Evangelium?!

Warum sollten Christen unentwegt über das Evangelium nachdenken? Gibt es nicht andere, viel wichtigere, Themen?. »Einer der größten und am weitesten verbreiteten Fehler in unseren heutigen Gemeinden ist es, dass man denkt, das Evangelium sei etwas für Ungläubige und frisch Bekehrte, diejenigen aber, die im Glauben gewachsen seien, brauchten es nicht mehr ständig zu hören, sondern könnten sich höheren Lehren zuwenden«, meint Jonas Erne.

Hier mehr dazu: jonaserne.blogspot.com.

Kommentare

  1. Schandor meint:

    Wenn man allerdings eine Gemeinde besucht, in der (fast) nur evangelisiert wird, stellt man sich ständig die Frage: Bin ich denn überhaupt erlöst? Wo bekomme ich Lebenshilfe? Das ist die andere Seite.

  2. Ich denke, das Problem ist die TRENNUNG zwischen Evangelium und höheren bzw. weiterführenden Lehren. Ich beobachte ebenfalls, dass das Evangelium gerne als Startpaket nur für den Anfang im Glauben gesehen wird, doch im darauffolgenden Glaubensleben fast keine Rolle mehr spielt, weil es ja nur das Startpaket ist. Das führt, wie Schandor richtig feststellt, zur falsch verstandenen Verkündigung der Botschaft des Evangeliums. Evangelium immer nur als Startpaket. Doch das führt schnell zur Resignation. Es geht aber nicht darum, dass „(fast) nur evangelisiert wird“, sondern es geht um die Frage, wie die weiterführende Lehre (auf welchem Gebiet auch immer, z.B. Ehe und Kindererziehung, Kampf mit Gebundenheiten – also Fragen der Heiligung) mit dem Evangelium verknüpft und vom Evangelium durchdrungen werden kann.

  3. @Schandor: Ich verstehe Dich. Genau hier liegt eben das Problem. Evangelium wird so verkündigt, als wäre es nur etwas für den „Anfang“. Es ist die Botschaft für das gesamte Leben.
    Liebe Grüße, Ron

  4. Paulus verkündigte den ganzen Ratschluss Gottes. Ihm ging es um ein vollständiges Verständnis des Wesens Gottes, seiner Absichten für die Welt und um ein neues Denken, das dem menschlichen sündhaften Streben entgegengesetzt ist. Es gibt nur ein Evangelium, das die Kraft zur Errettung hat (was sowohl die einmalige Erlösung als auch der Weg der Heiligung beinhaltet).
    Dieses Evangelium ist die Grundlage für die Beziehung zu Gott und das gesamte Leben, das darauf aufbaut. Die fälschliche Trennung beruht darauf, dass wir gerne mit der Gnade anfangen („Evangelium für Ungläubige“), danach aber dann im Fleisch (aus eigener Kraft) vollenden wollen. Dies ist auch einer der Ursachen, warum wir soviel Kraftlosigkeit und Nöte in unseren Gemeinden haben. Die Quelle unserer Kraft ist das Evangelium Jesu Christi. Wir werden aus dieser Quelle erlöst und wir müssen täglich aus dieser Quelle leben.

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