Ekelhaft symptomatisch

Um unerwünschte Schwangerschaften während der häufig alkoholseligen Festtage zwischen den Jahren zu vermeiden, erhalten britische Frauen auf Wunsch in den kommenden Wochen kostenlose Rationen mit einer „Pille danach“. Auf diese Weise sollen ungewollte Schwangerschaften zu den Feiertagen eingedämmt werden.

Das ist ekelhaft und zugleich symptomatisch für eine Gesellschaft, die die Wertschätzung des Lebens gegen rastlose Lustbefriedigung eingetauscht hat. Anstatt grenzenlose Selbstverwirklichung, bei der Kinder als Störfaktoren empfunden werden, kritisch unter die Lupe zu nehmen, gibt’s eine Abtreibungspille, staatlich subventioniert.

Hier die Meldung: www.welt.de.

Kommentare

  1. Johannes meint:

    Kindermord an Weihnachten … wie wenig sich die Zeiten doch ändern!

  2. Schandor meint:

    @Johannes

    Prädikat: Gut gebrüllt, Löwe!

  3. Naja, „Weihnachten“ hat ja wohl nicht umsonst die heidnische Feier zu Ehren des kinderfressenden Saturn als Grundlage der Feierlichkeiten… Von daher ist der Bezug zum Kindermord auf jeden Fall schon mal gegeben. Da frage ich mich schon seit Jahren, ob die Christenheit sich bewusst ist, was sie da feiert: Io Saturnalia!

  4. Johannes meint:

    @Jonas: Wenn dem so ist, was gäbe es für einen besseren Tag, als die Geburt Christi und damit den Anfang und den Sieg neuen Lebens für eine dem Tod verfallene Welt zu feiern? Wenn ich das Neue Testament richtig verstehe, kommt es nicht darauf an, wann wir etwas feiern, sondern was und wie wir feiern. Um aber nicht vom Thema abzulenken: Dass hier ein Staat, der, sagen wir mal, nicht gerade im Geld schwimmt, tatkräftig bei der Vernichtung seiner Bevölkerung mitwirkt, ist wirklich widerlich – das Verhalten der Eltern sowieso.

  5. @Johannes: Ich stimme Dir zu, dass es keine Rolle spielt, wann wir feiern. Für mich persönlich findet jeden Tag „Weihnachten“, „Ostern“ und Pfingsten statt. Ich lebe täglich im Bewusstsein dieser Fakten und in der Dankbarkeit dafür. Dass diese Feiern an einem speziellen Tag gefeiert werden sollen oder auch schon nur von den ersten Christen zur Zeit der ersten Apostelgenerationen an einem speziellen Tag gefeiert wurden, davon lese ich im NT nichts. Hingegen lebten jene Christen in einem Umfeld, in welchem die gezielte Dezimierung der Bevölkerung staatlich betrieben wurde. Heute nennt man dies unter anderem Christenverfolgung. Was ich mich aber vielmehr frage, ist jenes: Was ist unser Auftrag als Gemeinde? Sind wir bereit, als Gemeinde Menschen, Sündern wie Du und ich, einen Platz und die gehörige Unterstützung zu bieten, die sie benötigen, um ein „ungewolltes“ Kind austragen, gebären und erziehen zu können? Ich glaube, wenn wir die nötigen Hilfen und Mittel bereitstellen und dafür beten, sie auch tatsächlich einsetzen zu können, DANN sind wir berechtigt, öffentlich gegen diesen Kindermord (den ich keinesfalls relativieren will) aufzustehen und dagegen anzupredigen. Wir haben einen Auftrag in der Welt, eine Mission. Doch haben wir auch wirklich einen Platz und die Ressourcen für diejenigen, die wir missionieren sollen?

    LG
    Jonas

  6. Johannes meint:

    @Jonas: Ich kann Dein Argument verstehen, und es ist ohne Zweifel bedauerlich und traurig, dass wir als Christen viel zu oft hinter dem, was wir predigen, zurückstehen und der Sünde in unserem Leben Raum lassen. Der Auftrag der Gemeinde Jesu, also Deiner und meiner, ist allerdings nicht uns, sondern Christus und sein Wort zu predigen! Nicht wir als Christen oder als Gemeinde sind Gegenstand der Verkündigung an die Welt, sondern Gottes Wort in Jesus Christus. Und Gott ruft in diesem Wort uns allen zu: Du sollst nicht töten!

  7. Johannes meint:

    Herzlichen Gruß! 🙂

  8. Hier noch ein Beitrag des SPIEGEL zum Thema:

    http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,802235,00.html

    Auszug:

    Begünstigt die Pille danach nicht gerade verantwortungsloses Verhalten?

    „Eben nicht. Verhütungsmittel versagen auch innerhalb einer Ehe. Die Hälfte der Frauen, die in Großbritannien eine Abtreibung vornehmen lässt, sind Mütter. Die Leute planen eben keinen ungeplanten Sex, sie nehmen sich nicht vor, sich schlecht zu verhalten. Auch nicht wenn sie die ‚Pille danach‘ im Schrank liegen haben.“

    Das Plakat, mit der BPAS für die Aktion wirbt, lässt auch andere Schlüsse zu. „Macht Weihnachten dich an?“ steht dort. Und darunter formt eine Lichterkette das Wort „Sex“. Dazu allerlei zweideutige Anspielungen rund ums Anmachen, Heißmachen, Anknipsen, Abschalten. Irgendwie kommt das Plakat nicht wirklich verantwortungsbewusst daher.

    Alles nur Vorurteile, sagt Fitzgibbon, „dass die Frauen rausgehen, feiern, sich betrinken, einen Mann abschleppen, leichtfertig mit ihm in die Kiste steigen“. Allerdings versteht die Organisation offenbar sehr wohl, mit diesen Vorurteilen zu arbeiten, wie die Kampagne zeigt. „Es gibt Menschen in diesem Land, die so tun, als gebe es keine ungewollten Schwangerschaften. Die meinen, man hat nur Sex, wenn man mit dem Partner auch ein Kind bekommen will. Aber das ist weltfremd.“ Die Kampagne spiegelt die Doppelmoral der britischen Gesellschaft wider, die Verlogenheit im Umgang mit Sexualität.

    Liebe Grüße, Ron

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