Keller, Horton, Chandler: Kirche und Kultur

Alle drei Diskutanten sprechen sich erfreulicherweise gegen eine politische Instrumentalisierung der Institution Kirche aus und kritisieren damit (mehr oder weniger direkt) die heute so populäre transformative Theologie, die den Kulturauftrag der Kirche besonders hervorhebt. Michael Horton unterscheidet in seiner ersten Stellungnahme sehr klar zwischen Schöpfung und Reich Gottes. Alle Menschen sind zur Teilhabe an der Schöpfung und zu ihrer Gestaltung berufen. Besonderer Auftrag der Kirche bleibt die Verkündigung des Evangeliums und das »zu Jüngern machen«.

Die drei Gesprächsteilnehmer verweisen zudem angemessen auf die sehr wohl wichtige individuelle Verantwortung eines jeden Christen innerhalb der Gesellschaft (also das weltliche Regiment).

Kommentare

  1. Kennt jemand gute (am besten deutschsprachige) Literatur über das Verhältnis „Kirche und Kultur/Politik“ sowie über das Thema „Reich Gottes“?
    Mich interessiert das hier angesprochene Thema…unter anderem weil ich selbst angehender Lehrer für Sozialkunde bin.

  2. Schandor meint:

    @Theo

    Mir fällt dazu spontan Thielickes „Ethik“ ein. Er spricht viel über dieses Verhältnis. So hat er einen Teilband seiner Ethik der Politik gewidmet. Das Thema „Reich Gottes“ ist bei ihm als Lutheraner (?) immer gegenwärtig; überhaupt ist sein Werk kein Nachschlagewerk für Kasuisten, sondern weiß sich in die komplexe Gegebenheit der Welt eingebunden und sucht die Probleme von daher zu beleuchten. Großartiges Werk.

    S.

  3. @ Schandor: Danke!

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