EKD Synode berät über erweiterten Familienbegriff

Die Synode der EKD berät über erweiterten Familienbegriff des Pfarrdienstgesetzes für Pfarrerinnen und Pfarrer. Das Nachrichtenportal MEDRUM informiert:

Künftig soll Familie nicht mehr nur Vater, Mutter und Kinder sein. Auch Pfarrerinnen oder Pfarrer, die in einer geschlechtsgleichen Partnerschaft zusammenleben, sollen als Familie angesehen werden. So sieht es eine Novellierung des Pfarrdienstgesetzes vor, über das die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) berät.

Aus der Begründung zur Erläuterung des Begriffes »familiäres Zusammenleben«, der in der Vorlage gewählt wurde, heißt es: »Der Begriff ›familiäres Zusammenleben‹ ist hingegen bewusst weit gewählt. Er umfasst nicht nur das generationsübergreifende Zusammenleben, sondern jede Form des rechtsverbindlich geordneten Zusammenlebens von mindestens zwei Menschen, das sich als auf Dauer geschlossene, solidarische Einstandsgemeinschaft darstellt und damit den in Satz 2 genannten inhaltlichen Anforderungen Verbindlichkeit, Verlässlichkeit und gegenseitige Verantwortung genügt.«

Mehr hier: www.medrum.de.

Kommentare

  1. Und wie steht es damit: ER schuf sie als Mann und Frau???? Ist die Kirche tatsächlich eher von innen her gefährdet? Aber die Kirche konstituiert nicht die Gemeinde. Dient die Kirche dem einen Herrn oder zusätzlich dem Zeitgeist?

  2. Mal abgesehen davon, dass sich bei „Medrum“ (wer steckt eigentlich hinter diesem Portal?) serienweise hanebüchene Kommentare zur EKD-Meldung finden, muss man schon traurig sein über diese Vorlage bei der Synode!
    Dennoch: wer zur Kenntnis nimmt, was damals in Korinth los war, als Paulus den Christen schreibt, der kann sich nicht allzu sehr wundern und sollte gelassener sein. Die Kirche (oder Gemeinde, ist ja das gleiche) ist vermutlich meistens ´von innen´ her gefährdet. Hier wird es immer neue Herausforderungen geben. Aber wer glaubt, irgendeine sponti-freie Gemeinde oder sonstwie geartete ´chapel´ werde da auf Dauer klarer sein, der wird noch sein blaues Wunder erleben!
    Wer ist denn für Christival eingetreten, als der Kongress wegen eines Seminars zur Homosexualität massiv attackiert wurde? Oder wer hat sich hinter die ´Evangelikalen´ gestellt, als Oda Lambrecht und Christian Baars sie diffamierten?

  3. @ ernst

    Du…?

  4. Interessant ist doch, dass sich die EKD-Spitze in aller Öffentlichkeit vom bisher Selbstverständlichen verabschiedet. Dies machte der neue Ratsvorsitzende auch gestern in einem Radiointerview mit dem „DLF“ deutlich: Die evangelische Kirche solle sich den gesamtgesellschaftlichen Realitäten stärker als bisher öffnen und den gesellschaftlichen Reformprozess „behutsam“ fördern. Dies bedinge auch innerkirchliche strukturelle Reformen.

    Zu diesen wolkigen Ausführungen des neuen Ratsvorsitzenden passt diese Meldung, wonach Familie zumindest für Teile der EKD-Führung nicht mehr aus Vater/Mutter-Kind besteht, sondern auch anders zu definieren ist. Dies entspricht schließlich der gesellschaftlichen Realität und muss – nimmt man den neuen Ratsvorsitzenden beim Wort – zu innerkirchlichen Reformen (aber dabei schön behutsam) führen.

    Schöne neue Welt….?!

  5. @Stewart: Ja, solche ersten Signale stehen oft für ein Programm. Es kommt so, wie es zu erwarten war. Schade!
    Liebe Grüße, Ron

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