Jesus, mein Smartphone und ich

Es lohnt, bei Wortzentriert.at vorbeizuschauen. In dem Artikel „Jesus, mein Smartphone und ich“ heißt es:

Das Smartphone kann zur Tendenz verleiten, nicht einmal mehr verbal kommunizieren zu wollen (d.h. zu telefonieren) sondern nur noch “unpersönlich” per Messaging. Es kann dazu verleiten, jede “ungenutzte” Minute mit Spielen, Sozialen Medien, Nachrichten, Videos oder Musik beschäftigt zu sein, statt Menschen um einen herum und ihre Nöte wahrzunehmen. Wie eine jüngste Studie aufgezeigt hat, können Smartphones Stress und Abhängigkeit verursachen — und das schon bei unseren jüngsten Schulkindern — weil man sich ständig gezwungen fühlt, mit all der Information auf dem Laufenden zu bleiben, die einem das Smartphone liefert.
Diese aufgezeichneten Tendenzen stehen eindeutig in Konkurrenz zu der erneuerten Gesinnung, die wir als Nachfolger Christi haben. Weil das Smartphone die Tendenz mit sich bringt, dass es meine ganze Aufmerksamkeit vereinnahmt, will ich als Christ umso bewusster darauf achten, dass ich aus Liebe zu meinem Nächsten (Joh 13,35; Röm 12,9-10), meine Aufmerksamkeit auf ihn und die Nöte um mich herum lenke (1Kor 10,24). Als Nachfolger Christi will ich bewusst der Tatsache entsprechend leben, dass Gott Menschen in mein Leben stellt und mir über den Weg laufen lässt, den ich dienen kann und soll (Phil 2,3-5). Dieser Gedanke gilt insbesondere für die Aufmerksamkeit, die ich meinem Ehepartner, Kindern, Arbeitskollegen und Geschwistern in der Gemeinde zuwende, statt mich vom Smartphone vereinnahmen zu lassen (Eph 5,28).

Mehr: www.wortzentriert.at.

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Siehe dazu auch: „Wider die digitale Scheinwelt“.

Kommentare

  1. moorwackler meint:

    Warum verbale Kommunikation perse persönlicher sein soll als schriftliche leuchtet mir nicht so recht ein. Dennoch ist der Einfluss des Smartphones (wie der gesamten digitalen Welt) auf unser persönliches Leben ein unter Christen sträflich vernachlässigtes Thema. Es gibt aber erste gute Ansätze, wie das Buch von Tim Challies. Wir sind in den letzten Jahrzehnte von einer digitalen Revolution förmlich überrollt worden, haben das aber kaum bewusst zur Kenntnis genommen …

  2. @moorwackler: Nun, weil für eine verbale Kommunikation mehr Kanäle zur Verfügung stehen (Sehen, Hören usw.). Es mag sein, dass hier und da die schriftliche Kommunikation besser geeignete ist, aber die Regel ist das nicht. Und: Wer schreibt denn heute noch vernünftige Briefe? 😉

    Liebe Grüße, Ron

  3. moorwackler meint:

    @Ron: Nun, im Zitat war vom Telefonieren die Rede – und da bleibt ja dann auch „nur“ das Hören! Vernünftige Briefe wären vielleicht etwas viel verlangt heutzutage 😉 Schön wäre aber, wenn wir zumindest anfangen würden, ordentliche eMails zu schreiben – zum Beispiel. (Und außerdem denke ich, dass man schriftlich manches besser kommunizieren kann, als in jedem persönlichen Gespräch von Angesicht zu Angesicht … ) Entscheidend ist ja nicht nur der Kanal der Kommunikation, sondern überhaupt der Umgang miteinander. Und da sind wir wieder beim eigentlichen Punkt: Technische Kommunikation ist etwas anderes als „natürliche“ (wenn man das so nennen kann). Eine eMail schreiben ist etwas anderes, als einen Brief mit Stift und Papier zu schreiben!

    Jedenfalls sollten Christen sich bemühen, den technologischen Wandel der letzten Jahrzehnte (eigentlich des letzten Jahrhunderts) aufzuarbeiten und zu reflektieren und dann konsequent Schlüsse daraus zu ziehen.

    Liebe Grüße! 🙂

  4. @moorwackler: Stimme zu!

    Liebe Grüße, Ron

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