Für eine Erweckung in Deutschland braucht es „Biblische Theologie“

TGCMatthias Lohmann und Michael Clark haben einen guten Artikel über die Notwendigkeit der „Biblischen Theologie“ geschrieben. Die Gospel Coalition hat „Revival in Germany Needs Biblical Theology“ heute veröffentlicht:

Imagine, if you can, a training center for young doctors whose curriculum focused entirely on studying individual parts of the human body. One day students might investigate the elbow, which would arrive hermetically sealed and sterile. Next, attention would shift to the kidney or the eyeball and so on. Over time, each part of the body would become the subject of extensive analysis, being dissected and re-dissected into ever smaller units, which would themselves then become the focus of further scholarly inquiry. Yet at no point would students ever investigate the interaction between these parts and their relationship to the body as a whole. Indeed, though the existence of the body was widely recognized as „fact,“ the very idea of such an enquiry into its combined function was deemed „unscientific“ by the authorities and ruled out as a suitable topic for research.

What would be the consequences of such an approach to medical education? To begin, while students might graduate with extensive knowledge about all manner of things, they would understand next to nothing about the parts they had been examining. For how can you explain what a nose is and does without reference to the face on which it sits, the central nervous system, and the brain? Worse still, they would be hopelessly ill-equipped to deal with a person as a whole. Their training would give them no way of distinguishing between a complete collection of diverse human „material“— each piece carefully dissected, labeled, and sealed in individual plastic bags — and their own living, breathing daughter. Without some understanding of the bigger picture, of how the parts fit together within the whole, their knowledge would ultimately amount to almost nothing.

Hier mehr: thegospelcoalition.org.

Wer mehr über die „Biblische Theologie“ erfahren möchte, sollte sich schnell für die im Artikel erwähnte Konferenz anmelden.

Kommentare

  1. Der Aufruf zurück zur biblischen Theologie um Erweckung zu fördern ist nicht neu, da gab und gibt es viele Initiativen. Allerdings ist mir keine Erweckung in der Kirchengeschichte bekannt, wo die „richtige Theologie“ der Auslöser oder zündende Funke war. Gibt es da historische Beispiele? Meines Wissens waren die Auslöser von Erweckungen eher Buße, Vergebung, Versöhnung, Neuausrichten der Beziehung zu Gott, usw.

  2. Das muss ja kein Widerspruch sein. Ein historisches Beispiel wäre allerdings Luther. Da ging es weder um Buße, Vergebung oder Versöhnung.

    Liebe Grüße, Ron

  3. Mal abgesehen davon, was man jetzt unter „Erweckung“ versteht – kann es Buße, Vergebung, Versöhnung …. ohne Theologie geben?
    Also ich denke, dass dies gar nicht möglich ist. Entspringt doch das Ganze aus den „Mitteilungen Gottes an Menschen“.
    Es geht doch nicht um irgendeine „Buße“ oder irgendeine „Vergebung“ oder …
    Das Ganze muss dem Menschen gesagt werden …
    Die, die was zu sagen haben, sollten wissen, was sie sagen und woher die Information kommt …
    Es ist ja nicht egal um welchen Christus es letztlich geht …
    Insofern sehe ich hier auf alle Fälle Theologie …

    Mal ein Auszug aus der Biografie „George Whitefield“ von Benedikt Peters, CLV – auch als PDF hier kostenfrei lesbar:
    http://clv-server.de/pdf/255374.pdf

    Zitat: „ …Whitefield begann regelmäßig, ausgiebig und systematisch die Bibel zu studieren:

    Ich legte alle anderen Bücher beiseite und fing an, auf den Knien die Heiligen Schriften zu
    lesen und betete über jede Zeile, jedes Wort. Das war wahrhaftig Trank und wahrhaftig Speise
    für meine Seele. Täglich empfing ich Leben, Licht und Kraft von oben. Ich empfing beim
    Lesen des Buches Gottes innerhalb eines einzigen Monats mehr Erkenntnis, als ich aus allen
    Büchern von Menschen hätte gewinnen können.

    Auf diese Weise begann er das biblische Fundament zu legen, auf dem sein Dienst als
    Evangelist ruhen konnte. Wie hätte er in späteren Jahren auch vierzig Stunden wöchentlich
    predigen können, hätte er sich nicht zuerst eine gründliche Kenntnis des Wortes Gottes
    angeeignet und hätte er es nicht gelernt, täglich aus dem Wort Gottes zu leben! …“ (Seite 29 des Buches)

    Aber Theologie (ich weiß von welchem Christus geredet werden muss …) ist nicht nur wichtig für die „Schlafenden“ oder „Toten“, sondern eben auch für die „Wachen“ und „Lebenden“.
    Insofern sollte nicht allein „Erweckung“ Motivation sein.

    Wenn ich mit der maschinellen Übersetzung den Grundgedanken richtig erfasst habe, der hier im Artikel zum Ausdruck kommen soll, geht es darum, dass Einzelerkenntnisse den Blick für das „große Ganze“ nicht hindern dürfen.
    Wie das jetzt (falls ich hier richtig liege) aber mit der Überschrift zusammenhängt, erschließt sich mir noch nicht.

  4. @ Ron: An Luther habe ich auch gedacht – allerdings war das eher „Reformation“, nicht eine „klassische Erweckungsbewegung“ (wie z.B. die Erweckung in Wales, oder unter Whitefield oder Wesley). Ist ein bisschen schwer, dass zu beschreiben. Ich will damit jetzt nicht die Reformation herunterspielen. Nur denke ich bei Erweckungen eben nicht an Luther, sondern eher so etwas wie Whitefield, Wesley, Wales, Hebriden, usw.

  5. @The Road: Mag sein, dass die Reformation nicht in das Bild von E. passt, das viele haben. Ich sehe jedoch einige Kriterien erfüllt, so z. B. die Erneuerung des Glaubens auf der Grundlage der Schrift, Wiederentdeckung des Evangeliums, Belebung der Predigten und des kirchlichen Lebens, Veränderung der Gesellschaft. Die R. bildete ja geradezu die Grundlage für spätere Erweckungen.

    Dagegen habe ich meine Zweifel an mancher Erweckungsbewegung, an die schnell und gern gedacht wird. Finney gehört dazu.

    Liebe Grüße, Ron

  6. Roderich meint:

    @The Road less traveled,
    als die Bibel ins Deutsche übersetzt wurde (durch Martin Luther), begannen sehr viele Menschen, sie zu lesen und erlebten eine Erweckung. Was sonst soll denn Erweckung sein?
    Die Reformation ging sogar viel weiter – die christliche Weltsicht wurde prägend für die gesamte Gesellschaft, veränderte Wirtschaft, Wissenschaft, Kunst, Recht, Politik… sie ging also noch viel weiter und tiefer als eine bloße „Erweckung der Herzen“.

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