Gottes Kicker

DAS MAGAZIN hat wieder kräftig zugeschlagen und knüpft sich diesmal Fußballspieler vor, die sich öffentlich zum Glauben an Jesus Christus bekennen.

Hier der Artikel von Cathrin Gilbert: www.spiegel.de. Für notwendige Richtigstellungen und konstruktive Anmerkungen ist Frau Gilbert bestimmt dankbar.

Kommentare

  1. Hallo,

    Also vielleicht stehe ich voll auf dem Schlauch, aber das ist der mit Abstand differenzierteste Artikel, den ich in diesem Magazin jemals über „die Evangelikalen“ gelesen habe. Klar ist, dass die Autorin vorallem zwischen den Zeilen nicht gerade für den Glauben Werbung macht. Was soll man auch anderes von einem säkularen Magazin erwarten, aber dennoch sehe ich nicht viele entscheidende Aussagen, die eine Richtigstellung erfordern würden.

    Wenn ich als Christ einen Artikel über die brasilianischen Fußballer schreiben würde, würde ich das in einem anderen Ton und aus einer anderen Perspektive tun, aber darum nicht unkritisch. Das „Prosperity Gospel“, die extremen pfingstlerischen Tendenzen, die eher an den Schamanismus als irgendwie ans Christentum erinnern und alles was damit zusammenhängt sollten uns als reformatorische Christen sehr besorgt machen…
    Oder etwa nicht?

  2. Lieber Walter,

    ich habe den Artikel nochmals gelesen und stimme Dir mit Einschränkungen zu: Er ist verhältnismäßig fair geschrieben. Vorwürfe werden als »Versionen« vorgetragen. Vielleicht, weil sie so rechtlich nicht zu »handeln« sind. Doch das ist Vermutung.

    Aber meinst Du wirklich, Bordon habe Rost vorgeworfen, besessen zu sein? Oder glaubst Du, dass zu wenig fußballerischer Erfolg von Bordon und Co. als Zeichen Gottes dafür interpretiert wird, mehr Geld spenden zu sollen? Ich habe einige gläubige Fußballprofis kennengelernt und so naiv, wie hier dargestellt, waren sie (auch theologisch) nicht.

    Sorgst Du Dich ernsthaft darum, ich sei ein Befürworter des Wohlstandsevangeliums? Oder ist die letzte Frage rhetorisch gemeint?

    Liebe Grüße, Ron

  3. Lieber Ron,

    Erstmal möchte ich klar stellen, dass ich niemals auch nur andeuten wollte, dass du ein Vetreter des Wohlstandsevangeliums sein könntest. Ich kann eigentlich fast allem was du so schreibst von Herzen zustimmen und bin sehr dankbar für deine Artikel. Die Frage war rhetorisch gemeint (wenn auch vielleicht ein bisschen zu provokativ)…

    Zweitens kann ich deiner Antwort eigentlich nur zustimmen. Ich möchte und kann eben auch nicht über die Fußballer urteilen. Wenn du einige persönlich von ihnen kennst, hast du da wahrscheinlich den viel besseren Einblick. Aber ist es nicht so, dass in vielen Pfingstgemeinden gerade in Südamerika „Teufelsaustreibungen“ und das Wohlstandsevangelium sehr verbreitet sind?

    Liebe Grüße,
    Walter

  4. Lieber Walter,

    ich stimme Dir zu: Der religiöse ›Jahrmarkt‹ in Südamerika, besonders in Brasilien, ist skurril und fast undurchschaubar (und prägt natürlich auch den ein oder anderen Sportler). Es wird dort viel betrogen. Wir haben in unsere Gemeinde jemand, der in Brasilien gearbeitet hat und wenn er anfängt, zu erzählen, fühlt man sich in einen Zirkus versetzt.

    Es beruhigt mich, dass ich nicht ernsthaft den Eindruck erwecke, Befürworter des Wohlstandsevangeliums zu sein. Ich halte es, so wie J. Piper, für einen Fluch:

    http://theoblog.de/?p=266

    Wir leben von der Gnade, nicht von Wohlstandsansprüchen.

    Danke und liebe Grüße, Ron

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