Ken Wilbers »I’mness«

Ken Wilber ist nicht nur ein großer Guru innerhalb der Szene für Integrale Religiosität, sondern auch Impulsgeber für die Emerging Church-Bewegung. Brian McLaren empfiehlt seine Bücher. Rob Bell, Hauptredner auf dem Willow Creek JUGENDPLUS-KONGRESS im Mai 2011, überschlägt sich mit Lob für Wilbers Buch Eine kurze Geschichte des Kosmos (Velvet Elvis, S. 192, Endnote 143):

For a mind-blowing introduction to emergence theory and divine creativity, set aside three months and read Ken Wilber’s A Brief History of Everything.

Wer gern einen Blick auf Wilbers Theorie des »Ich bin« werfen möchte, kann sich diesen Vortragsmitschnitt anschauen:




Sehr interessant finde ich einen Beitrag von Frank Visser über das Universum von Ken Wilber. Visser steht von der Tradition von Wilber und schrieb sogar eine Biografie über ihn. Der Theosoph hat sich aber inzwischen von Wilber distanziert und vertritt einen selbstkritischeren Ansatz der integralen Spiritualität. Warum? Er erklärt es in diesem Video:

Kommentare

  1. Roderich meint:

    Wie kann man nur auf die Idee kommen, das auch noch ansatzweise als christlich zu bezeichnen? Jeder hat also „Gott“ in sich, jeder ist Teil von Gott – das ist ja pantheistisch, bzw. buddhistisch / hinduistisch.

    Wie kann so ein Unsinn nur auf einem Willow-Creek Congress empfohlen werden? BOYKOTT !!!!!! (Fuer wie dumm halten die das Christenvolk eigentlich? Oder haben sie (die Verfuehrer) damit gar recht?)

  2. @Roderich: Dane ist ähnlich fassungslos:

    http://dogmadoxa.blogspot.com/

    Liebe Grüße, Ron

  3. Johannes Strehle meint:

    Blinde Blindenführer.

  4. Anselm Strehlke meint:

    Mark Driscoll hat sich vor einigen Jahren mal zu Ken Wilber als Einfluss auf Rob Bell & Brian McLaren geäußert. Kontext war sein Referat zum Thema Emerging Church bei der Convergent Conference 2007 des SEBTS, in dem er in Bezug auf seine Zugehörigkeit zu dieser Bewegung in ihrer frühen Entwicklung, seine Distanzierung davon und seine Kritik an ihren heute so prominenten Vertretern (McLaren, Pagitt, Bell) Farbe bekennt. Nachzuhören hier:
    http://theresurgence.com/2008/02/27/convergent-conference-session-3-the-emerging-church
    (Ich empfehle den Download, da das direkte Anwählen im Audio-Stream sehr umständlich ist)
    Ich halte das ganze Referat für hörenswert; der Teil betreffend Ken Wilbert ist von Minute 49:35 – 55:00.

    Es ist enttäuschend, ernüchternd und ziemlich besorgniserregend wenn man zur Kenntnis nehmen muss, dass sich WillowCreek Rob Bell als Keynote Speaker einlädt. Da der deutsche Evangelikalismus auf lokaler Gemeindeebene, durch regionale Seminare und Großveranstaltungen von WillowCreek nicht unerheblich geprägt wird, werden haarsträubende theologische Konzepte wie die von Rob Bell in der deutschen Christen-Landschaft nach und nach von „versteh ich nicht, aber klingt interessant“ zu „jaaaah, wir brauchen mehr davon“ avancieren. Entweder hat WillowCreek bei der Background-Prüfung ihrer Redner seine Hausaufgaben nicht gemacht, oder sie erfreuen sich am freien Fall theologischer Substanz. Es hieß doch lange Zeit dass „Seeker Sensitive“ zwar neue Methoden und Wege geht, um die Botschaft zu vermitteln, aber dennoch evangelikal & bibeltreu ist. Ist diese Zeit nun endgültig vorbei?
    Was sagte D.A. Carson noch mal vor 15 Jahren in Bezug auf die zu beobachtende Entwicklung des Predigens? Preach the Gospel –> Assume the Gospel –> Deny the Gospel…

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