Grotesker Szientismus

Katrin Hummel hat in der FAZ einen Beitrag über das Thema „Sex in der Partnerschaft“ veröffentlicht. Darum geht es: Wenn einer häufiger Sex möchte als der andere, stürzt das manche Paare in eine schwere Krise. Oft sind es die Männer, die ihre Lust als normal darstellen und die Unlust ihrer Partnerin als therapiebedürftig einstufen.

Manche dürfte das Thema sehr interessieren, andere eher weniger. Ich hatte beim Lesen des letzten Abschnitts eine hohe Aufmerksamkeitsbindung. Denn dort treibt der neuzeitliche Szientismus, nach dem sich allein mit naturwissenschaftlichen Methoden alle sinnvollen Fragen beantworten lassen, doch recht seltsame Blüten. Zitat:

Dass ein sexuell erfülltes Leben auch bei betagten Paaren möglich ist und die Ehe keine „Institution zur Lähmung des Geschlechtstriebs“ ist, wie Gottfried Benn es formuliert hat, ist nun sogar bewiesen. Vor kurzem konnte im MRT erstmals nachgewiesen werden, dass es Paare gibt, die nach dreißig Jahren noch richtig verliebt ineinander sind.

Hier der Artikel: www.faz.net.

Kommentare

  1. Schandor meint:

    I speak my mind a little bit out, noch a little baff vor erschrecken about the sudden english framework of the blog. But I take me the freedom to use my own weird syntax, must I say.
    It will not too long lasten, until the science will learn that vegetables healthy are.
    Every day the scientists find a new thing out, which man knew a few hundred years anyway, but I think thats normal.
    A few years ago the scientists found out, that a normal (or: biblical) sexual relationship is healthy for both spouses. Crazy, isn’t it?
    I believe – for the science tells me so … 😉

  2. @ Ron
    „Ich hatte beim Lesen des letzten Abschnitts eine hohe Aufmerksamkeitsbindung“ – –
    Hilfe! Solchen Sprachstyropor von Dir zu lesen…!? 😀

  3. Jordanus meint:

    @ ernst: Sprachstyropor – eine wirklich originelle Kreation!

Ihre Meinung ist uns wichtig

*