Judith Butlers leninistische Denkmethoden

Die Philosophin und Gendertheoretikerin Judith Butler bekommt den Adorno-Preis der Stadt Frankfurt. Sie ist eine äußerst einseitige Israel-Kritikerin. Das passt, findet Alan Posener:

Womit wir bei der Philosophin Judith Butler wären, die in diesem Jahr den Theodor-Adorno-Preis der Stadt Frankfurt erhalten soll. Butler ist berühmt für ihre komplizierten Sätze. Dafür hat sie sogar den ersten Preis im „Wettbewerb für schlechtes Schreiben“ erhalten, der von der Zeitschrift „Philosophy and Literature“ veranstaltet wird. Der in der Laudatio zitierte Satz Butlers geht so: „The move from a structuralist account in which capital is understood to structure social relations in relatively homologous ways to a view of hegemony in which power relations are subject to repetition, convergence, and rearticulation brought the question of temporality into the thinking of structure, and marked a shift from a form of Althusserian theory that takes structural totalities as theoretical objects to one in which the insights into the contingent possibility of structure inaugurate a renewed conception of hegemony as bound up with the contingent sites and strategies of the rearticulation of power.“ Auf Deutsch: Ganz so leicht, wie sich die Marxisten die Welt erklären, ist sie nicht.

Und das ist richtig. Leider hat sich Judith Butler einer noch simpleren Welterklärung angeschlossen, nämlich der zuerst von Lenin formulierten Theorie des Imperialismus. Nach Lenin sind selbst die reaktionärsten Regime zu unterstützen, wenn sie nur gegen den „Imperialismus“ – also den Westen – kämpfen. Als Beispiel zitiert er den Emir von Afghanistan, der mehr gegen den britischen Imperialismus leiste als die gesamte Labour Party.

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