Frohe Weihnachten

Die WELT AM SONNTAG hat den Ethnologen Thomas Hauschild zum Weihnachtsmann befragt (Ausgabe vom 23.12.2012, S. 49):

Der Konsens unter aufgeklärten Menschen ist, dass der Weihnachtsmann nicht existiert. Trotzdem tut man so.

Die Antwort:

Das ist postmoderne Religion. Man will religiös sein. Ob man es wirklich ist, ist eine andere Frage.

Die „so als ob Religion“ ist weit verbreitet. Eine große Blendung, die das, was wichtig ist, versteckt. Mögen bei all dem Weihnachtszauber doch viele Menschen erkennen, worum es eigentlich geht. Der Retter ist gekommen, die Last unserer Sünden zu tragen.  „Jesus ist kommen, Grund ewiger Freude; A und O, Anfang und Ende steht da. Jesus ist kommen, nun springen die Bande, Stricke des Todes, die reißen entzwei. Jesus ist kommen, der starke Erlöser, bricht dem gewappneten Starken ins Haus, sprenget des Feindes befestigte Schlösser, führt die Gefangenen siegend heraus.“

Ich wünsche allen TheoBlog-Lesern ein gesegnetes Weihnachtsfest und Gottes Segen für das Jahr 2013! Jesus ist kommen, sagt’s aller Welt Enden. Eilet, ach eilet zum Gnadenpanier!

Schalom, Ron

Kommentare

  1. Ich wünsche Dir auch ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr. Danke für deinen Blog, ich lese ihn echt gerne!

  2. Schandor meint:

    … und wenn man dem Gesang der Schüler beim Advent-Singen in der Kirche lauscht, kommt man auf die Idee, die Texte zeugten von Christentum.

    Doch in Wahrheit gehört es sich einfach, Lieder mit “christlichen” Inhalten, von Christi Ankunft auf Erden, von Erlösertum, von Gnade usf. zu singen. Es nicht zu tun, verstieße einfach gegen den “guten Ton”.

    Die Schüler singen und singen, dass es einem bei den Texten warm um’s Herz werden könnte. Und doch sieht und weiß man: Die könnten genauso gut chinesische Drachen besingen und sähen alle trotzdem gleich drein – und im Innern ihres Herzens passierte dasselbe wie beim Besingen des Erlösers – nämlich nichts, abgesehen von der brennenden Hoffnung, bald aus der saukalten Kirche entweichen zu dürfen.

    Das ist nun freilich nicht einmal mehr Religion “als ob”, sondern nichts als schale Tradition. Denn wir alle wissen, wen das Christkind auch dieses Jahr wieder rettet: Den Einzelhandel. :)

  3. Dir auch ein schönes und gesegnetes Weihnachtsfest.

    Lg,

    Andi

  4. Hans-Jörg meint:

    Danke für die reiche Information, die Du sammelst und weitergibst. Habe viele nützliche, informative und aufklärende Infos erhalten. Weiter so!
    Und natürlich, hätte ich beinahe vergessen, schöne Feiertage beim wohl wärmsten Heilig Abend seit 50 Jahre. Erderwärmung? Besser Herzerwärmung, die tut not!

    Herzlicher Gruss, Hans-Jörg

  5. Roderich meint:

    Lieber Ron,
    vielen Dank auch für Deine hervorragenden Beiträge hier.
    Und allerseits ein frohes (“nicht-als-ob”) Weihnachtsfest gewünscht!

  6. Dann möchte ich auch Weihnachtsgrüße loswerden … (auch als „nichtregelmäßiger Leser“).

    Eigentlich sind die Weihnachtsgrüße in zweierlei Hinsicht zu verstehen,
    einmal:

    „Er kam in das Seine (= sein Eigentum), doch die Seinen (d. h. die ihm Eigenen) nahmen ihn nicht auf;“ (Johannesevangelium, Kapitel 1, Vers 11)
    „ein Jünger muss zufrieden sein, wenn es ihm ergeht wie seinem Meister, und ein Knecht, (wenn es ihm ergeht) wie seinem Herrn. Haben sie den Hausherrn Beelzebul (= Satan) genannt, wie viel mehr werden sie das bei seinen Hausgenossen tun!“ (Matthäusevangelium, Kapitel 10, Vers 25)

    und:
    „Sie wird Mutter eines Sohnes werden, dem du den Namen Jesus geben sollst; denn er ist es, der sein Volk von ihren Sünden erretten wird.“ (Matthäusevangelium, Kapitel 1, Vers 21)
    „So redete Jesus …
    Vater, ich will, dass da, wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mir gegeben hast, damit sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir verliehen hast; denn du hast mich schon vor der Grundlegung der Welt geliebt.“ (Auszug aus dem Johannesevangelium, Kapitel 17)

    So wünsche ich dir Ron, wie auch den engagierten und treuen Kommentatoren und auch jedem Leser die froh machenden Nachrichten zuerst und Trost, dennoch Treue, Tapferkeit und Mut angesichts der anderen Botschaften.

    Ganz liebe Grüße von Lutz

  7. In Dresden hat der klassischen Weihnachtsmarkt ernsthafte Konkurrenz bekommen vom 1000-Funkel-Markt. Ein künstliche Märchenlandschaft, die bis zum Jahresende zu erleben ist – eine direkte Verbindung zu Weihnachten im klassischen Sinne findet sich da überhaupt nicht mehr. Der Leipziger Weihnachtsmarkt hatte dieses Jahr auch keine Krippenszene mehr zu bieten, stattdessen fand sich eine Märchenstrasse.
    Zumindest im Osten wird also Weihnachten zu großen Teilen nicht mehr als christliches Fest gefeiert, inhaltlich ist das nichts neues – aber auch von den Formen her ist dieser Entkopplungsprozess nahezu abgeschlossen.
    Es ist im besten Sinne eine “märchenhafte Zeit” – auf ein “Märchen” mehr oder weniger kommt es da nicht an.

  8. Roderich meint:

    Fangen wir halt wieder an, es neu zu verkoppeln… :-)
    Erweckung und Reformation in 2013. Beten wir dafür.

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