Käßmann: Der Tod kann Freund sein

Die neue EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann hat sich in einem Interview mit der Zeitschrift Rheinischer Merkur zur Sterbehilfe und zur gemeinsamen Zukunft der Kirchen positioniert. Aber was für eine Position steckt hinter folgender Äußerung?

Unsere Zeit bildet sich manchmal zu viel darauf ein, dass sie Tabus bricht und beiseiteräumt. Es gibt auch Tabus, die uns an notwendige Grenzziehungen erinnern. Das Wort Euthanasie, der angeblich gute Tod, hat in Deutschland einen bösen Klang, weil mit diesem Begriff die Ermordung behinderter Menschen gerechtfertigt wurde, denen die nationalsozialistischen Machthaber in Wahrheit das Lebensrecht bestritten haben. Doch wenn Menschen, die auf das Sterben zugehen, von ihrer Kirche nur den Satz hören: Du darfst am Ende deines Lebens nicht selbst bestimmen, dann fühlen sie sich alleingelassen.

Hier das Interview: www.merkur.de.

Kommentare

  1. Lieber Ron, ich frage mich auch, was hinter all den anderen Äußerungen steckt? Das, was die Kirche am dringensten bräuchte, nämlich das klare Wort, ist wohl auch nicht Frau Käßmanns Sache? Immer nur Andeutungen und möglichst nach allen Seiten offen bleiben … LG

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