EKD: Gelaber und Apokalypse

Die evangelische Kirche verprellt mit seichtem, linksliberalem, rot-grünem Politgeplauder ihre Mitglieder. Die evangelische Mehrheit verliert das Interesse an dem, was die Evangelischen so treiben. 

Alexander Kissler schreibt für CICERO:

Wo EKD drauf steht, ist Politik drin: Die Vertreterinnen und Vertreter des hiesigen Mehrheitsprotestantismus halten mit ihrer Meinung nicht hinter dem Berg, wenn Fragen von Umwelt- und Geschlechtergerechtigkeit, Migration und Kapitalismus tangiert werden. Bei den Stichwörtern Erlösung, Auferstehung, Endgericht werden sie schmallippig. Diese Praxis ist ebenso notorisch wie die Kritik daran. Udo di Fabio, Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats zum Reformationsjubiläum, warnte nun, das Politische dürfe für eine Kirche nie das Zentrale sein. Günther Beckstein vermisst vor lauter Energiesparlampenrhetorik lutherische Theologie. Selbst Petra Bahr, Kulturbeauftragte der EKD, wandte sich gegen „kolossale Wortverschwendung“ in den Gottesdiensten. Fürbitten klängen manchmal wie Reden vor der UN-Vollversammlung.

So ist es. Leider.

Hier: www.cicero.de.

Kommentare

  1. SO? Ist es nicht. Gott sei Dank!

  2. ConfessorReformatus meint:

    @ Ernst, Belege ?
    Auch wenn es welche gibt, dass dem nicht so ist, wie im Kommentar skizziert, dürften dies Randerscheinungen sein und immer mehr zu Randerscheinungen werden, „Der Fisch stinkt vom Kopf her“, und in der EKD wird der Gestank für bibel- und bekenntnistreue Christen bald nicht mehr auszuahalten sein.

  3. @confessor : Wer bleibt denn hier Belege schuldig? Woher weißt Du das, kennst Du das, worüber Du schreibst? Bist Du Mitglied einer evangelischen Kirche? Was gibt Dir eigentlich das Recht, darüber zu spekulieren, was evangelische Christen aushalten oder nicht? ´Confessor reformatus´?

  4. Hier in Hamburg ist es genau so, wie es in diesem Zeitungsbericht geschildert wird!!!

  5. Christian meint:

    Hallo Ernst, ich kann zwar nicht für confessor Reformatus sprechen, doch ich selbst war und bin weiterhin, formal gesehen, Mitglied der evangelischen Landeskirche. Mich hat genau die im obigen Absatz beschriebene Haltung aus meiner Heimatgemeinde getrieben: Es wurde viel gepredigt, nur leider kein Evangelium. Leider sieht die Situation in meiner Gegend in vielen landeskirchlichen Gemeinden ähnlich aus, so dass ich mich einer freien Gemeinde angeschlossen habe. Ich weiß natürlich, und bin froh darüber, dass es immer noch Gemeinden in der EKD gibt, in denen ein klares Evangelium gepredigt wird. Zumindest in meiner Nähe befinden diese sich jedoch klar in der Minderheit.

    Lieben Gruß
    Christian

  6. Alsterstewart meint:

    Mein alter landeskirchlicher Pastor pflegte immer zu sagen: „Wenn irgendwo in einer Gemeinde das Feuer des Heiligen Geistes anfängt zu lodern, kommt die kirchliche Feuerwehr bald, um den Brand zu löschen.“

  7. Markus meint:

    @Ernst: Wo werden heute von EKD-Pfarrern die zentralen Themen Sünde (auch und gerade bzgl. sexueller Unzucht), Gericht, Hölle, Buße, Heiligung, Unbeflecktsein von der Welt, biblische Stellung der Frau in Ehe und Gemeinde usw. gepredigt? Ich vermute eher, dass ein Pfarrer, der klar christliche Positionen vertritt, massiv Schwierigkeiten bekommt.
    Belege für den groß angelegten Abfall der EKD sind zum Beispiel: Parteifunktionäre der „Grünen“ an der Spitze der EKD, Frauenleitung und -predigt, ein überaus mächtiger Weltanschauungsbeauftragter (HJ Hemminger), der massiv und in trauter Gemeinschaft mit Vertretern atheistischer Verbände die christliche Schöpfungslehre diffamiert, selbstverständlich vollfinanziert vom Kirchenvolk, die Stellung der Kirche zu Sexualethik, fast durchgängig linke politische Positionen, Synkretismus, historisch-kritische Theologie, um nur einen kleinen Teil zu nennen. So wie die „Kirche“ sich im dritten Reich dem Zeitgeist angepasst hat, tut sie es auch heute. Die Bibel nennt das Hurerei (Jakobus 4,4). Dass es hier und da vereinzelt noch christliche Pfarrer und Gemeindemitglieder gibt, ändert nichts an der Gesamtlage. Sie mißachten jedoch, so vermute ich, 2. Korinther 6, 14-18.
    Es mag unklar sein, wie man heute „evangelische Christen“ definieren soll. Christen – so wie die Bibel sie definiert – können das, was sie in der EKD vorfinden, in der Tat kaum aushalten. Ich bin vor wenigen Jahren – viel zu spät – ausgetreten.

Deine Meinung ist uns wichtig

*