Hans Bayer interpretiert die Gleichnisse bei „Markus“

Professor Hans F. Bayer, Autor der Anmerkungen zum Markusevangelium in der ESV Study Bibel sowie eines deutschsprachigen Markuskommentars, hält eine Vorlesung zu den Gleichnissen bei „Markus“. Faszinierend.


VD: DO

Kommentare

  1. Bettina Klix meint:

    Danke für diese wunderbare Vorlesung, die uns den Reichtum der Gleichnisse so lebhaft vor Augen führt. Schon, wie er anfängt, Jesus draws pictures and ENTERS them.
    Ein Muslim hat ihm gesagt, ihr Christen erzählt zu wenig Geschichten.
    (Wenn das lebendig geschieht, vergisst man sogar zu frieren: Ein Pfarrer im Ruhestand in der Nachbargemeinde erzählte die Heilungs-Geschichte von Elisa und dem aussätzigen aramäischen Feldhauptmann so fesselnd nach und deutete sie gleich anschließend so mitreißend, dass ich mich nicht mehr in der ungeheizten Kirche befand. )
    Was mich besonders beindruckt hat bei Bayer : Die Erinnerung daran, dass wir nicht entmutigt sein sollen, denn auf uns kommt es letztlich nicht an. This Kingdom is different. It is going to come.
    Nicht wir selbst werden ein „glorious life“ haben.

  2. @Bettina: Vielen Dank für die Beobachtung! Mir selbst ist das gar nicht aufgefallen. Aber ja, das ist letztlich ein bemerkenswerter Punkt: Gott kommt zum Ziel, obwohl er mit unzulänglichen und angefochtenen Menschen sein Reich baut. Danke!

    Liebe Grüße, Ron

  3. Schandor meint:

    Schade – mir entgeht das Besondere an diesem Vortrag völlig. Vom „Reichtum der Gleichnisse“ hab ich wenig mitbekommen; aber vielleicht versteh ich ihn nur nicht oder habe kein Organ für das „Eigentliche“. Jedenfalls hört er immer genau dort zu reden auf, wo es interessant wird. Schade!

  4. @schandor
    Da fällt er aber insofern positiv auf, als er die für Akademiker ganz typische Phrase nicht benutzt, die Zeit (in Sitzungen) würde für weitergehende Erläuterungen nicht mehr ausreichen oder mehr Details würden den Rahmen der Publikation sprengen. Inhaltslose et cetera, die blenden sollen, aber eigentlich nur peinlich sind.
    Schön, dass er diesen Habitus scheinbar nicht internalisiert hat.

    Ich fand das Video insgesamt auch sehr gut. Danke fürs Posten und danke für dieses coole Blog, das ich erst seit wenigen Tagen kenne, Ron!

  5. Schandor meint:

    @logan

    Da geb ich Dir Recht – nur wirklich aufschlussreich finde ich seinen Vortrag nicht.

  6. Schandor meint:

    Jedenfalls habe ich mir erlaubt, die Geschichte, die Prof. Bayer eingangs erzählt, ein klein wenig auszumalen (http://www.kurzgeschichten.de/vb/showthread.php?t=49335)

    Die Kommentare finde ich höchst amüsant!

    LGS.

  7. Eigentlich eine ganz nette Geschicht, für eine Kindergeschichte aber wahrscheinlich wirklich zu wenig Spannung.
    Hättest du noch konkretere Hinweise eingestreut, wären dir noch amüsantere Kommentare vergönnt gewesen. Wäre das „böse“ J-Wort gefallen, hätte es Verrisse gehagelt 😉

    Ich war einige Zeit, muss so 2003/2004 gewesen sein, auf kg.de aktiv, allerdings eher im Smalltalk-Bereich denn wirklich kreativ-schreibend. War ne lustige Zeit, was gab´s da immer für Diskussionen…^^
    Gibt´s den User Rainer noch? Seine Kommentare waren immer herrlich komisch.

  8. Schandor meint:

    @logan

    😉 – Ja, du hast freilich Recht: Ich hab einfach ganz schnell was zusammengeschrieben. Einen Rainer kenne ich nicht, aber ich hab nur 3 KG veröffentlicht und kommentiere dort selbst nicht.

    Tja, Herr Prof. Bayer gibt selbst zu wenig preis von dieser Geschichte, sonst könnte ich sie umschreiben oder neu schreiben. Ich glaube, die Geschichte gäbe schon was her. Und darum geht es in diesem Video ja auch: um Geschichten.

    Ich könnte mir vorstellen, dass man mit einer solchen (freilich besser geschriebenen) Geschichte Menschen zum Denken anregen kann. Was mich nur amüsiert hat, war: Warum hat keiner der Kritiker den Mann im weißen Mantel identifiziert?

    LGS.

  9. Weil das Hintergrundwissen wahrscheinlich fehlt. Die Wohnungen bei Gott, die Kindschaft der Bewohner. Um das richtig deuten zu können, muss man biblische Geschichten kennen und wissen, was Jesus über sich selbst gesagt hat. Und wer würde heute noch spontan „Gott“ oder gar „Jesus“ mit dem Begriff „Liebe“ assoziieren? Ich vermute, das werden nicht viele sein. Daher wird auch niemand einen freundlichen, liebevollen Mann im schneeweißen Gewand mit Jesus identifizieren.

    Immerhin wurde die Geschichte zumindest irgendwie religiös/mystisch gedeutet. Das ist ja schon ein Anfang. Darauf kann man sicher aufbauen. Die Idee, diese Geschichte als Aufhänger zu benutzen, ist sehr gut! Sowas kann man sicher gut in missionarischen Hauskreisen verwenden.

  10. Peter Geerds meint:

    1987 – Griechisch-Seminar an der FTA – Dr. Bayer: „Das Wetter hier ist wie in Schottland. Da findet der Sommer auch an einem Mittwoch statt!“

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