Gender Mainstreaming: Emanzipation oder Tyrannei?

Robert Spaemann schreibt im Vorwort zum Buch Die globale sexuelle Revolution:

Das Wort „Gender Mainstreaming“ ist den meisten Bürgern unseres Landes nicht bekannt. Es ist ihnen daher auch nicht bekannt, dass sie seit Jahren von Seiten der Regierungen, der europäischen Autoritäten und einem Teil der Medien einem Umerziehungsprogramm unterworfen sind, das bei den Insidern diesen Namen trägt. Was durch Re-Education aus den Köpfen eliminiert werden soll, ist eine jahrtausendealte Gewohnheit der Menschheit: die Gewohnheit, Männer und Frauen zu unterscheiden; die gegenseitige sexuelle Anziehungskraft beider Geschlechter, auf der die Existenz und Fortexistenz der Menschheit beruht, zu unterscheiden von allen anderen Formen der Triebbefriedigung, sie diesen gegenüber durch Institutionalisierung zu privilegieren und sie bestimmten humanisierenden Regeln zu unterwerfen. Die Umerziehung betrifft letzten Endes die Beseitigung der im Unvordenklichen gründenden schönen Gewohnheit, die wir Menschsein und menschliche Natur nennen. Emanzipieren sollen wir uns erklärtermaßen von unserer Natur.

Das Wort „Emanzipation“ meinte einmal so etwas wie Befreiung. Emanzipation von unserer Natur kann nur heißen: Befreiung von uns selbst. Der Begriff der politischen Freiheit wurde im alten Griechenland geprägt und meinte anfänglich: auf gewohnte Weise leben dürfen. Der Tyrann war der, der die Menschen daran hindert, der sie umerziehen will. Von solcher Tyrannei handelt dieses Buch. Es ist ein Aufklärungsbuch. Es klärt uns auf über das, was zur Zeit mit uns geschieht, mit welchen Mitteln die Umerzieher arbeiten, und mit welchen Repressalien diejenigen zu rechnen haben, die sich diesem Projekt widersetzen. Und zwar nicht nur diejenigen, die in der zur Diskussion stehenden Sache Partei ergreifen, sondern […] alle, die in diesem Zusammenhang irgendwann einmal eingetreten sind für die Freiheit, seine Meinung zu äußern in einer offenen Diskussion.

Das Zitat stammt vom iDAF: www.i-daf.org.

Kommentare

  1. I. Jacob meint:

    Gender ist die Beschneidung und Entmündigung von Menschenrechten. Da Sprache eine lange kulturelle Entwicklung hinter sich hat und die Kultur prägte, ist es eine Verhöhnung unserer kultur-historischen Werte und Zwang sich anderen Wertkategorien unterzuordnen. Diese Sprachform käme der Bücherverbrennung gleich. Man kann, wenn jemand das wünscht auch durch eine bessere Wortwahl, die die deutsche Sprache auch ungegendert zur Verfügung hat, sich ausdrücken. Es ist wieder der Versuch Millionen für sinnlose Sprachverhunzung zu verpulvern. Eine Politikerin forderte ja auch schon mal, dass wir unsere Muttersprache zu Gunsten einer anderen Sprache in unserem Heimatland opfern sollten, so dass die Gendersprache auch ein Generalangriff auf unsere Sprachkultur ist, wie das Verbot von Wörtern wie Zigeunerschnitzel, was ein Schnitzel mit Letscho ist, weil es angeblich diskriminierend ist. Eine neue Sprachdiktatur, welche uns all unserer kulturellen Bodenständigkeit berauben will. Während Menschen die anders gepolt sind den Gender Rattenfängern hinterherlaufen, weil es angeblich Diskriminierung, die in den Köpfen anfängt verhindern soll, merken sie nicht, das Gender allein dazu dient durch Frühsexualisierung eine neue Generation für die Prostitution zu erziehen, denn dieser Markt bringt Rekordgewinne. Die Antidiskriminierung ist nur Tarnung und die anders gepolten sollten mal drüber nachdenken, ob sie weiter dem ideologischen Genderwahn einer politischen Kaste hinterherrennen, anstatt selbst gegen Diskriminierung zu kämpfen und es mit ihrem Gewissen vereinbaren müssen, dass dank pornografischer Umerziehung durch die Gender Kaste, die Würde des Menschen ausgehebelt wird.
    Es ist dreist und verlogen, wenn Gender Ideologen sich hinsetzen und tönen, die Gewalt an Frauen in Köln ist abscheulich und eigentlich indirekt die Opfer verhöhnen, weil sie mit der Frühsexualisierung die Kinder schon dazu erziehen, als Objekte von Begierden willig zu sein.

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