Einfach missional sein

Hin und wieder werde ich danach befragt, was eigentlich der Begriff „missional“ bezeichne. Endlich habe ich authentische Antworten. Missional sein heißt „einfach sein“, „ganz sein“ oder „echt sein“.

Im folgenden Video erklären missionale Pastoren und Pastorinnen ihren Ansatz für die Gemeindearbeit. Dabei ist auch: „Für viele Menschen sind wir ihre letzte Haltestelle auf dem Weg aus dem Christentum.“ Hipster!

VD: SH

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PS:  Wer mehr über das Konzept der „missional church“ lernen möchte, wird bei Stefan Schweyer fündig.

Kommentare

  1. Lange Zeit hat es einfach zum Evangelikalismus gehört, dass es das Wichtigste sei, dass man das Evangelium erklären könne. Die Worte, das Reden, stand im Mittelpunkt der missionarischen Arbeit. Beim Missionalismus schwingt das Pendel zum entgegengesetzten Extrem: Wichtiger sei es, „die Wahrheit zu leben“. Daraus entstand der postmoderne Kulturprotestantismus. Beides scheint mir gleichermaßen ungesund zu sein. Beides hat aber auch – begrenzte – Berechtigung. Ich halte mich da lieber an Francis A. Schaeffer, dem es wichtig war, dass die Wahrheit nie ohne Liebe und Liebe nie ohne Wahrheit sein darf.

  2. Alexander meint:

    Eine weitere Perle: „I’ve got no idea what I’m doing.“ Also ehrlich ist sie in der Tat.

  3. christ-ian meint:

    …, we´re their last stop on the way out of christianity…

    last stop, nicht last station, dies ist doch etwas anderes.

    Das macht den Grundtenor dieses ganzen Psychoquarks aber auch nicht besser.

  4. @christ-ian: Stimmt. Habe es verbessert. Danke.

    Liebe Grüße, Ron

  5. Vielleicht sollte man nicht nur Amis fragen, wenn man sich mit einem Thema beschäftigt. Man kann sich aber natürlich über die Amis (und die Themen, die man sich von ihnen präsentieren lässt) viel einfacher lustig machen.

    Thomas Schirrmacher ist ein – hier sicher nicht unbekannter – Autor mit reformatorischem Profil, der dem Terminus „missional“ und dem zugehörigen „Missio Dei“ viel Gutes abgewinnt. Man kann es in seinem schmalen Büchlein „Missio Dei“ nachlesen. Pauschales aburteilendes Schreiben über was-auch-immer, war noch nie hilfreich. Wem das ähnlich geht, dem sei die sachliche Auseinandersetzung Schirrmachers empfohlen. Aus der Einführung:

    „„Missio Dei (lat.: Mission Gottes), bezeichnet ursprünglich in der katholischen Dogmatik besonders seit Augustinus die innertrinitarischen Sendungsvorgänge. Die Weltmissionskonferenz in Willingen 1952 übernahm den Begriff für den protestantischen Bereich, um darzustellen, dass die Weltmission in der Dreieinigkeit Gottes wurzelt. Georg F. Vicedom machte den Begriff durch sein Buch ‚Missio Dei‘ (1958) bekannt. … Missio Dei bedeutet einerseits, dass Gott alles getan hat und alles tut und ohne ihn jede ‚missio‘ vergeblich ist, andererseits die ‚missio‘ den Menschen gerade nicht überflüssig macht oder ohne Verantwortung lässt, sondern vielmehr in der Sendung Menschen und die Kirche die Verantwortung für die größte Aufgabe erhalten, die es auf dieser Erde gibt.“

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