Jesus Christus ist das Evangelium

Oswald Chambers vor ungefähr 100 Jahren:

Die pietistischen Erweckungsbewegungen unserer Zeit haben oft nichts von der rauhen Wirklichkeit des Neuen Testamentes an sich, nichts, das den Tod Jesu Christi zu einer Notwendigkeit macht; sie verlangen nur eine fromme Atmosphäre, Gebet und Hingebung. Diese Art des religiösen Erlebens ist weder übernatürlich noch wunderbar; sie musste nicht mit der Passion Gottes erkauft werden; sie ist weder mit dem Blute des Lammes gefärbt, noch mit dem Gepräge des Heiligen Geistes gestempelt; und sie trägt auch nicht jenes Merkmal an sich, das die Menschen mit ehrfürchtigem Staunen sagen lässt: ,Das ist das Werk des Allmächtigen‘. Davon und von nichts anderem ist im Neuen Testamente die Rede. Die persönliche leidenschaftliche Hingegebenheit an die Person Jesu Christi ist die Art der christlichen Erfahrung, von der im Neuen Testamente gesprochen wird. Jede andere sogenannte christliche Erfahrung ist von der Person Jesu Christi losgelöst, d. h. sie hat es nicht mit der Wiedergeburt zu tun – mit dem Neugeborenwerden in das Königreich Christi – sondern nur mit der Idee, dass Jesus Christus unser Vorbild sei. Im Neuen Testament ist Jesus Christus zuerst der Erlöser, ehe Er zum Vorbild wird. Heutzutage wird Er als Aushängeschild einer Religion und als bloßes Beispiel abgetan. Er ist ein Beispiel, doch ist Er noch unendlich viel mehr: Er ist die Erlösung selbst; Er ist das Evangelium Gottes.

Kommentare

  1. Hallo Ron, hast Du zu diesem Zitat die Quelle? Danke

  2. Mein Äußerstes für Sein Höchstes, 29.11.

    Liebe Grüße, Ron

  3. Dieses ist doch eine sehr einseitige Sicht der pietistischen Erweckungsbewegungen bzw.
    der pietistischen Frömmigkeit!

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