzuberufender Sowjet sie billigt.

Erlaubt sind: „Schneeflocken und Bäume (in Einklang mit den Brandsicherheitsvorschriften), die mit Schneeflocken und anderen nichtreligiösen Symbolen geschmückt sind.“ Verboten – da „nicht im Einklang mit den Richtlinien der Universitätsversammlung oder den Richtlinien der Selbstverpflichtung der Universität zur Diversität und Integration“ – sind: „Krippenszenen; die Menorah; Engel; Mistelzweige; Sterne auf der Spitze von Bäumen; Kreuze; Davidsterne.“

Obwohl ich auf den Weihnachtsmann verzichten kann, zeigt das Beispiel, mit was für einer totalitären Wucht politische Korrektheit westliche Zivilisationen umkrempelt. Trotzdem bleiben Hintertüren offen. Die Ohio State University schreibt: „Explain holidays & symbols so others learn what the holiday means“ (dt. „Erkläre die Festtage und Symbole in einer Weise, dass andere lernen, was der Feiertag bedeutet“).

Hier mehr: www.achgut.com.

VD: MG

Kommentare

  1. Autsch… manchmal kommt mir die Dummheit in unserer westlichen Kultur überreich verteilt vor…

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