John Stott: Die Toleranz des Bösen

John Stott:

„Die Toleranz [des Bösen] ist keine geistliche Gabe; es ist das entscheidende Kennzeichen des Postmodernismus, und es ist traurig, dass sie die Substanz des Christentums durchdrungen hat.“

Kommentare

  1. Johannes Strehle meint:

    Gott fürchten – das ist der Anfang der Erkenntnis,
    der Weisheit und Disziplin, die die Narren verachten.
    Gott fürchten heißt das Böse hassen.
    (Gleichsprüche)

  2. In welchem Kontext schreibt Stott das?

  3. Leider kenne ich die Quelle nicht.

    Liebe Grüße, Ron

  4. Stott hat das gut auf den Punkt gebracht; also: Super Diagnose – aber welche Therapie?

  5. Auch auf die Gefahr hin, dass man mich für dumm hält .. warum sollte die Toleranz des Bösen ein Kennzeichen des „Postmodernismus“ sein ?
    Das Böse wurde doch immer toleriert und oft gefordert und gefördert, weil es mehr Vorteile bringt, als das Gutsein.
    ???
    Sogar Gott toleriert das Böse. Sonst hätte doch Jesus Christus nicht sterben müssen.

  6. Johannes Strehle meint:

    @ Jutta

    Ich meine, es kommt auf den zweiten Teil an,
    dass nämlich die Toleranz des Bösen die Substanz des Christentums,
    also die Ausbildung der Pastoren, die Kirchen und Gemeinden, durchdrungen hat.
    Ja, Gott toleriert eine Zeit lang das Böse. Wie irritierend der Erfolg der Gott-losen
    für die Gottesfürchtigen sein kann, durchzieht die Psalmen. Gott lässt seine Sonne
    über Böse und Gute aufgehen und es auf Gerechte und Ungerechte regnen.
    Deshalb: „Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen,
    damit ihr Söhne eures Vaters in den Himmeln werdet.“
    Aber: W i r sollen Licht und Salz sein.
    Paulus schreibt an die Gemeinde in Korinth
    (ich zitiere verkürzt nach der Neuen Genfer Übersetzung):
    Ich habe euch vor dem Umgang mit Menschen gewarnt,
    die ein unmoralisches Leben führen. Dabei dachte ich natürlich nicht
    an Menschen, mit denen ihr zwar in dieser Welt zu tun habt,
    die aber Gott nicht kennen. Wenn ihr den Kontakt mit allen vermeiden wolltet,
    die ein unmoralisches Leben führen, bliebe euch nichts anderes übrig,
    als die Welt zu verlassen. Darum schreibe ich euch jetzt noch einmal
    unmissverständlich: Habt mit niemand etwas zu tun, der sich zur Gemeinde zählt
    und trotzdem ein unmoralisches Leben führt. Ist es etwa unsere Aufgabe,
    über die zu Gericht zu sitzen, die außerhalb der Gemeinde stehen?
    Seid ihr nicht vielmehr verpflichtet, eure eigenen Leute zur Verantwortung
    zu ziehen? Über die draußen wird Gott selbst das Urteil sprechen.
    „Schließt also den, der Böses tut, aus eurer Gemeinschaft aus!“
    Innerhalb von Kirchen und Gemeinden, innerhalb von christlichen Allianzen und
    Verbänden darf es keine Toleranz für Böses geben. Die Regeln sind klar:
    Habt mit niemand etwas zu tun … Schließt aus …
    Wer sich nicht an diese Regeln hält, schädigt den Leib Christi.

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