Eins muss weg

Der Weg zum Traumkind führt in den USA oft über Fertilitätszentren und dann über Leihmütter. Ein bizarrer Rechtsstreit um ungeborene Drillinge in Kalifornien zeigt nun die Grenzen des Marktes. DIE WELT beschreibt die Verwicklungen und gewährt Einblicke in eine perverse Kultur:

Melissa Cook, 47, hat Drillinge in ihrem schon recht stattlichen Bauch. Voraussichtlich im März sollen die drei kleinen Jungen in Kalifornien geboren werden. Was danach mit ihnen passiert, ist offen. Denn zwischen Cook, die als Leihmutter die Babys austrägt, und ihrem Vertragspartner, einem 50-jährigen Postangestellten aus Georgia, ist ein komplizierter Rechtsstreit um mindestens eines der ungeborenen Kinder entbrannt. Warum? Der Vater verlangte die Abtreibung eines Babys, die Leihmutter weigerte sich.
In Sachen Reproduktionsmedizin und Leihmutterschaft, die auch für die wachsende Zahl gleichgeschlechtlicher Paare mit Kinderwunsch eine wichtige Option sind, gibt es in den USA noch einige offene Fragen. Dazu gehören: Kann man eine Leihmutter zur Abtreibung eines Kindes zwingen? Sollten Hochrisiko-Schwangerschaften mit Mehrlingen bewusst herbeigeführt werden? Und wer trägt die – finanzielle – Verantwortung, wenn alles nicht so läuft wie geplant?

Mehr: www.welt.de.

Kommentare

  1. Schandor meint:

    Das ist eine Frage der intrauterinen Handelsbestimmungen und unterliegt wahrscheinlich dem vorgeburtlichen Sklavenrecht.

    Was wohl geschähe, wenn einer dieser drei Jungen in fünfzig Jahren oberster Bundesrichter wird und sich an seine vorgeburtliche Geschichte erinnert? Flieg, Phantasie, flieg!

Deine Meinung ist uns wichtig

*